Schlagwort: Chachapoya

  • Kuélap: Archäologen öffnen vermutliches Herrscher-Grab

    Herrscher-Grab in Kuélap. Foto: ANDINA
    Herrscher-Grab in Kuélap. Foto: ANDINA

    In diesen Tagen werden die Archäologen des Projektes zur Erforschung und Restaurierung der nordperuanischen Festungsruine Kuélap ein 2,20 Meter großes Grab öffnen, in dem vermutlich eine Herrscherfigur der Chachapoyas-Kultur begraben liegt. Das gab Projektleiter Alfredo Narváez gegenüber dem Radiosender Horizonte bekannt. Das Grab befindet sich im als „Pueblo Alto“ bekannten oberen Teil der Festung, in dem zur Hochzeit der Chachapoyas-Kultur die höchste soziale Klasse angesiedelt gewesen sein soll.

    Bereits oberhalb des Grabes selbst wurden für jene Zeit wertvolle Grabbeigaben entdeckt. Neben Lama-, Meerschweinchen und Menschenknochen fanden die Archäologen Stücke von Korallen, Lasurstein, Meeresschnecken und Keramik. „Das alles sind Objekte und Zusammenhänge, die direkt auf eine Person mit einem Umfeld nah an der Macht hinweisen“, so Alfredo Narváez.

    Kuelap, Außenmauer. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS
    Kuelap, Außenmauer. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS

    Das Grab liegt unter einem für die Chachapoyas-Kultur typischen Rundbau auf einer Nord-Süd-Achse. Es wurde mit drei Schichten Steinen abgedeckt, die von einer Art Mörtel auf Lehmbasis zusammengeklebt wurden. Rund herum wurden zahlreiche weitere Gräber entdeckt. Nach Angaben der Archäologen handelte es sich dabei um Wiederbestattungen, das bedeutet, die Menschen waren bereits zuvor an anderer Stelle beerdigt worden. Diese Art der Wiederbestattung wurde in Kuelap bereits an anderen Orten festgestellt. So finden sich zahlreiche menschliche Knochen innerhalb der Mauern, die Kuélap umrahmen.

    Knochen in der Wand in Kuelap, Luya, Amazonas, Peru. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS
    Knochen in der Wand in Kuelap, Luya, Amazonas, Peru. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS

    Die Ruinenstadt und Festung Kuélap liegt im peruanischen Distrikt Tingo (Provinz Luya / Region Amazonas), wenige Autostunden von Chachapoyas entfernt.

  • Kuélap / Luya: Überreste von 79 Menschen bei Ausgrabungen gefunden

    Knochen in der Wand in Kuelap, Luya, Amazonas, Peru. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS
    Knochen in der Wand in Kuelap, Luya, Amazonas, Peru. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS

    In den Mauern der Chachapoya-Festung Kuélap haben Archäologen Überreste von 79 Menschen gefunden. Das berichtet Peru21 unter Berufung auf den Forscher Alfredo Narváez, der die Ausgrabungen rund um Kuélap leitet. Alle dieser Menschen seien aber zunächst an anderer Stelle bestattet und erst später in die Mauern eingebettet worden, so Narváez. Die meisten der gefundenen Knochen stammen aus dem 7. Jahrhundert unserer Zeitrechnung.

    Kuelap, Außenmauer. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS
    Kuelap, Außenmauer. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS

    Die Wiederbestattung sei, so Narváez, ein weitverbreiteter Brauch im Vorspanischen Peru gewesen und Kuélap habe wegen seiner Größe die Arbeit zahlreicher Stämme und Gemeinschaften aus verschiedenen Gegenden gebraucht. Diese hätten dann häufig ihre Toten mitgebracht, um sie erneut zu bestatten. Das würde auch erklären, warum in einem Gebäude, das die Archäologen auf die Zeit zum Ende des ersten Jahrtausends datieren konnten, Knochen aus dem 7. und 8. Jahrhundert gefunden wurden. Zahlreiche andine Kulturen führten Wiederbestattungen durch.

    Ruinen und Tiere in Kuelap. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS
    Ruinen und Tiere in Kuelap. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS

    Derzeit wird in Kuelap an den Überresten von 27 Gebäuden gearbeitet, die erst kürzlich im Südteil von Kuelap entdeckt worden waren. Neben der Erforschung widmet sich das Team um Narváez aber auch der Restaurierung von einsturzgefährdeten Bauten innerhalb der Festung.

    Kuelap besteht aus über 400 einzelnen Bauwerken.

  • MINCETUR: 38 Millionen US$ für Kuelap und Gocta

    Ausgaben in Höhe von 38 Millionen US$ für die Chachapoya-Ruinenstadt Kuélap plant das peruanische Außenhandels- und Tourismusministerium MINCETUR. Minister Pérez erklärte, man wolle Kuélap zu einem Tourismus-Anziehungspunkt ähnlich der Inka-Ruinenstadt Machu Picchu im südperuanischen Cusco machen. Nach einer Studie der japanischen Entwicklungsagentur JICA wären hierfür allerdings – gemeinsam mit der Promotion von Gocta, des dritthöchsten Wasserfalls der Welt – insgesamt 130 Millionen US$ notwendig.

    Kuélap ist eines der meistbesuchten Reiseziele Nordperus und liegt auf 3.000 über dem Meeresspiegel über dem Utcubama-Tal, an dem sich neben Kuelap auch der Gocta-Wasserfall, die Ruinenstadt Macro, sowie das für seine Höhlen, seine Kondorsichtungen und sein Museum mit hunderten ausgestellten Mumien Leymebamba befinden.

    Es liegt auf einer Bergnase im Distrikt „El Tingo“, oberhalb des gleichnamigen Ortes.

  • "Chachapoya-Wanderweg" beschlossene Sache

    11 Distrikte der Provinz Chachapoyas werden in den kommenden Jahren durch einen „Chachapoya-Abenteuerwanderweg“ verbunden. Er soll von Huancas über Chachapoyas, Levanto, San Isidro del Maino, Magdalena, Jalca Grande, Montevideo, Mariscal Castilla, Leymebamba, Chuquibamba nach Balsas am Marañón führen. Damit wird er viele archäologische und natürliche Sehenswürdigkeiten wie Ruinen aus verschiedenen Zeitaltern, beobachtungspunkte seltener Vögel und über Jahrhunderte unberührten Bergregenwald miteinander verbinden.

    443.000 Soles stehen bereit

    Neben der Aufstellung von Schildern auf der gesamten Länge des Weges umfasst das nun angestoßene Projekt auch die Förderung von Unterkünften, Rastmöglichkeiten und sanitären Einrichtungen  in den Orten, die an der „Gran Camino Chachapoya” genannten Route liegen. Zudem werden die gepflasterten historischen Inkawege – soweit notwendig – wieder hergerichtet und mit wichtigen Wegen der bis heute genutzten Mauleselspfade verknüpft. Die Provinz Chachapoyas, sowie die beteiligten Distrikte, stellen dafür nach Angaben von Provinzbürgermeister Peter Lerche insgesamt 443.000 Nuevos Soles zur Verfügung (Wechselkurse auf chachapoyas.eu). Ein Teil des Geldes soll auch für die Ausbildung von Fremdenführern aus der Umgebung aufgewendet werden. Weitere Mittel wollen die beteiligten Bürgermeister auf einer für Anfang März vorgesehenen Reise nach Lima organisieren.

    Wandern auf den Spuren der Chachapoya als Touristenattraktion

    Die 120-Kilometer-Route war von dem als „Chasqui Peruano“ genannten Abenteurer und Tourismusberater Felipe Valera konzipiert worden und soll Teil des „Circuito Turistico Nor Oriental“ (CNT), also der nordostperuanischen Reiseroute werden. Wie sehr Abenteuerwanderwege dieser Art gefragt sind, zeigt der seit Jahren anhaltende Erfolg des „Camino Inca“ zum Inkaheiligtum „Machu Picchu“ bei Cusco. Dort muss inzwischen, wegen des großen Andrangs, manchmal der Weg gesperrt werden. Gute Aussichten also für die Route, die innerhalb von ca. 8 Tagen in normalem Wandertempo abgelaufen werden kann.