Das mit 200 Personen besetztes Passagierschiff „Dennis David“ ist gestern bei Palometillo (Distrikt Pebas / Provinz Mariscal Ramón Castilla) nach dem Zusammenstoß mit einem im Wasser treibenden Baumstamm in den Fluten des Amazonas gesunken. Das berichtet Radio La Voz de la Selva. Menschen kamen dabei nicht zu Schaden. Das Schiff war auf dem Weg von Caballococha zur Regionalhauptstadt Iquitos. Nach Angaben des lokalen Gesundheitspostens schaut nur noch ein kleiner Teil des Schiffs aus dem Wasser.
Schlagwort: Schiff
-
Callao: Hochseekutter versinkt im Pazifik – 4 Besatzungsmitglieder vermisst
2,5 Semmeilen vor der peruanischen Hafenstadt Callao ist gestern Abend (Ortszeit) aus noch ungeklärten Gründen der unter chinesischer Flagge fahrender Hochseekutter „Fuyuan 3“ gekentert. Neunzehn philippinische Seeleute konnten von einem Schiff der peruanischen Küstenwache gerettet werden, von vier weiteren Besatzungsmitgliedern fehlt noch immer jede Spur. Nach Angaben des Nachrichtensenders RPP wurden mehrere der geretteten Seeleute mit schweren Verletzungen in umliegende Krankenhäuser eingeliefert.
Taucher der peruanischen Marine sind inzwischen am Unglücksort eingetroffen, um in dem Wrack nach weiteren Überlebenden zu suchen.
NACHTRAG
Wie peruanische Medien berichten, konnte inzwischen ein Seemann aus dem Innern des Wracks gerettet werden. Marinetauer waren durch Klopfzeichen auf den Mann aufmerksam geworden, der im Maschinenraum engesperrt war. Zudem wird von Klopfzeichen weiterer Besatzungsmitglieder berichtet.
-
Loreto / Peru: Amazonasschiffer klagen über Wassermangel / Trinkwasserrationierung in Iquitos

Der Hafen von Iquitos, 2005. Bild: D. Raiser / INFOAMAZONAS Schwierige Zeiten für Amazonasschiffer: Der Wasserstand des Amazonas im Hafen von Iquitos (Region Loreto) hat mit 106,83 einen neuen Jahrestiefstand erreicht. Das berichtet der peruanische Wetterdienst SENAMHI. Nördlich der Regionalhauptstadt Iquitos ist an mehreren Stellen derzeit kein Fracht- und Personenschiffsverkehr möglich. Zudem musste die Trinkwasserversorgung in verschiedenen Teilen von Iquitos vorrübergehend eingeschränkt werden. Inzwischen wurden 9 Notfalltanks aufgestellt, die den Wasserbedarf aber nicht vollständig stillen können. Zudem wurden mehrere Tankwagen bereitgestellt, um die Wasserversorgung zu unterstützen.
Der Wasserspiegel von 106,83 Metern über dem Meeresspiegel im Hafen von Iquitos lag 3,59 Meter unter der für die Trockenzeit normalen Höhe von 110,42 Metern. Der bislang niedrigste gemessene Wasserstand war 2005 mit 106,46 Metern. Große Schiffe müssen derweil an anderer Stelle ankern.
Nach Angaben des peruanischen Wetterdienstes sind für den niedrigen Wasserstand vor allem ausbleibende Regenfälle verantwortlich.
Hinweis: Aufgrund der vielen Nachfragen finden Sie hier eine kurze Anleitung, wo sie aktuelle Pegelstände des Amazonas und anderer peruanischer Flüsse finden.
-
Gesunkenes Amazonasschiff „Camila“ schmuggelte Treibstoff und Drogen

Die "Camila" auf dem Amazonas. Bild: ANDINA Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Loreto wurden im Innern der vergangene Woche gesunkenen „Camila“ neben zahlreichen Treibstoffbehältern auch 24 Kilogramm Kokain gefunden. Zumindest ersteres sollte wohl ins Nachbarland Kolumbien geschmuggelt werden. Die Drogen waren in Plastiktüten eingewickelt in einer Obstkiste unter Orangen versteckt. Wegen der Treibstoffbehälter fürchten Experten nun schwere Folgen für die Umwelt.
Derweil versuchen Schwimmkräne weiter, das Schiffswrack wieder aufzurichten, um die Suche nach weiteren Opfern fortsetzen zu können. Die Staatsanwaltschaft gibt inzwischen die Zahl der gefundenen Unglücksopfer mit 24 an. Wie viele Personen bei dem Untergang des völlig überladenen Schiffs wirklich ihr Leben verloren, wird wohl nie exakt geklärt werden können, da nur ein Bruchteil der Passagiere in die Passagierlisten eingetragen war. Neben weit mehr als 200 Passagieren und dem Schmuggelgut hatte das Schiff auch mehrere Kühe, sowie Baumaterialien geladen.
Probleme längst bekannt

Ort des Schiffsunglücks. Bild: INDECI Wie INFOAMAZONAS feststellen konnte, sind illegale Anlegestellen, sowie überladene Schiffe auf dem peruanischen Teil des Amazonas keine Neuheit. Teil des Problems ist aber auch, dass kaum legale Anlegestellen existieren. Nach Angaben des Regionalpräsidenten von Loreto, Iván Vásquez, existieren in der gesamten Regenwaldregion Loreto mit Iquitos und Yurimaguas nur zwei genehmigte Häfen, an denen die Anzahl der Passagiere, sowie die Ladung überprüft wird.
Die „Camila“ war in den frühen Morgenstunden des vergangenen Mittwoch bei Santa Rosa (Distrikt Indiana / Provinz Maynas / Region Loreto) vermutlich wegen Überladung in den Fluten des Amazonas versunken.
Mehr Informationen zum Thema „Peru“ und „Drogen“ finden Sie im Infoamazonas-Dossier Drogenprobleme. -
Amazonas-Schiffsunglück: Zwei Tote, 80 Personen vermisst

Ort des Schiffsunglücks. Bild: INDECI In der nordostperuanischen Regenwaldregion Loreto kam es heute auf dem Amazonas in den frühen Morgenstunden zu einem Schiffsunglück, in dessen Folge noch immer rund 80 Personen vermisst werden. Das berichtet „La Voz de la Selva“ aus Iquitos. Nach Angaben des Radiosenders war das Schiff „Camila“ in gutem Zustand, hatte allerdings nicht nur mehr Passagiere als erlaubt an Bord, sondern auch Schmuggelware, die über die kolumbianische Grenze gebracht werden sollte. Das Unglück ereignete sich gegen 2 Uhr Nachts in der Nähe von Santa Rosa (Distrikt Indiana / Provinz Maynas), nahe der Grenze zum Nachbarland Kolumbien.
Admiral Rodolfo Reátegui Rodríguez von der Generalkommandatur für Amazonas-Operationen der peruanischen Marine erklärte gegenüber La Voz de la Selva, das Schiff sei für 160 Passagiere zugelassen gewesen, nach Angaben der Staatsanwaltschaft seien aber bereits mehr als 200 Passagiere gerettet worden. Das oberste Stockwerk des 3stöckigen Schiffes schaue zudem noch immer aus dem Wasser und aus dem Iinnern seien noch immer Klopfzeichen zu hören, so Reátegui Rodríguez weiter.
Wie der Zivilschutz Loreto berichtet, ist inzwischen ein Schwimmkran der Regionalregierung Loreto auf dem Weg zur Unglücksstelle. Eine Einheit der Feuerwehr ist derweil dabei, mit Schweißbrennern Löcher in die Schiffswand zu machen, um weitere Überlebende aus dem Innern des Schiffs evakuieren zu können.
Nach Angaben des Nachrichtensenders RPP waren an Bord des Schiffes auch zwei deutsche Staatsangehörige, sowie ein Italiener, die aber unverletzt geborgen werden konnten. Mehrere Brasilianer werden noch immer vermisst. Die Passagiere waren im Schlaf überrascht worden.