Schlagwort: Hafen

  • Loreto / Peru: Neuer Amazonas-Hafen von Yurimaguas nimmt wichtige Hürde

    Die peruanische Regenwald-Hafenstadt Yurimaguas (Region Loreto) soll einen neuen Hafen bekommen – und ist diesem durch die jüngste Entscheidung der peruanischen Hafenbehörde APN einen Schritt näher gekommen.

    Karte Yurimaguas (Loreto). Quelle: OpenStreetMap.
    Karte Yurimaguas (Loreto). Quelle: OpenStreetMap.

    Wie die APN in einer Pressemitteilung erklärte, wurde bereits vergangene Woche die Machbarkeitsstudie des Haventerminals Yurimaguas – Nueva Reforma positiv beschieden, die das Betreiberunternehmen Consecionaria Puerto Amazonas (Copam) vorgelegt hatte. Damit kann der Betreiber nun mit den Bauarbeiten beginnen, für die ein Zeitraum von 24 Monaten, sowie Investitionen von 30 Millionen Dollar für die erste Bauphase veranschlagt sind.

    Betreiber setzen auf mehr Warenverkehr

    Die Machbarkeitsstudie enthält Pläne eines Piers von insgesamt 120 Metern Länge, sowie einer Landungsbrücke für Passagiere. Vorgesehen sind zudem Lagerplätze für Container im Umfang von insgesamt rund 8 Quadratkilometern. Der Hafen von Yurimaguas soll über direkten Zugang zur interozeanischen Straße des Nordens verfügen, die Yurimaguas über Tarapoto, Bagua und Olmos mit der peruanischen Pazifikküste verbindet. Davon erwarten sich die Hafenbetreiber einen erhöhten Warenverkehr zwischen dem Nachbarland Brasilien und den peruanischen Häfen, die wiederum den Weg in Richtung Asien frei machen.

    Ganz konfliktfrei geht der Bau des neuen Hafens allerdings nicht voran. So ist Yurimaguas um seinen Hafen herum gewachsen – der neue Hafen wird allerdings mehrere Kilometer entfernt nordwestlich der Stadt liegen. Bereits die Bauarbeiten der Zufahrtsstraße mussten mehrmals unterbrochen werden – Anwohner und indigene Gemeinschaften wollten damit vor allem auf illegale Landbesetzungen an den Straßenrändern aufmerksam machen.

    Yurimaguas: Schon heute einer der wichtigsten Amazonas-Häfen

    Heute ist der Hafen von Yurimaguas – trotz prekärer Infrastruktur – einer der wichtigsten peruanischen Amazonas-Häfen überhaupt, obwohl er streng genommen am Ufer des Huallaga liegt. Bekannt ist er vor allem als Ausgangsort von Reisen in die Regionalhauptstadt Iquitos, mehrere Nationalparks, sowie nach Brasilien. Der Hafen, sowie die Zufahrtsstraßen sind Teil der IIRSA-Initiative. Ansätze der besseren Verkehrsanbindung der peruanischen Amazonasregionen gibt es derzeit verschiedene. So setzt Yvan Vásquez, Regionalpräsident von Loreto, auf den Bau einer Eisenbahnstrecke von Yurimaguas nach Iquitos.

  • Peru: Zoll beschlagnahmt 1,7 Tonnen Kokain am Hafen von Paita

    Kokain in peruanischem Polizeilabor. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS.
    Kokain in peruanischem Polizeilabor. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS.

    Der Zoll hat am Hafen der nordperuanischen Küstenstadt Paita (Region Piura) eine Kokainladung mit einem Gesamtgewicht von mehr als eineinhalb Tonnen beschlagnahmt, die offenbar in mehreren Frachtcontainern nach Belgien verschifft werden sollten. Die Drogen, nach Angaben der Polizei in 1.432 Plastiktüten in Form eines Backsteins verpackt, waren im Inneren einer Bananenladung versteckt und hätten nach Schätzung der Behörden einen Schwarzmarktwert von 84 Millionen US-$ gehabt. Der Zoll wurde auf die Ladung aufmerksam, da offenbar nur selten Frachtcontainer mit einer bestimmten peruanischen Bananenart direkt nach Belgien verschifft werden. Inzwischen ist der Fall in der Hand der peruanischen Staatsanwaltschaft, das Rauschgift soll nach Abschluss der Ermittlungen verbrannt werden.

    Der Hafen von Paita ist einer der wichtigsten Pazifikhäfen Perus.

    INFOAMAZONAS-Spezial Drogenprobleme und DrogenkonflikteMehr Informationen zum Thema „Peru“ und „Drogen“ finden Sie im Infoamazonas-Dossier Drogenprobleme.

  • Piura: Seehecht-Fischer streiken für höhrere Fangquoten

    INFOAMAZONAS Peru-Nachrichten, Neuigkeiten aus PeruIn der nordwestperuanischen Region Piura ist ein Konflikt über Fangquoten für Seehechte (Merluza) entbrannt. Mehrere Fischergewerkschaften, haben bereits seit vergangenem Montag Teile der Straße zwischen Piura und Paita auf Höhe der „la Tortuga“-Kreuzung blockiert, um die Erhöhung der vom peruanischen Produktionsministerium in Lima festgelegten Fangquoten zu erzwingen. Dabei werden sie von Hafenarbeitern und Seehecht-Filetierern unterstützt.

    Erst Anfang April hatte es Verhandlungen mit Fischereiunternehmern über die Fangquote gegeben, Premierminister Oscar Valdés setzte sich damals persönlich für deren Erhöhung von 8.600 Tonnen auf 14.500 Tonnen ein – obwohl Fischereiexperten seit Jahren wegen Überfischung vor einer höheren Quote warnen. Die Unternehmer drohten Valdés offenbar mit Protesten der betroffenen Fischer, sollte es zu keiner Einigung kommen.

    Die streikenden Fischer bekommen nun offenbar ihren Willen: Premier Valdés erklärte gestern gegenüber dem Fernsehsender Canal N, er warte nur noch auf die Rückkehr von Produktionsminister José Urquizo, der sich derzeit im Ausland aufhält. Der werde dann eine entsprechende Resolution unterzeichnen.

    Diese Entscheidung bedeutet dann wohl auch das politische Ende von Fischerei-Vizeministerin Patricia Majluf, die sich wiederholt gegen eine Erhöhung der Seehecht-Fangquote ausgesprochen hatte.

    Für Mai ist eine Forschungsmission des peruanischen Meeresinstitutes (IMARPE) geplant, die zu einer besseren Einschätzung des Standes der Seehecht-Population vor der nordperuanischen Küste führen soll.

    Die Polizei ist nach offiziellen Angaben derzeit mit 200 Einsatzkräften vor Ort.

    NACHTRAG (27.04.2012): Fischer stirbt bei Zusammenstößen mit der Polizei
    Beim Versuch der Polizei, die Straße mit Hilfe von Tränengas zu räumen, kam es gestern gegen 16 Uhr zu Zusammenstößen zwischen den Demonstranten und der Polizei, in deren Folge nach Medienberichten eine Person getötet wurde. 26 weitere sollen mit Verletzungen in Krankenhäuser eingeliefert worden sein.

  • Piura: Drogenschmuggler errichten eigenen Hafen

    Die Schmuggel-Chronologie. Grafik: La República.
    Die Schmuggel-Chronologie. Grafik: La República.

    Die peruanische Antidrogenpolizei hat eine spanisch-peruanische Verbrecherorganisation aufgedeckt, die als Schwefel getarnt große Mengen Kokain von Piura (Nordperu) nach Bilbao (Spanien) schmuggeln wollte. Das berichtet die peruanische Tageszeitung „La República“ in ihrer Internetausgabe. Fast vier Tonnen Kokain gemischt mit Schwefel konnte die Polizei beschlagnahmen.

    Die Drogenschmuggler hatten einiges investiert, um ihr illegales Geschäft zu betreiben. Nach Angaben der Polizei errichtete die Verbrecherorganisation in einem Industriegebiet in Paita (Piura) einen eigenen Landungssteg, von dem aus der angebliche Schwefel über die bei der peruanischen Hauptstadt Lima liegende Hafenstadt Callao nach Bilbao transportiert werden sollte. Nach Einschätzung der Staatsanwaltschaft ist der peruanischen Polizei mit dem Ausnehmen des Schmugglerrings ein harter Schlag gegen die Drogenmafia gelungen. Unter den inzwischen verhafteten Drahtziehern soll auch ein Mitarbeiter des peruanischen Zolls sein.

    INFOAMAZONAS-Spezial Drogenprobleme und DrogenkonflikteMehr Informationen zum Thema „Peru“ und „Drogen“ finden Sie im Infoamazonas-Dossier Drogenprobleme.