Schlagwort: Dorato

  • Ministerium untersagt Bergbauvorhaben im Cóndor-Gebirge (Condorcanqui)

    Cenepa. Foto: MEM

    Das peruanische Energie- und Bergbauministerium MEM hat dem Bergbauprojekt „Minera Afrodita“ in der Cordillera del Cóndor (Condorcanqui / Amazonas) weitere Bodenuntersuchungen untersagt. Das berichtet die staatliche peruanische Nachrichtenagentur ANDINA. Demnach hatte das Bergbauunternehmen nicht nachweisen können, wirklich Besitzer des Geländes zu sein, wo Bergbauaktivitäten bereits begonnen hatten. Wie der peruanische Premierminister Javiér Velásquez Quesquén erklärte, sei für die Entscheidung von der zuständigen Kontrollbehörde Osinergmin getroffen worden. Beobachter gehen jedoch davon aus, dass die Entscheidung von der Regierung getroffen wurde, um einem angekündigten Protest diverser Indígena-Organisationen aus dem Cenepa-Tal zuvorzukommen.

    Ende vergangenen Jahres hatten Indígena in der Region nach eigenen Angaben mehrere Mitarbeiter des Bergbauunternehmens entführt, das sie als illegal betrachten.

  • Volksanwaltschaft: Derzeit 2 aktive Sozialkonflikte in Amazonas

    Wie die peruanische Volksanwaltschaft (Defensoría del Pueblo) heute in seinem neusten Bericht bekannt gab, werden derzeit 2 aktive Sozialkonflikte registriert. In beiden Fällen geht es um von Bergbau betroffene Orte und Gemeinschaften. So klagt besonders die Bauerngemeinschaft von Yambrasbamba (Yambrasbamba/Bongará) über die Nichteinhaltung von Versprechen über Bauprojekte zugunsten des Distriktes Yambrasbamba von Seiten des Bergbauunternehmens CORIANTA S.A.  (Hochschild). Auch wenn dieser Konflikt derzeit nicht offen ausgetragen wird, ist er nicht gelöst. Auch ein Dialog findet im Moment überhaupt nicht statt, wie die Konfliktinterventionseinheit der Volksanwaltschaft feststellt. Der zweite Konflikt ist dabei äusserst heiss: Diverse Organisationen indigener Bevölkerungsgruppen im Distrikt Cenepa in der nördlichen Provinz Condorcanqui (Grenze zu Ecuador) stämmen sich gegen Bergbauaktivitäten des Unternehmens Dorato Peru S.A., weil sie die Verunreinigung der Flüsse Marañón, Amazonas, Sawientsa und  Comaina, sowie den Nationalpark Ichigkat Muja und die Schutzgebiete Santiago – Comaina und Tuntanain befürchten.