Schlagwort: Umwelt

  • Regierung beschliesst Mindeststandarts zur Wasserqualität

    Die peruanische Regierung beschloss heute die vom Umweltministerium unter Antonio Brack Egg erarbeiteten Regeln zur Qualitätssicherung von Trink- und Nutzwasser. In diesen Regeln werden die biologischen, chemischen und physischen Höchstgrenzen an Konzentrationen diverser Stoffe erstmals verbindlich festgelegt.

    Zudem wurde das Umweltministerium (Minam) beauftragt, die Regeln weiter auszuarbeiten.

  • Tilacancha soll Schutzgebiet werden

    Das Einzugsgebiet der Trinkwasserquelle von Chachapoyas oberhalb von Levanto, genannt Tilacancha, soll ein Schutzgebiet werden. Das berichtet die Provinzverwaltung Chachapoyas auf ihrer Internetseite. Neben der Provinzverwaltung sind derzeit auch einige Nichtregierungsorganisationen dabei, die Bevölkerung der umliegenden Ortschaften wie Mayno und Levanto über Sinn, Zweck und Vorteile des Schutzgebietes aufzuklären.

  • Milch für die Verkehrspolizei

    Besonders in größeren Städten sind Verkehrspolizisten in Peru extrem verschmutzter Luft ausgesetzt. Wie die „Defensoría de la Policía“, eine Art Gremium zur Vertretung der Rechte von Polizisten, nun mitteilte, kommt es bei Verkehrspolizisten deshalb vermehrt zu Atemwegsbeschwerden oder gar Lungenkrebs. Die Vorsitzende der Defensoría de la Policía, Ana Marita Merino Romero, forderte nun Innenminister Luis Alva Castro auf, für alle Verkehrspolizisten täglich eine Milchration bereit zu stellen, um die Folgen der teils Verkehrspolizistinextremen Luftverschmutzung wenigstens etwas zu lindern. Bis heute verfügen nur wenige Fahrzeuge über Abgasfiltersysteme. Da ein großer Teil der Fahrzeugflotte veraltet ist, hängt in und über manchen Städten wie z.B. Lima permanent eine Smogwolke. Verkehrspolizisten tragen zwar manchmal einen einfachen Abgasschutz, der ist der extremen Luftverschmutzung mancher Orte aber kaum gewachsen.

    Quelle: ANDINA

  • Seilbahn nach Kuélap: Jetzt wirds ernst

    Ddunkle Wolken über Kuelapen Protesten der lokalen Bevölkerung zum Trotz soll die Konzession für die Seilbahn von Tingo nach Kuélap in der zweiten Jahreshälfte diesen Jahres ausgeschrieben werden. Die Kosten für das Projekt werden auf 30 Millionen Nuevos Soles geschätzt. Mit dem Bau der Seilbahn soll der Weg zum archäologischen Aushängeschild der Region Amazonas um fast 40 Kilometer verkürzt werden, wodurch sich die Ministerin für Außenhandel und Tourismus Mercedes Aráoz eine Zunahme von Kurz- und Luxustouristen verspricht. Zudem bringe die Verlagerung der Touristenströme auf die Seilbahn Vorteile für die Umwelt, so Aráoz.

    Bewohner umliegender Orte befürchten, dass sie von den Touristenströmen abgeschnitten werden und so bedeutende Einnahmequellen verlieren, die gerade erst erschlossen werden. Zudem wird befürchtet, die Straßen im Tal unterhalb von Kuélap könnten gegenüber der Seilbahn vernachlässigt werden.

    Vor genau einem Jahr hatte die Ministerin verkündet, der Bau der Seilbahn würde Anfang 2008 begonnen.

    Quelle: MINCETUR/ANDINA

  • Neu: Peru jetzt mit Umweltministerium

    Antonio Brack. Foto: Agencia AndinaDamit es auch ja kein ausländischer Medienvertreter verpasst, hat Peru seit dem EU-Lateinamerika-Karibik-Gipfel ein Umweltministerium. Deswegen wurde der erste Umweltminister Perus, Antonio Brack, auch nicht wie üblich im Regierungspalast, sondern in Mitten von Staatschefs auf dem Gipfel vereidigt.

    Brack selbst will nun das neue Ministerium rasch aufbauen, in 6 Monaten soll die Einrichtung abgeschlossen sein. Kurz nach der Vereidigung rief er die verschiedenen Verwaltungsebenen auf, mit dem neuen Ministerium zusammen zu arbeiten. Die meisten der Provinz- und Distriktverwaltungen wären sich ihres Müll- und Abwasserproblemes überhaupt nicht bewusst, so Brack. Auch das Thema der gesetzlichen Grundlage der Forstwirtschaft will er bald angehen, die derzeitigen Regelungen hält er gar für „pervers“. Zudem tritt er dafür ein, die Regenwälder zu schützen und z.B. durch Ökotourismus produktiv zu gestalten.

    Brack ist Chemie- und Biologielehrer und in Peru eine der bekanntesten Figuren der Regenwaldschützerszene. Unter anderem durch ein Fernsehprogramm im Nationalfernsehen brachte er vielen Peruanern „ihren“ Regenwald nahe. Seit einigen Jahren leitet Brack eine Beratungsfirma für Umweltfragen. Kritisiert wird er vor allem für seine Haltung zur Ausbeutung von „sauberen“ Mineralienvorkommen. Manche Umweltgruppen zweifeln an der Existenz „sauberen“ Bergbaus.

    Quelle: ANDINA, peruanisches Präsidialamt