Soll ausgebaut und besser gesichert werden: Straße von Chachapoyas nach Mendoza. Bild: D. Raiser / INFOAMAZONAS
Der 135 Kilometer lange Straßenabschnitt von Chachapoyas über Rodriguez de Mendoza (San Nicolas) bis zum Ende der Straße (Punta de Carretera) wird in Zukunft von einem privaten Betreiber in Konzession in stand gehalten. Das gab die Regionalregierung Amazonas bekannt. Läuft alles nach Plan, kann der Konzessionär schon am 21. Juni seine Arbeit aufnehmen.
In der Region Amazonas (Nordperu) wurde die Nachricht begeistert aufgenommen, da die Straße bislang unter staatlicher Aufsicht dauerhaft in schlechtem Zustand war. Wiederholt kam es zu schweren Unfällen, was nicht zuletzt mit ungesicherten Abhängen extremer Höhe zusammenhing. Da die Straße bisher nicht geteert ist, konnte die Straße in der Regenzeit oft für mehrere Wochen nicht befahren werden.
Nach Angaben der Regionalregierung soll die Straße zudem bald schon in Richtung der Nachbarregion San Martín weiter ausgebaut werden.
Maut wird, wie bei der Straße Chachapoyas-Leymebamba-Balsas-Celendin, vorerst nicht erhoben.
First Lady Pilar Nores und Minister Cornejo bei Flughafen-Einweihung. Bild: Foto: Lesly Bahamonde / ANDINAFlughafen Chachapoyas – Parkplatz und Terminal. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS
Die Flüge sind zwar mit bis zu 90US$ ziemlich teuer, dennoch rückt die nordperuanische Andenstadt Chachapoyas (Region Amazonas) dieser Tage hunderte Kilometer in Richtung Perus Zentrum. Grund dafür ist die Einweihung des umgebauten Flughafens Chachapoyas (SPPY), sowie die Ankündigung regelmäßiger Linienflüge in die peruanische Küstenstadt Chiclayo.
Auch innerhalb der Region Amazonas soll es in Zukunft mehr Linienflüge geben, mit Rodriguez de Mendoza im Westen, sowie Puerto Galilea und Ciro Alegría (Provinz Condorcanqui) im Norden sollen die Einwohner der Region dank stark subventionierter Kurzstreckenflüge näher zusammenrücken. Die Tickets zu den drei letztgenannten Zielen sollen dabei schon ab 50 Nuevos Soles (etwas über 10 Euro) zu haben sein. Die entsprechende Fluggesellschaft soll nun über eine Ausschreibung bestimmt werden.
Flughafen Chachapoyas – Wartehalle und Check-In-Bereich. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS
Die Flüge zwischen Chachapoyas und Chiclayo werden von der Fluggesellschaft LC Busre angeboten und richten sich nach Angaben des Unternehmens zumindest zu Beginn vorwiegend an Touristengruppen. Der peruanische Verkehrsminister Enrique Cornejo erklärte gestern bei der Einweihung des modernisierten Flughafenterminals in Chachapoyas, sollte es ein entsprechendes Verkehrsaufkommen geben, könnten die Preise für die Route sinken. Zudem, so Cornejo, soll mit der Fluglinie LAN verhandelt werden, um über Chiclayo mit einem einzigen Ticket Flüge nach Lima anbieten zu können.
Seit 2003 gab es nur noch vereinzelt Flüge von und nach Chachapoyas, zuletzt bot die peruanische Luftwaffe subventionierte Flüge in alten Militärtransportmaschinen von Chachapoyas nach Lima an. Grund für die geringe Anzahl an Flügen war der Absturz eines Flugzeugs im Landeanflug auf den Flughafen Chachapoyas, bei dem zahlreiche Menschen ums Leben kamen.
Militärtransportmaschine auf dem Flughafen Chachapoyas. Bild: D. Raiser / INFOAMAZONAS
Seit vier Jahren wird der Flughafen in Konzession von dem privaten Betreiber Aeropuertos del Perú (AdP) betrieben und modernisiert. Nach Angaben der Regionalregierung Amazonas wurden in die Modernisierung bisher 6,5 Millionen Nuevos Soles investiert.
Neben Transport- und Kommunikationsminister Enrique Cornejo waren bei der Einweihung auch Außenhandels- und Tourismusminister Dr. Martín Pérez, sowie die „primera dama“ (first lady) Dr. Pilar Nores de García anwesend.
Durch die Flugverbindung verkürzt sich die Reisezeit in Perus Hauptstadt Lima um rund 12 Studen.
First Lady Pilar Nores und Minister Cornejo bei Flughafen-Einweihung. Bild: Foto: Lesly Bahamonde / ANDINA
Militärtransportmaschine auf dem Flughafen. Bild: D. Raiser / INFOAMAZONAS
Flughafen Chachapoyas – Parkplatz und Terminal. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS
Flughafen Chachapoyas – Wartehalle und Check-In-Bereich. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS
Der als „Patito de Amazonas“ bekannte Folkloresänger und -komponist Oscar López López ist tot. Wie Radio Activa aus Chachapoyas in der Nachrichtensendung „Red Informativa Regional“ berichtet, verstarb er im Teilort Miraflores des Distriktes Huambo (Prov. Rodriguez de Mendoza). Die Todesursache ist noch unklar.
Die Texte der Lieder von Oscar López López hatten meist einen Bezug zur Region Amazonas, deren Schönheit er immer wieder besang. Besonders in den jüngeren Produktionen thematisierte er auch aktuelle Probleme der peruanischen Gesellschaft. Sein letztes Werk war ein Lied über die schweren Zusammenstöße zwischen Indígena und der Polizei Anfang Juni diesen Jahres bei Bagua.
Schon von Kind auf hatte Oscar López López die Melodien und Rythmen des traditionellen Huayno, des Bolero, der Polka und der Cumbia San Juanera verinnerlicht und hauchte ihnen mit seinen Liedern immer wieder neues Leben ein. Seine künstlerische Laufbahn führte ihn unter anderem auch nach Spanien und in die USA.
Wie der Zivilschutz (Defensa Civíl) der Region Amazonas mitteilt, kam es aufgrund der starken Regenfälle der vergangenen Tage in Yerbabuena (La Jalca, Straße Leymebamba-Chachapoyas) zu Überschwemmungen und bei dem vormaligen Örtchen „El Aserradero“ (Straße Pedro Ruiz-Chachapoyas) erneut zu einem Erdrutsch. Dadurch sind die Provinzen Chachapoyas, Luya und Rodriguez de Mendoza absolut von der Außenwelt abgeschnitten. Nach Angaben des Zivilschutzes wurden in Yerbabuena zahlreiche Häuser zerstört. Im Aserradero hatte Anfang des Jahres ein schwerer Erdrutsch das gesamte Dorf mit ins Tal gerissen. Todesopfer waren keine zu beklagen. Wie damals ist auch diesmal wieder die Straße mitgerissen worden. Wie die Regionalregierung mitteilt, soll der Verkehr bis zum 6. oder 7. November wieder hergestellt werden. Derzeit ist in den Anden Perus Regenzeit.