Schlagwort: Geschichte

  • Lima: Archäologen entdecken tätowierte Mumie

    Archäologen haben bei Ausgrabungen in der peruanischen Hauptstadt Lima eine Mumie gefunden, auf deren Hautresten Tätowierungen entdeckt wurden. Nun untersuchen Spezialisten des Kuratoriums des „Parque de las Leyendas“, das auch den Zoo von Lima betreibt, die Mumie. Der Fundort, Maranga, ist eine der bedeutendsten und am besten erhaltenen Ausgrabungsstätten Limas und wurde nach Schätzungen der Archäologen bereits seit 200 v.Chr. von verschiedenen präkolumbianischen Kulturen bewohnt.

  • Bagua: Archäologen finden 2.600 Jahre alte Mumien

    Ein Team von Archäologen hat bei Casual im nordperuanischen Distrikt La Peca (Provinz Bagua / Region Amazonas) acht mit mumifizierten menschlichen Überresten gefüllte Tongefäße gefunden. Wie Grabungsleiter Quirino Olivera Núñez gegenüber der Tageszeitung „El Comercio“ erklärte, handelt es sich dabei um Objekte, die bislang noch keiner prähistorischen peruanischen Kultur zugeordnet werden konnten und rund 2.600 Jahre alt sind.

    Jedes der gebrannten Tongefäße ist ca. 1,20 Meter hoch und hat einen Durchmesser von 80 Zentimetern. Zum Schutz ihrer Toten verschlossen die noch unbekannten Bestatter an den Gefäßen ein Deckel an. Eines der Gefäße ist kunstvoll verziehrt, die Archäologen vermuten daher, dass es sich dabei um die Knochen eines Mitglieds der damaligen lokalen Elite handelt. Ähnliche Funde waren vereinzelt bereits in der Vergangenheit gemacht worden, vorwiegend durch Landwirte auf ihren Feldern. Zum ersten Mal konnte nun eine entsprechende Fundstätte nach wissenschaftlichen Kriterien untersucht werden.

    Der Fundort, eine Grabungsstätte in der Nähe des 282-Einwohner-Dörfchens Casual, das sich in der Nähe von Bagua (Chica/Capital) befindet, war nach Einschätzung der Archäologen eine Tempelanlage.

  • “Estación Final”: Journalist schreibt Buch über peruanische NS-Opfer

    Buchcover "Estación Final" des peruanischen Autors Hugo Coya. Bild: Aguilar / ANDINAEin Besuch im ehemaligen Konzentrationslager Auschwitz hat den peruanischen Journalisten Hugo Coya dazu bewegt, ein Buch über die Peruanerinnen und Peruaner zu schreiben, die in Konzentrationslagern der Nationalsozialisten einsaßen. Er habe dort eine Tafel mit NS-Opfern gesehen, die nach Nationalitäten geordnet war, so Coya gegenüber der Agentur ANDINA. Zu seiner Überraschung waren dort auch 23 PeruanerInnen verzeichnet. Deren Geschichte hat er über 5 Jahre hinweg recherchiert und mit Victoria Barouh eine der letzten Überlebenden aufspüren können. Mit den Geschichten, Namen und Fotos der peruanischen NS-Opfer hat er das Buch „estación final“, zu Deutsch „Endstadtion“, zusammengestellt, das an diesem Mittwoch in der peruanischen Hauptstadt Lima vorgestellt werden soll.

  • Historische peruanische Nationalbibliothek wiedereröffnet

    Lesesaal in der peruanischen Nationalbibliothek. Foto: BNP
    Lesesaal in der peruanischen Nationalbibliothek. Foto: BNP

    Das renovierte historische Gebäude der peruanischen Nationalbibliothek im Zentrum der Hauptstadt Lima ist ab heute wieder für das Publikum geöffnet. Das berichtet die Nachrichtenagentur ANDINA. In den vergangenen vier Monaten war das Gebäude für die grundlegende Renovierung vorübergehend geschlossen worden. Während dieser Zeit wurden zahlreiche Regale ausgetauscht und Bücher neu sortiert. Zudem wurden Fußböden erneuert, Treppen umgebaut und alle Räume mit Wi-Fi ausgestattet.

    Der Sitz der peruanischen Nationalbibliothek in der Avenida Abancay wurde 1821 gebaut. Nach einem Brand im Jahr 1943 mussten große Teile der Bibliothek neu gebaut werden.

    Nach eigenen Angaben verfügt die Bibliothek derzeit über rund 500.000 Bücher.

  • Peruanischer Kongress wird 187

    Verfassungsgebende Versammlung Perus 20.09.1822 - Bild im Eingangsbereich des peruan. Kongresses. Foto: D. Raiser
    Verfassungsgebende Versammlung Perus 20.09.1822 – Bild im Eingangsbereich des peruan. Kongresses. Foto: D. Raiser

    Gestern vor 187 Jahren, am 20. September 1822, trat – der Überlieferung nach um 10:00 Uhr – der erste, verfassungsgebende Kongress Perus zusammen, mit dessen Einsetzung in Peru offiziell die Republik eingeführt worden war.

    An jenem 20. September war General José de San Martín – bis dahin Übergangsstaatsoberhaupt Perus – zurückgetreten, und übergab die Gewalt der Gesetzgebung an den Kongress. Im Kongress sollte jede Region des Landes nach ihrer Bevölkerungszahl Abgeordnete erhalten.

    Der Kongress kam schließlich in der damaligen Kapelle der San Marcos-Universität zusammen – genau an der Stelle, wo heute das peruanische Parlament steht.

    Bis heute hat der peruanische Kongress einige Höhen und extreme Tiefen durchgemacht. Zahlreiche Verfassungen wurden verabschiedet und wieder verworfen. Mal hatte er zwei Kammern, derzeit hat er eine, zeitweise verfügte er gar über drei Kammern. Dabei hatte nicht wenig gefehlt und Peru wäre zurück zur Monarchie geschritten. General José de San Martín verließ Peru nur wenige Jahre nach der „Befreiung“ des Landes – der Kongress hatte seinen Plan abgelehnt, einen peruanischen König einzusetzen.