Schlagwort: Zoo

  • Zoo Lima eröffnet neues Raubkatzengehege

    Löwe im bisherigen Gehege des "Parque de las leyendas", Lima. Foto: D. Raiser.

    Der Zoo Lima, bekannt als „Parque de las Leyendas“, ist um eine Attraktion reicher. Seit heute verfügt der Tierpark, der sich innerhalb archäologischer Ausgrabungsstätten befindet, über ein vergrößertes Außengehege für Löwen, Tiger, Jaguare und Pumas. Nach Angaben der Zooverwaltung verfügt nun jede der genannten Tierarten über 1-1,5 km² für den Auslauf.

    Bislang waren die Raubkatzen in kleinen Käfigen aus Beton und Stahl untergebracht, in Zukunft gehören Grünflächen, Wasserfälle und Teiche zu ihrer Unterbringung. Damit Besucherinnen und Besucher einen Einblick in das Zooleben der Tiere erhalten können, wurden Panzerglasscheiben in die Gehegeumzäunungen eingebaut.

    Der „Parque de las Leyendas“ liegt im Distrikt San Miguel (Lima).

  • Abancay: Kind stirbt nach Puma-Attacke im Zoo

    Ein tragisches Ende nahm gestern der Zoobesuch eines 7jährigen Jungen im Zoo von Abancay (Region Apurímac). Der Junge hatte nach Angaben der Polizei seine Hand durch die Gitterstäbe gesteckt, dieser biss sofort zu und zog an seinem Arm. Auch seine 20jährige Schwester wurde verletzt, als sie versuchte, ihren Bruder aus den Klauen des Pumas zu befreien, was ihr erst nach 15 Minuten gelang. Beide wurden sofort in nahegelegene Krankenhäuser eingeliefert, aber für den Jungen kam jede Hilfe zu spät. Wie die Tageszeitung „La Republica“ berichtet, handelt es sich bei den Geschwistern um die Kinder des Leiters des Büros für Naturressourcen der Regionalregierung Apurímac.

    Der Zoo wird von der Provinzverwaltung Abancay betrieben. Er verfügt nach Angaben des Regionalpräsidenten von Apurímac, David Salazar, nicht über notwendige Sperrzäune, um solche Attacken künftig zu verhindern. Im Archiv des örtlichen Krankenhauses seien bereits mehrere solcher Fälle verzeichnet, so Salazar.

    Zoodirektor suspendiert

    Wie die Provinzvewaltung Abancay erklärte, wurde inzwischen der Zoodirektor, sowie weitere vier Mitarbeiter suspendiert. Zudem soll ein zusätzlicher Zaun zwei Meter von dem Schutzgitter entfernt in Zukunft verhindern, dass Kinder dem Puma-Gehege so nahe kommen können.

  • "Nur" 60 Jahre nach Eröffnung: Zoo von Huancayo bekommt seine Lizenz

    Schild am Zooeingang.
    Schild am Zooeingang.

    Seit nun 60 Jahren verfügt Huancayo (Region Junín) über einen Zoo. Dieser ist relativ klein und liegt im Naherholungsgebiet „Cerrito de la Libertad“, rund 1km von der Stadt selbst entfernt. Im April diesen Jahres hatte der Zoo groß Schlagzeilen gemacht: Pepelucho, der Löwe des Zoos wurde nach langer Krankheit eingeschläfert (INFOAMAZONAS berichtete). Jetzt macht er erneut Schlagzeilen, diesmal positivere: Der Zoo verfügt nun über die Erlaubnis, einen Zoo betreiben zu dürfen.

    In den vergangenen Tagen war bei Freddy Arana Velarde, dem Bürgermeister von Huancayo, dessen Stadtverwaltung den Zoo betreibt, dafür das letzte, zentrale Schreiben eingegangen. Die Direktion für wilde Flora und Fauna des peruanischen Landwirtschaftsministeriums hatte den Plan für den Zoobetrieb genehmigt. Damit kann der Zoo, der derzeit von rund 245 Tieren bevölkert wird, Kooperationsverträge mit anderen Zoos unterzeichnen, Tiere kaufen, verkaufen oder tauschen, wodurch die zusätzlichen 1,4ha Zoofläche dann relativ Artgerecht gefüllt werden können, die derzeit im Bau sind.

    Mit der Genehmigung sind aber auch Verpflichtungen verbunden. So muss jetzt einmal pro Woche Bericht erstattet werden über alle wichtigen Vorkommnisse im Zoo. Nicht mehr alle 60 Jahre.

  • Huancayo: Pepelucho wird eingeschläfert.

    Als einen „Akt der Menschlichkeit“ bezeichnete heute Wilfredo Sosa Valenzuela, Direktor des städtischen Zoos von Huancayo (Region Junin), die Einschläferung des bei den Zoobesuchern beliebten Löwen Pepelucho. Der Löwe war 2006 vom peruanischen Naturgüterinstitut INRENA aus einem Zirkus befreit worden, in dem er über Jahre hinweg geschlagen wurde. Unter anderem litt Pepelucho deshalb an schweren, unheilbaren Rückenproblemen. Deswegen hatte die Zooleitung nun zwei Monate nach ihrem entsprechenden Antrag bei INRENA und der Staatsanwaltschaft für Umweltangelegenheiten nun die Erlaubnis bekommen, Pepelucho einzuschläfern. Er sei betäubt worden und sei sanft entschlafen, so Sosa Valenzuela.