Schlagwort: Peru

  • Japan finanziert peruanisches Tsunami-Warnsystem

    Die japanische Regierung stellt 8,4 Millionen US-Dollar bereit, um vor der peruanischen Küste ein Tsunami-Warnsystem aufzubauen. Das berichtet die staatliche Nachrichtenagentur ANDINA. Ein entsprechendes Abkommen beider Regierungen wurde heute von Vizeaußenminister José Beraún, sowie von Masahiro Fukukawa, dem japanischen Botschafter in Peru, im Sitz des peruanischen Außenministeriums unterzeichnet. Von dem Geld sollen mehrere Messgeräte, sowie Geräte zur automatischen Übertragung von Warnungen über Mobiltelefone und das Digitalfernsehen gekauft werden.

    Umgesetz werden soll das Projekt vom peruanischen Zivilschutz, gemeinsam mit dem Verkehrs- und Kommunikationsministerium, dem peruanischen Institut für Geophysik, dem Staatsfernsehen, sowie dem peruanisch-japanischen Erdbeben- und Katastrophenforschungszentrum, das an der peruanischen Nationaluniversität für Ingenieurswissenschaften angesiedelt ist.

  • Peru, Mexiko, Chile und Kolumbien gründen Pazifik-Allianz

    Mit der Unterzeichnung der „Erklärung von Lima“ haben sich die Präsidenten Perus, Mexikos, Chiles und Kolumbiens am vergangenen Donnerstag auf die Gründung der Alianza del Pacífico (dt. Pazifik-Allianz) geeinigt. Die Gruppe dieser laterinamerikanischen Pazifik-Anrainerstaaten bezweckt damit, auf lange Sicht gegenseitig die Grenzen für Güter, Dienstleistungen und Personen zu öffnen. Damit tritt die Pazifik-Allianz nicht nur in Konkurrenz zum „Mercado Común del Sur“ (MERCOSUR) zwischen Argentinien, Brasilien, Paraguay, Uruguay und Venezuela, sondern auch zur Andengemeinschaft (CAN), deren Ziel ebenfalls die gegenseitige Öffnung der Märkte und Grenzen ist.

    Pikant ist, dass mit Kolumbien und Peru gleich zwei CAN-Mitgliedsstaaten Teil der Pazifik-Allianz werden. Die CAN sei ein Raum des freien Warenverkehrs und es sei nur schwer vorstellbar, dass sie darüber hinaus kommen werde, so der peruanische Außenminister José Antonio García Belaunde. Dagegen sind sich nach Ansicht von Perus Chefdiplomat die Länder der Pazifik-Allianz „im Klaren über ihre Entwicklungs- und Handelskriterien, sowie die Notwendigkeit, beim freien Waren-, Dienstleistungs-, Kapital- und Personenverkehr voranzukommen“.

    Chiles Präsident Sebastián Piñera kündigte an, man strebe an, sich an den Pazifikanrainern zu orientieren, die nicht nur die Hälfte der Weltbevölkerung, sondern auch die Hälfte des Weltbruttoinlandsproduktes auf sich vereinen. Perus Präsident Alan García sah das ganze etwas nüchterner und sprach von den Schwierigkeiten, die dieser „Keim eines Abkommens“ noch mit sich bringen werde. Er erwähnte dabei unter anderem die notwendige Angleichung von Standards, Universitätstiteln und anderen für den Freihandel notwendigen Grundlagen.

    Rahmenabkommen möglicherweise im Dezember

    Bis Dezember diesen Jahres werden mehrere Arbeitsgruppen ein Rahmenabkommen als rechtliche Grundlage der Allianz erarbeiten. Beobachtend wird daran auch Panamá teilnehmen. Nach der formellen Gründung soll die Allianz zunächst für Panama, dann auch für weitere interessierte Staaten geöffnet werden.

    Begonnen hat die Anpassung rechtlicher Regelungen bereits zwischen Chile, Peru und Kolumbien. Die drei Länder hatten sich darauf geeinigt, ihre Aktienmärkte in Lima, Bogotá und Santiago de Chile zusammenzulegen.

  • 25 Jahre Peru-Partnerschaft der Erzdiözese Freiburg

    In diesem und dem kommenden Jahr begeht die Erzdiözese Freiburg das 25jährige Jubiläum ihrer Partnerschaft mit der katholischen Kirche in Peru. Aus diesem Anlass möchte INFOAMAZONAS auf die wichtigsten Veranstaltungen hinweisen, die am 23. Februar mit dem Gottesdienst zum 25. Jahrestag der Partnerschaftsgründung in der deutschen Gemeinde in Lima beginnen.

    In Deutschland starten die Feierlichkeiten am 1. Juli mit einer Akademietagung zum Partnerschaftsjubiläum in der katholischen Akademie in Freiburg. Für Anfang Dezember ist eine 10tägige Peru-Reise des Freiburger Erzbischofs Dr. Robert Zollitsch angesetzt. Der Endpunkt wird dann mit dem Katholikentag in Mannheim vom 16.-20. Mai 2012 gesetzt.

    Das vollständige Jubiläumsprogramm entnehmen Sie bitte der Internetseite der Partnerschaft Freiburg-Peru unter www.partnerschaft-freiburg-peru.de.

  • Wertpapierbörsen Lima, Santiago und Bogotá beschließen Zusammenarbeit

    Die Wertpapierbörsen von Lima (Peru), Santiago (Chile) und Bogotá (Kolumbien) haben angekündigt, in Zukunft eng zusammen zu arbeiten. Dadurch kann an jedem der drei Handelsplätze mit Wertpapieren der jeweils anderen  gehandelt werden.

    Mit der Zusammenarbeit soll der größte Wertpapiermarkt in Lateinamerika entstehen. Zunächst sollen dafür die Handelsgebühren der drei Börsen vereinheitlicht werden.

  • KOMMENTAR: Jaja, Mucho Gusto

    Seit 2005 wirbt Peru mit dem Slogan „Peru, Mucho Gusto“, einem Wortspiel, das unter anderem mit „Ich heiße Peru, Willkommen“, mit „Peru, sehr lecker“ und „Peru, guter Geschmack“ übersetzt werden könnte, im Ausland für seine wahrhaft exquisite Küche. Zu dieser Küche gehört zum Beispiel auch der Pisco, das alkoholische Nationalgetränk, dessen Erfindung sowohl Chile als auch Peru, die beiden Lieblingsfeinde, für sich reklamieren. Im vergangenen Monat kam es nun zu einem Eklat: Chile begann, mit dem Slogan „Chile Mucho Gusto“ zu werben. Aufgebracht riefen peruanische Politiker aller Parteien zu Konsequenzen auf, scheinbar mit Erfolg, denn auf persönliches drängen der chilenischen Präsidentin Michelle Bachelet, die sich seit ihrem Amtsantritt für eine Verbesserung der Beziehungen zu Peru eintritt, wurde die Kampagne eingestampft. Millionen bereits gedruckter Flyer wurden direkt nach dem Druck entsorgt.

    Es gibt übrigens sowohl in Peru, als auch in Chile einen Ort mit dem Namen „Pisco“. Aber auch in Zukunft wird nur einer mit dem Slogan „Mucho Gusto“ beworben werden.

    Quelle: ANDINA