Schlagwort: Tingo

  • Nogalcucho / Amazonas: Mototaxi stürzt in den Utcubamba / drei Personen vermisst

    Bei Nogalcucho (Distrikt Tingo / Provinz Luya / Region Amazonas) ist ein überfülltes Mototaxi in den Utcubamba-Fluss gestürzt. Wie ein Helfer aus Tingo gegenüber INFOAMAZONAS berichtete, wurde flussabwärts die Leiche einer Frau geborgen, drei weitere Personen werden noch vermisst. Unter den Vermissten soll auch ein Kind aus dem Ort Tingo Nuevo sein. Augenzeugen berichten, das Mototaxi sei zum Unfallzeitpunkt mit mindestens 8 Personen besetzt gewesen.

    Der Utcubamba-Fluss führt derzeit Hochwasser und fließt deshalb besonders schnell.

  • Wegen Regenfällen: Region Amazonas weitgehend von der Außenwelt abgeschnitten

    Hochwasser: Utcubamba in der Provinz Bongará
    Hochwasser: Utcubamba in der Provinz Bongará. Foto: COER Amazonas

    Die starken Regenfälle der vergangenen Wochen haben in der Region Amazonas große Schäden angerichtet und weite Teile der Region von der Außenwelt abgeschnitten. Aus allen Teilen der Region werden eingestürzte Häuser gemeldet, zahlreiche Erdrutsche unterbrachen wichtige Zufahrtsstraßen. Wie der Zivilschutz heute Nacht bekannt gab, ist die Straße von Chachapoyas nach Pedro Ruiz (Provinz Bongará), die den Süden der Region mit der peruanischen Küste verbindet, bei Churuja zerstört worden und bis auf weiteres unpassierbar. Ähnlich ist die Situation bei Shipamarca, einem Straßendorf zwischen dem Achamaqui-Kreuz (Kreuzung Chachapoyas-Pedro Ruiz-Balsas) und Tingo und auf der Straße von Tingo nach Kuélap. Auch der Abschnitt Huincucho – Colcamar, der Colcamar an das Straßennetz anbindet, ist derzeit nicht befahrbar. Bereits seit einigen Tagen kann auch die Straße von Pipus nach Cheto nicht befahren werden und die Straße von Chachapoyas nach Rodríguez de Mendoza ist ebenfalls nur unter Lebensgefahr passierbar. Auch die Straße, die westlich von Chachapoyas Luya mit dem Dorf Trita verbindet, ist unterbrochen. Die Straße von Pedro Ruiz nach Bagua Grande ist noch immer nur eingeschränkt befahrbar, nachdem ihr Untergrund teilweise vom Utcubamba-Fluss so weit erodiert worden war.

    Fernstraße Fernando Belaúnde Terry bei El Salao. Foto: Diario Ahora.
    Fernstraße Fernando Belaúnde Terry bei El Salao. Foto: Diario Ahora.

    Allein in Chachapoyas stürzten bislang 10 Häuser ein, in einem Schulzentrum mehrere Toiletten. Auch in La Jalca (Provinz Chachapoyas) stürzten mehrere Häuser ein, über 50 Meerschweinchen und ein dutzend Schweine verendeten in den Wassermassen. Im nahegelegenen Yerba Buena (ebenfalls La Jalca / Provinz Chachapoyas) trat der Utcubamba über die Ufer und überflutete mehrere Wohnhäuser. Auch in Cajaruro (Provinz Utcubamba) stürzten bislang vier Häuser ein. In Churuja (Provinz Bongará) wurden mehrere Häuser überschwemmt, die örtlichen Hochwasserschutzmauern wurden teilweise zerstört. Zudem hat sich nach Angaben des Zivilschutzes im Flussbett eine große Menge Kies angesammelt, was die Gefahr weiterer Überschwemmungen erhöht. Ähnliche Meldungen kommen aus allen Teilen der Region.

    Die Regionalregierung Amazonas verfügte nun, dass alle ihrer Mitarbeiter auch am Valentinstag, der in diesem Jahr peruweit eigentlich ein freier Feiertag ist, bereit stehen müssen.

  • Magdalena / Amazonas: Auto fällt in den Utcubamba / vier Personen ertrunken

    Polizei bei der Bergung des Unfallwagens. Foto: José Antonio Aguilar / PNP.
    Polizei bei der Bergung des Unfallwagens. Foto: José Antonio Aguilar / PNP.

    Bei Parsul (Distrikt Magdalena / Provinz Chachapoyas / Region Amazonas) sind am vergangenen Sonntag kurz nach Mitternacht vier Menschen ertrunken, als ein Auto aus noch ungeklärter Ursache in den Utcubamba-Fluss stürzte und sich mit dem Dach nach unten mit Wasser füllte. Wie José Antonio Aguilar Arévalo, Sprecher der Polizei Chachapoyas, gegenüber INFOAMAZONAS bestätigte, dauerte es wegen der Dunkelheit 10 Stunden, bis die Polizisten von der Polizeistation „Bajo Tingo“ mit Hilfe von Anwohnern die Leichen aller Todesopfer bergen konnten.

    In dem Taxi von Transervis-Amazonas, das normalerweise die Route Chachapoyas-Luya/Lamud bedient, fuhr der 41jährige Autohalter, sowie drei junge Erwachsene im Alter zwischen 19 und 23 Jahren.

  • Amazonas: Bürgermeister am oberen Utcubamba gründen Zweckverband

    Landwirt bei Montevideo (Alto Utcubamba). Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS.
    Landwirt bei Montevideo (Alto Utcubamba). Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS.

    Die Distriktverwaltungen der Anrainer des oberen Utcubamba-Flusses haben sich auf eine engere Zusammenarbeit bei gemeinsamen Projekte verständigt. Durch eine Regional Governance-Vereinbarung sollen in Zukunft die gemeinsamen Interessen durch einen „Zweckverband oberes Utcubambatal“ (Mancomunidad alto Utcubamba) vertreten werden. Zunächst wurde von den Bürgermeistern der Distrikte Leymebamba, Montevideo, Mariscal Castilla, La Jalca, San Francisco del Yeso, Santo Tomás und San Juan de Lopecancha die Forcierung von Projekten wie einem gemeinsamen Bewässerungssystem, der Wiederaufforstung im oberen Utcubamba-Tal und der Modernisierung des Bauerngroßmarktes in Yerbabuena beschlossen. Zudem wurde beschlossen, die Sicherheit auf der Route Tingo-Leymebamba zu verbessern. Kurz vor dem Treffen der Bürgermeister, an dem auch Regionalpräsident José Arista teilgenommen hatte, waren auf dieser Straße mehrere fahrende Händler überfallen und ihrer Habseligkeiten beraubt worden.

  • Pataz / La Libertad: Überschwemmung lässt vier Häuser einstürzen und beschädigt 21 weitere

    Insgesamt 25 Häuser wurden beschädigt und zerstört, als am vergangenen Samstag große Geröllmengen den Tingo-Fluss (río Tingo) in Vijus (Distrikt/Provinz Pataz) aufstauten und über die Ufer treten ließen. Das Geröll war nach Angaben des peruanischen Zivilschutzes INDECI durch den stark angewachsenen „El Chorro“-Bach in den Tingo-Fluss geschwemmt worden. Die 79 betroffenen Bewohner von Vijus konnten rechtzeitig gewarnt werden und ihre Häuser verlassen. Wie INDECI berichtet hat die Regionalregierung La Libertad erste Hilfsmaßnahmen eingeleitet, die Betroffenen wurden vorläufig in der städtischen Essensausgabe untergebracht.

    Die Überschwemmung war dabei nicht der erste Notfall in der Provinz Pataz. Im Februar wurden bei Überschwemmungen rund 300 Meter Straße mitgerissen. Auch 50 Häuser waren beschädigt worden.

    In geringer Entfernung von Vijus mündet der Tingo-Fluss in den Marañón. Vijus besteht aus 257 Häusern. 2007 wurden 1352 Einwohner gezählt. 229 der Häuser sind aus Lehmziegeln (Adobe) oder gestampften Lehm (Tapia) gebaut.

    Suitucancha / Junín: Regenfälle bringen 13 Häuser zum Einsturz

    Im Distrikt Suitucancha (Provinz Yauli / Region Junín) stürzten 13 Häuser ein, nachdem starke Regenfälle die Lehmwände aufgeweicht hatten. Auch in Huancayo stürzten mehrere Häuser ein.

  • Seilbahn nach Kuélap: Jetzt wirds ernst

    Ddunkle Wolken über Kuelapen Protesten der lokalen Bevölkerung zum Trotz soll die Konzession für die Seilbahn von Tingo nach Kuélap in der zweiten Jahreshälfte diesen Jahres ausgeschrieben werden. Die Kosten für das Projekt werden auf 30 Millionen Nuevos Soles geschätzt. Mit dem Bau der Seilbahn soll der Weg zum archäologischen Aushängeschild der Region Amazonas um fast 40 Kilometer verkürzt werden, wodurch sich die Ministerin für Außenhandel und Tourismus Mercedes Aráoz eine Zunahme von Kurz- und Luxustouristen verspricht. Zudem bringe die Verlagerung der Touristenströme auf die Seilbahn Vorteile für die Umwelt, so Aráoz.

    Bewohner umliegender Orte befürchten, dass sie von den Touristenströmen abgeschnitten werden und so bedeutende Einnahmequellen verlieren, die gerade erst erschlossen werden. Zudem wird befürchtet, die Straßen im Tal unterhalb von Kuélap könnten gegenüber der Seilbahn vernachlässigt werden.

    Vor genau einem Jahr hatte die Ministerin verkündet, der Bau der Seilbahn würde Anfang 2008 begonnen.

    Quelle: MINCETUR/ANDINA