Schlagwort: Chota

  • Erdrutsche und Überschwemmungen in Cajamarca: Straße Chiclayo-Chota/Santa Cruz unbefahrbar

    Mehrere durch Regenfälle ausgelöste Erdrutsche und Gerölllawinen haben Teile der Straßen verschüttet, die Chiclayo (Lambayeque) mit den Provinzen Chota und Santa Cruz (beide Region Cajamarca) verbinden. Dutzende Fahrzeuge stecken auf den Straßen fest, einzelne Passagiere versuchen, die betroffenen Stellen zu Fuß zu umgehen.

    Besonders betroffen ist offenbar die Provinz Chota, wo in der Ortschaft Lajas die Anaximandro Vega-Sekundarschule vom Río Chotano fast vollständig überflutet wurde.

  • Chota / Cajamarca: Zwei Bauarbeiter bei Erdrutsch getötet

    Ein Erdrutsch hat gestern bei El Lirio (Provinz Chota / Region Cajamarca) drei Personen getötet. Wie der Nachrichtensender RPP berichtet, handelte es sich dabei um Mitarbeiter eines Bauunternehmens, das mit der Ausbesserung der Straße von Lajas nach Cochabamba betraut ist. Was genau den Erdrutsch auslöste, ist bislang ungeklärt. Die Polizei prüft, ob die Ursache möglicherweise in einer Kombination aus durch Regenfälle aufgeweichtem Erdreich, sowie den für die Straßenarbeiten notwendigen Sprengungen lag.
    httpv://www.youtube.com/watch?v=_vSFQk8OTXM

  • Ungewöhnlich starke Regenfälle führen zu Überschwemmungen in allen Teilen Perus

    Fernstraße Fernando Belaúnde Terry bei El Salao. Foto: Diario Ahora.
    Fernstraße Fernando Belaúnde Terry bei El Salao (Amazonas). Foto: Diario Ahora.

    Starke Regenfälle sind für Ostperu um diese Jahreszeit nichts ungewöhnliches, ist der Sommer doch schließlich gleichzeitig „Regenzeit“. In diesem Jahr fällt diese allerdings besonders heftig aus. Aus allen Teilen Perus werden nun Überschwemmungen, Erdrutsche und kollabierende Häuser gemeldet.

    In Cajamarca führten die starken Regenfälle der vergangenen Tage – teilweise 12 Stunden ohne Unterlass – zu Überschwemmungen und Erdrutschen, besonders betroffen waren die Provinzen San Ignacio, Cutervo, Chota, Hualgayoc, Celendín, Cajabamba, San Marcos, San Miguel und Cajamarca. Die Außenstelle des peruanischen Wetter- und Hydrologiedienstes SENAMHI in Cajamarca maß allein am Dienstag durchschnittlich 28 Liter pro Quadratmeter. Mit den 51 Litern pro Quadratmeter, die sich in den ersten Tagen des Februars 2012 ansammelten, liegt die Regenmenge nur wenig unter dem Durchschnittswert der Regenmenge in den Februaren der vergangenen Jahre. Da regnete es durchschnittlich 75 Liter pro Quadratmeter. Bereits im Januar 2012 kündigte sich ein Jahr der Extreme an: Dort regnete es 154 Liter pro Quadratmeter, der Durchschnittswert der vergangenen Jahre liegt bei 60 Litern.

    Auch in La Libertad kam es zu Problemen, hier sind insbesondere die Provinzen Sánchez Carrión, Santiago de Chuco, Otuzco und Julcán betroffen. Neben mehreren Erdrutschen und unpassierbaren Straßen macht der Regen bereits der Landwirtschaft zu schaffen: Große Kartoffel- und Maisanbauflächen sind zu feucht und drohen zu verfaulen.

    In Lambayeque regnete es ebenfalls überdurchschnittlich. In Chiclayo führte ein sechstündiger Dauerregen zu Verkehrsproblemen.

    Besonders hart traf es auch die Region Ica, die erst vor wenigen Tagen von einem Erdbeben heimgesucht worden war. Der río Pisco trat über die Ufer und zerstörte bei Cuchilla Vieja, San Ignacio und Montesierpe (Distrikt Humay), Dos Palmas (Distrikt Independencia), Caucato (Distrikt San Clemente) und Pueblo Figueroa (Distrikt Pisco, alle Provinz Pisco) zahlreiche Baumwollanbauflächen. Die Regionalregierung Ica rief deshalb bereits den Notstand aus. Dadurch ist es möglich, besonders schweren Schäden am „üblichen bürokratischen Genehmigungsprozess vorbei“ zu begegnen.

    In San Martín trat im Distrikt Yuracyacu (Provinz Rioja) der Río Yuracyacu über die Ufer und überflutete bislang 18 Häuser, sowie 40 Hektar gesäte Ackerfläche.

    Hochwasser: Utcubamba in der Provinz Bongará
    Hochwasser: Utcubamba in der Provinz Bongará

    In Arequipa kam es durch Schnee- und Regenfälle ebenfalls zu Problemen, in den Distrikten Tuti, Sibayo, Madrigal, Callalli, Huambo und Tisco (Provinz Caylloma) wurden mehrere Häuser und Ackerflächen zerstört. Mehrere Straßen sind unpassierbar. Im Distrikt Tuti rutschte ein Teil des cerro Ipacota ab. Im Distrikt Cocachacra (Provinz Islay) brach ein Deich, ebenso in den Distrikten Dean Valdivia und Punta de Bombón (Prov. Islay). Über 160 Häuser wurden beschädigt.

    In Amazonas sind mehrere Straßen unpassierbar, zahlreiche Häuser stürzten ein. Der Süden der Region ist weitgehend von der Außenwelt abgeschnitten. Mehr!

    In Huánuco führte das Hochwasser am río Huallaga zu Überschwemmungen, insbesondere in der Provinz Leoncio Prado wurden zahlreiche Häuser zerstört.

    Überschwemmungen in Urubamba. Foto: INDECI.
    Überschwemmungen 2010 in Urubamba. Foto: INDECI.

    In Lima Provincias stürzten zahlreiche Gebäude ein, zahlreiche Straßen sind derzeit unpassierbar. In der Provinz Yauyos stürzten mehrere Häuser ein, ebenso erging es einer Schule, mehreren Brücken und Straßen und einem Rathaus. Die Straße Cañete – Yauyos – Huancayo ist unterbrochen, nachdem der río Cañete über die Ufer trat. In der Provinz Cañete kam es ebenfalls zu Überschwemmungen, hier trat der río Mala über die Ufer. In der Provinz Cajatambo ist die Straße Pativilca-Cahua-Cajatambo nach einer Gerölllawine unterbrochen. Die Gorgor-Brücke im Distrikt Cajatambo wurde beschädigt.

    Auch in allen verbleibenden Regionen kam es zu Überschwemmungen.

     

  • Chota / Cajamarca: 2 Tote bei Omnibus-Absturz

    Beim Absturz eines mit 35 Personen besetzten Überlandbusses sind gestern in der nordperuanischen Provinz Chota (Region Cajamarca) zwei Menschen getötet worden. Wie Radio Santa Mónica berichtet, trugen alle weiteren Passagiere  Verletzungen davon, neun traf es besonders schwer, sie wurden nach Chiclayo evakuiert.

    Der Bus war unterwegs von Chota nach Chiclayo, als er aus noch nicht geklärten Gründen von der Straße abkam und zwischen Huambos und Llama dutzende Meter in die Tiefe stürzte.

  • Chota / Cajamarca: Pyrotechnik-Werkstatt explodiert

    Feuerwerk in Peru. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS
    Feuerwerk in Peru. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS

    Mit einigem Glück überlebten gestern vier Mitarbeiter einer Pyrotechnik-Werkstatt in Chota in den peruanischen Nordanden die Explosion von ihnen produzierter Feuerwerkskörper. Wie Enlace Nacional berichtet, waren die Feuerwerksspezialisten gerade dabei, Teile für ein Feuerwerk zum Stadtfest zusammen zu bauen, als aus noch ungeklärter Ursache mehrere Feuerwerkskörper detonierten. Drei Mitarbeiter, darunter ein 17jähriger Jugendlicher, musste mit schwersten Verbrennungen nach Chiclayo evakuiert werden. An den umliegenden Häusern barsten durch die Explosion die Fensterscheiben. Da die Werkstatt sehr offen gebaut war, blieben größere Schäden an den Gebäuden aus.

    Auf peruanischen Dorf- und Stadtfesten haben beeindruckende Feuerwerkskonstruktionen ihren festen Platz. Immer wieder kommt es dabei zu Unfällen. Am 29. Dezember 2001 kamen bei einem Brand auf einem Markt für Feuerwerkskörper in der peruanischen Hauptstadt Lima über 270 Menschen ums Leben.

    Video aus dem Jahr 2001:

    httpv://www.youtube.com/watch?v=BCmbM6U7d14&feature=related

  • Anguía / Cajamarca: Rodeopampa-Gipfel rutscht weiter ab

    Erdrutsch in Rodeopampa (Chota). Foto: Radio Santa Mónica.
    Erdrutsch in Rodeopampa (Chota). Foto: Radio Santa Mónica.

    Der Rodeopampa-Gipfel im Distrikt Anguía (Provinz Chota) rutscht weiter ab. Das berichtet Radio Santa Mónica. Bereits im Februar waren bei einem Erdrutsch an der selben Stelle rund 90 Wohnhäuser zerstört worden. Für heute hat der Zivilschutz Chota angekündigt, gemeinsam mit Geoglogen genauere Untersuchungen vorzunehmen und entsprechende Empfehlungen auszusprechen.

  • Chota wird Universitätsstadt

    Lange hatten sie davon geträumt, jetzt wird der Traum vieler Einwohner der nordperuanischen Andenstadt Chota (Provinz Chota, Region Cajamarca) wahr: Sie bekommen eine eigene Universität. Das berichten übereinstimmend die staatliche Nachrichtenagentur, sowie Radio Santa Mónica. Die neue Universität „Universidad Nacional Autónoma de Chota“, die in erster Linie technische Fächer beherbergen soll, geht aus einer Zweigstelle der Universität Cajamarca hervor und wird von der dem Orden der Augustiner-Rekollekten nahestenden Nichtregierungsorganisation Haren Alde unterstützt.

    Im peruanischen Kongress stimmten 76 Abgeordnete für die Gründung der Universität und damit 15 mehr als notwendig.

    Von der neuen Universität erhoffen sich ihre Planer ein soziales, kulturelles und vor allem ökonomisches Aufleben der Provinz Chota.

  • Utcubamba / Amazonas: Marañón überschwemmt Yamón und Cumba / Einwohner rechtzeitig gewarnt

    Cumba in der Provinz Utcubamba: Karte: INDECI / ANDINA / INFOAMAZONAS
    Cumba in der Provinz Utcubamba: Karte: INDECI / ANDINA / INFOAMAZONAS

    Mit Glück konnten sich heute in den Morgenstunden die Bewohner mehrerer Dörfer am Marañón-Fluss in der nordperuanischen Region Amazonas vor den Fluten Retten. Ein Erdrutsch auf der Westseite (Cutervo / Chota / Cajamarca) des Flusses hatte diesen teilweise aufgestaut und über die Ufer treten lassen. Dank einer Warnung des Zivilschutzes konnten die Einwohner aber rechtzeitig evakuiert werden, es blieb bei Materialschäden.

    Wie die Staatsanwältin María Rosa Malqui Vilcarromero gegenüber INFOAMAZONAS berichtet, wurden im 155-Einwohner-Ort Puerto Malleta mehrere Häuser weitgehend zerstört. Im Nahen Cumba riss der Marañón 40 Hektar Reisfelder mit.

    Auslöser wurde Erdrutsches auf der Westseite des Marañón durch das Über die Ufer Treten eines Stausees in Cutervo (Region Cajamarca). Große Schlamm- und Geröllmassen wurden in den Marañón geschwemmt.

    Nach Angaben des peruanischen Wetterdienstes SENAMHI ist in Cajamarca noch bis Ende des Monats mit schweren Regenfällen zu rechnen.

  • Anguía / Cajamarca: Dutzende Familien obdachlos nach Erdrutsch

    Erdrutsch in der Provinz Chota. Bild: peruanischer Zivilschutz INDECI.
    Erdrutsch in der Provinz Chota. Bild: peruanischer Zivilschutz INDECI.

    Bis zu 90 Häuser stürzten ein, als am Samstag gegen 13 Uhr Ortszeit der Rodeopampa-Gipfel (cerro „El Calabozo de Rodeopampa“) im Distrikt Anguía (Prov. Chota / Region Cajamarca) abrutschte. Am stärksten betroffen sind die Ortschaften Ushun (Rodeopampa), sowie Chilac und Casián (Cutervo). Das berichtet aus Chota Radio Santa Mónica. Erste Berichte über ein  Todesopfer konnten bisher nicht bestätigt werden, eine Person gilt noch als vermisst. Der Erdrutsch riss nicht nur Häuser mit sich, er zerstörte auch um Rodeopampa (Chota) und San Luis de Lucma (Cutervo) zahlreiche Felder. Zudem stauten Erde und Geröll den Sócota-Fluss, wodurch Überschwemmungen in flussnahen Ortschaften erwartet werden.

    Anwohner hatten von einer großen Explosion berichtet, die dem Erdrutsch vorangegangen sei. Dann aber habe eine dichte Staubwolke jegliche Sicht verhindert, so ein Korrespondent von Radio Santa Mónica. Kurz nach dem Erdrutsch waren Gerüchte umgegangen, es habe sich um einen Vulkanausbruch gehandelt, was Miguel Alva, Direktor des Zivilschutz Cajamarca, klar verneint. Der Krach und die Staubwolke sei durch das Abrutschen der Fläche von 40 Hektar selbst entstanden, so Alva gegenüber ANDINA.

    Erdrutsch in Rodeopampa (Chota). Foto: Radio Santa Mónica.
    Erdrutsch in Rodeopampa (Chota). Foto: Radio Santa Mónica.

    Der Bürgermeister von Anguía äußerte auch Sorge um das Wasserkraftwerk Guineamayo (Cutervo), das durch den gebildeten Stausee Schaden erleiden könnte. Zudem gestand er ein, dass der örtliche Zivilschutz – dem er als Bürgermeister vorsteht – nicht über die nötigen Mittel verfügt, um notwendige Maßnahmen zu treffen. Inzwischen habe man vom Zivilschutz Chota zwar mehrere Zelte bekommen, aber die Anzahl sei ungenügend, so Irigoin Montenegro gegenüber „Radio Santa Mónica“.

    Im Nachbardistrikt San Luis de Lucma sollen nun zahlreiche Familien evakuiert werden, deren Häuser von einer möglichen Flutwelle des Sócota getroffen werden könnten. Nach Angaben des Korrespondenten von Radio Santa Mónica waren die Anwohner bereits mehrere Tage vor dem Erdrutsch gewarnt worden, die betroffenen Familien hätten aber ihre Häuser nicht verlassen wollen.

    Auch aus den Nachbarprovinzen Cajabamba und Celendín werden mehrere kleine Erdrutsche gemeldet, bei denen mehrere Häuser zerstört wurden.

    Die Ortschaft Rodeopampa liegt auf 2.211 Metern über dem Meeresspiegel. 2007 wurden 313 feste Einwohner gezählt.

    httpv://www.youtube.com/watch?v=O_22y-sHO_s
    (von Enlace Nacional)

  • Busunfall in Querocoto (Cajamarca): Bus umfuhr Polizeikontrolle

    Der Omnibus, der am vergangenen Samstag bei Querocoto (Querocotillo) mehrere hundert Meter in die Tiefe gestürzt war, wobei 33 Personen direkt, 2 weitere anschließend ums Leben kamen, hatte zuvor die Polizeikontrolle „Pomalca“ des „Tolerancia Cero“ (Null Tolleranz)-Programmes umfahren. Das berichtet das peruanische Verkehrs- und Kommunikationsministerium MTC. Dort wird normalerweise der Bus und seine Sicherheitseinrichtungen überprüft. Wie inzwischen bekannt wurde, war der Bus des Unternehmens „Turismo Dr. Óptimo Serrano“ am Morgen des vergangenen Samstages gegen 2:30 Uhr bei Querocoto – einem 250-Häuser-Örtchen in der Provinz Chota (Region Cajamarca) von der Straße abgekommen und weit über 100 Meter in die Tiefe gestürzt. Die genaue Ursache ist noch ungeklärt. Nach Angaben der Polizei waren die Straßenverhältnisse mit dichtem Nebel und etwas Regen sehr schlecht, zudem wurde auf den schlechten Zustand der Straße und eine unverantwortliche Fahrweise des Fahrers hingewiesen. Der Bus war von Chiclayo (Lambayeque) unterwegs nach Cajamarca. Der Ort des Unfalls, Querocoto, liegt auf 2455 Metern Höhe auf der „Cordillera Central“ genannten mittleren Andenkette.
    Inzwischen wurde ein neues Unglück bekannt: Wie die staatliche peruanische Nachrichtenagentur ANDINA berichtet, stürzte gestern gegen 2 Uhr Morgens ein Geländewagen von der Straße Ciudad de Dios-Cajamarca über 200 Meter in die Tiefe. Dabei kamen nach Angaben von ANDINA 2 der 9 Insaßen ums Leben. Als Grund vermutet die Polizei den dichten Nebel.
    Bei dem Zusammenstoß zweier Reisebusse bei Virú (La Libertad) am gestrigen Sonntag kam ein Kind ums Leben, zwei weitere Personen wurden verletzt.