Schlagwort: Surcubamba

  • Peru: Das VRAE heißt nun VRAEM

    Lage des Flusses Apurímac, später Éne. Grafik: D. Raiser / INFOAMAZONAS.
    Lage des Flusses Apurímac, später Éne. Grafik: D. Raiser / INFOAMAZONAS.

    Die peruanische Regierung hat ihren Aktionsradius im Kampf gegen Drogenproduktion und Terrorismus im Tal des Flusses Apurímac, später Éne, um das Tal des Mantaro-Flusses erweitert – und damit aus dem „VRAE“ das „VRAEM“ gemacht. Das VRAEM, unrühmlich bekannt durch die Drogenmafia und durch Überbleibsel von Sendero Luminoso-Terroristen, steht derzeit im Fokus der peruanischen Politik, die gerne durch mehr staatliche Präsenz die Abkehr von der Coca-Produktion, sowie das Ende des Sendero Luminoso erreichen möchte. Zudem wird versucht, die Coca-Bauern davon zu überzeugen, auf andere Feldfrüchte umzusteigen.

    Fast täglich gibt es Meldungen über staatliche Institutionen, die erstmals an Orten des VRAEM Büros eröffnen, und Sonntagsreden über den Bau neuer Straßen, um den Marktzugang für alternative landwirtschaftliche Produkte zu ermöglichen. Ganz problemlos geht das allerdings nicht, wie in dem INFOAMAZONAS-Hintergrundartikel über Lage und Situation des VRAE (heute VRAEM) zu lesen ist. So kommt es noch immer zu Angriffen auf Militärbasen und Polizeistationen, Schulbehörden haben Schwierigkeiten, Lehrerstellen zu besetzen und hohe Preise für den Kokain-Grundstoff Coca erschweren die Versuche, Bauern zum Umstieg auf legale Produkte zu überzeugen. (mehr …)

  • Huancavelica: Ermorderter Kandidat gewinnt Bürgermeisterwahl

    Einen Erfolg, den er leider nicht mehr feiern kann: Knapp zwei Monate nach seiner Ermordung hat Navío Común Gavilán in Surcubamba (Provinz Tayacaja / Region Huancavelica) mit überwältigender Mehrheit die Bürgermeisterwahl gewonnen.

    Der 27jährige war 11. August mutmaßlich von einem seiner politischen Widersacher getötet worden. Dessen Liste erhielt daraufhin nur 4 Stimmen – gegenüber den 1.117 (56,7%) der Liste „Wir Arbeiten für alle“, an deren Kopf Común Gavilán gestanden hatte. Da in den Wochen vor der Wahl keine Änderungen an den Listen mehr vorgenommen werden dürfen, erfolgte keine Nachnomminierung. Ob der zweitplatzierte Jesús Diaz Ramirez nun dessen Platz als Bürgermeister einnehmen darf, muss das Wahlsondertribunal Tayacaja entscheiden.

    Der Distrikt Surcubamba mit seinen 5.112 Einwohnern liegt an der nördlichen Grenze der Region Huancavelica und ist vorwiegend landwirtschaftlich geprägt. Die Hauptstadt Surcubamba liegt auf einer Höhe von 2.581 Metern über dem Meeresspiegel.