Schlagwort: Carabaya

  • Carabaya / Puno: Regenfälle richten Schäden an Häusern und Feldern an

    Starke Regenfälle haben in den vergangenen Tagen in Teilen der südperuanischen Region Puno große Schäden angerichtet. Wie der peruanische Zivilschutz berichtet, war der Distrikt Crucero in der Provinz Carabaya am schwersten betroffen. Die Häuser und Hütten von 968 Personen wurden beschädigt, 183 Personen sind deshalb nun obdachlos. Bei den Betroffenen handelt es sich nach Angaben des Zivilschutzes um Personen, die am Ufer des río Ramis leben, der wegen der anhaltenden Regenfälle über die Ufer trat. Auch Felder wurden zerstört, zahlreiche Familien verloren ihre Kartoffel-, Quinua- und Cañihua-Ernte.

    Auch Abschnitte der Straße Potoni-Crucero wurden zerstört. Die Rosario-Brücke soll vom Einsturz bedroht sein.

  • Puno: 4 Tote bei Busunfällen in Carabaya und Sandia

    Mindestens vier Menschen wurden heute Morgen (Ortszeit) bei zwei Busunfällen in den südperuanischen Provinzen Carabaya und Sandia (Region Puno) getötet. Das berichtet die peruanische Nationalpolzei.

    Der erste Unfall ereignete sich gegen 8 Uhr Ortszeit, als ein Bus des Unternehmens „Sur Oriente“ auf Höhe des Yocara-Sees in der Provinz Carabaya von der Straße Macusani-Ayapata abkam und rund 70 Meter in die Tiefe stürzte. Dabei verstarb ein 12jähriges Mädchen, 11 Menschen wurden schwer verletzt in das Krankenhaus von Macusani eingeliefert.

    Nur eine Stunde später kam nicht weit entfernt bei Tiraca, in der Provinz Sandia, ein Kleinbus der Route Ayapata-Patambuco von der Straße ab und viel rund 40 Meter in den Abgrund. Dabei starben drei Menschen, darunter der Fahrer. 10 Personen konnten verletzt gerettet werden.

  • Wegen Kältewelle: Puno verschiebt Schulbeginn um 30 Minuten

    Wegen der großen Kälte hat die Schulbehörde der südperuanischen Andenregion Puno angeordnet, den Schulbeginn in Schulen über 3.800 Metern Höhe um 30 Minuten zu verschieben. Das berichtet die staatliche Nachrichtenagentur ANDINA. So müssen Schülerinnen und Schüler nun erst um 8 Uhr in die Schule. Mehrere Provinzen Punos traf der Winter in diesem Jahr besonders hart, besonders Carabaya, El Collao und Sandia, wo es Schulen in einer Höhe von über 4.800 Metern über dem Meeresspiegel gibt.

    Von der Regelung, die bis zum 31. August gilt, sind Schulen und Kindergärten aller Stufen betroffen, so Jesús Figueroa von der Schulbehörde Puno. Zudem wurden Schüler und Eltern aufgefordert, sich um Jacken und Pullover zu kümmern. Hierfür wurde sogar der Schuluniformzwang gelockert, die Kleidungsstücke müssen nicht zwingend die für gewöhnlich vorgeschriebene Farbe der Uniform haben. Zudem dürfen vorrübergehend an Schulkiosks keine gekühlten Getränke und Lebensmittel mehr verkauft werden.

    In manchen Orten Carabayas, El Collaos und Sandias werden im Winter bis zu -20°C gemessen.

  • Carabaya / Puno: 12 Bergleute sterben bei Erdrutschen

    Mehrere Erdrutsche haben in der peruanischen Provinz Carabaya (Puno)  zwölf Bergleuten das Leben gekostet. Das berichtet Pachamama Radio.

  • Machu Picchu / Cusco: Aufräumarbeiten nach Überschwemmungen

    In der peruanischen Region Cusco haben nach den schweren Regenfällen der vergangenen Wochen die Aufräumarbeiten begonnen. Im Fordergrund der Arbeiten steht die Wiederherstellung der zentralen Fremdenverkehrsrouten. Wie das Verkehrs- und Kommunikationsministerium MTC mitteilt, soll schon in wenigen Tagen mit der Reparatur der wichtigsten Hauptstraßen begonnen werden. Für die vollständige Reparatur der Bahnstrecke zum Hauptreiseziel Machu Picchu werden bis zu vier Monate veranschlagt, so die Eisenbahngesellschaft Ferrocarril Transandino (FTSA) in einer Pressemitteilung. Auf einzelnen Etappen der Strecke, so die FTSA, wird der Verkehr aber bereits vorher wieder aufgenommen.

    Dort, wo das Wasser inzwischen teilweise abgeflossen ist, wird langsam das wirkliche Ausmaß der Katastrophe sichtbar. Nachdem um den 23. Januar die Regenfälle extrem zugenommen hatten, traten zahlreiche Flüsse über die Ufer, kleine Bäche wurden zu reißenden Strömen. In Yanama und Purubamba (Dist. Anta/Prov. Zurite/Reg. Cusco) wurden von einem sonst eher ruhigen Bach mehrere Wohnhäuser mitgerissen, in Pampaconga (Dist. Limatambo) trat der Jatumayo-Fluss über die Ufer und löste mehrere Erdrutsche aus. Der Vilcanota-Fluss riss im Distrikt Urcos (Prov. Quispicanchis) ebenfalls mehrere Wohnhäuser, Teile einer Straße und eine Brücke mit sich. Zahlreiche bereits bestellte Felder wurden zerstört. Auch Nachbardistrikte vermelden Schäden. In Huarcapay y Lucre (Prov. Quispicanchi) trat der Huacarpay-See über die Ufer, was nicht nur mehrere Häuser, sondern auch das Trink- und Abwasserystem zum Einsturz brachte. Im Distrikt Machu Picchu (Prov. Urubamba) wurden Teile des weltberühmten Inka-Weges verschüttet. In wenigen Tagen soll dieser aber wieder geräumt sein, wie das zuständige Ministerium mitteilte. Nach Angaben des peruanischen Zivilschutzes sind 9 Schulen wegen der Regenfälle eingestürzt, an 21 Schulgebäuden kam es zu schweren Schäden.

    Inzwischen bestätigte auch das Regionalbüro Cusco des peruanischen Wetterdienstes SENAMHI, dass es sich bei den schweren Regenfällen um ein ungewöhnliches Wetterphänomen handelte. Die im gesamten Januar gemessene Regenmenge pro Quadratmeter lag fast doppelt so hoch wie im historischen Durchschnitt. So regnete es im Januar in Cusco insgesamt 267,7 Liter pro Quadratmeter, normal sind 142 L/m², so SENAMHI-Regionaldirektor Zenón Huamán. Auch für Februar und März erwartet der Wetterdienst noch starke Regenfälle, was aber ob der anhaltenden Regenzeit nicht ungewöhnlich ist. Zudem werden sie vermutlich nicht die Stärke wie im Januar haben, so Huamán.

    In Aguas Calientes (Distrikt Machu Picchu) kehrt langsam Ruhe ein. Zahlreiche Läden und Restaurants sind noch geschlossen, die Straßen sind „ruhig“, es seien nur wenige Menschen zu sehen, so Jhoni Ramírez, die als Staatsanwältin in Aguas Calientes arbeitet gegenüber der Nachrichtenagentur ANDINA. Alle Touristen, die dies gewünscht hätten, seinen inzwischen evakuiert worden. Inzwischen ist auch Staatsanwältin Ramírez, gemeinsam mit anderen Lokalautoritäten dabei, die genauen Schäden festzustellen.

    Schäden wurden auch in der Nachbarregion Puno festgestellt, die ebenfalls schwer von den Unwettern getroffen wurde. In Macusani, an der südwestlichen der Provinz Carabaya, verendeten nach Angaben der Provinzbürgermeisterin Nancy Rossel Angles 3.000 Alpakas in den Wassermassen. Zudem wurde bestelltes Ackerland in einem Umfang von 67.000 Hektar mitgerissen. Auch die Lacca Brücke, die Carabaya mit den Nachbarprovinzen Azángaro und San Román verband, wurde vom Macusani-Fluss mitgerissen. Die Brücke, Teil der südlichen interozeanischen Fernstraße, die Brasilien mit der peruanischen Küste verbindet, hatte der Strömung nicht mehr stand gehalten. Auf beiden Seiten der Brücke sollen sich inzwischen lange Schlangen gebildet haben.

    Derweil wird in Peru auch erste Kritik laut am Krisenmanagement und den Präventionsmaßnahmen. Kritiker bemängeln, Häuser wären unter anderem im Distrikt Machu Picchu selbst zu nah am Fluss gebaut worden, zudem hätten viele Lokal- und Regionalregierungen die Töpfe für Präventionsmaßnahmen nicht voll ausgeschöpft.

  • Zahlreiche Tote nach Gerölllawine über Bergbauzentrum

    Im Bergbauzentrum Winchumayo (Provinz Carabaya)  in der südperuanischen Region Puno kamen am vergangenen Montag Abend nach offiziellen Angaben mindestens 10 Personen ums Leben. Es wird aber davon ausgegangen, dass sich diese Zahl noch erhöht. Ein Augenzeuge sprach gegenüber der staatlichen Agentur ANDINA von 20 bis 40 Personen, die sich zum Zeitpunkt des Unglücks am Ort aufhielten.

    Bergbauaktivitäten waren nicht genehmigt

    Neben Bergarbeitern sollen sich darunter auch mehrere Kinder und fahrende Händler befinden. Nach Angaben des Energie- und Bergbauministeriums MEM ist das Bergbauzentrum nicht offiziell genehmigt, es war allerdings auf dem Weg der Anerkennung. Anteilseigner der Unternehmung sind nach Angaben des MEM auch ein Kongressabgeordneter der Regierungspartei APRA, sowie ein lokaler Bürgermeister.

    Notunterkünfte in Winchumayo. Bild: ANDINA
    Notunterkünfte in Winchumayo. Bild: ANDINA

    PNP schickt Hubschrauber

    Die Rettungsarbeiten gestalten sich schwierig, da das Bergbauzentrum allein über einen Reitweg verfügt und der nächstgrößere Ort, Ayapata,  in rund 70 Kilometern Entfernung liegt. Inzwischen sind Hubschrauber der peruanischen Nationalpolizei auf dem Weg ins Unglücksgebiet. Auch der Zivilschutz ist inzwischen vor Ort, wie RPP berichtet.

    Was genau die Lawine auslöste, ist noch ungeklärt.

    Bergbausiedlung Winchumayo (Puno). Bild: ANDINA
    Bergbausiedlung Winchumayo (Puno). Bild: ANDINA

    Informeller Bergbau – ein landwesweites Problem

    Die Bergarbeiter suchen in Winchumayo nach Gold, das sie auf Pferde- und Maultierrücken in die nächste Stadt transportieren.

    Ein Sprecher der Regionalregierung von Puno erklärte, demnächst werde eine Kampagne zur formalisierung der Bergbauaktivitäten in der Region gestartet.

    Nach Schätzungen des MEM leben Peruweit rund 100.000 Personen vom informellen Bergbau, die meisten von ihnen in den Regionen Puno, Madre de Dios, Ica und Piura.  Über 95% dieser Personen sind nach Angaben des Ministeriums Goldsucher.

    Winchumayo liegt im Distrikt Ituata, Provinz Carabayo. 2005 wurden dort 58 Wohnhäuser gezählt.