Schlagwort: Marihuana

  • Anti-Drogen-Gipfel in Lima beginnt

    INFOAMAZONAS Peru-Nachrichten, Neuigkeiten aus PeruIn der peruanischen Hauptstadt Lima wird heute im Rahmen eines Gipfeltreffens über künftiges Vorgehen im Kampf gegen Drogen debattiert. Erwartet werden Anti-Drogen-Experten aus aller Welt. Nach Angaben der peruanischen Anti-Drogen-Behörde DEVIDA, auf deren Initiative der Gipfel zurückgeht, haben bereits mehr als 70 Staaten und internationale Organisationen ihre Teilnahme bestätigt. Erst Anfang Juni hatte DEVIDA-Chefin Carmen Masías in Brüssel die peruanische Strategie zur Bekämpfung der Drogenkriminalität vorgestellt und dabei darauf hingewiesen, dass Peru bei diesem Kampf auf die Hilfe der Länder angewiesen, die für die Nachfrage nach Drogen verantwortlich sind. So handelt es sich bei der EU, um einen der größten Absatzmärkte der internationalen Drogenmafia, die in Peru vor allem Kokain und Marihuana produziert.

    Auf dem Anti-Drogengipfel am 25. und 26. Juni in Lima soll es dann nicht nur um Möglichkeiten bi- oder multilateralen Vorgehens gegen die Drogenmafia und die Geldwäsche gehen, sondern auch um konkrete Projekte und erfolgreiche Strategien in verschiedenen Ländern. Den Initiatoren geht es dabei nach eigenen Angaben nicht nur darum, von den Konsumenten-Ländern mehr Geld für den Kampf gegen das Übel zu bekommen, sondern vielmehr auch darum, dass diese Länder ihre „Mitverantwortung“ für das Problem anerkennen – und entsprechend handeln.

    Während des Gipfeltreffens in der peruanischen Haupstadt Lima wird auch die Präsentation neuer Zahlen der US-Antidrogenbehörde DEA erwartet, die im vergangenen Jahr ein starkes Anwachsen der peruanischen Kokain-Produktion prognostiziert hatte.

    Mehr Informationen zum Thema „Peru“ und „Drogen“ finden Sie im Infoamazonas-Dossier Drogenprobleme.

  • Casma / Áncash: Polizei vernichtet 15.000 Cannabis-Pflanzen

    Gut versteckt in einem Maisfeld fand die peruanische Nationalpolizei (PNP) am vergangenen Dienstag im Distrikt Yaután (Provinz Casma / Region Áncash) ein zwei Hektar großes Marihuana-Feld. Die Polizisten waren durch die Aussage eines mexikanischen Staatsbürgers auf die Spur des Feldes gekommen, der bei einer Routinekontrolle in Casma mit 28 Kilogramm Marihuana im Gepäck festgenommen worden war. Wie der Nachrichtensender RPP berichtet, beschlagnahmten die Sicherheitskräfte in einem bei dem Feld liegenden Haus auch Werkzeug, Plastiktüten und mehrere Waagen, die zur Weiterverarbeitung und Verpackung der Drogen verwendet wurden. Die Cannabis-Pflanzen wurden ausgerissen und unter Aufsicht der Staatsanwaltschaft sofort verbrannt.

    Der 7.500-Einwohner-Distrikt Yaután liegt nördlich von Lima und lebt – im Gegensatz zu seinen nahegelegenen Nachbarorten an der Küste – hauptsächlich von der Landwirtschaft. Das Marihuana-Feld lag oberhalb des Huanchuy-Bachs.

    Im Gegensatz zu anderen Funden, nimmt sich dieser allerdings noch verhältnismäßig klein aus. So beschlagnahmte die Polizei erst im Juli in der nahegelegenen Provinz Yungay (Áncash) 339 Kilogramm Marihuana.

    INFOAMAZONAS-Spezial Drogenprobleme und DrogenkonflikteMehr Informationen zum Thema „Peru“ und „Drogen“ finden Sie im Infoamazonas-Dossier Drogenprobleme.

  • Patáz / La Libertad: Polizei gelingt Schlag gegen Marihuana-Mafia

    Der peruanischen Antidrogenpolizei ist in Pueblo Libre (Distrikt Huancaspata / Provinz Patáz / Region La Libertad) ein Schlag gegen die Drogen-Mafia gelungen. Die Beamten folgen der Spur eines Dealers, der 2008 in Puente Piedra (Lima) festgenommen worden war. Bei ihrer Suche stießen sie in einem abgelegenen Tal in der Region Libertad auf 85 Hektar Marihuana-Felder, die von örtlichen Kleinbauern gehegt wurden. Diese wiederum verdienten mit der Produktion von bis zu 800 Kilo Marihuana monatlich weit mehr, als sie mit anderen landwirtschaftlichen Produkten eingenommen hätten, berichtet die Tageszeitung „La República“. Damit hätten die Financiers, die auch Setzlinge und spezielle Zuchttechniken mit ins Tal gebracht hatten, die Bauern können, so die Polizei. Nach der Ernte wurden die Drogen dann über Tumbes und Piura nach Ecuador, beziehungsweise über Tacna nach Chile geschmuggelt. Die Marihuana-Zucht wurde zerstört. Für die kommenden Tage sind weitere Aktionen gegen weitere Marihuana-Pflanzungen in Challas und Cochacara geplant.

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