Schlagwort: Höhle

  • Leymebamba: Verunglückter Höhlenforscher nach 13 Tagen gerettet

    Leymebamba: Verunglückter Höhlenforscher nach 13 Tagen gerettet

    Nach 13 Tagen in über 400 Metern unter der Erdoberfläche wurde der 47jährige spanische Höhlenforscher Cecilio López Tercero soeben aus der Inti Machay-Höhle südlich der Ortschaft Leymebamba (Provinz Chachapoyas / Region Amazonas) gerettet. Er liegt derzeit in einem Zelt nahe des Höhleneingangs, wo die Rettungskräfte auf besseres Wetter warten, damit López Tercero mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen werden kann. Seine ersten Worten außerhalb der Höhle waren „Hallo aus der Tiefe der Erde: Zuerst möchte ich meine Mama beruhigen“. Unter den insgesamt rund 140 Personen, die an der Rettungsaktion beteiligt waren, brach Jubel aus.

    Inti Machay-Höhle bei Leymebamba. Bild: EspeloeKandil / GEODA
    Inti Machay-Höhle bei Leymebamba. Bild: EspeloeKandil / GEODA
  • Amazonas: Soloco beginnt mit Bewerbung seiner Höhlen

    Eingang einer Höhle oberhalb Solocos. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS.
    Eingang einer Höhle oberhalb Solocos. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS.

    Dass es in verschiedenen Teilen der nordperuanischen Region Amazonas beeindruckende Höhlensysteme gibt, war bereits länger bekannt. Was diese wirklich für einen Umfang haben, wird erst durch jüngere Forschungen offensichtlich. Nach Quiocta (Lamud/Luya), Shihual (Magdalena/Chachapoyas), sowie den Höhlensystemen im Umland von Leymebamba (Chachapoyas) beginnt nun auch das Dörfchen Soloco, mit seinen Höhlen zu werben. Und hat dabei einiges zu bieten, wie ein Team französischer, brasilianischer und peruanischer Höhlenforscher herausgefunden hat. Denn obwohl die Erforschung der Höhlen gerade erst begonnen wurde, konnten bereits Höhlen mit einer Länge von mehr als 15 Kilometern registriert werden. 3,8 Kilometer davon wurden bereits genau vermessen. Die Spezialisten selbst gehen nach Angaben der Tourismusdirektion Amazonas davon aus, dass die Haupthöhle, die den Namen „Parjugsha“ trägt, eine Länge von rund 20 Kilometern hat. Sollte sich dies bei den Vermessungen bestätigen, würde es sich um die längste bislang bekannte Höhle Perus handeln.

    Ruinenstadt oberhalb von Soloco (Chachapoyas/Amazonas/Peru). Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS
    Ruinenstadt oberhalb von Soloco (Chachapoyas/Amazonas/Peru). Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS

    Wie auch andere Höhlen der Region – beispielsweise Quiocta – stießen die Forscher nicht nur auf beeindruckende Höhlenformationen, sondern auch auf Überreste, die sie nach einem ersten Beschau der Prä-Inka-Kultur der Chachapoya zuschreiben – Ruinen und vermutlich menschliche Knochen. Den Anwohnern Solocos waren die Höhleneingänge natürlich bekannt. Manche der Höhlen sind aber nur mit Spezialequipment begehbar, so führt der Eingang zur Haupthöhle durch ein 15 Meter tiefes Loch.

    Nach Soloco kommt man von Chachapoyas aus mit dem Auto oder Kleinbus in rund einer Stunde Fahrtzeit über die Straße nach Rodríguez de Mendoza. Vom Ortskern bis zum Einstieg ist ein Fußmarsch von rund 4 Stunden bergan notwendig. Im Umkreis des Einstiegs befinden sich zahlreiche Ruinen, darunter auch eine Art Festung auf dem Berggipfel, die ebenfalls der Chachapoya-Kultur zugeschrieben wird.

    Einen ersten Forschungsbericht finden Sie hier!