Schlagwort: Bergwerk

  • Ica: Bergwerksstollen bricht ein / 9 Bergleute verschüttet

    INFOAMAZONASIm peruanischen Distrikt Yauca del Rosario (Provinz und Region Ica) ist vorgestern der Stollen eines improvisierten Kupferbergwerkes eingestürzt, mindestens neun Bergleute wurden dabei verschüttet – sind aber nach Informationen des regionalen Zivilschutzes noch am Leben. Der freiwilligen Feuerwehr gelang es gestern, einen Schlauch zu legen, über den die Verschütteten mit Wasser und Sauerstoff versorgt werden. Um die Erdmassen abzutragen sind nach Angaben der Feuerwehr allerdings mehrere Bagger und Frontlader notwendig, die bislang offensichtlich noch nicht aufgetrieben werden konnten. Die Regionalregierung bot inzwischen an, entsprechendes Gerät bereit zu stellen, ungeklärt ist aber bislang, wie dieses zur Unglücksstelle transportiert werden kann. Denn auch die Zufahrt zum Bergwerk ist kaum passierbar, die Feuerwehr selbst konnte nur mit Geländewagen mit 4-Rad-Antrieb zur Unglücksstelle gelangen.

    NACHTRAG (Montag): Präsident Humala auf dem Weg zum Unglücksstollen

    Neben Frauenministerin Ána Jara und Premier Óscar Valdés hat sich heute (Montag) auch Präsident Ollanta Humala auf den Weg zum Stollen gemacht. Zudem wurden mehrere Bergbauspezialisten eingeflogen, die bei der Bergung helfen sollen, darunter ein Ingenieur, der bei der Rettung der Bergleute in der chilenischen Atakama-Wüste mitgeholfen hatte. Die Experten begannen bereits, den Eingang des Stollens mit Holzstempeln zu sichern. Wie die Helfer berichten, versuchen auch die verschütteten Bergleute selbst, sich langsam voran zu graben. Dabei rutscht allerdings immer wieder Sand und Geröll nach. Nach ersten Berichten ist die Stimmung unter den Bergleuten schlecht, einige sprechen von Übelkeit und Atemwegsproblemen.

    Premierminister Valdés erklärte, der Kampf gegen den informellen Bergbau helfe auch, Unglücke dieser Art künftig zu verhindern.

  • Yauli / Junin: Drei Bergarbeiter sterben an Gasvergiftung

    Drei Personen sind gestern beim Versuch, in einem stillgelegten Bergwerk im peruanischen Distrikt Santa Bárbara de Carhuacayán das Mineral Pyrit („Katzengold“) zu fördern, an einer Gasvergiftung gestorben, darunter ein 16jähriger Jugendlicher. Das berichtet die peruanische Polizei. Von einem Überlebenden herbeigerufene Rettungskräfte stellten am Unglücksort eine hohe Gaskonzentration fest, weswegen vor der Bergung zunächst am Eingang mehrere Gebläse installiert werden mussten.

    Bei dem Bergwerk soll es sich um die Piedra Blanca-Mine handeln, die bereits vor Jahren offiziell stillgelegt wurde.

    In dem 1.935-Einwohner-Distrikt Santa Bárbara de Carhuacayán arbeitet nach offiziellen Angaben 25% aller Bewohner über 14 Jahren im Bergbau.

    Die heilige Barbara, Patronin und Namensgeberin des Distriktes ist die Schutzpatronin der Bergleute.

  • Oyón / Lima: Explosion in Kohlebergwerk fordert acht Todesopfer

    Acht Menschen, darunter ein Minderjähriger, kamen bei einer schweren Explosion in einem Kohlebergwerk in der peruanischen Provinz Oyón (Lima) ums Leben. Der Bürgermeister der Provinz erklärte gegenüber dem Radiosenderverbund CNR, Grund für die Explosion seien Grubengase gewesen, die von den Bergleuten durch Unachtsamkeit zur Explosion gebracht wurden. Das Bergwerk wurde inzwischen von der zuständigen Aufsichtsbehörde geschlossen. Die Betreibergesellschaft Gazuna S.A. verfügt zwar über eine gültige Bergbaukonzession, hat aber keine Umweltverträglichkeitsprüfung durchführen lassen und ist deshalb weder für entsprechende Untersuchungen, noch zum Kohleabbau berechtigt. So wird sich Gazuna S.A. nicht nur wegen des Todes der Mitarbeiter vor Gericht verantworten müssen.

    Derweil forderte der Regionalpräsident der Region Lima Nelson Chui, mehr gegen informellen Bergbau zu unternehmen. Das Geld von der Regierung für die Kontrolle des Bergbaus reiche gerade einmal für zwei Inspekteure. Bei über 6.000 ungenehmigten Bergbauunternehmungen allein in der Region Lima sei das viel zu wenig, so Chui gegenüber der CNR.

    Nach Angaben des Nachrichtensenders RPP kamen alle Todesopfer aus dem 14.873-Einwohner-Distrikt Llata (Prov. Huamalíes / Reg. Huánuco).

  • Casapalca: Alle vermissten Bergarbeiter gefunden

    Nach fast einer Woche Suche haben die Rettungskräfte die sterblichen Überreste auch der letzten drei vermissten Bergarbeiter gefunden, die am vorletzten Samstag in einem Bergwerk von Casapalca bei Huarochirí (Nordostlima) verschüttet worden waren.  Das Bergbauunternehmen „Casapalca“ geht weiterhin davon aus, dass das Unglück auf „natürliche Weise“ ausgelößt worden war. Wie peru.com berichtet, wurden die Bergleute inzwischen von der Polizei zur Bestattung freigegeben.