Schlagwort: Jose Luis Aguirre Pastor

  • Madre de Dios / Peru: Wahltribunal suspendiert Regionalpräsident Aguirre Pastor

    Wegen einer rechtskräftigen Verurteilung hat das peruanische Wahltribunal JNE den Regionalpräsidenten der ostperuanischen Regenwaldregion Madre de Dios, José Luis Aguirre Pastor, suspendiert. Sein Stellvertreter Jorge Alberto Aldazábal Soto übernahm das Amt. Aguirre Pastor war für schuldig befunden worden, 2010 die Verwaltungsverfahrensordnung (TUPA) der regionalen Gesundheitsbehörde geändert zu haben, ohne dazu berechtigt zu sein. Damit habe er gegen die Verwaltungsordnung verstoßen, so die Richter.

    Ein Urteil in erster Instanz hatte der bisherige Regionalpräsident angefochten, allerdings erfolglos. Bereits zuvor war er im selben Fall zu einer Geldstrafe in Höhe von 3.000 Nuevos Soles, sowie zu vier Jahren Haft verurteilt worden, die das Gericht allerdings zur Bewährung aussetzte. Für ein Jahr darf Aguirre Pastor nun kein öffentliches Amt ausüben.

    Aguirre Pastor selbst warf den Richtern vor, das Urteil und die Suspendierung seien politisch motiviert. Einige der Richter hätten Verbindungen zum illegalen Bergbau, gegen den er ankämpfe, so der suspendierte Regionalpräsident. Zudem sei ihm das damalige Schriftstück von einem juristisch kundigen Mitarbeiter zur Unterschrift untergejubelt worden, obwohl der Regionalrat hätte zustimmen müssen, erklärte Aguirre Pastor vor wenigen Monaten gegenüber der Tageszeitung „El Comercio“.

  • Regionalregierung Madre de Dios beginnt Goldwäscher-Zählung

    informeller Bergbau in Madre de Dios. Foto: El Comercio 10.11.2009
    informeller Bergbau in Madre de Dios. Foto: El Comercio 10.11.2009

    In der ostperuanischen Region Madre de Dios wurde mit der Zählung aller Personen begonnen, die von Bergbauaktivitäten, insbesondere vom Goldschürfen, leben. In Madre de Dios herrscht seit Monaten eine sehr angespannte Situation, da durch ungeplante und unkontrollierte Schürfaktivitäten große Umweltschäden verursacht wurden und werden, weswegen die peruanische Regierung Mitte Februar eine Großoffensive des peruanischen Militärs veranlasst hatte, in deren Verlauf Gerätschaften illegaler Goldwäscher zerstört werden sollten. Da die Region Madre de Dios sonst nur eine begrenzte Menge Arbeitsplätze aufweist, bahnte sich ein sozialer Konflikt an, dessen Folgen auch deshalb kaum abzusehen waren, weil bislang keine genauen Zahlen vorlagen, wie viele Menschen eigentlich von den informellen Bergbauaktivitäten leben. Das wolle man nun angehen, so Jose Luis Aguirre Pastor, Regionalpräsident von Madre de Dios „weil der soziale Frieden in Madre de Dios nur zu erreichen ist, wenn das Bergbau-Problem gelöst wird“. Nach Angaben der Regionalregierung wird man dabei auch von einigen Goldwäscher-Organisationen unterstützt, wie beispielsweise der Federación de Mineros de Madre de Dios (Fedemin). In einem weiteren Schritt sollen die Beschäftigten im informellen Bergbau dazu animiert werden, ihr Gewerbe zu formalisieren und zu legalisieren, oder aber auf einen anderen Geschäftszweig umzusteigen.