
Nicht jedes Handy lässt sich auch in Peru verwenden. Denn: In den meisten lateinamerikanischen Ländern wie Peru werden andere Frequenzen für Handys genutzt. Sind es in Europa vor allem Frequenzen um 900 MHz (D-Netz) und 1800 MHz (E-Netz), werden in Peru beispielsweise von den größten Anbietern Telefónica del Perú (MOVISTAR) und America Móvil (CLARO) Frequenzen um 850 und 1900 MHz genutzt. Der dritte Anbieter, der derzeit sein Netz weiter auszubauen sucht ist Nextel. Wer sicher gehen möchte, sollte deshalb auf ein Quadband-Mobiltelefon setzen, das mit den genannten Netzen arbeiten kann – oder in Peru ein Mobiltelefon erwerben.
Großstädte und Mittelzentren mit gutem Handynetz
In den peruanischen Großstädten wie Lima, Arequipa, Chiclayo, Cajamarca, Piura, Tacna oder Trujillo ist das Mobilfunknetz inzwischen sehr gut ausgebaut, selbst mobiles Internet ist mit angemessener Geschwindigkeit vorhanden. Aber auch in vielen Mittelzentren wie Pucallpa, Tingo María, Bagua Grande, Chachapoyas, Ayacucho, Cerro de Pasco und vor allem Cusco ist das Telefonieren und Surfen mit dem Handy problemlos möglich. Selbst in großen Teilen der peruanischen Inca-Ruinenstadt Machu Picchu ist Handyempfang vorhanden. Im Dorf Machu Picchu (früher Aguas Calientes) verfügen sogar alle drei großen Mobilfunkanbieter, also Claro, MOVISTAR und Nextel über Sendeanlagen. Auch in Teilen der nahe Chachapoyas (Region Amazonas) gelegenen Ruinenfestung Kuélap ist Handyempfang dank eines Sendemasten in der Ortschaft Nuevo Tingo möglich.
Handyempfang auch in Machu Picchu und Kuélap
Nicht überall sind aber alle Telefongesellschaften gleich stark vertreten. Insbesondere in großen Andentälern kann es sein, dass lediglich einer der Mobilfunkanbieter sein Netz ausgebaut hat. In zerklüfteten Tälern herrscht zudem aus geographischen Gründen mancherorts kein Empfang. Die peruanische Telekommunikationsaufsichtsbehörde OSIPTEL stellt deshalb ein System bereit, über das online nachgeschaut werden kann, ob es an einem bestimmten Ort Mobilfunkempfang gibt.
Dort haben Sie zwei Möglichkeiten: Wenn Sie Region, Provinz und Distrikt kennen, gelangen Sie auf diesem Wege zum Ziel. Alternativ können Sie auch einfach den Namen des Ortes eingeben, die Liste taucht dann am Seitenende auf.
In Peru bekommen Sie in unregelmäßigen Abständen per SMS Nachrichten, die besondere Tarifoptionen anbieten. Diese können, wenn der Absender bestätigt werden kann, durchaus Vergünstigungen bieten, beispielsweise frei-SMS oder kostenlose Anrufe zu bestimmten Uhrzeiten.
Acht von zehn Peruanern haben ein Handy
Handy-Telefonie ist in Peru sehr weit verbreitet, verfügt doch nur ein sehr kleiner Anteil der Privathaushalte über einen Festnetzanschluss. Auch deshalb wurde die Ortsvorwahl für Mobiltelefone gestrichen, um die Nummern kürzer zu machen. Daneben gibt es in Peru auch Telefone, die aussehen wie Festnetz-Telefone, aber über das Handynetz laufen. Nach Angaben der peruanischen Mobilfunkwirtschaft haben rund 80% aller Peruanerinnnen und Peruaner Zugang zu einem Mobiltelefon – Mitte 2005 waren es noch rund 21%. Inzwischen hat sich das rasante Wachstum der vergangenen Jahre etwas abgeschwächt, insbesondere weil der Markt in den großen Städten weitgehend gesättigt ist und lediglich Neugeräte verkauft werden. In ländlichen Regionen herrscht dagegen noch erheblicher Wachstumsbedarf vor, da die Mobilfunkunternehmen ihre Netze weiter Ausbauen.
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