Schlagwort: Forschung

  • Perus Präsident Humala plant Antarktis-Reise

    Forschungsschiff Humboldt in antarktischen Gewässern. Foto: ANDINA.
    Forschungsschiff Humboldt in antarktischen Gewässern. Foto: ANDINA.

    Vor 25 Jahren startete die erste peruanische Antarktis-Expedition, derzeit befindet sich dort ein Team peruanischer Wissenschaftler und Militärs, um die Antarktis-Forschungsstation Machu Picchu wieder auf Vordermann zu bringen. Das hat Peru international einige Aufmerksamkeit gebracht, die der peruanische Präsident Ollanta Humala nun offensichtlich für sich nutzen möchte: Er beantragte beim peruanischen Kongress die Genehmigung, das Land mit Ziel Antarktis vom 8. bis zum 11. Februar verlassen zu dürfen. Es wäre der erste Besuch eines peruanischen Präsidenten auf dem Kontinent.

    Wissenschaft und/oder Öl?

    Offiziell heißt es, es handle sich um eine Gedenkmission wegen des Jahrestages der ersten peruanischen Antarktis-Expedition, sowie zur Unterstützung der Forschungsaktivitäten, zu denen sich Peru mit der Unterzeichnung des Antarktis-Vertrages 1981 verpflichtet hat. Es dürfte aber auch darum gehen, Präsenz zu zeigen, um gegebenenfalls eines Tages territoriale Ansprüche stellen zu können, sollte wegen des Klimawandels eine Ausbeutung von unter der Antarktis vermuteten Ölquellen möglich werden – und der Antarktis-Vertrag, der alle Unterzeichnerstaaten zwingt, ihre Territorialansprüche ruhen zu lassen, scheitert.

    So ließe sich auch die Aussage des Antarktis-Beauftragten des peruanischen Außenministeriums, Julio Romero, gegenüber der Tageszeitung „El Comercio“ interpretieren. Romero hatte erklärt, die Antarktis beherberge „alles, was die Welt in den nächsten 35 Jahren“ brauche. Deshalb, so Romero, sei es wichtig, dass Peru dort seine Präsenz festige. An dritter Stelle nannte er schließlich auch die Forschungsmission. Es sei zudem wichtig, den Einfluss des Kontinents auf Peru genauer zu untersuchen, der das Klima und die Meeresströmungen reguliere.

    Forschungsstation Machu Picchu seit fünf Jahren verlassen

    Die peruanische Forschungsstation in der Antarktis war 5 Jahre lang verlassen gewesen, bis sich vor wenigen Wochen das Forschungsschiff Humboldt mit insgesamt 108 Personen an Bord auf den Weg machte. Sie wurde 1989 errichtet.

    NACHTRAG: Permanente Kongresskommission genehmigt Reise
    Noch am gestrigen Mittwoch hat die permanente Kommission dem Antrag der Regierung stattgegeben. Humala darf nun vom 8. bis zum 11. Februar zur Forschungsstation „Machu Picchu“ reisen.

  • Universität Chachapoyas eröffnet Institut zur Nachhaltigen Entwicklung des Bergurwaldes

    Instituto de Investigación para el Desarrollo Sustentable de Ceja de Selva (INDES-CES) Foto: UNAT-AMAZONAS
    Instituto de Investigación para el Desarrollo Sustentable de Ceja de Selva (INDES-CES) Foto: UNAT-AMAZONAS

    Die Toribio Rodríguez de Mendoza-Nationaluniversität Chachapoyas hat das neue Gebäude des Forschungsinstitutes  für die nachhaltige Entwicklung des Hochregenwaldes offiziell eröffnet (INDES-CES; Instituto de Investigación para el Desarrollo Sustentable de Ceja de Selva). Héctor Garay Montañez, Übergangsdirektor der Universität erklärte in seiner Eröffnungsansprache, das Institut solle in seinen eigenen Räumen nicht nur die Ausbildung in seinem Forschungsbereich an der Universität unterstützen, sondern auch ganz praktisch für die nachhaltige Entwicklung der Region Amazonas wirken. Ein erstes großes Projekt des INDES-CES wird die Einrichtung von 3 Versuchs- und Experimentierstationen. Dadurch sollen Forschungen in den Bereichen Umweltmanagement, biologische Vielfalt, Entwicklung nachhaltiger Landwirtschafts- und Wassernutzungstechniken, sowie sozialwissenschaftliche Studien mit interkulturellem Fokus über die Lebensumstände in den Hochregenwaldregionen der Region Amazonas ermöglicht werden.

    Der Hochregenwald (Ceja de Selva), wörtlich übersetzt „Augenbraue des Regenwaldes“ liegt auf der dem Amazonasbecken zugewandten Seite der Anden und schließt somit große Teile der Region Amazonas mit ein.

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