Kategorie: Zahlen und Statistiken

Studienergebnisse, Volkszählungen und andere Quellen, die manches über Peru aussagen (und anderes nicht). Ausführliche Informationen finden sie in unserem INFOAMAZONAS-Spezial „Peru in Zahlen und Statistiken„.

  • INEI: 90% aller peruanischen Haushalte am Stromnetz

    Strommasten in Chachapoyas. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS.
    Strommasten in Chachapoyas. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS.

    Vor  8 Jahren waren es nur 75,7% und vor allem ländliche Gegenden haben aufgeholt: Neun von zehn peruanischen Haushalten sind heute an das Stromnetz angeschlossen. Wie aus dem jüngsten Quartalsbericht des peruanischen Instituts für Statistik und Informatik (INEI) hervorgeht, hat sich die Anzahl an Haushalten mit Stromanschluss in ländlichen Gegenden seit 2004 mehr als verdoppelt. Damals lag der Anteil elektrifizierter Haushalte noch bei 32%, heute sind es bereits 72,5%.

    Im städtischen Raum war das Wachstum wesentlich langsam – Hauptgrund dafür war aber, dass bereits 2004 94,3% aller städtischen Haushalte mit Strom versorgt wurden. Heute sind es 98,8%

    Auch in einem weiteren Punkt zeichnet sich eine klare Tendenz ab: Der chronischen Unterernährung bei Kindern unter 5 Jahren. Traf dies im Jahr 2000 noch auf 25,4% aller peruanischen Kinder unter 5 Jahren zu, waren es im ersten Quartal „nur“ noch 13,9%. Nimmt man statt den US-Amerikanischen aber die Grenzwerte der Weltgesundheitsorganisation (WHO), liegt Peru bei der Bekämpfung der Unterernährung von Kindern unter 5 Jahren weiter zurück. So leiden nach Kriterien der WHO heute 18,6% von ihnen trotz staatlicher Programme noch immer an chronischer Unterernährung.

    Peru in Zahlen und Statistiken. INFOAMAZONAS-Spezial.Dieser Beitrag ist Teil des INFOAMAZONAS-Spezial Peru in Zahlen und Statistiken. Weitere Hinweise und Informationen finden Sie dort.

  • Wie erfahre ich den Amazonas-Wasserpegel/Wasserstand?

    Schön da: Amazonas bei Iquitos. Foto: D.Raiser/INFOAMAZONAS.
    Im Regen: Amazonas bei Iquitos. Foto: D.Raiser/INFOAMAZONAS.

    Eine Frage, die INFOAMAZONAS immer wieder erreicht ist die nach dem Amazonas-Wasserpegel oder dem Pegelstand peruanischer Flüsse allgemein. Deshalb nun ein paar Hinweise, wie Sie an die entsprechenden Daten kommen.

    Erhoben werden die Pegelstände vom peruanischen Meteorologie- und Hydrologie-Nationaldienst (Servicio Nacional de Meteorología e Hidrología del Perú, kurz: SENAMHI), der dem peruanischen Umweltministerium nachgeordnet ist. Veröffentlicht werden die Pegelstände der wichtigsten Flüsse normalerweise täglich auf dem Internetportal des SENAMHI (http://www.senamhi.gob.pe), die Information versteckt sich unter „Agua“ / „Vigilancia Hidrológica“. Da einfach auf „Situación hidrológica nacional (diaria)“ klicken.

    Für gewöhnlich erreicht der Amazonas seinen Höchststand in der Regenzeit, irgendwo zwischen Dezember und März, seinen Tiefststand dagegen um den August. Während es in der Regenzeit häufig zu Überschwemmungen kommt, macht die Trockenzeit manchmal sogar in Teilen des Amazonasbeckens den Schiffsverkehr unmöglich. Von beiden Phänomenen ist insbesondere die peruanische Stadt Iquitos betroffen, die Hafenstadt und Hauptstadt der Region Loreto mitten im nordostperuanischen Regenwald.

    Und noch etwas finden Sie auf der oben genannten Seite des SENAMHI: Regelmäßig aktualisierte Wetterberichte für zahlreiche peruanische Städte. Insbesondere das Wetter in Lima wird ausführlich dargestellt. Bereits auf der Startseite kann man für mehrere Tage im Voraus auf Englisch und Spanisch das aktuelle Reisewetter abrufen. Auch bietet das SENAMHI Informationen zu Auswirkungen des Klimawandels in Peru, dem El Niño-Effekt, spezielle Agrar-Wetterberichte, sowie historische Wetterdaten von peruanischen Messstationen.

    Für weitere Informationen wenden Sie sich an INFOAMAZONAS oder direkt an den SENAMHI, der sich im Jr. Cahuide 785 in Jesús María, Lima11, Perú, befindet.

  • INEI: Immer mehr spanische Arbeitsmigranten in Peru

    Gigantisch sind die Zahlen bislang nicht, zeigen aber einen Trend: War bisher Spanien eines der Lieblingsländer peruanischer Arbeitsmigranten scheint sich die Situation durch die Euro-Krise umzukehren. Statistiken des peruanischen Nationalinstitutes für Statistik und Informatik (INEI) zeigen einen starken Anstieg von Anträgen auf eine Aufenthaltserlaubnis, die die Aufnahme einer Arbeit ermöglicht. Waren es in den vergangenen Jahren nie mehr als 400 solcher Anträge, sind es 2012 nach Angaben des INEI bereits 802. Nicht eingerechnet sind die Personen, die mit Touristenvisum einreisten und illegal eine Arbeit aufnahmen.

    Doch stieg nicht nur die Zahl von Arbeitsmigranten, gleichzeitig registrierte das INEI einen Rückgang der Rücküberweisungen. Über die Entwicklung von Rücküberweisungen von Peru nach Spanien liegen leider bislang keine Daten vor.

    Peru in Zahlen und Statistiken. INFOAMAZONAS-Spezial.Dieser Beitrag ist Teil des INFOAMAZONAS-Spezial Peru in Zahlen und Statistiken. Weitere Hinweise und Informationen finden Sie dort.

  • Trotz Krise in Europa: Peruanische Mango-Exporte bleiben stabil

    Die Vereinigung peruanischer Mango-Exporteure APEM rechnet nicht mit einer Verringerung der Mangoexporte in der kommenden Mango-Saison November 2012 – März 2013. Wie APEM-Vorstand Juan Rivera gegenüber der staatlichen Nachrichtenagentur ANDINA erklärte, erwarten die Mango-Produzenten, mindestens 80.000 Tonnen Mango exportieren zu können, rund 90% davon nach Europa und in die USA. Genauere Zahlen kündigte er für August an, zum Ende der Mango-Blüte. In der vergangenen Saison waren nach APEM-Angaben 70.000 Tonnen Mango exportiert worden, fast die Hälfte des Vorjahreswerts. Diesen Rückgang erklärt Rivera vor allem mit schlechten klimatischen Bedingungen für das Mango-Wachstum. Einen Rückgang der Nachfrage aus Europa erwartet die Vereinigung übrigens nicht. „Bei Finanzkrisen verringern Familien für gewöhnlich nicht die Ausgaben für Lebensmittel, sondern eher die für Reisen oder den Kauf von Luxusartikeln“, so APEM-Vorstand Rivera.

    In Peru lässt sich das Zentrum der Mango-Produktion klar verordnen. Demnach stammen drei Viertel der Mangos für den Export aus der nordwestperuanischen Küstenregion Piura, 15% aus Lambayeque, sowie rund 10% aus Áncash.

    Peru in Zahlen und Statistiken. INFOAMAZONAS-Spezial.Dieser Beitrag ist Teil des INFOAMAZONAS-Spezial Peru in Zahlen und Statistiken. Weitere Hinweise und Informationen finden Sie dort.

  • Perus Finanzminister Castilla besorgt über Lage in Europa

    Luis Miguel Castilla, Perus Finanz- und Wirtschaftsminister. Foto: Norman Córdova / ANDINA.
    Luis Miguel Castilla, Perus Finanz- und Wirtschaftsminister. Foto: Norman Córdova / ANDINA.

    Der peruanische Finanz- und Wirtschaftsminister Luis Castilla hat sich besorgt über die Lage in Europa und mögliche Folgen für die peruanische Wirtschaft geäußert. „Uns beunruhigt, was derzeit in Europa passiert“, sagte Castilla gegenüber der spanischen Tageszeitung „El País“. Der Grund: Vor allem spanische Unternehmen gehören nicht nur zu den größten Investoren in Peru, sie sind auch die größten Importeure aus dem Andenland. Nach Angaben des peruanischen Nationalinstitutes für Statistik und Informatik, INEI, lagen die Exporte nach Spanien im Mai diesen Jahres 16% unter dem Vorjahreswert. Auch die Höhe der Rücküberweisungen aus Spanien verzeichnete einen leichten Rückgang. Castilla befürchtet, ein Übergreifen der Euro-Krise auf andere Länder könnte auch in Peru schwere Folgen haben. Wenn sich die Situation verschärfe, verringere das auch die Steuereinnahmen, so der Minister. Dennoch revidierte das Finanzministerium seine Wachstumsprognose für das Jahr 2012 bislang nicht. Minister Castilla erwartet weiterhin ein Wachstum von rund 6%.

  • Peru produziert mehr Huhn

    Geschlachtetes Huhn. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS.
    Geschlachtetes Huhn. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS.

    Mit 49.175.485 verkauften Stück hat die peruanische Federvieh-Produktion im Mai 2012 einen neuen Rekord aufgestellt. Nach Angaben des peruanischen Vogelmastverbandes APA hat sich die Zahl verkaufter Hühner damit in den vergangenen zehn Jahren beinahe verdoppelt. Im Jahr 2002 waren es noch rund 25 Millionen Stück gewesen, so APA-Vorstand Pedro Mitma. Zurückzuführen ist der Anstieg nach APA-Angaben vor allem auf die weiter steigende Nachfrage und den vermehrten Einsatz von Hühnerfleisch in der auch international anerkannten peruanischen Küche. Im Moment verspeißt der durchschnittliche Peruaner 35 Kg Hühnchen pro Jahr. Und der Anstieg hat nicht an Geschwindigkeit verloren: Allein zwischen Februar und März stellten die Statistiker des peruanischen Landwirtschaftsministeriums einen Anstieg um 8,22% fest.

    Schwein.
    Schwein in der Provinz Luya (Amazonas). Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS.

    Auch andere Fleischsorten konnten ein Wachstum verzeichnen, das aber mit 2,9% (Rind), beziehungweise 1,6% (Schwein) westentlich geringer ausfiel.

  • 50 Jahre Gamarra: Arbeit für über 50.000, Klamotten für Millionen

    50 Jahre Gamarra. Grafik: gamarra.com.pe.
    50 Jahre Gamarra. Grafik: gamarra.com.pe.

    Im Februar 2012 feierte die Textil-Meile Gamarra im Distrikt La Victoria der peruanischen Hauptstadt Lima ihr 50jähriges bestehen – nun veröffentlichte das Nationalinstitut für Statistik und Informatik INEI beeindruckende Zahlen. Demnach arbeiten – nach offiziellen Angaben – derzeit 51.512 Menschen als Schneiderinnen, Verkäufer oder im Dienstleistungssektor direkt im Umfeld der dort beheimateten Textilindustrie, die zu einem großen Teil aus tausenden Kleinstunternehmen besteht. In Wirklichkeit sind es wohl noch wesentlich mehr, ein Vertreter der Textil-Branche Gamarras spricht von 120.000 Arbeitsplätzen. Das könnte sogar stimmen, erwuchs Gamarra doch vor allem durch arme Familien aus der südperuanischen Region Puno, die sich in La Victoria niederließen und dort Stück für Stück, weitgehend unreguliert und meist informell das aufbauten, was heutige Besucher in Form gigantischer Einkaufsgallerien empfängt: Ein ganzes Stadtviertel in der Hand tausender kleiner und einiger großer Textilindustrieller und Händlerinnen.

    Der Literaturnobelpreisträger Mario Vargas Llosa beschrieb Ende 2011 in seiner „El País“-Kolumne* Gamarra als einen Ort des „Volkskapitalismus“, als ein „Paradies der Informalität“ und macht – im Rückgriff auf Hayek* – eine „spontane Ordnung“ aus, die fernab des Staates, seiner Gesetze, sowie der formellen Finanzwirtschaft entstanden sei. Mehr noch als schriftliche Verträge, so Vargas Llosa weiter, „hat das gesprochene Wort vorrang“ – und beschreibt, wie Wortbruch in diesem System die vollständige Ausgrenzung zur Folge hat. Und in Gamarra, ebenso wie in vielen der anderen informellen Wirtschaftssektoren Perus, wird viel Geld bewegt; wie viel genau weiß keiner genau, aber die Distriktverwaltung von La Victoria schätzt – konservativ – einen jährlichen Umsatz zwischen 800 Millionen und 2 Milliarden US-$ in dem stetig anwachsenden Textil-Viertel.

    Wurden ursprünglich Artikel bekannter Marken ganz kopiert oder kreativ leicht überarbeitet, haben inzwischen auch Marken, die in Gamarra selbst kreiert wurden, ihren Weg in die großen Einkaufszentren Perus gefunden. Die Kopien gibt es natürlich auch weiterhin. A propos Marke: Auch Gamarra selbst wurde zu einer Marke, die inzwischen über das Land hinaus bekannt ist. Auf seiner Internetseite präsentiert sich Gamarra als „das größte Einkaufs- und Kleidungsherstellungszentrum Südamerikas mit fast 20.000 Unternehmen an einem einzigen Ort“. Und im April machte gar eine Abordnung russischer Unternehmer und Wissenschaftler seine Aufwartung, um Möglichkeiten für den Export nach Russland auszuloten.

    Obwohl inzwischen auch ein Teil der Rohmaterialien, sowie auch bereits verarbeitete Textilien, die in Gamarra gehandelt werden, aus Ländern mit hohen Agrarsubventionen oder noch niedrigerem Lohnniveau kommen, sind es immerhin – nach offiziellen Angaben – 13.982 Personen, die in einer von Gamarras hunderten Nähereien arbeiten. Den größten Teil stellen aber inzwischen die Händler, die mit 31.706 Personen 61.6% all jener ausmachen, die in Gamarra (nach offiziellen Angaben) ihren Lebensunterhalt verdienen. Dabei besteht Gamarra vor allem aus Kleinstunternehmen: Die 17 größten Textilunternehmer Gamarras kommen zusammen nicht einmal auf 9% des Gesamtumsatzes, gleichzeitig hat kaum ein Textilunternehmer (nach offiziellen Angaben) mehr als zwei Angestellte, in vielen Fällen sind es sogar Einzelunternehmer ganz ohne Mitarbeiter.

    Aller großen Zahlen zum Trotze: Die Verwaltung von La Victoria hätte gerne ein größeres Stück des „Gamarra“-Kuchens. Denn: Die noch immer hohe Informalität des Handels in Gamarra führt zu vergleichsweise geringen Steuereinnahmen und unsicheren Einkommensverhältnisse für Angestellte und Kleinstunternehmer.

    *Durch das öffnen der Links verlassen Sie INFOAMAZONAS in einem neuen Fenster.

  • Amazonas / Peru: Landwirte steigern Produktion

    Steueraufkommen in der Region Amazonas 2004-2010. Bild: INFOAMAZONAS.Die Landwirte der nordperuanischen Region Amazonas haben die Produktion von Lebensmitteln in den vergangenen Monaten stark gesteigert. Das geht aus dem jüngsten Bericht zur wirtschaftlichen Entwicklung der Region hervor, der gestern vom peruanischen Nationalinstitut für Statistik und Informatik (INEI) herausgegeben wurde. So lag beispielsweise die  Maisproduktion im Februar 2012 30% über dem Wert im Vorjahreszeitraum. Auch die Reisernte lief offenbar gut, mit 14.947 Tonnen im Februar 2012 lagen die Reisbauern 12,3% über dem Vorjahreswert. Dazu, so das INEI, trug, neben einem für den Reisanbau günstigen Klima, vor allem die voranschreitende Technifizierung der regionalen Landwirtschaft bei.

    Während bei der Mango-, Avokado- und Kartoffelproduzenten Einbußen verkraften werden mussten, konnte die Kakaoproduktion um rund 20% gesteigert werden. Die produzierte Yuca (Maniok)-Menge lag im Februar mit rund 10.500 Tonnen ungefähr auf Höhe des Vorjahres.

    Milchproduktion steigt um 12,8%

    Auch bei den tierischen Produkten ließ sich ein Anstieg feststellen. So stieg die Milchproduktion auf 6.436 Tonnen an, ein Anstieg von 12,8% im Vergleich zum Februar 2011. Die Produktion von Schweinefleisch stieg dagegen um 22,8%, die von Schafsfleisch um 16,6% und die von Ziegenfleisch um 9,7%. Lediglich die Zucht von Hühnern und anderem Geflügel ging um mehr als 20% zurück.

    Höhere Steuereinnahmen dank florierender Landwirtschaft

    Die insgesamt gute Lage der bis heute vor allem durch viele Kleinst- und wenige mittelgroße Unternehmen geprägte Landwirtschaft der Region schlug sich auch im Steueraufkommen nieder: Nach Angaben der peruanischen Steuerbehörde SUNAT lagen die Steuereinnahmen in der Region Amazonas bei 1.399.000 Nuevos Soles – 3,1% höher als noch im Februar des Vorjahres.

    Das bestätigt einen langfristigen Trend: Seit 2004 ist ein steter Anstieg des Steueraufkommens in der Region Amazonas zu verzeichnen. Konnte die SUNAT im gesamten Jahr 2004 noch 7,8 Millionen Nuevos Soles an Steuern einnehmen, waren es 2010 bereits 23,8 Millionen. Und das, obwohl bis heute in der Region keine Mehrwertsteuer erhoben wird.

    Peru in Zahlen und Statistiken. INFOAMAZONAS-Spezial.Dieser Beitrag ist Teil des INFOAMAZONAS-Spezial Peru in Zahlen und Statistiken. Hinweise und weitere Informationen finden Sie dort.

  • Peru: Heute fast doppelt so viele Fahrzeugdiebstähle wie 2003 / vor allem Mototaxis gefährdet

    Die Zahl der gestohlenen Fahrzeuge pro Jahr hat sich im Zeitraum 2003-2011 beinahe verdoppelt. Das geht aus dem jüngsten Kriminalitätsreport des peruanischen Nationalinstitutes für Statistik und Informatik hervor. Gleichzeitig stieg die Zahl der zugelassenen Neufahrzeuge um 32%. Insgesamt wurden Peru-weit 2011 15.215 Fahrzeuge gestohlen, 2003 waren es noch 8.722 gewesen. Die meisten Fahrzeuge wurden dabei vom Straßenrand weg geklaut, 9.460 Stück 2011. Lediglich 5.755 wurden durch einen Überfall entwendet. Damit ist die Zahl der im Rahmen eines Überfalls gestohlenen Fahrzeuge seit 2003 kaum angestiegen.

    Überhaupt stieg die Anzahl gestohlener Autos und Lastwagen nur leicht, die hohe Zahl geht vor allem auf Motorräder und die so genannten „Mototaxis“ zurück, die wegen ihres geringen Gewichts und ihrer großen Verbreitung leicht gestohlen werden können. Zum Vergleich: In Deutschland wurden 2010 nach Angaben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft 19.503 Autos als gestohlen gemeldet. Im – zugegebenermaßen vom Fahrzeugpark und der Bevölkerungszahl etwas kleineren – Peru waren es im selben Zeitraum dagegen nur 15.179. Davon wurden 10.036 schon nach kurzer Zeit wieder gefunden.

    Und zum Abschluss noch eine gute Nachricht: Trotz des starken Anwachsens des peruanischen Fahrzeugparks lag die Zahl der Verkehrstoten 2010 unter dem Wert von 2003. Das ist sicherlich auch auf die Verschärfungen der peruanischen Straßenverkehrsordnung zurückzuführen, die 2009 und 2010 eingeführt wurden.

    Fahrzeugdiebstähle 2003-2011 in Peru. Bild: INEI.
    Fahrzeugdiebstähle 2003-2011 in Peru. Bild: INEI.

    (Daten: http://www.inei.gob.pe/web/BoletinFlotante.asp?file=14086.pdf)

    Peru in Zahlen und Statistiken. INFOAMAZONAS-Spezial.Dieser Beitrag ist Teil des INFOAMAZONAS-Spezial Peru in Zahlen und Statistiken. Hinweise und weitere Informationen finden Sie dort.

  • Peru: 26% aller Haushalte mit Computer, Youtube jetzt auch auf peruanisch

    In 26,3% aller peruanischen Haushalte stand Ende 2011 mindestens ein Computer – das sind 3,6% mehr als noch im Vorjahr, wie das peruanische Nationalinstitut für Statistik und Informatik (INEI) gestern in der Hauptstadt Lima bekannt gab. In Lima selbst liegt der Anteil der Haushalte mit eigenem Computer mit 43,3% westentlich höher. In den anderen peruanischen Großstädten verfügen 29.3% der Haushalte über mindestens einen Computer, traurig ist die Lage im ländlichen Raum: Dort verfügen lediglich 3% der Haushalte über ein solches Gerät.

    Youtube jetzt auch auf peruanisch
    Nachdem Google vor einigen Monaten eine eigene peruanische Suchseite, sowie ein eigenes Büro in der Hauptstadt Lima eröffnete, gibt es nun auch die Google-Tochter Youtube auf peruanisch. Das ist insbesondere für peruanische Unternehmer interessant, die nun genauere und spezifischere Zugriffszahlen bekommen und so ihre Werbung besser steuern können. Dass ausgerechnet Peru noch vor anderen lateinamerikanischen Ländern ein „eigenes“ Youtube bekam, hat seinen Grund: Pro Seitenbesuch verbringt jeder Nutzer durchschnittlich über 15 Minuten auf der Videoplattform, so Gianfranco Polastri, Geschäftsführer von Google Peru. Das ist nach Angaben des Unternehmens der höchste Wert in ganz Lateinamerika.

    Peru in Zahlen und Statistiken. INFOAMAZONAS-Spezial.Dieser Beitrag ist Teil des INFOAMAZONAS-Spezial Peru in Zahlen und Statistiken. Hinweise und weitere Informationen finden Sie dort.