Schlagwort: Quechua

  • Berlinale: DER GOLGENE BÄR GEHT NACH PERU!

    httpv://www.youtube.com/watch?v=3lBVIiU6xJw

    vrnl: Magaly Solier, Claudia Llosa. Foto: ANDINA
    vrnl: Magaly Solier, Claudia Llosa, María del Pilar. Foto: ANDINA

    Völlig überraschend geht der Goldene Bär, die höchste Auszeichnung der internationalen Filmfestspiele Berlin an Berlinale-Neuling Peru. Ausgezeichnet wurde der Film „La Teta asustada“ (Milk of Sorrow) der peruanischen Regisseurin Claudia Llosa. Folgerichtig widmete die Regisseurin  den Preis ihrem Heimatland. „Das ist für Peru, für unser Land,“ sagte Llosa, was aber beinahe in den stehenden Ovationen unterging.

    Hauptdarstellerin Magaly Solier dankte zuerst ihrer Mutter auf spanisch, grüßte ihr Heimatland Peru und sang ein Lied auf Quechua. Gegenüber RPP Noticias erklärte sie, der Preis sei auch eine Anerkennung der Leiden tausender Frauen während der Auseinandersetzungen in Peru, unter denen besonders die Region Ayacucho – aus der sowohl Magaly Solier, als auch ihre Filmfigur stammen – gelitten haben.

    Gegenüber dem peruanischen Nachrichtensender „CPN Radio“ erklärte Llosa, sie habe sich nach dem Aufruf der hinteren Plätze schon damit abgefunden, nicht unter den Preisträgern zu sein. Umso größer war dann wohl die Überraschung, neben dem Preis der internationalen Kinopresse auch noch den goldenen Bären zu bekommen.

    Claudia Llosas zweiter Film „La Teta asustada“ ist eine peruanisch-spanische Gemeinschaftsproduktion. Mit 33 Jahren ist sie die jüngste Regisseurin, die jemals für den goldenen Bären angetreten ist.

    Im Mittelpunkt des Films steht eine junge Frau, die von den Gräueltaten, die ihre Mutter zu Zeiten des Terrorismus durch den Leuchtenden Pfad in Peru erleiden musste, traumatisiert wird.

  • Magaly Solier Romero: "Fausta"-Darstellerin im Kurzportrait

    Mit ihrer Gesangseinlage auf Quechua überraschte sie die anwesenden Journalisten auf der Pressekonferenz mit Darstellern, Produzenten und der Regisseurin des peruanisch-spanischen Films „La teta asustada“ (milk of sorrow): die 23jährige Schauspielerin Magaly Solier Romero.

    Geboren am 11. Juni 1986 wuchs Magaly Solier in Palmayocc, einem Dörfchen mit rund 70 Häusern in der Provinz Huanta (Ayacucho) auf. Mit 10 Jahren kam sie zum ersten Mal nach Lima, wo sie als Haushälterin arbeitete. Schon nach wenigen Tagen hielt sie es nicht mehr aus und kehrte zurück nach Palmayocc. Nach einem wiederholten Schuljahr zog sie mit ihrer Mutter nach Huanta. Als sie 2004 auf dem Hauptplatz von Huamanga Essen verkaufte, um die Abschlussfahrt nach Cusco zu bezahlen – wurde sie von der Regisseurin Claudia Llosa von der Straße weg für deren Film „Madeinusa“ gecastet. Eigentlich wollte sie Polizistin werden, da sie schon in der Schule oft über ungerechtigkeiten stolperte – und sich auch nicht scheute, diese anzuprangern. Gleichzeitig verdiente sich Magaly Solier ein Taschengeld als Sängerin. Dass sie das Singen und Komponieren beherrscht, hat sie den Journalisten auf der Pressekonferenz gezeigt. Und wer es noch immer nicht glaubt, der kann inzwischen ihre CD „Warmi“ erwerben.

    Magaly Solier bleibt dabei „Madeinpalmayocc“, nicht „Madeinusa“. Sie besteht darauf, nicht mit ihren Filmfiguren verwechselt zu werden. Bei den Figuren, die sie bisher dargestellt hat, musste immer erst ein Mensch sterben, damit sie Freiheit erlangen konnten. Sie dagegen hat es auch so geschafft. Auch wenn sie – ebenso wie „Madeinusa“ und die von ihr gespielte „Fausta“ in „La Teta Asustada“ – fließend Quechua spricht. Auch war sie, wie sie 2007 der peruanischen Tageszeitung „El Comercio“ anvertraute,  in der eigenen Familie nicht mit dem in den Filmen wiederkehrenden Problem „Inzest“ belastet, im Umfeld ihrer Heimat war sie aber doch immer wieder damit konfrontiert.

    Ob es von Claudia Llosa und Magaly Solier einen weiteren gemeinsamen Film gibt, wollten die beiden auf der Pressekonferenz nicht verraten. Spannend wäre es in jedem Fall. Kurz nach der Premiere von „Madeinusa“ erzählte Magaly Soliers Mutter einem Fernsehreporter, sie würde gerne an Wettbewerben teilnehmen. Noch lieber würde sie diese Wettbewerbe allerdings gewinnen. Internationale Filmpreise hatte schon Madeinusa eingebracht. „La teta asustada“ wird dem wohl in nichts nachstehen. Und dass man in nächster Zeit etwas von Magaly Solier hört, wird zumindest in Peru selbst unvermeidlich sein. Dafür wird ihre CD schon sorgen.

    Geburtstag: 11. Juni.

    Eine Reportage von „Cu4rto Poder“ über die Schauspielerin & ihre Familie:

    httpv://www.youtube.com/watch?v=3yvFBwQZRHk

    Teil 2: http://www.youtube.com/watch?v=Gs1FMh88YjM

    Teil 3: http://www.youtube.com/watch?v=TzTgohVgCJI

    Teil 4: http://www.youtube.com/watch?v=WBmzp2wPHXk

    Einige von ihr gesungene Lieder kann man auf http://www.myspace.com/masolyperu anhören.

    Eine hervorragende Filmkritik über den Film „La Teta Asustada“ schrieb Kerstin Decker vom Tagesspiegel. Man kann sie unter http://www.tagesspiegel.de/kultur/kino/berlinale/Berlinale-Wettbewerb;art16892,2729300 lesen.

    http://www.magalysolier.com

  • Stadtbücherei Chachapoyas bekommt Online-Suchsystem

    Die Stadtbücherei „Blas Valera Pérez“ der Stadtverwaltung Chachapoyas rüstet technologisch auf. Seit gestern ist es möglich, über die Internetseite munichachapoyas.gob.pe/biblioteca/ den Katalog der Bücherei zu durchsuchen. Die Bestellung einzelner Bücher ist online leider noch nicht möglich. Die Bibliothek im Rathaus der Provinzverwaltung ist unter der Woche für alle interessierten geöffnet.

  • Rundfunkrat prämiert Quechua- und Seniorenhörfunkjournalisten

    Der peruanische Radio- und Fernsehrat CONCORTV zeichnete heute die Radiojournalisten Miguel Humberto Aguirre und Juan Alberto López Mayorga für ihre herausragende Arbeit aus. Miguel Humberto Aguirre, der bereits seit über 27 Jahren bei Radio Programas (RPP) arbeitet, erhielt die Auszeichnung für sein samstägliches Radioprogramm „más alla de las Canas“ (jenseits der weißen Haare), in dem besonders Senioren und deren Probleme zur Sprache kommen. Juan Alberto López Mayorga arbeitet in Ayacucho, wo er neben seiner Arbeit als Präsident der regionalen Journalistenkammer mehrere Radio- und Fernsehprogramme in der in Ayacucho sehr verbreiteten Sprache „Quechua“ moderiert. Die Auszeichnungen wurden im Rahmen einer Konferenz über die Präsenz von Senioren in Radio und Fernsehen vom peruanischen Radio- und fernsehrat CONCORTV und der Nichtregierungsorganisation HelpAge International vergeben.

  • Altersheim für Erzbischöfe

    Derzeit feiert der peruanische Erzbischof im Ruhestand Alcides Mendoza 50jähriges Jubiläum seiner Bischofsweihe. Mendoza, der bereits 1951 zum Priester geweiht wurde und als junger Bischof am zweiten vatikanischen Konzil teilnahm, hat einiges erlebt und aufgebaut in seinem Leben. Er lernte mehrere Sprachen, davon alleine 3 peruanische Ursprachen, weswegen er auch noch heute die Quechuapastoral der Diözese Chosica betreut. Neben dem Bau von Heimen für Waisenkinder, Aidskranke und Priesterseminaristen gründete er auch Orden und Kirchengemeinden und war auch viele Jahre als Militärbischof aktiv. Ein Bauwerk seiner Bischofszeit sticht aber besonders hervor: Das Altersheim für  Bischöfe und Erzbischöfe im Ruhestand. Es steht in der Diözese Abancay, in der Mendoza auch einige Jahre gewirkt hatte. Er selbst kümmert sich aber weiterhin lieber um seine Schäfchen und publiziert selbst mit 80 Jahren Hefte für die Quechuapastoral als in Abancay mit anderen Erzbischöfen Romé zu spielen.

    Quelle: ANDINA / CEP

  • Hohe Kultur und Disco-Quechua für Anfänger

    Sie war DIE Abräumerin des chilenischen Musikfestivals „Viña del Mar“: Die peruanische Sängerin Damaris. Mit ihrer hochkarätigen Mischung moderner und traditioneller peruanischer Musik, sowie der spannenden Variation der Sprachen Spanisch und Quechua hat sie nicht nur das peruanische Publikum begeistert, sondern auch das internationale Publikum in Viña del Mar. Das Lied, mit dem sie antrat, war „Tusuy Kusun“. Tusuy Kusun, zu Deutsch „Gehen wir tanzen“, steht in der sehr langen Tradition der Karnevalsmusik von Ayacucho, der unter anderem mit dem Cajón Elemente der kreolischen Kultur der peruanischen Küste hinzugefügt wurde. Gleichzeitig wird der Text, der sowohl auf Spanisch als auch auf Quechua, einer andinden Ursprache, gsungen wird, beinahe zu einem Fundus für Quechua für Feste und Discobesuche. Er handelt von einer Frau, die mit ihrem Holden bis zum Sonnenaufgang, also bis zur Ankunft des Sonnengottes der Inka, tanzt.

    Inzwischen wurde Tusuy Kusun sogar zur offiziellen Hymne des Gipfels des Asien-Pazifikanrainergipfels in diesem Jahr in Peru erhoben.

    Kleine Übersetzungshilfe:

    Yanay hamuy, tusuykusun – Meine große Liebe, gehen wir tanzen
    tusuykusun – gehen wir tanzen
    kusikuy, sunqu – freue Dich, Herz
    tayta Intipaq – Vater Sonne
    chakaymanta – Brücke

    Quelle: ANDINA, IncaMusic