Schlagwort: ANP

  • Peru: Vier Journalisten bei Autounfall getötet

    Beim Absturz ihres Vehikels sind gestern in den Bergen der peruanischen Region Junín vier Journalisten ums Leben gekommen. Das Fahrzeug der Journalisten, auf Reportagereise in die Provinz Chanchamayo, kam in den frühen Morgenstunden aus noch ungeklärter Ursache von der Straße ab und stürzte über 100 Meter in die Tiefe, bevor es im Tarma-Fluss auseinanderbrach und liegen bliebt.

    Unter den Toten befindet sich neben dem 67jährigen Javier Ascue, der sich als Reporter der Tageszeitung El Comercio für besonders gefährliche Missionen einen Namen gemacht hatte, auch María Gilda Gómez, Provinzvorsitzende des Journalistenverbandes ANP. Zum Zeitpunkt des Unfalls herrschten offenbar widrige Wetterverhältnisse, ob diese Ursache des Unfalls waren, ist bislang nicht bekannt.

  • Schutzgebiet-Betreiber der Region Amazonas beschließen engere Kooperation

    Die Vertreter von 15 Naturschutzgebieten in der Region Amazonas (Nordperu) haben eine engere Zusammenarbeit zum Schutz der Biodiversität beschlossen. Bei einem Treffen in Chachapoyas, das von der Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) unterstützt wurde, sprachen sich insbesondere die Vertreter der privat organisierten Schutzgebiete (Áreas Naturales Protegidas, ANP) für mehr Kooperation aus und gründeten kurzerhand einen Dachverband, der zunächst von Pedro Heredia Arce geführt wird. Heredia Arce betreibt das Schutzgebiet Milpuj – La Heredad im Distrikt Magdalena (Prov. Chachapoyas). Private Schutzgebiete sind insbesondere für den Tourismus attraktiv.

    Zudem wurde in den Räumen der Kunsthochschule Chachapoyas die Fotoausstellung „Josas naturales de Amazonas“ (dt. Natur-Kleinode der Region Amazonas) eröffnet, die auf 45 Fotos Flora und Fauna der Region zeigt und in den kommenden Monaten in anderen Teilen der Region, ab kommendem Jahr dann auch in der Hauptstadt Lima zu sehen sein wird.

    Weiterbildung für Schutzgebiet-Ranger

    Bereits vor einigen Tagen wurden in Bagua Grande 24 Ranger verschiedener Schutzgebiete von Experten des botanischen Gartens Missouri (USA), des Schutzgebietes „Cordillera de Colán“ und des Kommunalschutzgebietes Chayo Nain weitergebildet. Nach der Theorie bekamen die Ranger in der Schutz- und Kontrollstation in „La Unión“ auch praktische Tipps für ihre Arbeit.

  • Peruanischer Journalistenverband protestiert gegen Schliessung von Radio "La Voz"

    Mit einem offenen Brief an den Transport- und Kommunikationsminister Cornejo, sowie mit einer Demonstration vor dessen Ministerium haben Angehörige des peruanischen Journalistenverbandes ANP, sowie zahlreiche in Lima ansässige Auslandskorrespondenten, gegen die Schliessung des Radiosenders „La Voz“ (Bagua) protestiert. Nur 3 Tage nach den schweren Zusammenstössen zwischen Indígena und Polizisten am 5. Juni hatte das Transport- und Kommunikationsministeriums (MTC)  die Schliessung verfügt – wegen angeblicher Versäumnisse in der Verwaltung, die aber bereits alle im Vorfeld ausgeräumt worden waren.

    Am vergangenen 5. Juni hatten sowohl Polizeikräfte als auch mehrere Minister – darunter Ex-Premierminister Yehude Simon – öffentlich erklärt, Radio „La Voz“ hätte die Kämpfe zwischen Indígena und Polizisten angeheizt, was Carlos Flores, Besitzer und Chefredakteur des Radios verneint. Die Leistung des Senders reiche überhaupt nicht aus, um bis an die Orte der Zusammenstösse zu senden, so Flores. Inzwischen hat sich selbst der ehemalige Premierminister Simon bei Flores persönlich entschuldigt und versprochen, alles in seiner Macht stehende zu tun, um die Rückgabe der Sendelizenz zu erwirken. Viel genützt hatte das Versprechen wenig, denn wenige Stunden später trat Yehude Simon von seinem Amt zurück.

    Dabei ist Radio „La Voz“ nicht das einzige mit Problemen. So beklagten Journalisten der Radios „Marañón“ aus Jaén und „LD Stereo“ aus Bagua, sie seien von Polizisten der Mordkommission, die im Umfeld der Geschehnisse des 5. Juni ermittelten, vernommen und behandelt worden, als seinen sie die Mörder.

    Inzwischen traf auch eine Delegation des internationalen Journalistenverbandes ein, um Radio „La Voz“ zu unterstützen.

  • ANP: 2008 180 Angriffe auf die Pressefreiheit

    Lage der Pressefreiheit in Peru. Quelle: peruanischer Journalistenverband ANP
    Lage der Pressefreiheit in Peru. Quelle: peruanischer Journalistenverband ANP

    In diesem Jahr kam es in Peru zu 180 harten Angriffen auf die Pressefreiheit. Das berichtet der peruanische Journalistenverband ANP (Asociación Nacional de Periodistas) in seinem Jahresbericht über den Stand der Pressefreiheit in Peru. Noch 2006 Awaren es rund 30 Angriffe weniger. Am häufigsten wurden 2008 schlimme körperliche und verbale Angriffe gezählt, 76 an der Zahl. In 52 Fällen wurden der ANP aber auch Drohungen und Erpressungsversuche gemeldet. In 13 Fällen kam es zu unrechtmäßigen Festnahmen. Hinter 21 Fällen standen angehörige der peruanischen Sicherheitskräfte, die restlichen Angriffe gingen von der Verwaltung, Privatpersonen oder Unternehmen aus. IN 42 Fällen sind die Hintermänner unbekannt.  Das gefährlichste Pflaster ist Maynas in Loreto, gefolgt von Lima, Arequipa und San Martín.

    Negativ hervorgefallen sind u.a. die Regionalpräsidenten von Puno und Ancash, die wiederholt durch verbale Ausfälle gegenüber Journalisten auffielen. Zudem kam es auch bei größeren Protesten wie 2008 in Tacna, Moquegua und Ayacucho zu Angriffen auf Journalisten, die zwischen die Fronten von Journalisten und der Polizei gekommen waren.

    Weitere Informationen:

    http://www.cronicaviva.com.pe/content/view/67735/1/

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