Schlagwort: Gipfeltreffen

  • UNASUR-Gipfel in Lima beginnt

    Logo der UNASUR. Screenshot unasursg.org.
    Logo der UNASUR. Screenshot unasursg.org.

    Seit Tagen laufen die Vorbereitungen, seit heute tagen die Außenminister, morgen treffen sich die Staatsoberhäupter: In der peruanischen Hauptstadt Lima findet dieser Tage das Gipfeltreffen der Union südamerikanischer Nationen (UNASUR) statt. Auf der Tagesordnung steht nach offiziellen Angaben die interne und externe Stärkung der noch jungen Organisation, auch was ihr Gewicht auf der Weltbühne angeht. Daneben sollen von den Mitgliedsstaaten erreichte und gesteckte Ziele in den Bereichen Verteidigung, Gesundheit, Wirtschaft, Sozialentwicklung und Energie präsentiert und analysiert werden.

    Für das Gipfeltreffen wird dabei mit hochrangiger Besetzung gerechnet. So erwarten die Organisatoren die Präsidentinnen und Präsidenten von Uruguay, Guyana, Surinam, Kolumbien, Chile, Argentinien, Bolivien und Ecuador: José Mujica, Donald Ramotar, Desiré Delano Bouterse, Juan Manuel Santos, Sebastián Piñera, Cristina Fernández de Kirchner, Evo Morales, sowie Rafael Correa.

    UNASUR nimmt Regierungswechsel in Paraguay unter die Lupe

    Zur Sprache kommen soll unter anderem auch die von den meisten UNASUR-Mitgliedern verurteilte Absetzung von Paraguays Präsident Fernando Lugo. Zu diesem Thema hat der UNASUR-Sondergesandte, Perus ehemaliger Premier Salomon Lerner Ghitis, eine Stellungnahme angekündigt. Ob auch Probleme wie dem anhaltenden Konflikt um die -vom internationalen Gerichtshof in Den Haag neu festgelegte- Seegrenze zwischen Kolumbien und Nicaragua oder dem in nicht all zu ferner Zukunft zu erwartenden Urteil aus Den Haag über den Verlauf der Seegrenze zwischen Chile und Peru gesprochen wird, geht aus dem Gipfel-Programm nicht hervor.

    UNASUR – der „große Wurf“?

    Die 2004 im peruanischen Cusco gegründete Unión de Naciones Suramericanas (damals noch Comunidad) ist eine internationale Organisation, der derzeit insgesamt 12 Staaten angehören, wobei Paraguay derzeit suspendiert ist. Bereits vor ihrer Gründung gab es zahlreiche Versuche regionaler Integration, die meisten davon waren allerdings nur mäßig erfolgreich und kamen zwar zu durchaus bemerkenswerten Ergebnissen wie der Aufhebung bestimmter Zollschranken, Vereinfachungen für Migranten und Reiseerleichterungen, spielen aber in der Öffentlichkeit kaum eine Rolle und verfügen über kaum Kompetenzen. Zudem gibt es diverse Projekte, die parallel zum Aufbau der UNASUR laufen, beispielsweise die Pazifik-Allianz, der auch mehrere UNASUR-Staaten angehören. Wie stark die UNASUR künftig sein wird, hängt auch vom Ergebnis des beginnenden Gipfeltreffens ab. Möge die Tatsache, dass am Vortag des Gipfeltreffens der neuste Beitrag auf dem offiziellen UNASUR-Internetportal fast zwei Wochen alt ist, mal kein schlechtes Omen sein.

    NACHTRAG (3.12.2012): Ergebnisse im Blickpunkt Lateinamerika
    Einige Ergebnisse des UNASUR-Gipfels in Lima sind bei Blickpunkt Lateinamerika zusammengefasst: http://www.blickpunkt-lateinamerika.de/nachrichten/msgf/suedamerika:_unasur_beschliesst_31_integrationsprojekte.html

  • Peru: Vorbereitungen auf Gipfeltreffen südamerikanischer und arabischer Staaten

    Am 1. und 2. Oktober 2012 ist die peruanische Hauptstadt Lima Ausrichter des dritten Gipfeltreffens südamerikanischer und arabischer Staaten (ASPA). Auf dem Gipfel, der eigentlich für das Jahr 2011 geplant war, wegen der Revolutionen in einigen Teilnehmerländern allerdings verschoben werden musste, soll über eine engere Zusammenarbeit zwischen den beiden Regionen gesprochen werden, insbesondere in Wirtschaftsfragen. Dazu findet parallel zum Gipfel ein Treffen von rund 400 Unternehmerinnen und Unternehmern statt, sowie ein von der interamerikanischen Entwicklungsbank initiiertes Treffen mit Vertretern staatlicher Investmentfonds arabischer Staaten.

    Neben fast allen südamerikanischen Staats- und Regierungschefs hat unter Anderem der Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde Mahmud Abbas, der König von Jordanien, die Präsidenten von Tunesien und dem Libanon, sowie der Emir von Katar ihre Teilnahme angekündigt. Unklar ist im Moment noch die Teilnahme des ägyptischen Präsidenten, sowie des venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez, der sich derzeit im Wahlkampf befindet.

    Die peruanische Regierung hat wegen des ASPA-Gipfels in Lima und Callao den 1. und 2. Oktober zum Feiertag erklärt. Gleichzeitig wurde für eine Reihe arabischer Staaten die Visa-Pflicht vorübergehend aufgehoben.

  • Anti-Drogen-Gipfel in Lima beginnt

    INFOAMAZONAS Peru-Nachrichten, Neuigkeiten aus PeruIn der peruanischen Hauptstadt Lima wird heute im Rahmen eines Gipfeltreffens über künftiges Vorgehen im Kampf gegen Drogen debattiert. Erwartet werden Anti-Drogen-Experten aus aller Welt. Nach Angaben der peruanischen Anti-Drogen-Behörde DEVIDA, auf deren Initiative der Gipfel zurückgeht, haben bereits mehr als 70 Staaten und internationale Organisationen ihre Teilnahme bestätigt. Erst Anfang Juni hatte DEVIDA-Chefin Carmen Masías in Brüssel die peruanische Strategie zur Bekämpfung der Drogenkriminalität vorgestellt und dabei darauf hingewiesen, dass Peru bei diesem Kampf auf die Hilfe der Länder angewiesen, die für die Nachfrage nach Drogen verantwortlich sind. So handelt es sich bei der EU, um einen der größten Absatzmärkte der internationalen Drogenmafia, die in Peru vor allem Kokain und Marihuana produziert.

    Auf dem Anti-Drogengipfel am 25. und 26. Juni in Lima soll es dann nicht nur um Möglichkeiten bi- oder multilateralen Vorgehens gegen die Drogenmafia und die Geldwäsche gehen, sondern auch um konkrete Projekte und erfolgreiche Strategien in verschiedenen Ländern. Den Initiatoren geht es dabei nach eigenen Angaben nicht nur darum, von den Konsumenten-Ländern mehr Geld für den Kampf gegen das Übel zu bekommen, sondern vielmehr auch darum, dass diese Länder ihre „Mitverantwortung“ für das Problem anerkennen – und entsprechend handeln.

    Während des Gipfeltreffens in der peruanischen Haupstadt Lima wird auch die Präsentation neuer Zahlen der US-Antidrogenbehörde DEA erwartet, die im vergangenen Jahr ein starkes Anwachsen der peruanischen Kokain-Produktion prognostiziert hatte.

    Mehr Informationen zum Thema „Peru“ und „Drogen“ finden Sie im Infoamazonas-Dossier Drogenprobleme.

  • Arabisch-lateinamerikanisches Gipfeltreffen in Lima abgesagt

    Wegen der aktuellen Situation in mehreren Teilnehmerländern wurde das arabisch-lateinamerikanische Gipfeltreffen (ASPA) vorerst abgesagt. Man plane, es „Ende März oder April“ nachzuholen, so Perus Präsident Alan García. Der genaue Termin werde mit der arabischen Liga abgesprochen. Für das Gipfeltreffen war die Teilnahme von Staats- und Regierungschefs zahlreicher arabischer Staaten angekündigt worden, auch aus Ägypten und Tunesien. Der König von Marokko habe aber nun darum gebeten, „einige Wochen oder Monate“ abzuwarten, wie die Lage sich entwickle, so García gegenüber ANDINA.