Schlagwort: INC

  • Peru bekommt Kulturministerium

    Der peruanische Präsident Alan García Pérez hat heute ein Gesetz verkündet, das die Einrichtung eines Kulturministerium vorsieht. Zum neuen Ministerium werden neben dem Nationalinstitut für Kultur (INC) auch die peruanische Nationalbibliothek, das Nationalarchiv, der Staatsrundfunk (IRTP – TVPeru, Radio Nacional, Radio La Crónica), das Institut für Afroperuanische, Andine und Amazonische Völker (INDEPA), sowie die „Academia Mayor de la Lengua Quechua“ gehören.

    Neben dem Ministerposten selbst sieht das Gesetz einen Vizeminister oder eine Vizeministerin für Kulturgüter und Kulturindustrie, sowie für interkulturelle Angelegenheiten vor.

    Geld kosten darf das neue Ministerium aber zumindest zu Beginn nicht, wie aus dem Gesetzestext hervorgeht. Vorerst muss es sich aus Mitteln, die durch die Zusammenlegung der verschiedenen Behörden frei werden sollen, finanzieren.

    Das Gesetz, vom peruanischen Kongress vergangene Woche verabschiedet, wurde an historischer Stätte unterzeichnet, dem Museum „Templo de Pachacamac“, das sich in Mitten der gleichnamigen archäologischen Fundstätte befindet.

  • Machu Picchu: 38.500 Besucher seit Wiedereröffnung der Inka-Stadt

    Gute Nachrichten für Perus Tourismusindustrie: Die Inka-Ruinenstadt Machu Picchu (Region Cusco) wurde seit ihrer Wiedereröffnung Anfang April von rund 38.500 Touristen besucht. Das berichtet das peruanische Kulturinstitut INC. Zuvor war die wichtigste peruanische Touristenattraktion für mehrere Monate gesperrt gewesen, nachdem starke Regenfälle die Zugangswege und die Eisenbahnstrecke nach Machu Picchu Pueblo (Aguas Calientes) stark beschädigt hatten.

    Der mit 33.211 Personen größte Teil der Touristen kam dabei aus dem Ausland, nur 5.243 Peruanerinnen und Peruaner machten sich im April auf den Weg nach Machu Picchu.

    Allein am 1. April, dem Tag der Wiedereröffnung von Machu Picchu, wurden 1.688 Besucher verzeichnet, einen Tag später waren es fast 200 mehr. Auch der Inkaweg (Camino Inca), über den Reisende zu Fuß nach Machu Picchu kommen können, wird wieder rege genutzt. 4.848 Wanderer legten im vergangenen Monat die Route zurück.

  • Qhapaq Ñan: Inka-Weg auf dem Weg zum Weltkulturerbe

    Teile des berühmten Wegenetzes der Inka-Kultur sollen den Weltkulturerbe-Status bekommen. Das zumindest möchte das staatliche peruanische Kulturinstitut INC erreichen. Bereits im September werde ein entsprechender Antrag bei der UNESCO eingereicht, so Lenka Figueroa, Koordinatorin des seit 2002 laufenden Qhapaq Ñan-Programms des INC.

    Dabei sollen aber auch mehrere Nachbarländer eingebunden werden, die zur Hochzeit der Inka Teile deren Reiches gewesen waren. So stellen derzeit neben Peru auch Ecuador, Kolumbien, Argentinien, Bolivien und Chile Informationen zusammen, um einen großen Teil der Inka-Wege als Weltkulturerbe anerkennen zu lassen.

    Binationale Routen sind beispielsweise die Abschnitte Aypate-Chamanal (Peru) – San José – Las Limas (Ecuador), sowie Cusco (Peru) – Desaguadero – La Paz (Bolivien).

    Der Qhapaq Ñan, in Peru auch als „Camino Inca“ bekannt, war und ist ein gigantisches und komplexes Wegenetz, das alle Teile und Enden des „Tahuantinsuyo“, also des Inka-Reiches, miteinander verbindet. Die Gesamtlänge wird auf über 50.000 Kilometer geschätzt, von denen rund 23.000 Kilometer heute auf peruanischem Boden liegen.

  • Kulturbehörde INC erklärt Soloco-Ruinen zu Kulturdenkmal

    Purum Llacta: Ruinenstadt in der Nähe von Soloco (Chachapoyas/Amazonas/Peru). Foto: D. Raiser
    Purum Llacta: Ruinenstadt in der Nähe von Soloco (Chachapoyas/Amazonas/Peru). Foto: D. Raiser

    Die Ruinen von Soloco, sowie die Terrassenfelder von Soloco sind jetzt offiziell Kulturdenkmal. Das geht aus der enstprechenden Erklärung der peruanischen Kulturbehörde INC hervor. Die Ruinen, im alten Quechua der Region „Purum Llacta“, altes Dorf, genannt, bilden einen beeindruckenden Komplex runder Wohnhäuser und wellenförmiger Schutzmauern.

    Neben Purun Llacta wurden in der peruanischen Region Amazonas auch noch die Hatum Pampa-Höhle, die Sirilacucho-Höhle, die Cachimiche-Höhle, die Tomasa-Höhle,die Mash Machayna-Höhle, die Quingayacu-Höhle, die Pampa Damia-Höhle, die Calgunga-Höhle, die Gacmal-Höhlen 1 und 2, die Corazón-Höhle, die Calquilla-Höhle, die Techac-Höhle, die Calvario-Höhle und die Ramos Cunga-Höhle unter Denkmalschutz gestellt. Auch die Ruinenkomplexe León Potrero, Pacchac, Choquia, Topia, Die Brücke über den „Quebrada de Ramos“- Bach, die Molinopampa-Terassen, und Piscoyahuco wurden zu Kulturdenkmälern erklärt. Die meisten dieser Denkmäler sind Bauwerke der Chachapoya-Kultur.

  • INC: Camino Inka nach Machu Picchu ab 1. April wieder begehbar

    Ab 1. April soll der Weg nach Machu Picchu auch über den berühmten Inka-Weg (Camino Inka) wieder möglich sein. Das gab gestern Cecilia Bákula Bubge, Direktorin des peruanischen Kulturinstitutes INC, am Rande einer Veranstaltung in Cusco bekannt. Teile des Weges waren während der schweren Regenfälle der vergangenen Monate beschädigt worden, sodass dieser an manchen Abschnitten nur schwer passierbar war.

    Manu-Nationalpark-Touristen evakuiert

    Mit Kleinflugzeugen mussten 24 Besucher des peruanischen Manu-Nationalparks (Region Madre de Dios) evakuiert werden. Zuvor hatten nach Angaben der Agentur ANDINA mehrere Erdrutsche die Straße von Paucartambo zum Nationalpark unpassierbar gemacht. Neben den Touristen wurden auch 10 einheimische evakuiert, darunter drei Mütter kurz vor der Niederkunft.

  • Cayaltí / Lambayeque: Polizei beschlagnahmt gestohlene Grabbeigaben

    Mehrere Krüge, präkolumbische Messer, sowie weitere wertvolle Gegenstände, die vermutlich von Grabräubern aus Begräbnisstätten im nordperuanischen Distrikt Cayaltí (Lambayeque) gestohlen worden waren, konnten Beamte der peruanischen Nationalpolizei beschlagnahmen. Die Grabräuber waren vermutlich mit der Sichtung der gestohlenen Schätze beschäftigt, als die Patrullie sie überraschte. Sie flüchteten sofort, wobei sie das Diebesgut zurücklassen mussten. Die Beamten registrierten die Fundstücke und übergaben sie dem peruanischen Kulturinstitut INC Lambayeque, das nun deren historischen und kulturellen Wert feststellen soll.

    In Lambayeque finden sich hunderte Fundstätten, von deinen manche, wie beispielsweise die des „Señor de Sipán“ weltberühmt sind.

  • Peruanisches Nationalmuseum soll inhaltlich breiter werden

    Peruanisches Nationalmuseum (Museo de la Nacion). Foto: D. Raiser
    Peruanisches Nationalmuseum (Museo de la Nacion). Foto: D. Raiser

    Das peruanische Nationalmuseum (Museo de la Nación) des peruanischen Kulturinstitutes INC in Lima soll weiter gefüllt werden. Geplant ist nach Angaben der derzeitigen Museumsdirektorin Marisol Ginocchio Laines-Lozada, Ausstellungssääle auf allen Stockwerken mit Ausstellungen zu verschiedenen Themen zu füllen. Derzeit sind nur einzelne Räume zugänglich.

    Als eine Art Experiment werden dort derzeit Kleider von Folkloresängerinnen ausgestellt, worin Laines-Lozada „einen Teil peruanischer Kultur“ sieht. Dadurch soll „die Realität eines Sektors“ der peruanischen Bevölkerung „einem anderen“ näher gebracht werden, so die Museumsdirektorin.

    Für das kommende Jahr ist zudem angekündigt, die Ausstellung über Volkskunst, die bisher mit der Zeit der Inka (Tahuantisuyo) endet, bis in die heutige Zeit fortzuführen.

  • Irakische Tonscherben gehen zurück

    Mehrere Tonscherben aus dem Irak, die im vergangenen Jahr am Flughafen „Jorge Chávez“ in Lima konfisziert worden waren, werden nun an das Land zurückgegeben. Das gab heute das Nationale Kulturinstitut INC bekannt. Skrupellose Kunstschmuggler hatten versucht, die mit Schriftzeichen und kleinen Zeichnungen verzierten Scherben über Peru in die USA einzuschmuggeln. Für die Übergabe war der Chef der irakischen Altertümerverwaltung, Amira Edan Halihal, extra nach Lima gekommen. Nah Angaben des INC stammen die Tonstücke aus dem Beginn des 2. Jahrtausend vor Christus.

    Anfang vergangenen Jahres waren die Tonscherben den Kontrolleuren des INC am Flughafen Jorge Chávez in Lima aufgefallen, die darauf hin über eine Anfrage an Interpol deren Ursprung ausmachen konnten.

  • Schock für Denkmalschützer in Lambayeque

    Sehr schlechter Laune sind dieser Tage die Denkmalschützer der Sektion Lambayeque des nationalen peruanischen Kulturinstitutes INC. Als sie sich kürzlich daran machten, den Zustand der 212 registrierten Bauten unter Denkmalschutz genauer unter die Lupe zu nehmen, wartete eine  eher unangenehme Überraschung auf sie: 20% der Denkmalgeschützten Bauwerke sind verschwunden. Sie wurden wohl heimlich abgerissen, so vermutet Carlos Mendoza, Direktor des INC Lambayeque. Das Problem aus seiner Sicht: Der Abriss von Baudenkmälern ist zwar verboten – eine Strafe haben die Übeltäter aber nicht zu befürchten – bisher. Denn das will Mendoza nun ändern. Schon in den nächsten Wochen soll ermittelt werden, was mit den Bauwerken geschehen ist – und dann sollen die Veranwortlichen auch zur Rechenschaft gezogen werden.  Dabei ist das Verschwinden der 20% nicht das einzige Problem: Wie die Untersuchung weiter ergab, befinden sich die meisten Baudenkmäler in sehr schlechtem Zustand. Damit sich das ändert, setzt sich Carlos Mendoza gemeinsam mit einer Gruppe wohlhabender Denkmalschutzbegeisterter  um den Unternehmer Carlos Roncal Pretel dafür ein, einige besonders baufällige Bauwerke ihren Eigentümern zu einem überdurchschnittlichen Preis aufzukaufen und sie in Zukunft der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.  Alle der noch verbleibenden Bauwerke wird aber vermutlich auch das nicht retten können.

  • Zahl der Kuelap-Besucher steigt weiter

    Entwicklung der Besucherzahl in Kuélap. Grafik: D. Raiser/chachapoyas.eu
    Entwicklung der Besucherzahl in Kuélap. Grafik: D. Raiser/chachapoyas.eu

    Wie das Regionalbüro Amazonas des peruanischen Nationalinstitutes für Kultur (INC) gestern bekannt gab, ist wie Zahl der Besucher in dem archäologischen Komplex Kuélap auch 2008 wieder stark angestiegen. So waren es 2008 mit 17679 Besuchern 2842 mehr als noch im Vorjahr. Im Vergleich zum Jahr 2005 stieg die Besucherzahl sogar um 7224 Personen.

    Von den 17679 Kuelap-Besuchern im vergangenen Jahr waren 12.003 Peruaner, davon allein 3.449 Kinder und 3.409 Studenten.

    Wie zu erwarten war, kamen die meisten Besucher im August, insgesamt kamen in diesem peruanischen Wintermonat 3.553. Die meisten Ausländer kamen dagegen im Juli, insgesamt 248.