Schlagwort: Paita

  • Peru: Zoll beschlagnahmt 1,7 Tonnen Kokain am Hafen von Paita

    Kokain in peruanischem Polizeilabor. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS.
    Kokain in peruanischem Polizeilabor. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS.

    Der Zoll hat am Hafen der nordperuanischen Küstenstadt Paita (Region Piura) eine Kokainladung mit einem Gesamtgewicht von mehr als eineinhalb Tonnen beschlagnahmt, die offenbar in mehreren Frachtcontainern nach Belgien verschifft werden sollten. Die Drogen, nach Angaben der Polizei in 1.432 Plastiktüten in Form eines Backsteins verpackt, waren im Inneren einer Bananenladung versteckt und hätten nach Schätzung der Behörden einen Schwarzmarktwert von 84 Millionen US-$ gehabt. Der Zoll wurde auf die Ladung aufmerksam, da offenbar nur selten Frachtcontainer mit einer bestimmten peruanischen Bananenart direkt nach Belgien verschifft werden. Inzwischen ist der Fall in der Hand der peruanischen Staatsanwaltschaft, das Rauschgift soll nach Abschluss der Ermittlungen verbrannt werden.

    Der Hafen von Paita ist einer der wichtigsten Pazifikhäfen Perus.

    INFOAMAZONAS-Spezial Drogenprobleme und DrogenkonflikteMehr Informationen zum Thema „Peru“ und „Drogen“ finden Sie im Infoamazonas-Dossier Drogenprobleme.

  • Nach Fischerstreik mit Todesopfer: Perus Regierung beschließt Anhebung der Seehechtfangquote

    Fast eine Woche hatten Fischer, Hafenarbeiter und Filetierer des nordperuanischen Pazifikhafens Paita gestreikt und mit der Blockade der Straße von Piura nach Paita auch den Hafen selbst im Protest gegen eine ausbleibende Anhebung der Fangquote für Seehecht weitgehend lahm gelegt. Gestern Abend kam es dann zu Auseinandersetzungen zwischen den Fischern und den rund 200 Polizeikräften vor Ort, bei denen mindestens eine Person getötet wurde. Die Fischer hatten versucht, eine Polizeistation zu besetzen.

    Nun reagierte die peruanische Regierung und zog die bereits beschlossene Entscheidung zur Erhöhung der Fangquote vor. Der einzige Grund dafür, dass die Fangquote erst heute per Resolution von 8. 600 auf 14.700 Tonnen erhöht wurde, lag in einer Auslandsreise von Produktionsminister José Urquizo, der die Resolution bislang nicht hatte unterzeichnen können. In den vergangenen Wochen hatte es kontroverse Diskussionen über die Anhebung der Fangquote für Seehecht gegeben, Meeresbiologen fürchten eine Überfischung.

  • Piura: Seehecht-Fischer streiken für höhrere Fangquoten

    INFOAMAZONAS Peru-Nachrichten, Neuigkeiten aus PeruIn der nordwestperuanischen Region Piura ist ein Konflikt über Fangquoten für Seehechte (Merluza) entbrannt. Mehrere Fischergewerkschaften, haben bereits seit vergangenem Montag Teile der Straße zwischen Piura und Paita auf Höhe der „la Tortuga“-Kreuzung blockiert, um die Erhöhung der vom peruanischen Produktionsministerium in Lima festgelegten Fangquoten zu erzwingen. Dabei werden sie von Hafenarbeitern und Seehecht-Filetierern unterstützt.

    Erst Anfang April hatte es Verhandlungen mit Fischereiunternehmern über die Fangquote gegeben, Premierminister Oscar Valdés setzte sich damals persönlich für deren Erhöhung von 8.600 Tonnen auf 14.500 Tonnen ein – obwohl Fischereiexperten seit Jahren wegen Überfischung vor einer höheren Quote warnen. Die Unternehmer drohten Valdés offenbar mit Protesten der betroffenen Fischer, sollte es zu keiner Einigung kommen.

    Die streikenden Fischer bekommen nun offenbar ihren Willen: Premier Valdés erklärte gestern gegenüber dem Fernsehsender Canal N, er warte nur noch auf die Rückkehr von Produktionsminister José Urquizo, der sich derzeit im Ausland aufhält. Der werde dann eine entsprechende Resolution unterzeichnen.

    Diese Entscheidung bedeutet dann wohl auch das politische Ende von Fischerei-Vizeministerin Patricia Majluf, die sich wiederholt gegen eine Erhöhung der Seehecht-Fangquote ausgesprochen hatte.

    Für Mai ist eine Forschungsmission des peruanischen Meeresinstitutes (IMARPE) geplant, die zu einer besseren Einschätzung des Standes der Seehecht-Population vor der nordperuanischen Küste führen soll.

    Die Polizei ist nach offiziellen Angaben derzeit mit 200 Einsatzkräften vor Ort.

    NACHTRAG (27.04.2012): Fischer stirbt bei Zusammenstößen mit der Polizei
    Beim Versuch der Polizei, die Straße mit Hilfe von Tränengas zu räumen, kam es gestern gegen 16 Uhr zu Zusammenstößen zwischen den Demonstranten und der Polizei, in deren Folge nach Medienberichten eine Person getötet wurde. 26 weitere sollen mit Verletzungen in Krankenhäuser eingeliefert worden sein.

  • Erdbebenserie erschüttert Südperu / Beben in Paita

    Eine Serie starker Erdbeben hat gestern Nachmittag und Abend (Ortszeit) große Teile Südperus erzittern lassen. Nach Angaben des peruanischen Institutes für Geophysik (IGP) war das erste – und mit einer Stärke von 5,5 auf der Richterskala kräftigste – Erdbeben um  14:36 Uhr zu spüren. Insbesondere Lomas, Nazca, Palpa, San Juan de Marcona und Chala waren davon betroffen. Das erste Nachbeben ereignete sich nur eine Minute später, das Epizentrum dieses Bebens der Stärke 5,2 lag dabei nur zwei Kilometer über dem des ersten.

    Ein zweites Nachbeben mit der Stärke 5,0 war dann um 20:31 Uhr zu spüren. Hier lag das Epizentrum ebenfalls nahe Lomas in einer Tiefe von 45 Kilometern.

    Von der Erdbebenserie waren insbesondere die peruanischen Regionen Ica und Arequipa betroffen. Über Schäden ist bislang nichts bekannt.

    NACHTRAG: Erdbeben erschüttert Paita

    Ein Erdbeben der Stärke 4,4 auf der Richterskala hat in den frühen Morgenstunden (Ortszeit) das Umland der nordwestperuanischen Küstenstadt Paita (Region Piura) erzittern lassen. Nach IGP-Informationen war das Beben dort mit der Stärke II-III auf der modifizierten Mercalliskala zu spüren. Das Epizentrum lag rund 36 km südöstlich von Paita in einer Tiefe von 42 Kilometern.

  • Nordperu: Erdbeben lassen Paita und Chiclayo erzittern

    Zwei Beben der Stärke 4,2 und 4,0 auf der Richterskala haben gestern den Nordwesten Perus erzittern lassen. Das erste, etwas leichtere Beben ereignete sich am Nachmittag um 16: 25 Uhr Ortszeit in der Nähe der Hafenstadt Paita. Ein zweites Beben erschütterte dann um 21:21 Uhr Ortszeit die Umgebung von Chiclayo. Das Epizentrum lag hier nach Angaben des peruanischen geophysischen Institutes IGP 32 Kilometer nördlich von Chepén in einer Tiefe von 85 Kilometern.

    Über Schäden ist bislang nichts bekannt. In Chiclayo war das Beben mit einer Stärke von II auf der modifizierten Mercalliskala zu spüren.

  • Piura: Drogenschmuggler errichten eigenen Hafen

    Die Schmuggel-Chronologie. Grafik: La República.
    Die Schmuggel-Chronologie. Grafik: La República.

    Die peruanische Antidrogenpolizei hat eine spanisch-peruanische Verbrecherorganisation aufgedeckt, die als Schwefel getarnt große Mengen Kokain von Piura (Nordperu) nach Bilbao (Spanien) schmuggeln wollte. Das berichtet die peruanische Tageszeitung „La República“ in ihrer Internetausgabe. Fast vier Tonnen Kokain gemischt mit Schwefel konnte die Polizei beschlagnahmen.

    Die Drogenschmuggler hatten einiges investiert, um ihr illegales Geschäft zu betreiben. Nach Angaben der Polizei errichtete die Verbrecherorganisation in einem Industriegebiet in Paita (Piura) einen eigenen Landungssteg, von dem aus der angebliche Schwefel über die bei der peruanischen Hauptstadt Lima liegende Hafenstadt Callao nach Bilbao transportiert werden sollte. Nach Einschätzung der Staatsanwaltschaft ist der peruanischen Polizei mit dem Ausnehmen des Schmugglerrings ein harter Schlag gegen die Drogenmafia gelungen. Unter den inzwischen verhafteten Drahtziehern soll auch ein Mitarbeiter des peruanischen Zolls sein.

    INFOAMAZONAS-Spezial Drogenprobleme und DrogenkonflikteMehr Informationen zum Thema „Peru“ und „Drogen“ finden Sie im Infoamazonas-Dossier Drogenprobleme.