Schlagwort: La Encañada

  • Celendín / Cajamarca: Bergbauprojekt „Conga“ sorgt weiter für Streit

    Das von Yanacocha geplante Bergbauprojekt „Conga“, das in den Distrikten Huasmín und Sorochuco (Provinz Celendín), sowie Encañada (Provinz Cajamarca) durchgeführt werden soll, sorgt weiter für Konflikte in der Region. Grund ist, dass viele Anwohner befürchten, durch das Wassermanagement von Yanacocha könnte die Wassermenge diverser Flüsse und Bewässerungsanlagen abnehmen und der natürliche Wasserkreislauf gestört werden. Insbesondere der Plan, vier Bergseen zu verlegen, die sich auf dem Gebiet des geplanten Tagebaus befinden, stößt bei vielen auf Ablehnung. Dabei achten einige der Protestführer darauf, nicht als orthodoxe Bergbaugegner dargestellt zu werden. Der Landwirt Daniel Gil Terrones aus Lirio (Distrikt Huasmín) erklärte gegenüber der Tageszeitung La República, den Einwohnern seines Dorfes gehe es bei den derzeitigen Protestaktionen lediglich um das Wasser. Yanacocha seinerseits setzt auf weitere Informationskampagnen und spricht dabei nicht nur von mehreren Wasserreservoirs, sondern auch von zusätzlichen finanziellen Mitteln in Millionenhöhe für die betroffenen Distrikte. Dabei kommt es auch zwischen einzelnen Ortschaften zu Meinungsverschiedenheiten, da Orte, die Näher am geplanten Conga-Projekt liegen, finanziell stärker profitieren sollen. Die Regierung hält sich aus dem Streit bislang weitgehend heraus, Präsident Ollanta Humala erklärte allerdings gestern in einer Fernsehansprache, die Konflikte müssten friedlich gelöst werden. Sollte das Unternehmen (Yanacocha) allerdings alle rechtlichen Vorgaben einhalten, werde der „Staat seine Autorität (zugunsten von Yanacocha) durchsetzen“, so Humala.

    Inzwischen kündigten diverse Organisationen und Gewerkschaften aus Cajamarca einen Generalstreik für den kommenden 9. November an.

  • Cajamarca: La Encañada beendet Straßenblockade / Yanacocha nimmt am runden Tisch teil

    Nach fünf Streiktagen und dem Einlenken des Bergbauunternehmens Yanacocha haben die Bewohner des Distrikts La Encañada (Provinz und Region Cajamarca) gestern ihre Blockade der Straße Cajamarca-Bambamarca aufgehoben. Yanacocha hatte sich bereit erklärt, an einem runden Tisch gemeinsam mit Abgesandten des Energie- und Bergbauministeriums, des Distrikts La Encañada, der Volksanwaltschaft, sowie der Regionalregierung über die Umsetzung vergangener und die Planung künftiger Infrastrukturprojekte zu sprechen. Jede Seite wird mit jeweils 25 Personen vor Ort vertreten sein, von denen allerdings nur fünf Mitsprache- und Stimmrecht haben.

    Die Streikenden warfen Yanacocha vor, Versprechen wie den Bau von Infrastrukturprojekten nicht eingehalten zu haben. Einige Landwirte unterstützten die Blockade, weil sie das Unternehmen für den niedrigen Wasserstand eines Bewässerungskanals verantwortlich machen. Die erste Sitzung des runden Tischs war begleitet von Protesten der Bewohner von Huambocancha Alta, die eine Lösung des Wasserproblems fordern.

  • Demonstranten fordern Geld von Yanacocha und blockieren Route Cajamarca-Bambamarca

    Seit nun 5 Tagen halten rund 300 Demonstranten die Straße von Cajamarca nach Bambamarca auf Höhe des Distrikts Encañada (Provinz Cajamarca) im Protest gegen die Bergbauunternehmung Yanacocha besetzt. Mehrere Abschnitte der Straße wurden mit Steinen und Baumstämmen blockiert, neun Fahrzeuge von Subunternehmern von Yanacocha wurden angezündet. Wie Radio Santa Mónica (Chota) berichtet, kommen die Demonstranten vor allem aus Santiago de Chanta Alta, aber auch aus anderen umliegenden Orten. Angeführt werden die Proteste von Jorge Vásquez, dem Distriktbürgermeister von Encañada, der vor Verschmutzung des Trinkwassers durch Bergbauaktivitäten und dem Austrocknen mehrerer Quellen und Bergseen warnt. Mehrere an der Straßenblockade beteiligte Personen, die von einem Reporter von „Panorama Cajamarquino“ nach dem Grund der Blockade gefragt wurden, gaben allerdings einen anderen Grund für ihre Anwesenheit an. Sie kritisierten, dass Yanacocha den Distrikt lediglich mit mehreren kleineren Infrastrukturprojekten bedachte, die dann von Bauarbeitern von Außerhalb durchgeführt wurden. Yanacocha „investiert nicht in die Entwicklung des Distrikts La Encañada und stellt keine lokalen Arbeitskräfte ein“, so ein Demonstrant gegenüber der Lokalzeitung. Eine dritte Version hat verbreitet das Bergbauunternehmen selbst. In einer Pressemitteilung beschuldigt Minenbetreiber Yanacocha Bürgermeister Vásquez, das Unternehmen um 200 Millionen Soles erpressen zu wollen, um damit seine Wiederwahl zu sichern. Deshalb weigert sich die Führungsebene des Unternehmens bislang, an einem runden Tisch teilzunehmen, den Regionalpräsident Gregorio Santos, Distriktbürgermeister Jorge Vásquez und José Luis Carbajal vom peruanischen Energie- und Bergbauministerium (MINEM) einrichten wollen, um das Problem zu lösen.

    Proteste auch in Llagamarca
    Nicht nur in La Encañada, auch in Llagamarca kam es am vergangenen Wochenende zu Protestaktionen gegen Yanacocha. Wie die Tageszeitung „El Mercurio“ berichtet, werfen Landwirte aus dem Distrikt Baños del Inca (Provinz Cajamarca) dem Unternehmen vor, die Wassermenge des Hauptbewässerungskanals von 25 auf 11 Liter pro Sekunde verringert zu haben.