Schlagwort: eGovernment

  • Peru: Elektronischer Personalausweis kommt in der zweiten Jahreshälfte

    DNI-e, der elektronische Personalausweis. Foto: ANDINA.
    DNI-e, der elektronische Personalausweis. Foto: ANDINA.

    Noch in diesem Jahr wird in Peru der elektronische Personalausweis (DNI-e) eingeführt, der über zusätzliche Sicherheitsmerkmale, sowie einen kleinen Chip verfügen wird und so schwieriger zu fälschen sein soll. Wie die Personenstandsbehörde RENIEC in der Hauptstadt Lima bekannt gab, wird auf dem Chip neben dem Passbild, dem Fingerabdruck und der Unterschrift auch ein elektronisches Zertifikat gespeichert sein, das die sichere Abwicklung von Online-Transaktionen ermöglichen soll. Die Verteilung entsprechender Zertifikate an die Behörden ist bereits in vollem Gange, das Innenministerium startete bereits eine entsprechende Pilotphase. In einem nächsten Schritt sollen auch Notare und Rechtsanwälte bedacht werden.

    Der neue Personalausweis, der in Form, Aussehen und Größe zwischen einer Kredit- und einer deutschen Krankenversicherungskarte liegt, soll dazu beitragen, das Ziel der Regierung zu erreichen, bis Ende 2014 10% aller Verwaltungsakte online abzuwickeln. RENIEC-Chef Jorge Luis Yrivarren, der den elektronischen Personalausweis voller Vorfreude dem Publikum vorstellte, ließ sich dann aber doch nicht dazu bewegen, das neue Ausweisdokument als „unfälschbar“ zu bezeichnen – es sei „beinahe unfälschbar“, so Yrivarren gegenüber Canal N. Die alten Dokumente bleiben allerdings weiter gültig, zudem haben nur Personen über 18 Jahren ein Recht auf den elektronischen Personalausweis. Zudem, gestand der RENIEC-Chef ein, werde der neue Personalausweis „ein klein wenig teurer“ sein als der Alte, genaue Zahlen nannte er nicht. Die Gültigkeit wird bei jeweils vier Jahren verbleiben.

    Vorangetrieben wurde der elektronische Personalausweis durch die sehr aktive E-Government-Abteilung (ONGEI), die dem peruanischen Premierminister untersteht. Vielerorts wird -mal mehr mal weniger erfolgreich- mit Möglichkeiten des Internets die Bürokratie zu vereinfachen. So können Zahlungen für zahlreiche Anträge bereits jetzt online vorgenommen werden, ebenso manche Anträge selbst. Dieses Angebot soll nach dem Willen von RENIEC und ONGEI

    Angekündigt war der elektronische Personalausweis übrigens bereits für Mitte 2011. Nicht zuletzt der Regierungswechsel fürten aber offenbar zu einer Verschiebung.

  • Muni machts vor: Gobierno Regional offline

    Nur wenige Tage nachdem die Internetseite der Stadtverwaltung von Chachapoyas plötzlich „verschwand“, ist nun auch die Regionalregierung Amazonas „verloren gegangen“. Aus Kreisen der Stadtverwaltung wird heftig über den vormaligen Zuständigen für Öffentlichkeitsarbeit diskutiert, der, so die Gerüchteküche, trotz mehrerer Aufforderungen „einfach vergessen“ hatte, den Server für 2009 zu bezahlen…

    Dabei ist die Regionalregierung allerdings in einem Punkt weiter: Sie haben nicht nur eine Ersatzseite geschaltet, sondern auch die regionale Presse darüber informiert. http://200.107.134.7 ist zwar nicht gerade einfach zu merken, aber dafür so informativ wie immer. Und wie der Betreiber mitteilt, soll in einigen Tagen auch die alte Adresse, www.regionamazonas.gob.pe, wieder online sein.

  • Regionalregierung schon wieder gehackt

    Zum zweiten Mal in nur zwei Wochen ist die Internetseite der Regionalregierung www.regionamazonas.gob.pe Opfer eines Hackerangriffes geworden. Wie es im Moment aussieht, wird sich an der schlechten Sicherung der Seite auch in Zukunft nichts ändern. Die veränderten Daten wurden inzwischen gelöscht, wie es aussieht, haben die Hacker aber bereits ein Hintertürchen in den Server eingebaut. Der zuständige Administrator war bisher nicht zu erreichen, um Auskünfte über eine Verbesserung der Absicherung zu geben.