Schlagwort: Carlos Flores

  • Yauyos / Peru: Luftfahrtbehörde bestätigt Flugzeugabsturz / vier Tote (aktualisiert)

    Ein Antonov-Flugzeug des peruanischen Luftfrachtunternehmens Amazon Sky ist gestern gegen Mittag während eines Fluges vom Flughafen der Hauptstadt Lima zum Flugfeld Las Malvinas in der Region Cusco abgestürzt. Wie die peruanische Luftfahrbehörde CORPAC erklärte, befanden sich zum Unglückszeitpunkt vier Personen an Bord der Antonov AN-26, neben den Piloten zwei Ingenieure. Wie inzwischen offiziell bestätigt wurde, prallte das Flugzeug im Distrikt Tomas (Provinz Yauyos / Region Lima) gegen einen Berggipfel und brannte vollständig aus. Die vier gefundenen Leichname seien stark verbrannt, weswegen sich die Identifizierung bislang schwierig gestalte, erklärte Distriktbürgermeister Elmer Bonilla gegenüber der amtlichen Nachrichtenagentur ANDINA. Ein erster Versuch der Luftwaffe, zur wahrscheinlichen Absturzstelle zu gelangen, war gestern Nacht an widrigen Witterungsbedingungen.

    Die Absturzursache ist bislang unbekannt, peruanische Experten spekulieren über schlechte Witterungsverhältnisse. Der Ort  Santísima Trinidad de Tomas liegt auf rund 3.700 Metern über dem Meeresspiegel. Das Unglück ereignete sich offenbar beim Versuch, trotz der schlechten Witterungsverhältnisse die Andenkordillere zu überwinden.

    Das Ziel-Flugfeld Las Malvinas liegt im Distrikt Echarate in der Provinz La Convención, wird von Pluspetrol betrieben und ist Teil des Camisea-Gasprojektes.

    NACHTRAG (16:19): Absturzstelle bestätigt

    Inzwischen hat der Bürgermeister des Distrikts Tomas die Absturzstelle bestätigt. Man habe die Überreste des „zerschellten und abgebrannten“ Flugzeugs gefunden, so der Bürgermeister gegenüber RPP Noticias.

  • Peruanischer Journalistenverband protestiert gegen Schliessung von Radio "La Voz"

    Mit einem offenen Brief an den Transport- und Kommunikationsminister Cornejo, sowie mit einer Demonstration vor dessen Ministerium haben Angehörige des peruanischen Journalistenverbandes ANP, sowie zahlreiche in Lima ansässige Auslandskorrespondenten, gegen die Schliessung des Radiosenders „La Voz“ (Bagua) protestiert. Nur 3 Tage nach den schweren Zusammenstössen zwischen Indígena und Polizisten am 5. Juni hatte das Transport- und Kommunikationsministeriums (MTC)  die Schliessung verfügt – wegen angeblicher Versäumnisse in der Verwaltung, die aber bereits alle im Vorfeld ausgeräumt worden waren.

    Am vergangenen 5. Juni hatten sowohl Polizeikräfte als auch mehrere Minister – darunter Ex-Premierminister Yehude Simon – öffentlich erklärt, Radio „La Voz“ hätte die Kämpfe zwischen Indígena und Polizisten angeheizt, was Carlos Flores, Besitzer und Chefredakteur des Radios verneint. Die Leistung des Senders reiche überhaupt nicht aus, um bis an die Orte der Zusammenstösse zu senden, so Flores. Inzwischen hat sich selbst der ehemalige Premierminister Simon bei Flores persönlich entschuldigt und versprochen, alles in seiner Macht stehende zu tun, um die Rückgabe der Sendelizenz zu erwirken. Viel genützt hatte das Versprechen wenig, denn wenige Stunden später trat Yehude Simon von seinem Amt zurück.

    Dabei ist Radio „La Voz“ nicht das einzige mit Problemen. So beklagten Journalisten der Radios „Marañón“ aus Jaén und „LD Stereo“ aus Bagua, sie seien von Polizisten der Mordkommission, die im Umfeld der Geschehnisse des 5. Juni ermittelten, vernommen und behandelt worden, als seinen sie die Mörder.

    Inzwischen traf auch eine Delegation des internationalen Journalistenverbandes ein, um Radio „La Voz“ zu unterstützen.