Die von deutschen und österreichischen Siedlern gegründete Stadt Oxapampa in der peruanischen Region Pasco soll einen eigenen Flughafen bekommen. Das gab heute Regionalpräsident Kléver Meléndez Gamarra bekannt. Damit sollen der Tourismus und andere wirtschaftliche Aktivitäten gefördert werden. Oxapampa ist in Peru nicht nur wegen seiner altertümlich-deutschen Bauwerke und Traditionen bekannt, sondern auch wegen seines Kaffees.
Gebaut werden soll der Flughafen allerdings nicht in Oxapampa direkt, sondern in dem Nebenörtchen Quillazu, dessen Topographie nach Einschätzung von Experten für den Bau einer Landebahn besser geeignet ist.
Das Luftfahrtunternehmen Air France KLM wird ab dem kommenden 21. Juni wieder Direktflüge von Paris (Flughafen Charles de Gaulle) in die peruanische Hauptstadt Lima (Flughafen Jorge Chávez) anbieten. Wie das Unternehmen bekannt gab, wird die Strecke fünf Mal pro Woche von einer Boeing 777-200 mit 309 Plätzen bedient werden. Als Flugtage sind Donnerstag, Freitag, Samstag, Sonntag und Dienstag anvisiert.. Eine Erhöhung der Flugfrequenz auf lange Sicht schließt Air France derweil nicht aus, macht diese allerdings von der Nachfrage ab.
Bereits früher bot Air France Direktverbindungen zwischen der französischen und der peruanischen Hauptstadt an, stellte diese allerdings vor 16 Jahren ein.
Sprengstoffexperten der peruanischen Nationalpolizei gelang es heute Mittag (Ortszeit), einen Sprengsatz zu entschärfen, der in einer Toilette im zweiten Stock des Flughafens der südperuanischen Stadt Cusco deponiert war. Zuvor war bei der Verwaltung des Flughafens Alejandro Velasco Astete eine Drohung eingegangen, woraufhin der gesamte Flughafen evakuiert wurde. Zum Zeitpunkt der Evakuierung fand im Innern des Flughafens eine Pressekonferenz des peruanischen Außenhandels- und Tourismusministeriums statt, auf der die neue Marketingstrategie Perus („Marca País“) im Zusammenhang mit dem 100jährigen Entdeckungsjubiläum von Machu Picchu präsentiert werden sollte. Ob ein Zusammenhang mit dem versuchten Anschlag besteht, ist bislang unklar, die Polizei nahm die Ermittlungen auf. Der Sprengsatz bestand nach übereinstimmenden Medienberichten aus einer Granate und einer Dynamitstange und war in einer Pappkiste versteckt. Inzwischen darf der Flughafen wieder betreten werden, wann wieder Flüge möglich sind, ist derzeit nicht bekannt.
NACHTRAG
Wie RPP berichtet, war die Handgranate gesichert und die Dynamitstange verfügte über keine Zündschnur.
Flughafen Chachapoyas – Parkplatz und Terminal. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS
Nur zwei Monate nach der publikumswirksamen Neueröffnung des Flughafens Chachapoyas hat die Fluglinie LC Busre ihre Linienflüge dorthin bereits wieder eingestellt. Auch alle anderen peruanischen Nordostrouten wie Chiclayo-Tarapoto und Tarapoto-Trujillo werden bis auf weiteres nicht mehr geflogen, so Karla Ruiz Pomar vom Passagierservice des Unternehmens gegenüber INFOAMAZONAS.
Die Einrichtung von Linienflügen auf der Strecke Chiclayo-Chachapoyas-Chiclayo hatte insbesondere in der Tourismusindustrie der Region Amazonas große Hoffnungen geweckt. Auch wegen der hohen Preise war die Linie allerdings nur teilweise ausgelastet.
Ein Flugzeug mit neun Personen an Bord ist heute Morgen (Ortszeit) in der südperuanischen Region Ica verschollen. Das gab das staatliche peruanische Luftaufsichtsunternehmen CORPAC bekannt. Über die Ursache gebe es bisher nur Spekulationen, möglicherweise sei die Maschine entführt worden oder abgestürzt, so CORPAC.
Wie die peruanische Tageszeitung La República berichtet, war die Cessna Caravan der Fluglinie Aerodiana mit peruanischen Touristen an Bord heute Morgen um 7:30 Uhr (Ortszeit) vom Maria Reiche-Flughafen Nazca für einen Überflug der weltberühmten Nazca-Linien gestartet. Schon kurz nach dem Start brach der Pilot den Kontakt zum Tower ab. Die Rückkehr war ursprünglich für 8:15 Uhr angesetzt.
Nachtrag 20:03:
Wie Aerodiana unter Berufung auf den Handynetzbetreiber Telefónica berichtet, konnte das Handy des Copiloten für kurze Zeit in Puno geortet werden. Puno liegt an der Grenze zu Bolivien. Damit erhärtet sich der Verdacht, dass das Flugzeug gestohlen wurde und in das südliche Nachbarland gebracht wird. Das Flugzeug hatte Treibstoff für rund 900 Kilometer Flugstrecke an Bord.
First Lady Pilar Nores und Minister Cornejo bei Flughafen-Einweihung. Bild: Foto: Lesly Bahamonde / ANDINAFlughafen Chachapoyas – Parkplatz und Terminal. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS
Die Flüge sind zwar mit bis zu 90US$ ziemlich teuer, dennoch rückt die nordperuanische Andenstadt Chachapoyas (Region Amazonas) dieser Tage hunderte Kilometer in Richtung Perus Zentrum. Grund dafür ist die Einweihung des umgebauten Flughafens Chachapoyas (SPPY), sowie die Ankündigung regelmäßiger Linienflüge in die peruanische Küstenstadt Chiclayo.
Auch innerhalb der Region Amazonas soll es in Zukunft mehr Linienflüge geben, mit Rodriguez de Mendoza im Westen, sowie Puerto Galilea und Ciro Alegría (Provinz Condorcanqui) im Norden sollen die Einwohner der Region dank stark subventionierter Kurzstreckenflüge näher zusammenrücken. Die Tickets zu den drei letztgenannten Zielen sollen dabei schon ab 50 Nuevos Soles (etwas über 10 Euro) zu haben sein. Die entsprechende Fluggesellschaft soll nun über eine Ausschreibung bestimmt werden.
Flughafen Chachapoyas – Wartehalle und Check-In-Bereich. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS
Die Flüge zwischen Chachapoyas und Chiclayo werden von der Fluggesellschaft LC Busre angeboten und richten sich nach Angaben des Unternehmens zumindest zu Beginn vorwiegend an Touristengruppen. Der peruanische Verkehrsminister Enrique Cornejo erklärte gestern bei der Einweihung des modernisierten Flughafenterminals in Chachapoyas, sollte es ein entsprechendes Verkehrsaufkommen geben, könnten die Preise für die Route sinken. Zudem, so Cornejo, soll mit der Fluglinie LAN verhandelt werden, um über Chiclayo mit einem einzigen Ticket Flüge nach Lima anbieten zu können.
Seit 2003 gab es nur noch vereinzelt Flüge von und nach Chachapoyas, zuletzt bot die peruanische Luftwaffe subventionierte Flüge in alten Militärtransportmaschinen von Chachapoyas nach Lima an. Grund für die geringe Anzahl an Flügen war der Absturz eines Flugzeugs im Landeanflug auf den Flughafen Chachapoyas, bei dem zahlreiche Menschen ums Leben kamen.
Militärtransportmaschine auf dem Flughafen Chachapoyas. Bild: D. Raiser / INFOAMAZONAS
Seit vier Jahren wird der Flughafen in Konzession von dem privaten Betreiber Aeropuertos del Perú (AdP) betrieben und modernisiert. Nach Angaben der Regionalregierung Amazonas wurden in die Modernisierung bisher 6,5 Millionen Nuevos Soles investiert.
Neben Transport- und Kommunikationsminister Enrique Cornejo waren bei der Einweihung auch Außenhandels- und Tourismusminister Dr. Martín Pérez, sowie die „primera dama“ (first lady) Dr. Pilar Nores de García anwesend.
Durch die Flugverbindung verkürzt sich die Reisezeit in Perus Hauptstadt Lima um rund 12 Studen.
First Lady Pilar Nores und Minister Cornejo bei Flughafen-Einweihung. Bild: Foto: Lesly Bahamonde / ANDINA
Flughafen Chachapoyas – Parkplatz und Terminal. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS
Militärtransportmaschine auf dem Flughafen. Bild: D. Raiser / INFOAMAZONAS
Flughafen Chachapoyas – Wartehalle und Check-In-Bereich. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS
In spätestens 45 Tagen sollen die ersten Fluglinien damit beginnen, die peruanische Flughafensteuer (TUUA, Tarifa Unica por Uso de Aeropuerto) mit dem Flugticket zu kassieren. Das berichtet die staatliche Nachrichtenagentur ANDINA unter Berufung auf den peruanischen Außenhandels- und Tourismusminister Martín Pérez. Begonnen wird mit dem Flughafen Jorge Chávez in der Hauptstadt Lima. Bisher muss die Flughafensteuer an einem Schalter im Flughafen selbst entrichtet werden, was oftmals zu zusätzlichen Schlangen und Wartezeiten führte. Für die Durchführung, so Pérez, wird die Steuerbehörde SUNAT entsprechende Vereinbarungen mit dem Flughafenbetreiber LAP (Lima Airport Partners) abschließen.
Das peruanische Verkehrs- und Kommunikationsministerium MTC plant, in Zukunft die Flughafensteuer (Tarifa Unica por Uso de Aeropuerto, TUUA) nicht mehr wie bisher an peruanischen Flughäfen zu kassieren, sondern von den Fluglinien in den Ticketpreis einrechnen zu lassen. Das berichtet die staatliche Nachrichtenagentur ANDINA.
Verkehrsminister Cornejo erklärte, Peru sei das einzige Land, in dem die Flughafensteuer noch extra kassiert würde, was unnötige Unannehmlichkeiten wie lange Schlangen und Wartezeiten mit sich bringen würde. Nach Angaben des Ministers haben alle in Peru aktiven Fluglinien ihre Unterstützung für den Plan angekündigt. Das Finanzministerium und die Steuerbehörde SUNAT müssen noch zustimmen.
Bisher ist es notwendig, vor dem Abflug von einem peruanischen Flughafen die Flughafengebühr an einem Schalter zu entrichten.
Wir Radio Horizonte unter Berufung auf Statistiken des staatlichen peruanischen Luftfahrtamtes des Verkehrsministeriums (Dirección General de Aeronáutica Civil del Ministerio de Transportes) berichtet, wurden insgesamt im Juli diesen Jahres über den Flughafen Chachapoyas nur 6 Passagiere transportiert. Weniger Personenverkehr hatten nur die Flughäfen von Paranapura und Santa Marta, mit jeweils nur 3 Passagieren im gesamten Monat Juli.
Wie die Antidrogenpolizei im Flughafen Jorge Chávez (Lima) bekannt gab, wurden bisher allein in diesem Jahr über 1,5 Tonnen Kokain beschlagnahmt. Dabei wurden 283 Personen festgenommen, viele davon aus dem europäischen Ausland. Oftmals werden die Drogen in (manchmal) Magenschleimresistenten Kapseln im Magen transportiert. Die Polizei verfüge aber über Mittel, auch diese zu finden, so Jaime Montes von der Antidrogenpolizei. Andere häufige Transportmittel seien doppelte Böden in Koffern, Schuhsolen mit Hohlraum, Flaschen, Schmuckstücke, Schnitzereien und anderes Kunsthandwerk. Wie Montes betont habe man aber auch schon Drogen in Rasieraparaten und getrockneten Fischen gefunden.
Dabei riskieren die Drogentransporteure („Burriers“) nicht nur langjährige Haftstrafen. Platzt z.B. eine der Kokainkapseln im Magen, stirbt der Transporteur sofort. Immer wieder lassen sich auch europäische jugendliche darauf ein, wissentlich oder unwissentlich Drogen zu transportieren und landen in peruanischen Gefängnissen.