Schlagwort: Landwirtschaftsminister

  • Peru erklärt den Grieben-Tag

    Nach dem Grillhähnchen und dem Briefträger hat nun auch das gut durchgegarte Schweinefleisch seinen eigenen Gedenktag. Per Regierungsresolution verfügte Landwirtschaftsminister Jorge Villasante, dass ab jetzt Jahr für Jahr der dritte Junisamstag zum „Día Nacional del Chicharrón“ zu erklären sei. Hinter der Resolution des Ministers stehen dabei knallharte Interessen. Derzeit werden in Peru, so Villasante gegenüber der staatlichen Nachrichtenagentur ANDINA, pro Person und Jahr vier Kilo Schweinefleisch gegessen. Das soll mittelfristig auf 6 Kilo steigen. Damit bleibe man aber noch immer weit hinter dem Durchschnittschilenen zurück, der auf 25 Kilo pro Jahr komme, so der Minister.

  • Peru: Premier Rosario Fernández muss Kabinett umbilden

    In drei Monaten ist die Amtszeit von Präsident Alan García – und damit wohl auch von Premierministerin Rosario Fernández – zu Ende, dennoch musste das Ministerkabinett erneut umgebildet werden, nachdem der Landwirtschaftsminister und Agrarunternehmer Rafael Quevedo von seinem Amt zurück getreten ist. Quevedo wird vorgeworfen, eine von ihm finanzierte Hühnerschlachterei in Trujillo halte sich nicht an Umweltvorschriften und verfüge über keine Betriebserlaubnis. Die Journalisten des Fernsehprogramms „Cuarto Poder“ waren zuvor Klagen von Anwohnern nachgegangen, die sich über Abfälle aus der Hühnerschlachtung beschwert hatten. Die Staatsanwaltschaft hat Cuarto Poder zufolge inzwischen bestätigt, dass die Schlachterei „El Rocio S.A.“ über keinen der vorgeschriebenen Entsorgungsmechanismen verfügt. Zuletzt war Quevedo auch wegen der Entscheidung seines Ministeriums unter Druck geraten, die Einfuhr genetisch modifizierten Saatgutes unter Auflagen freizugeben.

    In seinem Rücktrittsgesuch erklärte Quevedo, er wolle mit seinem Schritt „verhindern, dass das Bild der Regierung ungerechterweise beschädigt“ werde. Er sei gewillt „alles daran setzen, alles aufzuklären und jeden Zweifel über den genannten Sachverhalt beiseite zu räumen“, so Quevedo.

    Quevedos Nachfolger wird der bisherige Produktionsminister Jorge Villasante, dessen Posten wiederum der ehemalige Sekretär des Präsidentenpalastes und erfolglose Andenparlamentskandidat Luis Nava Guibert einnehmen wird.

  • García kündigt neue Minister an

    Staudamm "El Limón" des Olmos-Projektes, Präsident García im Schlauchboot. Foto: Sepres / ANDINA
    Langsam ist die Luft raus aus seiner Regierung: Präsident García im Schlauchboot. Foto: Sepres / ANDINA

    Der peruanische Präsident Alan García hat angekündigt, morgen mehrere Ministerposten neu zu besezten. Wie die Tageszeitung „La República“ berichtet, werden insgesamt 6 Minister ihren Hut nehmen, um an den Kongress- und Präsidentschaftswahlen im kommenden Jahr teilnehmen zu können. Dafür ist ein Rücktritt mindestens 6 Monate vor der Wahl notwendig.

    Bei den neu zu besetzenden Posten soll es sich um den des Premierministers Javiér Velásquez, sowie um den von Finanz- und Wirtschaftsministerin Mercedes Aráoz, die als mögliche Präsidentschaftskandidaten im kommenden Jahr gehandelt werden handeln. Zudem wird über den Abgang von Sozial- und Frauenministerin Nidia Vílchez, Landwirtschaftsminister Adolfo de Córdova, Innenminister Octavio Salazar und Außenhandels- und Tourismusminister Martín Pérez spekuliert. Auch Justizminister Victor García Toma wird wohl nach Verstimmungen mit seinen Kabinettskollegen über ein gesetzgebendes Dekret, das die Verjährung von Verbrechen gegen die Menschlichkeit möglich macht, zurücktreten. Er hatte sich dazu wiederholt kritisch geäußert.

    Ob das neue Kabinett allerdings wirklich das letzte der Regierung García sein wird, ist wegen der hohen Volatilität auf peruanischen Ministerposten eher fraglich.

    Die Nachfolgespekulationen um den Posten des Premierministers drehen sich derzeit vorwiegend um Rosario Fernández, sowie um Transport- und Kommunikationsminister Enrique Cornejo und Bildungsminister Antonio Chang. Beide sind, als einzige, seit Beginn der Regierung García auf ihrem Posten.

  • 18. Juli: Dem Grillhahn sein Tag

    Gut zu sehen: Peru produziert mehr Geflügel. Quelle: APA
    Gut zu sehen: Peru produziert mehr Geflügel. Quelle: APA

    Das peruanische Grillhähnchen (pollo a la brasa) bekommt seinen eigenen Gedenktag, den dritten Sonntag im Juli. Das entschied die peruanische Regierung. Landwirtschaftsminister Adolfo de Córdova erklärte, das Cebiche und der Pisco hätten ihren Gedenktag. „Wie kann es sein, dass man das nicht auch dem Grillhähnchen zugesteht?“, so de Córdova.

    Mit der Einrichtung des Gedenktages soll dem Gericht aber nicht nur gedacht werden, das Gedenken soll auch dafür genutzt werden, den Konsum peruanischer Grillhähnchen in Peru und auf der ganzen Welt zu fördern. Unterstützen soll dies die peruanische Vogelzüchtervereinigung (APA).

    Ob dieser Sektor wirklich Unterstützung braucht ist aber fraglich, denn wie das Landwirtschaftsministerium berichtet, gehen monatlich 44 Millionen Portionen Grillhähnchen über den Tresen. Jeder Peruaner isst also durchschnittlich 1,6 Grillhähnchen. Damit hat das Hähnchen, das man natürlich auch auf andere Weise zubereiten kann, gar das Rind- und Schweinefleisch auf peruanischen Tellern „überflügelt“.

    Voraussichtlich am kommenden Sonntag tritt seine Einrichtung per Veröffentlichung im Geseztblatt „El Peruano“ in Kraft.

  • Umweltminister Brack: Import genmanipulierter Samen bis 2014 verboten

    Zumindest bis zum Jahr 2014 soll die Einfuhr genetisch veränderten Saatgutes nach Peru verboten sein. Das gab heute der peruanische Umweltminister Antonio Brack Egg bekannt. Bis dahin sollen die entsprechenden Kontrollinstitutionen mit der entsprechenden Labortechnik ausgestattet sein, um illegal eingeführtes genmanipuliertes Saatgut erkennen zu können.

    Zudem sollen demnächst die Ausführbestimmungen in Kraft treten, die den Umgang mit dem Saatgut regeln sollen. Die Ausführbestimmungen waren 2005 ausgearbeitet worden. Bei dem anschließenden Konsultationsprozess meldeten nur das Umweltministerium, das Nationalinstitut für Agrarinnovation (INIA), sowie die Plattform „Peru frei von transgenetischen Pflanzen“ Änderungswünsche an, die nach Angaben des Umweltministers auch teilweise in die endgültige Version eingearbeitet wurden. Inzwischen sollen auch das INIA und Landwirtschaftsmnister Adolfo de Córdova ihr „OK“ gegeben haben.

    Immer wieder hatte es in der Vergangenheit Vorwürfe gegeben, Saatgutimporteure würden illegal genmanipuliertes Saatgut ohne Genehmigung einführen. Nachgewiesen werden konnte es meist nicht. Der peruanische Umweltminister sprach sich wiederholt gegen den Import aus. Peru brauche als Land mit unglaublicher Artenvielfalt kein genetisch verändertes Saatgut, so Brack Anfang des Jahres.

  • Landwirtschaftsminister: Einführung genetisch veränderter Samen hat keine Priorität

    Die Einührung genetisch veränderten Saatgutes nach Peru hat steht nicht an erster Stelle. Das erklärte der peruanische Landwirtschaftsminister Carlos Leyton gegenüber der staatlichen peruanischen Nachrichtenagentur ANDINA im Rahmen der Vorstellung eines Gesetzesentwurfes über die Regulierung der Einfuhr des Saatgutes, das vom Nationalinstitut für Agrarinnovation (INIA) erstellt wurde.. Vorerst sollte das Gesetzesprojekt veröffentlicht und eingehend diskutiert werden. Das Gesetzesprojekt sieht vor, unter bestimmten Bedingungen den Import einzelner Sorten zuzulassen. Gleichzeitig soll mit drastischen Strafen der illegale Import verhindert werden. Wie Leyton erklärt, können z.B. bestimme Impfstoffe nur mit Hilfe gentechnisch veränderten Saatgutes hergestellt werden. Der peruanische Umweltminister Brack Egg fordert dagegen, Peru zu einem „Gentechnikfreien“ Land zu erklären und anstatt dessen mehr den bereits vorhandenen Reichtum in Flora und Fauna des Landes zu erforschen und einzusetzen.