Schlagwort: Camaná

  • Arequipa / Peru: Zwei Bergleute sterben in informellem Gold-Bergwerk

    Bei einer Explosion sind gestern Abend in der südperuanischen Region Arequipa zwei Bergleute von herabfallenden Felsbrocken getötet worden. Das berichtet die peruanische Nationalpolizei.

    Die beiden Kumpel, im Alter von 22 und 23 Jahren, arbeiteten offenbar in einem ungenehmigten Stollen bei Secocha (Distrikt Mariano Nicolas Valcarcel / Provinz Camaná), als in einem anderen, nahegelegenen Stollen eine zu groß dimensionierte Sprengladung gezündet wurde. Der improvisierte Stollen mit dem Namen Santa Rosa N° 1 de Secocha stürzte in sich zusammen und begrub die Bergleute unter sich.

    Secocha: Bergbaustadt mit schlechtem Ruf

    Secocha hat in Peru einen schlechten Ruf: Um das Jahr 2004 von Glücksrittern auf der Suche nach Gold gegründet, gilt es als wichtiges Zentrum des illegalen und halb-legalen Bergbaus. Kriminalität, Prostitution und der illegale Handel mit Sprengstoffen sind nach Berichten peruanischer Medien an der Tagesordnung. Unglücke gab es in der Vergangenheit immer wieder, nicht nur in improvisierten Bergwerken: Vor fast zwei Jahren starben 12 Bergleute – als der Kleinbus, in dem sie unterwegs waren, von der Straße abkam und einen Abhang hinabstürzte.

    Häufig Unfälle in illegalen Bergwerken

    Auch sind Unglücke dieser Art leider nicht ungewöhnlich. Erst im vergangenen April war es zu einem Unfall in einer improvisierten Kupfermine in der Region Ica gekommen. Dutzende Bergleute mussten mehr als vier Tage eingeschlossen unter großen Mengen Geröll ausharren, bis sie gerettet werden konnten. Die derzeitige peruanische Regierung versucht, all jene zu registrieren, die im informellen Bergbau beschäftigt sind, um in einem weiteren Schritt eine Formalisierung, Weiterbildung und die Einhaltung von Umweltstandards zu ermöglichen – ein schwieriges Unterfangen, dem sich manche Dachverbände illegaler Mineralienschürfer widersetzen. Auch der Einsatz giftiger Chemikalien führt immer wieder zu Problemen.

    Staatsanwaltschaft nimmt Ermittlungen auf

    Wie der Nachrichtensender RPP berichtet, sind inzwischen mehrere Mitarbeiter der zuständigen Staatsanwaltschaft vor Ort, um sich des Falls anzunehmen. Ob die Leichname bereits geborgen werden konnten, ist zur Stunde noch nicht bekannt.

  • Arequipa: Sieben Menschen sterben bei Bus-Crash

    Beim Zusammenstoß eines Überlandbusses mit einem Lastwagen kamen gestern Morgen in der südperuanischen Region Arequipa sieben Menschen ums Leben. 28 weitere Fahrgäste wurden teilweise schwer verletzt. Das berichtet die staatliche peruanische Nachrichtenagentur ANDINA unter Berufung auf die Polizei.

    Der Bus der Gesellschaft Transportes Cromotex SAC war auf dem Weg von Lima nach Arequipa, als er aus noch ungeklärter Ursache in der Provinz Caravelí mit dem entgegenkommenden Lastwagen zusammenstieß.

    Unter den Toten sind auch die Fahrer beider Fahrzeuge, sowie die Stewardess des Reisebusses. Da die Rettungsarbeiten noch immer nicht abgeschlossen sind, könnte die Zahl der Toten noch ansteigen. Die Verletzten wurden in das Krankenhaus Camaná evakuiert.

    Wie INFOAMAZONAS erfahren konnte, wurde der betroffene Bus 2002 in Betrieb genommen und verfügte über eine bis 2020 gültige Zulassung. Entgegen der gesetzlichen Auflagen verfügen nur rund zwei Drittel der Cromotex-Busse über den vorgeschriebenen GPS-Sender zur Busortung und Geschwindigkeitskontrolle.

  • Erdbebenserie erschüttert Zentral- und Südperu

    Epizentrum des Erdbebens bei Camaná. Bild: IGP.
    Epizentrum des Erdbebens bei Camaná. Bild: IGP.

    Eine Serie von Erdbeben hat vergangene Nacht Zentral- und Südwestperu erschüttert. Zunächst ließ ein Beben der Stärke 3,9 auf der Richterskala um 21:50:59 Uhr Ortszeit Ricardo Palma südlich der peruanischen Hauptstadt Lima erbeben, das Epizentrum lag in einer Tiefe  von 49 Kilometern. Um 1:32:18 Uhr Ortszeit zitterten dann Camaná und Moquegua, als ein Erdbeben der Stärke 4,7 auf der Richterskala vor der Küste die Städte erschütterte. Hier lag das Epizentrum rund 86 Kilometer Südostöstlich von Mollendo in einer Tiefe von 31 Kilometern. In Camaná war das Beben nach Angaben des peruanischen geophysischen Instituts IGP mit einer Stärke von II auf der modifizierten Mercalli-Skala zu spüren.

    Über Schäden sind bislang noch nichts bekannt.

  • Camaná/Arequipa: 15 Saisonarbeiter sterben bei Verkehrsunfall

    Bei einem schweren Verkehrsunfall am Streckenkilometer 819,5 der Panamericana in der Provinz Camaná (Region Arequipa) kamen gestern nach Angaben der Agentur ANDINA 15 Saisonarbeiter eines Landwirtschaftsbetriebes ums Leben. Sieben weitere wurden teils schwer verletzt.

    Ein Kleinlaster, der die Arbeiter zu ihrer Arbeitsstelle bringen sollte, war mit einem Sattelschlepper bolivianischen Kennzeichens zusammengestoßen. Bisher konnte nur der Fahrer des Kleinlastwagens identifiziert werden, da die Arbeiter selbst keine Dokumente bei sich trugen. Die Polizei vermutet, dass es sich dabei um Personen aus Ilave (Region Puno) handelt, die als Saisonarbeiter nach Camaná gekommen waren, um dort bei der Reisaussaat zu helfen.