Schlagwort: Canal 7

  • Peru: Staatsrundfunk rückt näher an den Premierminister

    Nachdem Ende letzten Jahres Funktionen des Umweltministeriums direkt an das Büro des Premierministers gegangen waren, traf dieses Schicksal nun auch der Staatsrundfunk, der bislang dem Kulturministerium zugeordnet war. Die drei Hauptsender, die derzeit unter den Namen TV Perú (Canal 7), Radio Nacional und Radio la Crónica laufen, sollten im nächsten Schritt „modernisiert“ werden, sowie eine größere technische, sowie informative Reichweite erhalten, so Premierminister Óscar Valdés. Daneben soll eine Kommission, der auch Experten von außerhalb der Regierung angehören sollen, eine Gesetzesvorlage erarbeiten, durch die der Staatsrundfunk auf eine Grundlage gestellt werden kann.

    Die Staats-Sender zu „öffentlichen“ Sendern zu machen war eines der Wahlversprechen des aktuellen Präsidenten Ollanta Humala. Daran wird sich die Kommissionsarbeit nun messen müssen.

    In der Vergangenheit wechselten die Staatssender oft den Namen, weshalb das Staatsfernsehen (derzeit TV Perú) in Peru landläufig als „Kanal 7“ bekannt ist. Zuletzt hatte es „TNP“ geheißen, Televisión Nacional del Perú. Während sich der Sender besonders durch langlebige Kulturprogramme auszeichnet, halten die Verträge von Journalisten meist nur bis zur nächsten Wahl. Obwohl es durchaus Zeiten gibt, in denen die Nachrichten der Sender sehr ausgewogen sind, werden die Radio- und Fernsehwellen in Konfliktfällen -ebenso wie die staatliche Nachrichtenagentur ANDINA- noch immer zur Propaganda oder gar zur Diffamation -pardon, zur „Darstellung des Standpunktes der Regierung“- genutzt.

  • Sateliten-Problem um peruanisches Staatsfernsehen angeblich gelöst

    Das peruanische Staatsfernsehen TV Peru (Kanal 7) kann wohl doch ohne Probleme weitersenden. Nach Angaben des Vizeministers für Kommunikation Jorge Cuba Hidalgo, hat das Transport- und Kommunikationsministerium MTC bis Februar 2011 einen Vertrag mit dem Satelitenbetreiber Intelsat ausgehandelt, was das Ministerium laut der staatlichen Nachrichtenagentur ANDINA 600.000US-$ kosten wird.

    Bis 2011 soll per Ausschreibung dann ein neuer, langfristiger Partner für das Satelitensignal gefunden werden, so das MTC.

    Intelsat hatte angekündigt, den Sateliten, über den derzeit das Signal von TVPeru ausgestrahlt wird, außer Dienst zu stellen. Davon wäre auch der Kanal des peruanischen Bildungsministeriums (Televisión educativa satelital) betroffen gewesen.

  • Staatsrundfunk will werbefrei werden

    Der peruanische Staatsrundfunk will werbefrei werden. Das gab gestern der neue Präsident des staatlichen peruanischen Radio- und Fernsehinstitutes (IRTP), das den Fernsehsender TV Peru (auch als „Canal 7“ bekannt), sowie die Radiosender „La Crónica“, „Radio Nacional“ neben einer Reihe Landwirtschaftssender („Radio Campesina“) betreibt, Ricardo Ghibellini, bekannt.

    Obwohl die meisten Beobachter die Verminderung von Werbung im laufenden Programm generell begrüssen, wurde auch deutliche Kritik laut. So wird vor allem eine noch stärkere Abhängigkeit von der Regierung befürchtet, wenn diese für alle Einnahmen der Sender zuständig ist. Von der Regierung selbst kommt Kritik an der Beschneidung der Nachrichten in „Radio Nacional“. Eduardo Bruce Montes de Oca, ehemaliger Präsident des IRTP vermutet dahinter aber vor allem die Angst der Regierung, ihre Sendezeit im Staatsrundfunk könnte dadurch beschnitten werden, wie Bruce im Interview mit dem Radiosenderverbund „CNR“ erklärte.

  • Staatsfernsehen wird 50

    Das peruanische Staatsfernsehen, derzeit unter dem Namen „TVPeru“ bekannt, wird 50 Jahre alt. Der Sender, der bis heute landläufig unter dem Namen „Canal 7“ (Kanal 7) bekannt ist, wurde unter eben diesem Namen 1958 gemeinsam von der UNESCO und dem peruanischen Bildungsministerium gegründet. Damit war das Staatsfernsehen jenerzeit der erste Fernsehsender überhaupt in Peru. Die folgenden Jahre war er auch Peruweit der erste Sender, der in Farbe sendete und über ein Satelitensignal verfügte. Über seine gesamte Geschichte hinweg änderten sich Instrumentallisierung und Nähe zur Regierung, insgesamt stand der Sender aber stets in der Nähe der jeweiligen Regierung. Allerdings trug er durch die Ausstrahlung belastenden Videomaterials („Vladivideos“) auch zum Sturz des Diktators Fujimori bei. Inzwischen verfügt der Sender über 275 Übersetzer (Stationen mit Satelitenschüssel, Sendeanlage und Antenne, die das aus Lima kommende Programm weitersenden) in fast allen Ecken und Enden Perus (Siehe Grafik).

    Anzahl der Sender des Staatsfernsehens, 1997-2007
    Anzahl der Sender des Staatsfernsehens, 1997-2007

    Derzeit hat TVPeru den Auftrag, die Bevölkerung „moralisch und kulturell zu bilden“.

    Und da der Sender unter fast jeder Regierung bisher umbenannt worden war, passt wohl am besten:

    Herzlichen Glückwunsch, „Canal 7“.

  • TVPeru Chachapoyas bekommt neuen Sender & Lokalstudio

    Das peruanische Staatsfernsehen TVPeru hat für seine Sendeanlage in Chachapoyas einen neuen Sender bekommen. Das teilt die Regionalregierung Amazonas in einer Pressemitteilung mit. Der 1000-Watt Sender der französischen Marke Thomson kostet ca. 80.000 US-Dollar. Er ersetzt den alten Techno-Systems-Sender, der in letzter Zeit immer wieder ausfiel. Gleichzeitig soll die Sendeanlage so ausgebaut werden, dass verstärkt auch lokal produzierte Programme ausgestrahlt werden können. Übergeben und finanziert worden war der Sender durch das peruanische Radio- und Fernsehinstitut IRTP, das auch das Staatsradio Radio Nacional betreibt. Insgesamt tauscht IRTP derzeit die Sendeanlagen in 22 peruanischen Städten.

    Das Staatsfernsehen ist auch unter dem Namen „Canal 7“ bekannt – weil es traditionell auf diesem Fernsehkanal liegt.