Schlagwort: Eisenbahn

  • Perus zweite Metro-Linie startet 2013 in Huancayo

    Die peruweit zweite lokale Schnellbahnverbindung soll im März 2013 in der zentralperuanischen Andenstadt Huancayo ihren Betrieb aufnehmen. Sie wird dann Chilca mit Huancayo, sowie Tambo verbinden, eine Strecke von rund sieben Kilometern, die bei einer Geschwindigkeit von rund 45km/h in ungefähr 15 Minuten zurückgelegt werden soll. Inzwischen kamen die Triebwagen in der Hauptstadt Lima an, wo sie gestern von einem von stolz erfüllten Dimas Aliaga, Bürgermeister von Huancayo, der Öffentlichkeit vorgestellt wurden. Betrieben wird die Strecke von der Eisenbahngesellschaft Ferrocarril Central Andino (FCCA), der Streckenverlauf soll einen Teil der bereits vorhandenen Bahnstrecke, sowie einige neu zu bauende Trassen umfassen.

    Insgesamt sechs Triebwagen, die bereits Ende Oktober per Schiff den Hafen von Callao erreichten, sollen zu Beginn rund 10.000 Fahrgäste pro Tag über die sieben bislang geplanten Haltestellen hinweg transportieren – um schließlich auf die angepeilten bis zu 30.000 Fahrgäste pro Tag zu kommen. Der allgemeine Fahrpreis soll bei einem Nuevo Sol liegen. Betreiberunternehmen und Rathaus erhoffen sich von der „Metro Wanka“, wie die Metro von Huancayo auch genannt wird, eine Entlastung der Straßen.

    Nach Angaben der Provinzverwaltung von Huancayo handelt es sich bei den Triebwagen um als Y-Tog bekannte Schienenbusse deutscher Fabrikation (DÜWAG), die mit Motoren von Mercedes Benz ausgestattet sein sollen. Beide Projektträger investieren zusammen insgesamt rund 10 Millionen Nuevos Soles in das Projekt.

    Eisenbahngesellschaft plant weitere Routen

    Bislang war die FCCA vor allem im Transport von Waren und Mineralien aktiv, auch wenn bereits bisher vereinzelte Touristen- und Fahrgastrouten angeboten werden. Das soll sich nun offenbar ändern: FCCA plant derzeit an Regionalzügen, die Tambo mit Concepción und Jauja verbinden sollen. Auch international werden Ambitionen gezeigt: Nach eigenen Angaben ist das Unternehmen an einem Konsortium beteiligt, das den brasilianischen Hafen von Santos mit dem peruanischen Hafen von Paita per Eisenbahn verbinden möchte.

    Erste Metro in Lima

    Erst vor wenigen Monaten hat die erste peruanische Metro-Strecke ihren Betrieb aufgenommen: Die Linie 1 der Metro Lima. Derzeit wird am zweiten Streckenabschnitt gebaut.

  • Peru: Loretos Regionalpräsident hält an Regenwald-Eisenbahn fest

    Yvan Vásquez Valera, Regionalpräsident von Loreto. Foto: MINCETUR.
    Yván Vásquez Valera, Regionalpräsident von Loreto. Foto: MINCETUR.

    Eine landesweite Tageszeitung und die Ingenieurskammer der nordostperuanischen Regenwaldregion Loreto hatten das Projekt längst für tot erklärt: Gestern kündigte Regionalpräsident Yván Vásquez an, Ende 2013 oder Anfang 2014 werde mit den Bauarbeiten an der „Marañón-Express“ genannten geplanten Bahnstrecke zwischen Loretos Hauptstadt Iquitos und der Hafenstadt Yurimaguas begonnen. Yurimaguas, das ebenfalls zur Region Loreto gehört, ist einer der Endpunkte der nordperuanischen interozeanischen Straße, die den Warenverkehr zwischen Atlantik- und Pazifikküste über Peru und Brasilien hinaus vereinfachen soll. Zwischen Iquitos und Loreto ist der Waren- und Personentransport derzeit nur per Schiff oder Flugzeug möglich, was entweder mehrere Tage dauert oder aber sehr teuer ist. Mit der Eisenbahn möchte Regionalpräsident Vásquez nicht nur den Waren- und Personentransport, so Vásquez, schneller und bezahlbar machen, sondern gleichzeitig einem Problem vorbeugen, das sich insbesondere dort auftut, wo in Regenwaldregionen neue Straßen gebaut werden: Es kommt zu Ansiedlungen am Rande der Straßen und häufig zu unkontrollierter Abholzung.

    Derzeit arbeitet ein Konsortium an einem möglichen Routenverlauf. Ende kommenden Jahres soll dann eine Konzession für Bau und Betrieb der Bahnstrecke an ein Privatunternehmen vergeben werden. Gegner des Projekts rechnen damit, dass sich das Projekt finanziell nicht tragen wird – und, dass die Bauarbeiten einen Eingriff in Schutzgebiete mit sich bringen könnten. Dem ersten Vorwurf entgegnete Regionalpräsident Vásquez bereits vor einigen Monaten, in einem weiteren Schritt den Hafen von Iquitos ausbauen zu wollen und den Zug damit auch als Transportweg für brasilianische Exporte an die peruanische Küste zu nutzen. Bislang ist dies nur über den Wasserweg möglich – und dauert mehrere Tage. Insbesondere während der Trockenzeit führt das zu Problemen.

    Bald mit Bahnhof? Dorf am Amazonas zw. Iquitos und Yurimaguas. Foto: D. Raiser / Infoamazonas.
    Bald mit Bahnhof? Dorf am Amazonas zw. Iquitos und Yurimaguas. Foto: D. Raiser / Infoamazonas.

    Pläne zum Eisenbahnbau in der Region Loreto gab es bereits einige. So beispielsweise für einen Zug von Pimentel über Tarapoto nach Yurimaguas oder von Lambayeque nach Saramiriza. Über den Status von Ideen kamen sie allerdings kaum heraus. Derzeit wird auch die Machbarkeit der neuen Pläne geprüft, dazu gehört auch ein erster Kontakt mit denjenigen, die von den Bauarbeiten direkt betroffen sein könnten: Anwohner, insbesondere auch indigene Gemeinschaften.

  • „Tren Macho“ fährt wieder

    Die Strecke des Tren Macho - Huancayo - Huancavelica. Karte: MTC
    Die Strecke des Tren Macho – Huancayo – Huancavelica. Karte: MTC

    Nach mehrmonatigen Aufräumarbeiten ist seit gestern die als „Tren Macho“ bekannte Zugstrecke zwischen Huancayo und Huancavelíca wieder befahrbar. Die Schienen waren im vergangenen Januar, insbesondere im Abschnitt der Provinz Yauli, von mehreren Erdrutschen verschüttet worden. Nachdem nun die Sanierungsarbeiten weitgehend abgeschlossen wurden, soll nach Angaben von Carlos Noriega García, Staatssekretär für Eisenbahnwesen im peruanischen Transport- und Kommunikationsministerium (MTC), schon in den kommenden Tagen der normale Betrieb wieder aufgenommen werden.

    Der „Tren Macho“, bis heute im Besitz des peruanischen Staates, wird dann wieder jeden Morgen -außer Mittwochs- gegen 6:30 mit seinen drei Passagier- und einem Gepäckwagen vom Bahnhof Chilca (Huancayo) nach Huancavelica fahren. Er überquert auf einer Fahrstrecke von 128 Kilometern 15 Brücken und durchfährt 38 Tunnel.

  • Technische Probleme am Zug: 500 Touristen hängen in Machu Picchu fest

    Mehr als 500 Personen, vorwiegend peruanische und ausländische Touristen, hängen im Bahnhof Aguas Calientes (Machu Picchu) fest. Das berichtet RPP. Grund für den unfreiwilligen Aufenthalt in Aguas Calientes ist ein technisches Problem mit einem der Züge, die Machu Picchu mit Cusco verbinden.

  • Bahnstrecke Cusco-Machu Picchu vor Wiedereröffnung

    Die Bahnstrecke von Cusco nach Machu Picchu (Südperu) wird diesen Freitag vollständig wiedereröffnet. Das gab heute das Eisenbahnunternehmen Ferrocarril Transandino S.A. (FTSA) bekannt, das im Besitz einer Konzession für den Betrieb der Strecke ist. Durch die schweren Regenfällen im Januar und Februar dieses Jahres wurden die Schienen an mehreren Stellen weggeschwemmt oder unterhöhlt.

    Bereits Ende März war der 28 Kilometer lange Abschnitt zwischen Piscacucho und Machu Picchu repariert und freigegeben worden. Nun wurde auch der Rest der Strecke wieder hergerichtet. Erste Probefahrten sind bereits erfolgreich abgeschlossen.

    Aus Sicherheitsgründen werden die Züge allerdings vorerst bis Ende September mit geringerer Geschwindigkeit verkehren.

  • In 3 Monaten soll Machbarkeitsstudie für Eisenbahn der Nordanden stehen

    Innerhalb der kommenden 3 Monate soll eine erste Machbarkeitsstudie für den Bau und Betrieb der „Eisenbahn der Nordanden“ (Ferrocarril Norandino) stehen. Das gab Cayetana Aljiovin von der peruanischen Agentur zur Förderung von Privatinvestitionen (PROINVERSION) am Rande der Bergbaumesse „Perumin“ bekannt. Der Ort der bekanntgabe war dabei nicht zufällig gewählt: In erster Linie soll die Zugverbindung zwischen Cajamarca, Lambayeque und Piura – sollte sie realisiert werden – den Bergbaugiganten „Río Tinto“, „Yanacocha“ und „Lumina Copper“ den Weg zwischen peruanischer Küste und den Minen in den Anden vereinfachen. Passagierverkehr ist zwar auch vorgesehen, ist aber nicht erste Priorität.

    Nach Schätzungen von PROINVERSION wird der Bau bis zur Inbetriebnahme rund 1,5 Milliarden US-Dollar kosten. Genauere Daten gebe es aber erst nach Fertigstellung der Machbarkeitsstudie, so Aljiovin. Die Bahn soll dann, in Konzession gegeben, von einem Privaten Anbieter betrieben werden. Durch den Güterverkehr der Bergbauunternehmen rechnet PROINVERSION im Moment damit, dass der Zug relativ bald kostendeckend arbeiten wird können.

    Vergangene Woche hatte sich auch Präsident Alan García, der die neue Zugstrecke bereits in seiner Ansprache zum Nationalfeiertag angekündigt hatte, mit Regionalpräsidenten und Unternehmern der betroffenen Regionen getroffen, um das Projekt voranzutreiben.
    Die Zugstrecke soll den Planungen nach eines Tages von Cajamarca zum Mineralhafen Bayóvar in der Region Piura führen.

    Auch in anderen Teilen Perus werden derzeit neue Bahnstrecken geplant, hauptsächlich um die brasilianische Grenze, aber auch peruanische Bergbauregionen mit der peruanischen Küste zu verbinden. Das derzeit wohl prominenteste ist das Ferrovía Transcontinental Brasilen – Perú Atlantik – Pazifik-Projekt (Proyecto Fetab), das sich dereinst von Manaos (Brasilien) bis Bayóvar (Piura) ausdehnen soll.

  • Herzlichen Glückwunsch, Eisenbahner

    Nicht jeder Tag ist der Tag des peruanischen Eisenbahners. Das ist wohl auch besser so, denn in diesem Falle würde täglich für eine Stunde der Bahnbetrieb lahm liegen, damit die Eisenbahner zur feierlichen Messe gehen könnten. Da aber nur der 8. September eines jeden Jahres in Peru der „Tag des Eisenbahners“ ist, können die Züge auch in dem Andenland normalerweise ganztägig verkehren.

    Schon seit 64 Jahren wird der Gedenktag begangen, denn 1945 beschloss der peruanische Kongress, dass allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aller Eisenbahnunternehmen ein Tag gewidmet werden solle.

    Dabei könnte dieser 64. Jahrestag für die Eisenbahner wahrhaftig ein besonderer werden: Derzeit werden in Peru zahlreiche neue Zugstrecken geplant und erträumt, darunter eine durch die Region Cajamarca, ein weiterer, der die nordperuanischen Anden mit der Amazonas-Stadt Iquitos verbindet, zahlreiche Güterstrecken für den Großbergbau, sowie eine Zugverbindung bis nach Brasilien.

    So wünscht denn auch der CHACHABLOG:

    Viel Glück und viel Segen liebe Eisenbahner, auf viele neue Bahnstrecken.

    Salud.

  • CGTP streikt

    Der peruanische Gewerkschaftsbund CGTP hat für den heutigen Tag zum Streik aufgerufen. Besonders Staatsangestellte wollen gegen hohe Lebensmittelpreise, für höhere Löhne sowie gegen die Einrichtung von US-Militärbasen in Peru demonstrieren. Nach Regierungsangaben arbeiteten trotz des Streiks über 90% der Staatsangestellten normal. Nach Angaben der CGTP nahmen an dem Streik neben einer sehr hohen Zahl an Staatsdienern auch viele Menschen anderer Berufe teil, um die Streikenden zu unterstützen. Wegen der Streiks haben einige Busunternehmen ihre Fernverbindungen vorübergehend eingestellt, da Strassenblockaden befürchtet werden, was bisher aber ausgeblieben ist. Wegen des Streiks fuhren zudem einige Eisenbahngesellschaften, die normalerweise nur für den Tourismusbetrieb eingerichtet sind, für den Personennahverkehr. So verkehrte z.B. der „Ferrocaríl Centrál Andino“, der normalerweise alle paar Wochen für Touristen zwischen Lima und Huancayo pendelt, als Nahverkehrszug zwischen Lima und Chiclayo, um Pendlern trotz streikender Busfahrer die Anfahrt zur Arbeit zu ermöglichen. Auch die S-Bahn von Lima (trén electrico), deren Betrieb sich derzeit noch in der Ausschreibungsphase befindet, fuhr kostenlos zwischen den bisherigen 2 existierenden Haltestellen.

    Die peruanische Bischofskonferenz erklärte derweil, Demonstrationen seien ein legitimes Mittel der Partizipation, sollten aber so friedlich wie möglich verlaufen.

    Wegen des Streiks blieben einige Schulen geschlossen, in anderen wurde nur eingeschränkt Unterricht erteilt.

    Wie der Radiosender RPP mitteilte, kam es am Rande eines Demonstrationszuges in Lima zu verbalen und leichten physischen Angriffen auf eine Reporterin des Nachrichtenkanals „N“. Der Gewerkschaftsbund entschuldigte sich umgehend bei der Reporterin und kündigte an, gegen die Angreifer vorzugehen.

    Nach Informationen der Tageszeitung „El Comercio“ wird derzeit auch in einigen Urwaldregionen gegen die derzeitige Waldschutz- und Holzproduktionsgesetzgebung demonstriert. Im Verlauf der Proteste ging der Sitz der Regionalregierung von Madre de Dios in Flammen auf, wie die Polizei gegenüber El Comercio mitteilte.

    Quelle: ANDINA, Radio Horizonte, RPP, El Comercio