Schlagwort: Kultur

  • Peruanisches Kulturministerium rückt näher

    Die Einrichtung eines peruanischen Kulturministeriums wird immer wahrscheinlicher. Gestern nahm die Bildungskommission des peruanischen Kongresses ein entsprechendes Gesetzesvorhaben an. Im nächsten Schritt muss es nun im Plenum debattiert werden. Bisher ist der Bereich „Kultur“ teilweise beim Bildungs- und teilwese beim Außenhandels- und Tourismusministerium angesiedelt.

    Zum Einflussbereich des neuen Ministeriums könnten dann die regionalen Kulturverwaltungen, das nationale Kulturinstitut INC, die Nationalbibliothek, das Radio- und Fernsehinstitut IRTP, das den Staatsrundfunk betreibt, die höchste Quechua-Akademie, sowie das Nationalarchiv gehören. Ursprünglich sollte das neue Ministerium bereits im vergangenen Jahr eingeführt werden. Der aktuelle peruanische Präsident Alan García hatte dies in seiner Ansprache zum Nationalfeiertag 2008 versprochen, ebenso wenige Jahre zuvor sein Vorgänger Alejandro Toledo.

  • Berlinale: DER GOLGENE BÄR GEHT NACH PERU!

    httpv://www.youtube.com/watch?v=3lBVIiU6xJw

    vrnl: Magaly Solier, Claudia Llosa. Foto: ANDINA
    vrnl: Magaly Solier, Claudia Llosa, María del Pilar. Foto: ANDINA

    Völlig überraschend geht der Goldene Bär, die höchste Auszeichnung der internationalen Filmfestspiele Berlin an Berlinale-Neuling Peru. Ausgezeichnet wurde der Film „La Teta asustada“ (Milk of Sorrow) der peruanischen Regisseurin Claudia Llosa. Folgerichtig widmete die Regisseurin  den Preis ihrem Heimatland. „Das ist für Peru, für unser Land,“ sagte Llosa, was aber beinahe in den stehenden Ovationen unterging.

    Hauptdarstellerin Magaly Solier dankte zuerst ihrer Mutter auf spanisch, grüßte ihr Heimatland Peru und sang ein Lied auf Quechua. Gegenüber RPP Noticias erklärte sie, der Preis sei auch eine Anerkennung der Leiden tausender Frauen während der Auseinandersetzungen in Peru, unter denen besonders die Region Ayacucho – aus der sowohl Magaly Solier, als auch ihre Filmfigur stammen – gelitten haben.

    Gegenüber dem peruanischen Nachrichtensender „CPN Radio“ erklärte Llosa, sie habe sich nach dem Aufruf der hinteren Plätze schon damit abgefunden, nicht unter den Preisträgern zu sein. Umso größer war dann wohl die Überraschung, neben dem Preis der internationalen Kinopresse auch noch den goldenen Bären zu bekommen.

    Claudia Llosas zweiter Film „La Teta asustada“ ist eine peruanisch-spanische Gemeinschaftsproduktion. Mit 33 Jahren ist sie die jüngste Regisseurin, die jemals für den goldenen Bären angetreten ist.

    Im Mittelpunkt des Films steht eine junge Frau, die von den Gräueltaten, die ihre Mutter zu Zeiten des Terrorismus durch den Leuchtenden Pfad in Peru erleiden musste, traumatisiert wird.

  • Irakische Tonscherben gehen zurück

    Mehrere Tonscherben aus dem Irak, die im vergangenen Jahr am Flughafen „Jorge Chávez“ in Lima konfisziert worden waren, werden nun an das Land zurückgegeben. Das gab heute das Nationale Kulturinstitut INC bekannt. Skrupellose Kunstschmuggler hatten versucht, die mit Schriftzeichen und kleinen Zeichnungen verzierten Scherben über Peru in die USA einzuschmuggeln. Für die Übergabe war der Chef der irakischen Altertümerverwaltung, Amira Edan Halihal, extra nach Lima gekommen. Nah Angaben des INC stammen die Tonstücke aus dem Beginn des 2. Jahrtausend vor Christus.

    Anfang vergangenen Jahres waren die Tonscherben den Kontrolleuren des INC am Flughafen Jorge Chávez in Lima aufgefallen, die darauf hin über eine Anfrage an Interpol deren Ursprung ausmachen konnten.

  • Schock für Denkmalschützer in Lambayeque

    Sehr schlechter Laune sind dieser Tage die Denkmalschützer der Sektion Lambayeque des nationalen peruanischen Kulturinstitutes INC. Als sie sich kürzlich daran machten, den Zustand der 212 registrierten Bauten unter Denkmalschutz genauer unter die Lupe zu nehmen, wartete eine  eher unangenehme Überraschung auf sie: 20% der Denkmalgeschützten Bauwerke sind verschwunden. Sie wurden wohl heimlich abgerissen, so vermutet Carlos Mendoza, Direktor des INC Lambayeque. Das Problem aus seiner Sicht: Der Abriss von Baudenkmälern ist zwar verboten – eine Strafe haben die Übeltäter aber nicht zu befürchten – bisher. Denn das will Mendoza nun ändern. Schon in den nächsten Wochen soll ermittelt werden, was mit den Bauwerken geschehen ist – und dann sollen die Veranwortlichen auch zur Rechenschaft gezogen werden.  Dabei ist das Verschwinden der 20% nicht das einzige Problem: Wie die Untersuchung weiter ergab, befinden sich die meisten Baudenkmäler in sehr schlechtem Zustand. Damit sich das ändert, setzt sich Carlos Mendoza gemeinsam mit einer Gruppe wohlhabender Denkmalschutzbegeisterter  um den Unternehmer Carlos Roncal Pretel dafür ein, einige besonders baufällige Bauwerke ihren Eigentümern zu einem überdurchschnittlichen Preis aufzukaufen und sie in Zukunft der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.  Alle der noch verbleibenden Bauwerke wird aber vermutlich auch das nicht retten können.

  • INC bereitet Kulturministerium vor

    Im Verlauf des kommenden Jahres soll das peruanische Kulturministerium gegründet werden. Das berichtet das nationale Kulturinstitut Perus, INC (Instituto Nacional de Cultura). Vorangetrieben wird das Projekt unter anderem von der spanischen Entwicklungsagentur Aesid.  Zu Beginn des kommenden Jahres soll der Vorschlag dem peruanischen Kongress vorgelegt werden.

  • Fiestas Patronales: Countdown läuft

    Das Fest der Stadtpatronin von Chachapoyas verspricht, sich wieder einmal selbst zu übertreffen. So soll es in diesem Jahr nicht nur eines, sondern gleich zwei große Feuerwerke geben (vermutlich 14. und 15. August). Weitere Höhepunkte sind selbstverständlich die Konzerte von Agua Marina und Lokalmatador Illarek. Natürlich darf auch die religiöse Komponente nicht fehlen und so haben die Verantwortlichen ihre Zusage wiederholt, die Messe zu Ehren der Stadtpatronin könnte am 14. August bereits in der derzeit im Umbau befindlichen Kathedrale stattfinden. Ein ganz besonderes Schmankerl gibt es übrigens am Sonntag, den 3. August: Die Jugendlandesmeisterschaften im Gewichtheben!

  • INC gelingt Schlag gegen Kunsthehler

    In Zusammenarbeit mit einer Polizeieinheit mit speziellen Spürhunden für das Erschnüffeln von Altertümern gelang dem nationalen peruanischen Kulturinstitut INC heute ein Schlag gegen den illegalen Handel mit Altertümern aus verschiedenen Regionen Perus. Insgesamt konnten 256 vorkolumbianische Stücke beschlagnahmt werden, hauptsächlich Textilien diverser Arten und Puppen, die daraus hergestellt worden waren. Bei den Hehlern handelt es sich um einzelne Verkäufer auf den beiden großen Märkten für Kunsthandwerk „Mercado Indio’s“ und „Galería Indian Market„, die zu der auch bei Touristen beliebten Flaniermeile „avenida Petit Thouars“ im Stadtteil Miraflores gehören.

    Seit einigen Jahren gehen die peruanischen Sicherheitskräfte schärfer gegen den Schmuggel und illegalen Handel mit Altertümern vor, um den Ausverkauf peruanischer Kulturgüter zu unterbinden.

  • Gilberto Herrera ist Tot

    Der Komponist und Musiker Gilberto Herrera, der mit seiner Musikgruppe „Hermanos Herrera“ bekannt wurde, ist kürzlich verstorben. Berühmt wurde er unter anderem durch seine berühmte Version des Walzers „Amazonas“ und verschiedener Heimatlieder im Takt der Polka, die bis heute ihren festen Platz im Kulturgeschehen der Region Amazonas, insbesondere aber ihrer Hauptstadt Chachapoyas, haben.