Bei dem Überfall auf einen Überlandbus des Unternehmens Yungay Express erbeutete gestern eine Gruppe bewaffneter Räuber Schmuck, 3.000 Nuevos Soles in Bar, sowie weitere Wertgegenstände der Passagiere. Als sich kurze Zeit später die Polizei an ihre Fersen heftete, flüchteten sie und schwammen durch den Santa-Fluss. Die Räuber hatten die Straße von Huaraz nach Chimbote mit mehreren Betonblöcken versperrt, um den Bus zum anhalten zu zwingen. Die Polizei nahm die Ermittlungen auf.
Schlagwort: Santa
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Chimbote nach dem Großbrand: 302 Familien obdachlos
Drei Tage nach dem Großbrand, der am Rande der peruanischen Hafenstadt Chimbote einen Großteil des Viertels Luis Sánchez Milla (Provinz Santa / Region Ancash) zerstörte, wird nun das Ausmaß der Zerstörung deutlich. Nach dem letzten Report des peruanischen Zivilschutzes (INDECI) zerstörte das Feuer insgesamt 302 Häuser und Hütten. 1.149 Menschen verloren ihr Dach über dem Kopf, 16 Personen wurden verletzt. Die meisten der – mutmaßlich größtenteils illegal errichteten – Häuser bestanden aus Holz und geflochtenem Schilf.
Auf einer nahegelegenen Sportanlage wurden 60 Zelte aufgestellt, um zumindest einen Teil der nun Obdachlosen vorrübergehend aufzunehmen. Lokale Behörden, NGOs und Unternehmen stellten derweil Matratzen und Essen zur Verfügung.
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Chimbote / Ancash: Großbrand zerstört hunderte Häuser und Hütten

José Sánchez Milla nach dem Feuer. Foto: INDECI. Ein Brand hat heute Morgen (Ortszeit) im Armenviertel Luis Sánchez Milla am Rande der peruanischen Hafenstadt Chimbote (Provinz Santa / Region Ancash) hunderte einfacher Wohnhäuser und -hütten zerstört. Nach Angaben des peruanischen Zivilschutzes (INDECI) verbrannten drei ganze Straßenblöcke vollständig, ein Vorabbericht des INDECI spricht von 600 zerstörten Häusern, lokale Medien von rund 350. Nach rund drei Stunden konnte der Brand von Anwohnern und der Feuerwehr unter Kontrolle gebracht werden. Die meisten der – mutmaßlich größtenteils illegal errichteten – Häuser bestanden aus Holz und geflochtenem Schilf. Die Feuerwehr vermutet, dass ein Kurzschluss den Brand auslöste. Andere Quellen führen einen defekten Gasherd als Brandursache an.
NACHTRAG: INDECI spricht von 160 Häusern und Hütten
Der peruanische Zivilschutz hat die Zahl von 600 zerstörten Häusern und Hütten zurückgenommen und spricht nun davon, man gehe „vorläufig von 160“ zerstörten Häusern und Hütten aus. Nach einer ersten groben Zählung des INDECI haben durch den Brand 427 Menschen ihr Haus, in vielen Fällen auch ihr Hab und Gut verloren.
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Áncash: Minen-LKW bringt Brücke zum Einsturz / zahlreiche Orte von der Außenwelt abgeschnitten
Ein mit Erzen überladener Lastwagen hat am vergangenen Wochenende in der peruanischen Provinz Huaylas (Region Áncash) eine Brücke über den Santa-Fluss zum Einsturz gebracht und dabei zahlreiche Orte von der Außenwelt abgeschnitten. Zudem verschmutzten die geladenen Mineralien das Wasser des Flusses. Wie lokale Medien berichten, wollte der Lastwagen mit 40 Tonnen Erzen beladen über die Brücke fahren, die auch zum Konzentrator des Bergbauunternehmens „SEMINOR“ führt, obwohl die Brücke für dieses Gewicht nicht zugelassen ist. Am Neubau der Brücke will die Regionalregierung Áncash nun auch die Minenbetreiber beteiligen. Nach Angaben der regionalen Umweltbehörde wird die Brücke häufig von überladenen Lastwagen der Bergbauunternehmen benutzt. Erick Mautino Minaya, Chef der Umweltbehörde, erstattete Anzeige gegen den Halter des Lastwagens und veranlasste die Entnahme von Wasserproben, um den Verschmutzungsgrad des Santa-Flusses festzustellen.
In den Orten, die nun von der Außenwelt abgeschnitten sind, macht sich derweil Unmut breit. So berichten Anwohner, es sei bereits seit einiger Zeit bekannt, dass die Brücke baufällig war. Zwar können einige Orte auch über Alternativrouten angefahren werden, diese sind aber umständlich und wesentlich teurer. Nach Angaben der Regionalregierung wird der Bau einer neuen Brücke rund 2 Millionen Nuevos Soles kosten.
Die Brücke war die Verbindung der Distrikte Pueblo Libre, Pamparomas und Caráz über den Río Santa.
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Nach 19 Jahren: Grab mit 9 Colina-Mordopfern bei Chimbote gefunden
Bei der Aushebung eines Grabes bei der Panamericana Norte in der peruanischen Provinz Virú (Region La Libertad) sind Forensik-Experten der peruanischen Staatsanwaltschaft auf die sterblichen Überreste von neun Bauern gestoßen, die 1992 von der Colina-Gruppe ermordet worden waren, einer Todesschwadron der damaligen Fujimori-Regierung. Es habe sich dabei um Bauern aus Santa (Region Áncash) gehandelt, so Silvia Alayo von der Menschenrechtskommission der Diözese Chimbote.
Wie aus dem Bericht der Versöhnungs- und Wahrheitskommission hervorgeht, die den internen Konflikt im Peru der 80er- und 90er Jahre aufgearbeitet hat, gab es in Santa Anfang der 90er Jahre eine Organisation mit dem Namen „campesinos sin tierra“ (dt. landlose Bauern), die sich gegen einen brutalen Großgrundbesitzer zur Wehr setzte. Dieser wiederum war mit dem Chef der Colina-Gruppe, Santiago Martín Rivas, persönlich befreundet. In der Nacht zum 2. Mai 1992, so geht aus dem Kommissionsbericht hervor, kam eine Colina-Einheit in Santa an und entführte die Gründer der „campesinos sin tierra“ und weitere Personen, die sich ihnen in den Weg stellten. Anschließend ermordeten sie diese, um sie dann in der Wüste zu verscharren.
Bereits vor dem jetzigen Fund war man davon ausgegangen, dass die neun Bauern getötet worden waren. Wenn sich die ersten Untersuchungsergebnisse nun bestätigen, haben Angehörige und Justiz endlich Klarheit darüber. Die Angehörigen der Colina-Gruppe wurden für diesen Fall bereits zu 15-25 Jahren Haft, sowie einer Geldstrafe von 100.000 Nuevos Soles für jede der betroffenen Familien verurteilt, ein Kronzeuge hatte sie belastet. Das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig.
Hier herunterladen: Der Abschnitt 2.53. des Abschlussberichts der Wahrheits- und Versöhnungskommission über den Fall „Campesinos del Santa“.
HINWEIS:
Per Kommentar kam die Anfrage nach dem Großgrundbesitzer und Unternehmer Jorge Fung Pineda, der die Morde in Auftrag gegeben hatte. Dieser konnte nicht mehr zu Rechenschaft gezogen werden, er starb 2005. Dennoch wird versucht weiter zu kommen: Neben Jorge Fung und der Colina-Gruppe sollen 1992 auch zwei junge Männer an der Planung der Morde teilgenommen haben. Die Staatsanwaltschaft versucht derzeit, diese zu identifizieren.