Schlagwort: Bewässerung

  • Perus Umweltminister Brack sieht Olmos- und Alto Piura-Wasserprojekte in Gefahr

    Staudamm "El Limón" des Olmos-Projektes, Präsident García im Schlauchboot. Foto: Sepres / ANDINA
    Staudamm "El Limón" des Olmos-Projektes, Präsident García im Schlauchboot. Foto: Sepres / ANDINA

    Der peruanische Umweltminister Antonio Brack Egg hat bei einem Besuch in der nordperuanischen Stadt Piura davor gewarnt, dass das Wasser des Huancabamba-Flusses für die Projekte Olmos und Alto Piura nicht ausreichen könnte. Das berichtet die Tageszeitung „La República“. Beide Projekte sehen vor, Wasser des Huancabambaflusses von der dem Atlantik zugewandten Ostseite des Andengebirges durch gigantische Tunnel unter den Bergen hindurch zur Bewässerung von Wüstengebieten an der peruanischen Küste westlich der Anden zu leiten. Die Wassermenge gehe zurück und werde weiter zurückgehen, so Brack, da die Quellregion weitgehend entwaldet sei und weiter entwalded werde. Deshalb müsse man eine „aggresive Wiederaufforstung“ betreiben oder einen weiteren Tunnel von San Ignacio (Region Cajamarca) aus dem Schutzgebiet Namballe graben.

    Während das Olmos-Projekt bereits weit fortgeschritten ist, steht das „Alto Piura“-Projekt noch in der Planungsphase.

  • "Olmos"-Projekt: Längster peruanischer transandiner Tunnel

    Über 20 Kilometer lang soll der Tunnel werden, durch den schon bald Wasser von der atlantischen Seite der Anden aus dem Huancabamba-Fluss auf die Pazifikseite nach Lambayeque gepumpt werden soll. Neben der Wasserversorgung auf der Pazifikseite der Anden soll der für das Projekt gebaute Staudam auf der Atrlantikseite auch zur Stromproduktion eingesetzt werden können. Die Kosten der Bauarbeiten werden auf 250 Millionen US-$ geschätzt und begannen 2006. Insgesamt arbeiten im Rahmen der Baurarbeiten rund 600 Personen. Die Idee des Wassertransports in dieser Art ist bereits über 80 Jahre alt.

    Umweltschützer befürchten schwerwiegende Folgen für das Amazonasbecken, wenn das Wasser – anstatt durch das Amazonasbecken in den Atlantik zu fließen – in den Pazifik fließt. 100.000 Hektar verwüstetes Ackerland sollen durch das Projekt in Lambayeque urbar gemacht werden.

  • Situation in Sicuani (Canchis) beruhigt sich

    Wie RPP berichtet, hat sich die Lage in Sicuani (Prov. Canchis, Region Cusco) inzwischen etwas beruhigt. So haben sowohl die verschiedenen streikenden Bauernorganisationen, als auch die Stadtverwaltung und die Zentralregierung Vertreter geschickt, die derzeit in der Stadthalle von Sicuani zu verhandeln begonnen haben. Die Bauernorganisationen protestieren gegen mehrere Dekrete der Regionalregierung, gegen Bergbauprojekte in ihrer Region und gegen den Bau eines Wasserkraftwerkes, da sie Probleme für ihre Bewässerungsanlagen befürchten.