Schlagwort: Pedro Ruiz

  • Churuja / Amazonas: Unbekannte überfallen Krankenwagen

    Die Besatzung eines Krankenwagens der staatlichen peruanischen Krankenversicherung ESSALUD ist bei Churuja (Provinz Bongará  / Region Amazonas) am vergangenen Donnerstag Opfer eines Überfalls geworden. Wie der Radiosender Reina de la Selva berichtete, sollte der Krankenwagen eigentlich einen Herzfehler-Patienten aus Chachapoyas nach Chiclayo transportieren. Nur wenige hundert Meter vom Polizeiposten von Churuja entfernt musste der Fahrer plötzlich bremsen, weil Felsbrocken die Straße versperrten. Die Steine waren offenbar von Straßenräubern positioniert worden, die den Fahrer mit vorgehaltenen Schusswaffen zum Aussteigen zwangen.

    Anschließend zwangen die Räuber auch die mitfahrende Krankenschwester, sowie eine mitfahrende Familienangehörige des Patienten zum Ausstieg und entledigten diese ihrer Wertsachen, darunter Bargeld und Mobiltelefone. Der Patient überstand den Überfall glücklicherweise schadlos, die Fahrt konnte nach einem kurzen Aufenthalt im Polizeiposten Pedro Ruiz – der von Churuja war offenbar zum Tatzeitpunkt nicht besetzt – fortgesetzt werden.

  • Pedro Ruiz / Amazonas: Zwei Personen sterben durch Steinschlag

    Herabfallende Steine und Felsen haben vorgestern in der peruanischen Ortschaft Pedro Ruiz Gallo (Distrikt Jazán / Provinz Bongará / Region Amazonas) mehrere Häuser zerstört und dabei zwei Menschen getötet, darunter ein dreijähriges Kind. Das berichtet Radio Horizonte aus Chachapoyas. Die drohende Gefahr war offenbar bekannt – was den Felssturz aber letztendlich auslöste, ist bislang unklar. Ein großer Felsbrocken überrollte nach Angaben des Zivilschutzes zwei Wohnhäuser und zerstörte diese fast vollständig, den Todesopfer blieb keine Fluchtmöglichkeit.

    Stadtverwaltung und Zivilschutz stellten für als erste Hilfe für die nun obdachlosen Familien Decken und Wellblech bereit.

  • Wegen Regenfällen: Region Amazonas weitgehend von der Außenwelt abgeschnitten

    Hochwasser: Utcubamba in der Provinz Bongará
    Hochwasser: Utcubamba in der Provinz Bongará. Foto: COER Amazonas

    Die starken Regenfälle der vergangenen Wochen haben in der Region Amazonas große Schäden angerichtet und weite Teile der Region von der Außenwelt abgeschnitten. Aus allen Teilen der Region werden eingestürzte Häuser gemeldet, zahlreiche Erdrutsche unterbrachen wichtige Zufahrtsstraßen. Wie der Zivilschutz heute Nacht bekannt gab, ist die Straße von Chachapoyas nach Pedro Ruiz (Provinz Bongará), die den Süden der Region mit der peruanischen Küste verbindet, bei Churuja zerstört worden und bis auf weiteres unpassierbar. Ähnlich ist die Situation bei Shipamarca, einem Straßendorf zwischen dem Achamaqui-Kreuz (Kreuzung Chachapoyas-Pedro Ruiz-Balsas) und Tingo und auf der Straße von Tingo nach Kuélap. Auch der Abschnitt Huincucho – Colcamar, der Colcamar an das Straßennetz anbindet, ist derzeit nicht befahrbar. Bereits seit einigen Tagen kann auch die Straße von Pipus nach Cheto nicht befahren werden und die Straße von Chachapoyas nach Rodríguez de Mendoza ist ebenfalls nur unter Lebensgefahr passierbar. Auch die Straße, die westlich von Chachapoyas Luya mit dem Dorf Trita verbindet, ist unterbrochen. Die Straße von Pedro Ruiz nach Bagua Grande ist noch immer nur eingeschränkt befahrbar, nachdem ihr Untergrund teilweise vom Utcubamba-Fluss so weit erodiert worden war.

    Fernstraße Fernando Belaúnde Terry bei El Salao. Foto: Diario Ahora.
    Fernstraße Fernando Belaúnde Terry bei El Salao. Foto: Diario Ahora.

    Allein in Chachapoyas stürzten bislang 10 Häuser ein, in einem Schulzentrum mehrere Toiletten. Auch in La Jalca (Provinz Chachapoyas) stürzten mehrere Häuser ein, über 50 Meerschweinchen und ein dutzend Schweine verendeten in den Wassermassen. Im nahegelegenen Yerba Buena (ebenfalls La Jalca / Provinz Chachapoyas) trat der Utcubamba über die Ufer und überflutete mehrere Wohnhäuser. Auch in Cajaruro (Provinz Utcubamba) stürzten bislang vier Häuser ein. In Churuja (Provinz Bongará) wurden mehrere Häuser überschwemmt, die örtlichen Hochwasserschutzmauern wurden teilweise zerstört. Zudem hat sich nach Angaben des Zivilschutzes im Flussbett eine große Menge Kies angesammelt, was die Gefahr weiterer Überschwemmungen erhöht. Ähnliche Meldungen kommen aus allen Teilen der Region.

    Die Regionalregierung Amazonas verfügte nun, dass alle ihrer Mitarbeiter auch am Valentinstag, der in diesem Jahr peruweit eigentlich ein freier Feiertag ist, bereit stehen müssen.

  • Yambrasbamba / Amazonas: Bus stürzt in die Tiefe / zwei Tote

    Beim Absturz eines Überlandbusses des Unternehmens Sol Peruano kamen am vergangenen Samstag Abend (Ortszeit) nahe der Yambras-Brücke (Distrikt Yambrasbamba / Provinz Bongará / Region Amazonas) zwei Menschen ums Leben, 48 weitere wurden teils schwer verletzt. Wie ein Lokalsender aus Pomacochas berichtet, war der Bus unterwegs von Tarapoto (San Martín) nach Túmbes, als er aus noch ungeklärter Ursache von der Straße abkam und rund 40 Meter in die Tiefe stürzte.

    Die Verletzten wurden auf die Gesundheitsposten von Pomacochas und Pedro Ruiz, sowie ins Regionalkrankenhaus Virgen de Fátima eingeliefert. Bei den Rettungsarbeiten halfen Polizisten aus Buenos Aires, Pomacochas und Pedro Ruiz, Mitarbeiter der nahegelegenen Gesundheitsposten, sowie zahlreiche Anwohner.

    Die Polizei nahm die Ermittlungen auf.

  • Drogenstaatsanwaltschaft Amazonas zieht nach Pedro Ruiz

    Die mit Drogendelikte befasste Sonderstaatsanwaltschaft in der Region Amazonas zieht von Chachapoyas nach Pedro Ruiz Gallo (Distrikt Jazán / Provinz Bongará). Das sei ein strategisch besserer Ort, da sich hier die wichtigsten Straßen nach Rodríguez de Mendoza, Chachapoyas, Leymebamba-Celendín, sowie die Fernando Belaúnde Terry-Fernstraße in die nördlichen Regenwaldregionen kreuzen, so der zuständige Staatsanwalt Ronal Collazos Reyes. Am Einzugsgebiet der Drogenstaatsanwaltschaft ändert sich dabei nichts. Sie soll in der Region Amazonas vor allem den Transport von Drogen, sowie allen ihren Grundstoffen wie Coca oder Kerosin ahnden und verhindern.

    INFOAMAZONAS-Spezial Drogenprobleme und DrogenkonflikteMehr Informationen zum Thema „Peru“ und „Drogen“ finden Sie im Infoamazonas-Dossier Drogenprobleme.

  • Churuja / Amazonas: Nachtaffen vor Wilderern gerettet

    Die nachtaktiven Anden-Affen. Foto: Michell León.
    Die nachtaktiven Anden-Affen. Foto: Michell León.

    Zwei nachtaktive Anden-Affen (Aotus miconax), eine geschützten Tierart, die nur in den Regionen Amazonas und San Martín (Peru) heimisch ist, wären beinahe Opfer von Wilderern geworden. In einer gemeinsamen Aktion spürten Beamte des örtlichen Kommisariats mit Hilfe des Bürgermeisteramtes die Wilderer auf und beschlagnahmten das Jungtier und seinen Vater.

    Zunächst war geplant, die beiden Tiere möglichst bald wieder in ihre gewohnte Umgebung zurückzubringen. Bei der Jagd hatten die Wilderer aber offensichtlich dem älteren Affen einen Arm gebrochen und ein Auge verletzt, eine sofortige Rückführung war so unmöglich. Da aber weder die Polizei, noch das Bürgermeisteramt über Erfahrungen mit der artgerechten Affenhaltung verfügten, wurde die Hilfe der Biologin Fanny M. Cornejo hinzugezogen, die in der Nähe für die NGO Yunkawasi arbeitete. Diese Empfahl, die Affen nach einer Voruntersuchung im Gesundheitsposten Pedro Ruiz Gallo zunächst in Chachapoyas veterinärmedizinisch behandeln zu lassen und dann vorrübergehend dem Zoo in Huachipa (bei Lima) zu übergeben. Je nachdem, wie die Heilung der Verletzungen vorangeht, sollen die beiden Affen möglichst bald wieder in den Wäldern oberhalb Churujas ausgewildert werden.

    Der Affe bei der Augenoperation. Foto: Michell León.
    Der Affe bei der Augenoperation. Foto: Michell León.

    Da Chachapoyas derzeit über keinen Tieraugenspezialisten verfügt, nahm sich ein normaler Augenarzt des älteren Affen an, leider war das Auge dennoch nicht mehr zu retten. Rómulo Vargas Más, Bürgermeister von Churuja, versprach, sein Amt übernehme die Kosten für die Operation. Für Churuja sind die Affen wichtig, ziehen sie doch interessierte Reisende aus der ganzen Welt an.

    Der nachtaktive Anden-Affe steht auf der roten Liste vom Aussterben bedrohter Arten – gegen die Wilderer wurde Anzeige erstattet.

  • Seit heute: Freie Fahrt zwischen Chachapoyas und Pedro Ruiz

    Seit heute ist die Straße zwischen Chachapoyas und Pedro Ruiz Gallo wieder uneingeschränkt befahrbar. Das bestätigte Lindon Vela, Funktionär der Regionalregierung Amazonas, gegenüber Red Informativa Regional von Radio Activa. Seit Beginn des vergangenen Jahres war die Hauptzufahrtsrute zur Hauptstadt Chachapoyas wegen der gefährlicher Bauarbeiten nur wenige Stunden am Tag befahrbar gewesen. Da an manchen Teilen der Strecke noch gearbeitet wird, ist die Geschwindigkeit aber auf 35 km/h begrenzt.

  • San Jerónimo-Brücke eingeweiht, Bau der zweiten Zufahrtsstraße begonnen

    Im beisein des Regionalpräsidenten Oscar Altamirano haben vor wenigen Tagen die Bauarbeiten für die alternative Zufahrtsroute zwischen Pedro Ruiz und Chachapoyas begonnen, die auf der Westseite des Utcubamba-Flusses durch die Provinz Luya führen wird. Der erste Teil, dessen Bau nun begonnen wird, hat eine Länge von ca. 10 Kilometern. Bis wann die Straße fertig gestellt sein wird, ist noch unbekannt.

    Im August diesen Jahres war die Straße  zwischen Pedro Ruiz und Chachapoyas nach einem Felssturz mehrere Wochen nicht befahrbar gewesen. Dadurch waren die Provinzen Luya, Chachapoyas und  Rodriguez de Mendoza praktisch vom Wahrenhandel abgeschlossen. Auch das soll durch die neue Straße ausgeschlossen werden.