Schlagwort: Hilaria Supa Huamán

  • Bis zu 50% aller peruanischer Emigranten ohne regulären Aufenthaltsstatus

    Rund 1,5 Millionen peruanischen Migranten, also rund die Hälfte aller peruanischen Emigranten überhaupt, haben keinen regulären Aufenthaltsstatus – das bedeutet in den meisten Fällen, sie halten sich illegal in einem anderen Land auf. Diese Zahlen gehen aus dem Bericht zur peruanischen Politik gegenüber Auslandsperuanern hervor, den die peruanischen Andenparlaments-Abgeordneten Hilaria Supa und Alberto Adrianzén vorgelegt haben. Der Bericht empfiehlt daher, die Zahl der Konsulate zu erhöhen und eine politische Strategie zu entwickeln, wie die illegale Emigration verhindert werden kann. Zudem fordern Supa und Adrianzén, mehr Geld für die Bearbeitung des Themas bereitzustellen, sowie ein Vizeministerium für Migrationspolitik einzurichten, ein Migrationsrahmengesetz zu verabschieden und die humanitäre Hilfe durch mehr Personal, sowie durch bi- und multilaterale Verträge zu verbessern.

    Die meisten Auslandsperuaner leben in den USA, insgesamt rund 978.000 Personen (32,6%). An zweiter Stelle liegt Spanien mit rund 498.000 Auslandsperuanern, dann kommt Argentinien mit rund 405.000, Italien mit rund 300.000, Chile mit rund 234.000, Japan mit rund 126.000 und Venezuela mit rund 117.000 Personen.

  • Peru: Schwangere Schülerinnen dürfen wieder in die Schule

    Schwangere Schülerinnen dürfen in Zukunft nicht mehr an der Unterrichtsteilnahme gehindert werden. Das hat der peruanische Kongress entschieden. Bislang mussten werdende Mütter ihre Klasse verlassen, um für ihre Mitschülerinnen kein „schlechtes Vorbild“ zu sein.

    Wie die Abgeordnete Hilaria Supa, Vorsitzende der Bildungskommission des peruanischen Kongresses, in ihrem Redebeitrag erklärte, wird duch das nun verabschiedete Gesetz die zweithäufigste Ursache für einen Schulabbruch in Peru abgeschafft.

    Das Gesetz wurde von allen politischen Gruppen im Parlament unterstützt und wurde ohne Gegenstimme verabschiedet.

  • Premiere im peruanischen Parlament: Quechua-Muttersprachlerin wird Bildungs-Kommission leiten

    Hilaria Supa Huamán. Foto: Congreso de la República.
    Hilaria Supa Huamán. Foto: Congreso de la República.

    Mit Hilaria Supa Huamán wurde zum ersten Mal in der Geschichte eine Quechua-Muttersprachlerin für die Präsidentschaft der Bildungs-Kommission des peruanischen Kongresses designiert. Hilaria Supa, Abgeordnete der Linksnationalisten (PNP), stammt aus der Provinz Anta in der südperuanischen Region Cusco. Während ihrer Arbeit als Menschenrechtsaktivistin hatte Supa Huamán energisch für den Zugang zu Bildung, insbesondere für Frauen, gekämpft. Daneben setzte sie sich engagiert für Landrechte und die gerechte Verteilung von Wasser ein. Für gewöhnlich beginnt Supa Huamán ihre Redebeiträge in ihrer Muttersprache Quechua. Wegen der fehlenden Sprachkenntnisse der meisten anderen Abgeordneten und fehlenden Übersetzern muss sie diese anschließend meist noch einmal auf Spanisch wiederholen.

    Abgeordnete der Regierungspartei APRA, sowie der Fraktion der Fujimori-Parteien kritisierten die Designierung Supas. So erklärte die ehemalige Inneministerin und APRA-Abgeordnete Mercedes Cabanillas, Hilaria Supa verfüge nicht über die fachliche Einigung, die Bildungs-Kommission zu leiten. Ähnlich argumentiert auch die Fujimori-Abgeordnete Martha Hildebrandt. Eine ihrer Fraktion nahestehende Zeitung hatte im vergangenen Jahr eine Kampagne gegen Hilaria Supa gestartet. An prominenter Stelle war ein Foto veröffentlicht worden, das die Abgeordnete mit einem vollgeschriebenen Block in der Hand zeigte – ihre Aufschriebe enthielten mehrere Rechtschreibfehler. Verschiedene Kommentatoren zogen daraufhin ihre Eignung als Kongressabgeordnete in Zweifel und forderten -glücklicherweise vergeblich- beispielsweise einen Universitätsabschluss als Kriterium für die Kongresskandidatur. Eine Reihe von Linguistik-Experten verteidigten Supa, die Schuld dafür liege eher bei der fehlenden zweisprachigen Erziehung in den staatlichen Schulen.

    Genau dort liegt nun auch die Hoffnung peruanischer Bildungsexperten, die die Designierung Hilaria Supas feiern. Sie hoffen, davon könnte ein Schub für die Verbesserung der Bildungssituation insbesondere in ländlichen Regionen Perus ausgehen. Wie es ist, wenn das Bildungssystem auf dem Land nicht funktioniert, hat Supa am eigenen Leib spüren müssen. Ihre Bildung hat sie sich weitgehend selbst erarbeitet.