Schlagwort: Jahrestag

  • Huancayo feiert Tag des Bauern mit Meerschweinchen-Umzug

    Meerschweinchen-Umzug in Huancayo. Bild: INFOREGION / Youtube.
    Meerschweinchen-Umzug in Huancayo. Bild: INFOREGION / Youtube.

    Auf ganz besondere Art und Weise wurde der Tag des Bauern (Día del Campesino) im peruanischen Huancayo begangen. Zahlreiche Züchterinnen und Züchter gestalteten einen Umzug der besonderen Art: Einen Meerschweinchen-Umzug (siehe Video).
    Der Tag des Bauern wird immer am 24. Juni begangen und geht auf eine alte Inka-Tradition zurück. Der 24. Juni war der „Pacha Mama“, der Mutter Erde gewidmet. Zur Kolonialzeit wurde der Tag zunächst in „día del Indio“ (Indio-Tag) umbenannt; da im peruanischen Sprachgebrauch der Begriff „Indio“ allerdings häufig negativ konnotiert verwendet wird, benannte man ihn in „día del campesino“ um.

    httpv://www.youtube.com/watch?v=oi5ZgIOu3No

  • 18. Juli: Dem Grillhahn sein Tag

    Gut zu sehen: Peru produziert mehr Geflügel. Quelle: APA
    Gut zu sehen: Peru produziert mehr Geflügel. Quelle: APA

    Das peruanische Grillhähnchen (pollo a la brasa) bekommt seinen eigenen Gedenktag, den dritten Sonntag im Juli. Das entschied die peruanische Regierung. Landwirtschaftsminister Adolfo de Córdova erklärte, das Cebiche und der Pisco hätten ihren Gedenktag. „Wie kann es sein, dass man das nicht auch dem Grillhähnchen zugesteht?“, so de Córdova.

    Mit der Einrichtung des Gedenktages soll dem Gericht aber nicht nur gedacht werden, das Gedenken soll auch dafür genutzt werden, den Konsum peruanischer Grillhähnchen in Peru und auf der ganzen Welt zu fördern. Unterstützen soll dies die peruanische Vogelzüchtervereinigung (APA).

    Ob dieser Sektor wirklich Unterstützung braucht ist aber fraglich, denn wie das Landwirtschaftsministerium berichtet, gehen monatlich 44 Millionen Portionen Grillhähnchen über den Tresen. Jeder Peruaner isst also durchschnittlich 1,6 Grillhähnchen. Damit hat das Hähnchen, das man natürlich auch auf andere Weise zubereiten kann, gar das Rind- und Schweinefleisch auf peruanischen Tellern „überflügelt“.

    Voraussichtlich am kommenden Sonntag tritt seine Einrichtung per Veröffentlichung im Geseztblatt „El Peruano“ in Kraft.

  • Peruanischer Kongress wird 187

    Verfassungsgebende Versammlung Perus 20.09.1822 - Bild im Eingangsbereich des peruan. Kongresses. Foto: D. Raiser
    Verfassungsgebende Versammlung Perus 20.09.1822 – Bild im Eingangsbereich des peruan. Kongresses. Foto: D. Raiser

    Gestern vor 187 Jahren, am 20. September 1822, trat – der Überlieferung nach um 10:00 Uhr – der erste, verfassungsgebende Kongress Perus zusammen, mit dessen Einsetzung in Peru offiziell die Republik eingeführt worden war.

    An jenem 20. September war General José de San Martín – bis dahin Übergangsstaatsoberhaupt Perus – zurückgetreten, und übergab die Gewalt der Gesetzgebung an den Kongress. Im Kongress sollte jede Region des Landes nach ihrer Bevölkerungszahl Abgeordnete erhalten.

    Der Kongress kam schließlich in der damaligen Kapelle der San Marcos-Universität zusammen – genau an der Stelle, wo heute das peruanische Parlament steht.

    Bis heute hat der peruanische Kongress einige Höhen und extreme Tiefen durchgemacht. Zahlreiche Verfassungen wurden verabschiedet und wieder verworfen. Mal hatte er zwei Kammern, derzeit hat er eine, zeitweise verfügte er gar über drei Kammern. Dabei hatte nicht wenig gefehlt und Peru wäre zurück zur Monarchie geschritten. General José de San Martín verließ Peru nur wenige Jahre nach der „Befreiung“ des Landes – der Kongress hatte seinen Plan abgelehnt, einen peruanischen König einzusetzen.

  • Tag des "Pisco Sour"

    An jedem 2. Samstag im Februar feiert Peru ausführlich sein Nationalgetränkt, den Pisco Sour. Auch in diesem Jahr haben viele Distriktverwaltungen von Lima an zentralen Plätzen Stände aufgebaut, an denen kostenlos Pisco ausgeschenkt wird. Die wohl verbreitetste Zubereitungsform ist dabei der „Pisco Sour“, für die der Pisco-Schnaps mit Limonensaft und Zucker gemischt und mit einer zarten Eischaumschicht bedeckt wird. An vielen Orten werden Wettbewerbe veranstaltet, um den besten Pisco zu prämieren. Und wie es sich gehört, wird im Stadtteil Jesús María natürlich auch die „Miss Pisco“ gewählt und gekrönt. Die Feierlaune anheizen wird wohl auch die Nachricht, die Produktionsministerin Elena Conterno heute morgen verkündete. So habe Peru inzwischen Lieblingsfeind Chile bei der exportierten Piscomenge übertroffen. Zudem 2008 habe Peru 17 mal mehr Pisco exportiert als noch 2002.

  • Staatsfernsehen wird 50

    Das peruanische Staatsfernsehen, derzeit unter dem Namen „TVPeru“ bekannt, wird 50 Jahre alt. Der Sender, der bis heute landläufig unter dem Namen „Canal 7“ (Kanal 7) bekannt ist, wurde unter eben diesem Namen 1958 gemeinsam von der UNESCO und dem peruanischen Bildungsministerium gegründet. Damit war das Staatsfernsehen jenerzeit der erste Fernsehsender überhaupt in Peru. Die folgenden Jahre war er auch Peruweit der erste Sender, der in Farbe sendete und über ein Satelitensignal verfügte. Über seine gesamte Geschichte hinweg änderten sich Instrumentallisierung und Nähe zur Regierung, insgesamt stand der Sender aber stets in der Nähe der jeweiligen Regierung. Allerdings trug er durch die Ausstrahlung belastenden Videomaterials („Vladivideos“) auch zum Sturz des Diktators Fujimori bei. Inzwischen verfügt der Sender über 275 Übersetzer (Stationen mit Satelitenschüssel, Sendeanlage und Antenne, die das aus Lima kommende Programm weitersenden) in fast allen Ecken und Enden Perus (Siehe Grafik).

    Anzahl der Sender des Staatsfernsehens, 1997-2007
    Anzahl der Sender des Staatsfernsehens, 1997-2007

    Derzeit hat TVPeru den Auftrag, die Bevölkerung „moralisch und kulturell zu bilden“.

    Und da der Sender unter fast jeder Regierung bisher umbenannt worden war, passt wohl am besten:

    Herzlichen Glückwunsch, „Canal 7“.