Schlagwort: Camino Inka

  • Zerstörter Inca-Weg? Provinz Chachapoyas wehrt sich gegen Vorwürfe

    Am vergangenen Wochenende hatte José Trauco Ramos, Regionaldirektor für Kultur der peruanischen Region Amazonas, in einem Radiointerview der Provinzverwaltung Chachapoyas vorgeworfen, Teile des Inca-Wegenetzes Qhapaq Ñan zerstört zu haben, nun gingen die Beschuldigten in die Gegenoffensive. Es handle sich bei dem Weg, der ausgebessert worden sei, nicht um den Qhapaq Ñan, so die Provinzverwaltung in einer Pressemitteilung. Zudem warf Bürgermeister Zavaleta Tenorio dem Regionaldirektor vor, in seiner bislang 6jährigen Amtszeit nichts für den Erhalt von Kulturstätten wie dem Qhapaq Ñan getan zu haben.

    Trauco Ramos hatte behauptet, Mitarbeiter der Provinzverwaltung Chachapoyas hätten bei Straßenbauarbeiten rund 200 Meter des Qhapaq Ñan zerstört. Zudem kritisierte er, vor dem Beginn der Bauarbeiten habe man keine Stellungnahme seiner Behörde eingeholt. Auf das ursprüngliche Verteidigungsargument der Provinzverwaltung, man habe vom Verlauf des Qhapaq Ñan nichts gewusst und habe Schülerinnen und Schülern den Schulweg verbessern müssen, entgegnete der Regionaldirektor für Kultur, der Weg durchziehe die Region Amazonas auf einer Länge von 400 Kilometern, was bekannt sein müsse.

    Nach Daten des peruanischen Kulturministeriums endet der Qhapaq Ñan allerdings mehrere hundert Meter vor der betroffenen Stelle. Zudem handelte es sich offenbar nicht um die ersten Ausbesserungsarbeiten: Anwohner berichten, der Weg werde – von den Anwohnern selbst – Jahr für Jahr ausgebessert, vorwiegend mit Steinen aus dem Bett eines nahegelegenen Baches. Das war auch der Grund, warum die örtliche Staatsanwaltschaft eine Anzeige der Kulturdirektion gegen die Provinzverwaltung nach wenigen Tagen zu den Akten legte.

    Für den Fall einer weiteren Verbreitung der Vorwürfe kündigte die Provinzverwaltung eine Verleumdungsklage an.

  • Seit Wiedereröffnung bereits 13.400 Inka-Weg-Touristen

    Die Verluste durch die Schließung des Inka-Weges nach Machu Picchu nach den schweren Regenfällen im Januar und Februar diesen Jahres relativieren sich langsam. Nach Angaben der Machu Picchu-Verwaltung haben seit der Wiedereröffnung am 1. April 13.400 Reisende die Route zu Fuß zurückgelegt. Zuvor waren Teile des Weges durch Erdrutsche unpassierbar geworden und mussten wiederhergerichtet werden.

    Der Inka-Weg startet in Pisacucho auf der linken Seite des Vilcanota-Flusses. Von dort aus – auf 2.570 Metern über dem Meeresspiegel steigen die Wanderer auf 4.201 Meter auf, um dann wiederum auf 2.472 Meter dahin hinabzusteigen, wo sich die Ruinenstadt Machu Picchu befindet. Am Rande des Weges befinden sich verschiedene Sehenswürdigkeiten, wie die Ruinen von Salapunku, Q’anabamba, Willkarakay, Q’entimarka, Patahuasi, Runkuraqay, Sayaqmarka, Qonchamarka, Phuyupatamarka, Yunkapata, Wiñaywayna, Intipunku, Choquesuysuy, Chachabamba, Waynaq’ente, Torontoy und Qorihuayrachina. Nach Angaben des peruanischen nationalen Kulturinstitutes INC dauert die Wanderung bis zu vier Tage und drei Nächte.

    Pro Tag beginnen rund 200 Besucher den Treck, zudem 300 Träger.

  • INC: Camino Inka nach Machu Picchu ab 1. April wieder begehbar

    Ab 1. April soll der Weg nach Machu Picchu auch über den berühmten Inka-Weg (Camino Inka) wieder möglich sein. Das gab gestern Cecilia Bákula Bubge, Direktorin des peruanischen Kulturinstitutes INC, am Rande einer Veranstaltung in Cusco bekannt. Teile des Weges waren während der schweren Regenfälle der vergangenen Monate beschädigt worden, sodass dieser an manchen Abschnitten nur schwer passierbar war.

    Manu-Nationalpark-Touristen evakuiert

    Mit Kleinflugzeugen mussten 24 Besucher des peruanischen Manu-Nationalparks (Region Madre de Dios) evakuiert werden. Zuvor hatten nach Angaben der Agentur ANDINA mehrere Erdrutsche die Straße von Paucartambo zum Nationalpark unpassierbar gemacht. Neben den Touristen wurden auch 10 einheimische evakuiert, darunter drei Mütter kurz vor der Niederkunft.