Schlagwort: Naturkatastrophe

  • Huarochirí / Lima: Fünf Tote durch Steinschlag

    Zerstörtes Wohnhaus nach dem Erdrutsch. Foto: INDECI
    Zerstörtes Wohnhaus nach dem Erdrutsch. Foto: INDECI

    Ein defekter Bewässerungskanal hat in der peruanischen Provinz Huarochirí (Region Lima) einen Erdrutsch ausgelöst, der mehrere Häuser unter sich begrub und dabei fünf Menschen tötete. Die Polizei spricht sogar von sechs Toten. Das Unglück ereignete sich bei Coruya im Distrikt San Mateo de Huanchor, in der Nähe der „Carretera Central“. Zudem wurde durch die Erdmassen der Río Blanco aufgestaut, weswegen die nahegelegene Bahnstrecke vorrübergehend ihren Betrieb vollständig einstellen musste. Wie der Zivilschutz berichtet, besteht die Gefahr, dass der künstliche Staudamm bald bricht und als Flutwelle über den Rimac in Richtung Lima fließt.

    Eisenbahntunnel-Eingang verschüttet. Foto: INDECI
    Eisenbahntunnel-Eingang verschüttet. Foto: INDECI

    Unter den Toten sind auch drei Kinder, im Alter von 2, 6 und 10 Jahren. Die Orte Coruya, Yuracmayo und Chocya sind noch immer von der Außenwelt abgeschnitten.

    Nach Angaben des Zivilschutzes wurden 6 Häuser und eine Forellenzuchtanlage zerstört, Teile der Bahnstrecke sind noch immer von Erd- und Wassermassen bedeckt. Da die Kehre der Carretera Central enger als die der Bahnstrecke ist, läuft dort der Verkehr normal weiter.

  • Peru: Erdbeben der Stärke 4,5 erschüttert Cañete

    Erdbeben am 22.5.2010. Bild: Google / IGP.
    Erdbeben am 22.5.2010. Bild: Google / IGP.

    Ein Erdbeben der Stärke 4,5 auf der Richterskala hat gestern um 17:06:51 Uhr Ortszeit die peruanische Region Lima erschüttert. Das geht aus dem jüngsten Erdbebenreport des peruanischen geophysischen Institutes (IGP) hervor. Nach Angaben des IGP lag das Epizentrum 38 Kilometer Südöstlich von San Vicente de Cañete in einer Tiefe von 60 Kilometern.

    Über mögliche Schäden ist zur Stunde noch nichts bekannt.

    Peru wird häufig von Erdbeben getroffen, da sich vor der peruanischen Küste die Nazca-Platte unter die Südamerikanische Platte schiebt.

  • Chachapoyas nach dem Erdbeben

    Aserradero nach dem Erdbeben. Bild: Regionalregierung Amazonas
    Aserradero nach dem Erdbeben. Bild: Regionalregierung Amazonas

    Das Erdbeben, das in der Nacht auf Mittwoch den peruanischen Norden erschüttert hat, ging nicht spurlos vorüber. Stück für Stück wird bekannt, dass doch mehr Schäden angerichtet wurden, als zunächst vermutet. Dabei hielt das Beben der Stärke 6,2 auf der Richterskala glücklicherweise nur für wenige Sekunden an.

    In Chachapoyas

    Haus der Familie Pingus nach dem Erdbeben. Foto: Stadtverwaltung Chachapoyas.
    Haus der Familie Pingus nach dem Erdbeben. Foto: Stadtverwaltung Chachapoyas.

    So wurde in Chachapoyas ein Haus fast vollständig zerstört. Im Stadtviertel Santa Rosa de Lima hielten mehrere Wände des Hauses nach Angaben des örtlichen Zivilschutzes dem schweren Beben nicht stand. Die Bewohner konnten sich retten. An rund 100 Gebäuden wurden bei einer ersten Evaluation Schäden festgestellt, hauptsächlich handelt es sich dabei um gespaltene Lehmwände und herabgefallene Dachziegel. 10 Gebäude wurden vom Zivilschutz als „Unbewohnbar“ eingestuft.

    Im Gebäude einer staatlichen Lehrerfortbildungseinrichtung waren mehrere Holzdielen zerbrochen, Tafeln von den Wänden gefallen und Tische umgestürzt.

    In der Provinz Bagua

    In Bagua Chica / Capital brach ein Rohr der Wasserversorgung. Große Teile der Stadt sind deshalb noch immer ohne Trinkwasser.

    In der Provinz Utcubamba

    Aus der Provinz Utcubamba wird der Einsturz eines Hauses gemeldet. Zahlreiche Gebäude seien leicht beschädigt worden, so der Zivilschutz Bagua Grande.

    In Kuelap

    In der Chachapoya-Festung Kuelap, wichtigstes Reiseziel der Region Amazonas, gab es nach ersten Angaben der regionalen Außenhandels- und Tourismusbehörde DIRCETUR keine schweren Schäden. Zur Sicherheit habe man aber ein Expertenteam nach Kuelap geschickt, um genauere Untersuchungen vorzunehmen, so der zuständige Regionaldirektor Enrique Serván Santillán.

    Straßenlage

    Aserradero: Straße nach dem Erdbeben. Bild: Stadtverwaltung Chachapoyas.
    Aserradero: Straße nach dem Erdbeben. Bild: Stadtverwaltung Chachapoyas.

    Mehrere Straßenabschnitte im Umland wurden durch das Erdbeben stark beschädigt. Die Straße von Chachapoyas über Tingo nach Leymebamba war vorübergehend nicht befahrbar. Der Abschnitt „El Aserradero“ der Fernando Belaúnde Terry-Straße, die Piura an der peruanischen Küste mit den nordperuanischen Anden- und Urwaldregionen verbindet, rutschte erneut ab und riss dabei mehrere Straßenkilometer mit sich. Nach Angaben des Konzessionsinhabers der Straße, IIRSA Norte, wird die Straße für mehrere Tage nicht befahrbar sein. Die Route verbindet nicht nur Piura mit dem Urwald, sondern ist gleichzeitig die zentrale Verbindung zwischen den Nord- und Südprovinzen der Region Amazonas. Aserradero war ein Dorf an der Mitte der Strecke Pedro Ruiz – Bagua Grande, das bereits mehrfach von Erdrutschen heimgesucht wurde. Daneben sind auch Teile der Straße von Chachapoyas nach Pedro Ruiz vorrübergehend unpassierbar, wie die Stadtverwaltung Chachapoyas mitteilt.

    Luftwaffe organisiert Luftbrücke

    Ab Samstag wird die peruanische Luftwaffe eine Luftbrücke organisieren, um Bewohnerinnen und Bewohner der von der Außenwelt abgeschnittenen Provinzen die Reise nach Lima zu ermöglichen. Nach Angaben von Dr. Peter Lerche, Bürgermeister von Chachapoyas, hat das Verteidigungsministerium bereits alles notwendige in die Wege geleitet. Der Flug in alten Transportmaschinen dauert rund eine Stunde und kostet weniger als ein Busticket: 100 Soles + Flughafengebühr. Auch für kommenden Montag und Mittwoch sind Flüge angekündigt, für die eine Registrierung im örtlichen Rathaus notwendig ist.

  • Erdbeben der Stärke 6,2 erschüttert Amazonas (Nordperu)

    Das Epizentrum nordöstlich von Bagua. Bild: Google / IGP
    Das Epizentrum nordöstlich von Bagua. Bild: Google / IGP

    Ein Erdbeben der Stärke 6,2 auf der Richterskala hat gestern kurz vor Mitternacht (Ortszeit) die nordperuanische Region Amazonas erschüttert. Das berichtet das peruanische geophysische Institut IGP.

    Das Epizentrum lag 46 Kilometer Nordwestlich von Bagua Grande in einer Tiefe von 219 Kilometern.

    Wie Einwohner der Regionalhauptstadt Chachapoyas gegenüber INFOAMAZONAS bestätigten, wurden zahlreiche Gebäude beschädigt, zudem sind mehrere Orte noch immer ohne Strom. Dachziegel fielen von den Dächern, einzelne Wände stürzten um. Auch die Straße, die Chachapoyas mit der peruanischen Küste verbindet, wurde stark beschädigt, unterhalb der Ortschaft „Aserradero“ rutschte der Berg ab. Von den herabrutschenden Erdmassen wurde auch der Utcubamba-Fluss aufgestaut, Anwohner fürchten eine Flutwelle. Nach eigenen Angaben ist der Konzessionsinhaber der Straße inzwischen mit dem Wiederherrichten der Straße beschäftigt. Der Direktor der weiterführenden Schule in San Miguel de Poro Poro (Pisuquía) bestätigte gegenüber INFOAMAZONAS schwere Schäden in mehreren Klassenzimmern. Auch die Straße Chachapoyas-Leymebamba brach nach übereinstimmenden Berichten des Bürgermeisters von Santo Tomás Geromias Chauca Valqui, sowie einer Bewohnerin der Ortschaft Nuevo Tingo an mehreren Stellen auseinander und ist derzeit unpassierbar.

    Ob es Todesopfer zu beklagen gab, ist noch nicht bekannt. Wie der Nachrichtensender RPP berichtet, war das Beben auch in Cajamarca, Jaén, Moyobamba und Tarapoto zu spüren.

    Das Beben ereignete sich um 23:15:44 Uhr Ortszeit, was 6:15:44 Uhr Mitteleuropäischer Zeit entspricht.

  • Condorcanqui / Amazonas: Cenepa unter Wasser

    Große Teile des nordperuanischen Distriktes Cenepa (Provinz Condorcanqui / Region Amazonas) stehen unter Wasser. Wie Manuel Diaz Nashap, Bürgermeister von Cenepa, heute gegenüber Radio Horizonte erklärte, sei es bisher vor allem Glück gewesen, das seinen Distrikt bisher vor Todesfällen durch die Überschwemmungen bewahrt hätte. Besonders in Flussnähe gelegene Häuser und Felder seien inzwischen versunken, viele gar vollständig mitgerissen.

    Grund für die Überschwemmungen sind seit vergangenem Montag anhaltende Regenfälle in den Höhenlagen der Gebirgszüge „cordillera del Cóndor“, „Cordillera de Comainas“, „Cordillera de Numpatkain“ und „cordillera de Cenepa“.

    Alle Schulen im Distrikt haben vorübergehend ihren Betrieb eingestellt, um Schulkinder und Lehrer nicht zu gefährden. Lokale Gesundheitsbehörden fürchten den Ausbruch von Krankheiten.

    Der Distrikt Cenepa liegt im Nordwesten der Region Amazonas an der Grenze zum Nachbarland Ecuador.

  • Tacna: Erdbeben der Stärke 6,5 erschüttert Süden Perus

    Erdbeben in Tacna, Peru, am 5.5.2010. Bild:IGP
    Erdbeben in Tacna, Peru, am 5.5.2010. Bild:IGP

    Ein Erdbeben der Stärke 6,5 auf der Richterskala hat gestern um 21:42 Ortszeit den Süden Perus erschüttert. Das berichtet das peruanische geophysische Institut IGP. Das Epizentrum lag 59 Kilometer südwestwestlich von Tacna, in der Nähe der Grenze zu Chile, in einer Tiefe von 36 Kilometern. Nach Angaben des IGP lag das Epizentrum damit direkt vor der peruanischen Küste.

    Ersten Berichten zufolge brachte das Beben mehrere Strommasten zum Einstürzen, weswegen Teile der Region Tacna noch immer ohne Strom sind. Zudem sollen 5 Personen in ein regionales Krankenhaus eingeliefert worden sein, die von herabfallenden Dachziegeln und Ziegelsteinen getroffen wurden.

    Die peruanische Marine gab keine Tsunamiwarnung heraus. Es sei keine Flutwelle zu erwarten, so Marine-Mitarbeiter Walter Flores gegenüber RPP.

    Das Erdbeben war das schwerste, das in diesem Jahr bisher in Peru zu spüren war.

    Vor der peruanischen Küste schiebt sich die Nazca-Platte unter die südamerikanische Kontinentalplatte, weswegen es sehr häufig zu Erdbeben kommt.