Schlagwort: Junin

  • La Oroya / Junín: Metallarbeiter im Streik

    Arbeiter der Metallschmelze in La Oroya (Region Junín) haben heute einen Unbefristeten Streik begonnen. Das berichtet die peruanische Tageszeitung „La República“. Sie fordern von dem Unternehmen DoeRun, das die Schmelze betreibt, die Arbeit wieder aufzunehmen. Das Unternehmen weigert sich jedoch und fordert, wie bereits mehrere Male zuvor, Zugeständnisse der Regierung bei der Umsetzung grundlegender Umweltstandards. Bisher bekam das Unternehmen immer seinen Willen.

    Wie die „República“ berichtet, haben rund 3.500 Arbeiter die zentralperuanische Straße (Carretera Central) besetzt. Polizeikräfte aus dem ganzen Land wurden mobilisiert, Transportunternehmen wurden gebeten, soweit möglich auf andere Routen auszuweichen.

    La Oroya ist als einer der am stärksten verschmutzten Orte der Welt bekannt.

  • Tambo feiert den Muttertag…mit Boxkämpfen

    httpv://www.youtube.com/watch?v=Mn3d-VVHRB4
    Ausgefallenes zum Muttertag: Die Distriktverwaltung von El Tambo in der peruanischen Provinz Huancayo (Region Junín) hat sich für den kommenden Sonntag ein ganz besonderes Event einfallen lassen. In der Teilgemeinde Cullpa Alta wird zum Muttertag ein Boxturnier abgehalten. Die Frauen selbst hätten sich dazu entschieden, so Esperanza García, eine der Boxkämpferinnen gegenüber EnlaceNacional. Teilnehmen dürfen aber nicht nur Mütter, auch kinderlose Frauen und Großmütter egal welchen Alters sind eingeladen, so García und fügt an „ich würde fürs Boxen sterben“.

    Esperanza Garcia, Boxkämpferin und Landwirtin. Bild: EnlaceNacional.

    Das große Vorbild der Boxerinnen ist die peruanische Boxweltmeisterin Kina Malpartida. Der Gewinn wird allerdings kein Gürtel sein: Der Distrikt hat für die Siegerin zwei Säcke Reis, zwei Säcke Zucker, sowie verschiedene Elektrogeräte gestiftet.

    Das Turnier soll dabei aber nicht die einzige Attraktion des Tages sein: Neben den Boxkämpfen soll auch die gößte Humita der Welt hergestellt werden, ein gefüllter Maisknödel.

    Cullpa hat 1.152 Einwohner und liegt westlich der Stadt Huancayo.

  • La Oroya vor neuem Konflikt

    La Oroya in der peruanischen Region Junín steht vor einem neuen Konflikt. Das Bergbauunternehmen DoeRun kündigte nach Angaben der CNR an, wegen der angeblich angespannten wirtschaftlichen Lage die vor Monaten ausgesetzte Arbeit noch nicht wieder fortsetzen zu können. DoeRun, bekannt vor allem wegen der extrem langsamen Umsetzung von Maßnahmen zum Umweltschutz, riskiert damit erneute soziale Spannungen in dem als einem der verseuchtesten Orte der Welt bekannten Bergbauort La Oroya. Ursprünglich hatte sich Doe Run nach Angeben der CNR verpflichtet, am 30. April die Arbeit wieder aufzunehmen.

    Bei einem von Erzbischof Pedro Barreto Jimeno (Huancayo) in die Wege geleiteten Treffen zwischen dem Unternehmen und dem Energie- und Bergbauministerium, erklärten Führungskräften des Bergbauunternehmens, die rund 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter könnten ihre Arbeit unmöglich schon wieder aufnehmen.

  • Jauja / Junín: Feuerwehrmann ertrinkt bei Unfallopfer – Bergung im Mantaro

    Die starke Strömung des Mantaro-Flusses wurde vergangene Woche einem 30jährigen Feuerwehrmann im zentralperuanischen Jauja (Region Junín) zum Verhängnis, als er versuchte, die Leiche einer Frau aus den Fluten zu bergen. Zuvor war ein mit vier Personen besetzter Geländewagen von der Straße abgekommen und in den Fluss gestürzt.

    Edwin Quinto Casas, der Feuerwehrmann aus Jauja, hinterlässt eine Frau, sowie mehrere Kinder.

  • Chupaca / Junín: Marienbild im Astloch pünktlich zur Karwoche

    "Virgen de la Guinda" in Chupaca (Huancayo). Bild: ITV/Enlace Nacional.
    "Virgen de la Guinda" in Chupaca (Huancayo). Bild: ITV/Enlace Nacional.

    Eine angebliche Erscheinung der Jungfrau Maria zieht im peruanischen Chupaca nur wenige Tage vor Beginn der Karwoche tausende Besucher an. Das berichtet Enlace Nacional. In einem privaten Garten war unter einem abgebrochenen Ast ein Bruchrelief zum Vorschein gekommen, das aus einigem Abstand stark an traditionelle Marienbilder erinnert. Seitdem pilgern zahlreiche Menschen zu dem Baum, auch der Erzbischof von Huancayo Pedro Barreto nahm den Ort in Augenschein. Er sei erstaunt darüber, wie das Naturphänomen die Jungfrau Maria hervorgebracht habe, so Barreto gegenüber RPP. Dass es sich hier um ein Wunder handle, könne er aber nicht sagen, so Barreto weiter.

    Der Baum wurde inzwischen abgesperrt und mit einem Schutzgitter versehen. Noch immer bringen Gläubige aus der Umgebung Blumen und zünden Kerzen an. Wie Enlace Nacional berichtet sind bereits erste Geschäftsleute aufmerksam geworden. So gab es schon wenige Stunden nach dem Bekanntwerden des inzwischen als „Virgen de la Guinda“ bekannten „Wunders“ gerahmte Fotos des Astloches zu kaufen. Luis Bastidas, Bürgermeister von Chupaca, kündigte an, den Baum als Kulturgut unter Denkmalschutz zu stellen.

    httpv://www.youtube.com/watch?v=wnNvUjFd0fI

  • Ticlio / Junín: Starke Schneefälle bringen Verkehr nach Huancayo zum erliegen

    Starke Schneefälle auf dem Ticlio-Pass der peruanischen Carretera Central von Lima nach Huancayo haben den Verkehr in Richtung La Oroya weitgehend zum erliegen gebracht. Das berichtet die Nachrichtenagentur ANDINA. Reisende müssen auf beiden Seiten des Passes mit langen Staus und größeren Behinderungen rechnen. In der vergangenen Nacht wurde der Fahrzeugverkehr aus Sicherheitsgründen vorrübergehend ganz eingestellt.

    Der Ticlio-Pass liegt auf über 4.800 Metern über dem Meeresspiegel.

  • "Nur" 60 Jahre nach Eröffnung: Zoo von Huancayo bekommt seine Lizenz

    Schild am Zooeingang.
    Schild am Zooeingang.

    Seit nun 60 Jahren verfügt Huancayo (Region Junín) über einen Zoo. Dieser ist relativ klein und liegt im Naherholungsgebiet „Cerrito de la Libertad“, rund 1km von der Stadt selbst entfernt. Im April diesen Jahres hatte der Zoo groß Schlagzeilen gemacht: Pepelucho, der Löwe des Zoos wurde nach langer Krankheit eingeschläfert (INFOAMAZONAS berichtete). Jetzt macht er erneut Schlagzeilen, diesmal positivere: Der Zoo verfügt nun über die Erlaubnis, einen Zoo betreiben zu dürfen.

    In den vergangenen Tagen war bei Freddy Arana Velarde, dem Bürgermeister von Huancayo, dessen Stadtverwaltung den Zoo betreibt, dafür das letzte, zentrale Schreiben eingegangen. Die Direktion für wilde Flora und Fauna des peruanischen Landwirtschaftsministeriums hatte den Plan für den Zoobetrieb genehmigt. Damit kann der Zoo, der derzeit von rund 245 Tieren bevölkert wird, Kooperationsverträge mit anderen Zoos unterzeichnen, Tiere kaufen, verkaufen oder tauschen, wodurch die zusätzlichen 1,4ha Zoofläche dann relativ Artgerecht gefüllt werden können, die derzeit im Bau sind.

    Mit der Genehmigung sind aber auch Verpflichtungen verbunden. So muss jetzt einmal pro Woche Bericht erstattet werden über alle wichtigen Vorkommnisse im Zoo. Nicht mehr alle 60 Jahre.

  • VRAE: Zwei Soldaten fallen bei Angriff auf Hubschrauber

    Zwei Hubschrauberpiloten der peruanischen Luftwaffe (FAP) kamen gestern Nachmittag in den Tälern der  Flüsse Apurímac und Ene (VRAE) ums Leben. Sie sollten drei Soldaten  evakuieren, die am Morgen zuvor bei Zusammenstößen mit Drogen-Terroristen verletzt worden waren, als ihr Hubschrauber beschossen wurde, wie das peruanische Verteidigungsministerium berichtet. Der Angriff erfolgte in der Nähe von Santo Domingo de Acobamba (Region Junín).

    In den „VRAE“ genannten Tälern kam es in den vergangenen Wochen häufiger zu Angriffen auf die peruanische Armee. Nach offiziellen Angaben handelt es sich bei den Tätern um Überreste des leuchtenden Pfades („Sendero Luminoso“), die  dort mit der Drogenproduktion zusammen gewachsen sind. Vladimiro Huaroc, Regionalpräsident der Region Junin bezweifelte dies in einem Interview, das er gestern dem Radiosenderverbund „CNR“ gab. Huaroc machte eine relativ neue „terroristische Vereinigung, vollständig  aus dem Drogen-Bereich“ dafür verantwortlich.

  • Huancayo: Pepelucho wird eingeschläfert.

    Als einen „Akt der Menschlichkeit“ bezeichnete heute Wilfredo Sosa Valenzuela, Direktor des städtischen Zoos von Huancayo (Region Junin), die Einschläferung des bei den Zoobesuchern beliebten Löwen Pepelucho. Der Löwe war 2006 vom peruanischen Naturgüterinstitut INRENA aus einem Zirkus befreit worden, in dem er über Jahre hinweg geschlagen wurde. Unter anderem litt Pepelucho deshalb an schweren, unheilbaren Rückenproblemen. Deswegen hatte die Zooleitung nun zwei Monate nach ihrem entsprechenden Antrag bei INRENA und der Staatsanwaltschaft für Umweltangelegenheiten nun die Erlaubnis bekommen, Pepelucho einzuschläfern. Er sei betäubt worden und sei sanft entschlafen, so Sosa Valenzuela.