Schlagwort: Müllkippe

  • Chachapoyas bekommt S/. 5 Millionen für den Bau einer Mülldeponie

    Die Pläne und die zahlreichen durchgeführten Bildungsprojekte haben offenbar überzeugt: Die Provinz Chachapoyas bekommt vom peruanischen Umweltministerium 5 Millionen Nuevos Soles, um damit den Bau der seit Jahrzehnten dringend benötigten Mülldeponie zu beginnen. Bürgermeister Diógenes Zavaleta Tenorio, der zur Unterschrift entsprechender Verträge im Rahmen eines Treffens mit Präsident Ollanta Humala und Umweltminister Pulgar Vidal nach Lima gereist war, erklärte, mit dem Projekt könne endlich die bisherige Müllkippe an der Straße von Chachapoyas nach Rodríguez de Mendoza stillgelegt werden. Dort wird bis heute der Großteil des Mülls von Chachapoyas einfach einen Hang hinuntergekippt, wo er teils von Geiern gefressen und teils verbrannt wird – der Rest fällt in den Sonche-Fluss. Eine Gefahr nicht nur für Dörfer und Städte, die aus dem Sonche – oder, Flussabwärts aus dem Utcubamba – ihr Trinkwasser beziehen, sondern auch für die städtischen Angestellten. Erst vor wenigen Monaten starb ein Müllwagenfahrer, als sein Fahrzeug beim Müllabladen den Hang hinabstürzte.

    Seit Jahren schon wird an der Mülldeponie geplant, auch ein Grundstück steht – im Distrikt Huancas – bereits zur Verfügung. Auch mahnten die Teilnehmer der Bürgerhaushalte den Bau der Deponie seit Jahren immer wieder an – bislang fehlte aber das Geld. Wann nun mit den Bauarbeiten begonnen werden kann, ist noch nicht bekannt.

  • Wegen unterbrochener Straße: Chachapoyas stellt vorrübergehend die Müllabfuhr ein

    Starke Regenfälle und Erdrutsche haben die Straße zur städtischen Müllkippe („Rondón“) von Chachapoyas vorrübergehend unbefahrbar gemacht. Deshalb stellte die Stadtverwaltung Chachapoyas den Müllabtransport vorrübergehend ein. In einer Pressemitteilung bat die zuständige Stelle alle Anwohnerinnen und Anwohner, den Müll vorrübergehend zu Hause zu lagern, bis die Straße zur Müllkippe wieder befahrbar ist.

    Bereits gestern war bei Rondón ein Lastwagen umgekippt, fünf Personen wurden dabei verletzt. Der Lastwagenfahrer hatte keinen Führerschein.

  • Perus Umweltministerium plant Dezentralisierung und sagt Müllkippen den Kampf an

    Ricardo Giesecke, Perus Umweltminister. Foto: MINAM.
    Ricardo Giesecke, Perus Umweltminister. Foto: MINAM.

    In seiner Erklärung zur Haushaltsdebatte für das Jahr 2012 hat der peruanische Umweltminister Ricardo Giesecke vor dem peruanischen Parlament angekündigt, mehrere regionale Umweltbehörden einzurichten und den Kampf gegen inadequate Müllkippen aufzunehmen. Dafür sollen die Mittel des Ministeriums um 0,7% im Vergleich zum Haushaltsjahr 2011 auf 222 Millionen Nuevos Soles erhöht werden.

    Mit der Errichtung von Umweltbehörden in San Martín, Cusco, Junín, Puno, Madre de Dios, Piura sowie zwei weiteren Regionen bricht Giesecke mit der Politik seines Vorgängers Antonio Brack Egg, der den Ansatz verfolgte, direkt von Lima aus mit den verschiedenen Regionalregierungen zusammen zu arbeiten. Die regionalen Umweltbehörden, abgekürzt AAR (Autoridades Ambientales Regionales), sollen in Zukunft vor Ort Umweltverträglichkeitsprüfungen evaluieren, Probleme der Müllentsorgung angehen, sowie die Ausweisung neuer Schutzgebiete initiieren und unterstützen.

    Weniger als 10% aller Stadtverwaltungen mit geregelter Abfallentsorgung

    In seiner Rede vor den Kongressabgeordneten kündigte Umweltminister Giesecke auch eine Initiative zur Lösung des Müll-Problems an. Derzeit verfügen nach Angaben seines Ministeriums weniger als 10% aller Provinz- und Stadtverwaltungen über ein funktionierendes System zur Abfalltrennung und Deponierung. Deshalb sollen in den kommenden Wochen Mitarbeiter des Ministeriums in 96 peruanische Provinzhauptstädte reisen, um eine Bestandsaufnahme des Problems zu machen und Lösungen vorzuschlagen.

    Das Umweltministerium schätzt, dass die peruanischen Haushalte pro Tag 23 Tonnen Müll produzieren – von denen nur rund 30% auf zugelassenen Mülldeponien entsorgt werden. Auch diese Zahlen sollen von den Ministeriumsgesandten geprüft werden. Bis 2021 soll dann aller Müll recycelt oder auf zugelassenen Deponien entsorgt werden.

     

  • Chacha bekommt Müllkippe

    Das gab Elisabet Terán, Gemeinderätin von Chachapoyas und sowohl Vorsitzende der städtischen Umweltkommision, als auch der Umwelt-NGO „Eco Verde“, gegenüber Radio Horizonte bekannt. Im Verlauf des nächsten Jahres sollen alle benötigten Papiere zusammen sein. Bisher noch wird der Müll einfach ins Tal des Sonche-Flusses gekippt. Näheres bald. Währenddessen sind fast alle anderen städtischen Baustellen ein wenig hinter der Zeit. Seit vorletzter Woche arbeiten Bauarbeiter am Vergraben der Telefonkabel im Jirón Amazonas, Teil des (pseudo-)historischen Stadtkerns von Chachapoyas. Das Dach der Kathedrale ist noch immer nicht sichtbar und der Jirón Santo Domingo wird noch immer nicht geteert oder zementiert, was in diesem Fall allerdings einmal nicht an der Stadtverwaltung liegt, sondern daran, dass sich keine Baufirma an der Ausschreibung beteiligen will. Außerdem hat der Gemeinderat dafür gestimmt, Bürgermeister Lerche für 30 Tage zu suspendieren, bis das geschieht, wird wohl aber noch ein wenig Wasser die Mühlen hinabfließen und den Müll in Richtung Bagua spülen..