Seit Jahren schiebt das Unternehmen Doe Run mit verschiedenen Tricks die Durchführung von Umweltschutzmaßnahmen im Umfeld ihrer Hüttenwerke in der peruanischen Stadt La Oroya hinaus – nun entschied die Eigentümerversammlung, in Insolvenz zu gehen. In aller Ausführlichkeit erklärt Hildegard Willer das Thema in einem Artikel für die katholische Nachrichtenagentur (KNA) (in neuem Fenster).
Schlagwort: La Oroya
-
Chappuis: 1,18 Milliarden US-$ würde DoeRun-Verstaatlichung kosten
Unglaubliche Zahlen: Nach Angaben der ehemaligen Bergbaudirektorin des peruanischen Energie- und Bergbauministeriums MEM, María Chapuís, würde die Verstaatlichung der Metallschmelze in La Oroya (Region Junín) den Staat mehr als eine Milliarde US-Dollar kosten. Das sagte sie gegenüber dem Infodienst INFOREGION. Allein 120 Millionen US-Dollar schuldet der derzeitige Betreiber DoeRun allein den Zulieferern. Hinzu kämen 270 Millionen US-Dollar Steuerschulden.
Billiger käme es den Staat, jedem Arbeiter 10.000 US-$ zu geben, damit er sich selbst eine neue Existenz aufbauen kann, so Chapuís. Dies würde „nur“ 38 Millionen US$ kosten.
Im Folgenden der komplette Beitrag von INFOREGION:
Mil 180 millones de dólares costaría al Perú nacionalizar Doe Run
La ex directora general de Minería del Ministerio de Energía y Minas, María Chapuís, consideró no viable que el Estado asuma toda la responsabilidad frente al daño ambiental ocasionado en La Oroya por la empresa minero-metalúrgica Doe Run, así como su fraccionamiento con la Sunat.
La ex funcionaria sostuvo que esta opción no es la más conveniente para el país, pues el Estado tendría que asumir todas las deudas adquiridas por la Doe Run Peru, las mismas que –según proyecciones- sumarían mil 180 millones de dólares.
“Si se llegara a nacionalizar la Doe Run Peru, el Estado tendría que pagar al menos las siguientes sumas: 150 millones de dólares a su propietario (figura como deuda de la empresa); 120 millones de dólares a sus proveedores (de otra manera no podría recibir concentrados para operar la fundición)”, dijo.
“Estas 2 acreencias suman 270 millones de dólares. Sin embargo, con 200 millones de dólares se puede construir una fundición similar, pero de última generación, y no la planta sub-estándar que está a medio construir en La Oroya”, indicó Chappuis.
La experta en temas mineros sostuvo que a esta cuenta faltaría sumarle la deuda que la empresa minero-metalúrgica tiene con la Sunat, la misma que ascendería a 270 millones de dólares.
Además, la limpieza ambiental (40 millones de dólares), la inversión que falta para concluir la planta sub-estándar (100 millones de dólares), así como las indemnizaciones de los juicios en Estados Unidos por daños a la salud de la población y de los trabajadores de La Oroya, suma que ascendería a los 500 millones de dólares.
“En cambio, si el gobierno decide subvencionar con 10,000 dólares a cada uno de los trabajadores de La Oroya para que se reubiquen, le costaría al Estado solamente 38 millones de dólares”, finalizó.[wp_geo_map]
-
La Oroya / Junín: Metallarbeiter im Streik
Arbeiter der Metallschmelze in La Oroya (Region Junín) haben heute einen Unbefristeten Streik begonnen. Das berichtet die peruanische Tageszeitung „La República“. Sie fordern von dem Unternehmen DoeRun, das die Schmelze betreibt, die Arbeit wieder aufzunehmen. Das Unternehmen weigert sich jedoch und fordert, wie bereits mehrere Male zuvor, Zugeständnisse der Regierung bei der Umsetzung grundlegender Umweltstandards. Bisher bekam das Unternehmen immer seinen Willen.
Wie die „República“ berichtet, haben rund 3.500 Arbeiter die zentralperuanische Straße (Carretera Central) besetzt. Polizeikräfte aus dem ganzen Land wurden mobilisiert, Transportunternehmen wurden gebeten, soweit möglich auf andere Routen auszuweichen.
La Oroya ist als einer der am stärksten verschmutzten Orte der Welt bekannt.
-
La Oroya vor neuem Konflikt
La Oroya in der peruanischen Region Junín steht vor einem neuen Konflikt. Das Bergbauunternehmen DoeRun kündigte nach Angaben der CNR an, wegen der angeblich angespannten wirtschaftlichen Lage die vor Monaten ausgesetzte Arbeit noch nicht wieder fortsetzen zu können. DoeRun, bekannt vor allem wegen der extrem langsamen Umsetzung von Maßnahmen zum Umweltschutz, riskiert damit erneute soziale Spannungen in dem als einem der verseuchtesten Orte der Welt bekannten Bergbauort La Oroya. Ursprünglich hatte sich Doe Run nach Angeben der CNR verpflichtet, am 30. April die Arbeit wieder aufzunehmen.
Bei einem von Erzbischof Pedro Barreto Jimeno (Huancayo) in die Wege geleiteten Treffen zwischen dem Unternehmen und dem Energie- und Bergbauministerium, erklärten Führungskräften des Bergbauunternehmens, die rund 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter könnten ihre Arbeit unmöglich schon wieder aufnehmen.
-
Ticlio / Junín: Starke Schneefälle bringen Verkehr nach Huancayo zum erliegen
Starke Schneefälle auf dem Ticlio-Pass der peruanischen Carretera Central von Lima nach Huancayo haben den Verkehr in Richtung La Oroya weitgehend zum erliegen gebracht. Das berichtet die Nachrichtenagentur ANDINA. Reisende müssen auf beiden Seiten des Passes mit langen Staus und größeren Behinderungen rechnen. In der vergangenen Nacht wurde der Fahrzeugverkehr aus Sicherheitsgründen vorrübergehend ganz eingestellt.
Der Ticlio-Pass liegt auf über 4.800 Metern über dem Meeresspiegel.
-
La Oroya: Polizist stirbt bei Bergarbeiter-Streik
Bei den Protesten der Bergarbeiter in der Andenstadt La Oroya kam nach Angaben des Nachrichtensenders RPP ein Polizist ums Leben. Vier weitere wurden verletzt. Nach Angaben des Provinzstaatsanwaltes von Yauli, Juan Alcántara, hatten Streikteilnehmer vom Hang herab Steine auf die Polizisten geworfen, die dieser Tage verhindern sollen, dass die „Carretera Centrál“, die peruanische Zentralautobahn, von den Bergarbeitern besetzt werden kann.
Wie RPP weiter berichtet, verfügte der verstorbene Polizeibeamte über einen Schutzhelm, der habe die Wucht des Steins aber nicht mindern können.
Die Bergarbeiter des Unternehmens Doe Run streiken, um die peruanische Regierung dazu zu bewegen, ihrem Unternehmen mehr Zeit für die Einführung ihres Umweltplans (PAMA) zu gewähren. Bereits drei Mal war die Frist verlängert worden. Zuletzt hatte Doe Run 36 weitere Monate gefordert, die Regierung hatte sich aber auf 20 Monate festgelegt.
-
"La Oroya" darf wohl weiter schmutzig bleiben
Die peruanische Regierung möchte dem Bergbauunternehmen Doe Run 20 weitere Monate einräumen, damit dieses sein Umweltreinigungs- und Schutzprogramm (PAMA) durchführen kann. Das gab gestern der peruanische Umweltminister Antonio Brack am Rande eines Bergbaukongresses bekannt, der derzeit in Arequipa stattfindet. Doe Run hatte mehrfach einen Aufschub gefordert und auch bekommen, um mit der Reinigung der Umgebung des als einer der schmutzigsten Orte der Welt bekannten „La Oroya“ zu beginnen. Dieses Mal hatte der Eigentümer die peruanischen Behörden mit der Aussage erpresst, die Durchführung des Umweltprogrammes werde zahlreiche Arbeitsplätze kosten. Doe Run hatte 36 Monate mehr gefordert. Eine Expertenkommission hatte 20 Monate empfohlen. Diese muss nun noch vom peruanischen Kongress bestätigt werden.
Gleichzeitig kritisierte Umweltminister Antonio Brack die Informationspolitik von Doe Run. Das Geld für die übergroßen Zeitungsanzeigen, in denen Doe Run regelmäßig seine Positionen darlegt, solle „besser für die Verbesserung und Fertigstellung des PAMA (Umweltprogramms)“ verwendet werden.
Doe Run beschäftigt derzeit nach Angaben des Ministers 3.500 Personen direkt. Die Verschmutzung von „La Oroya“ ist dabei nicht die alleinige Schuld des Unternehmens: Bereits über ein Jahrhundert werden in der Umgebung der Andenstadt abwechselnd von staatlichen und privaten Bergbauunternehmen Mineralien gefördert und weiterverarbeitet.