Schlagwort: Gladys Echaiz

  • Polizei: Anschlag auf Generalstaatsanwältin Echaíz vermutlich nicht politisch motiviert

    Der Mordanschlag auf die peruanische Generalstaatsanwältin Gladis Echaiz war mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht politisch motiviert. Das geht aus dem Untersuchungsbericht der Kriminalpolizei (DIRINCRI) hervor. Demnach war das Hauptziel der Verbrecher, den Geländewagen der Generalstaatsanwältin zu stehlen. Nach Angaben von Silvio Félix, Chef der peruanischen Kriminalpolizei, wird das Ermittlungsergebnis auch durch die Aussage des gefassten Mittäters Michael Portales gestützt.

    Kritik an vorschnellen Vermutungen aus der Politik

    Auch wenn der Untersuchungsbericht nicht vollständig ausschließt, dass die Generalstaatsanwältin von Hintermännern der Attentäter eingeschüchtert werden sollte, hält dies auch der Direktor A.D. der Antiterrorismuseinheit der peruanischen Polizei, Máximo Rivera, für eher unwahrscheinlich. Zudem warf Rivera der Generalstaatsanwältin, der Justizministerin und einigen Kongressabgeordneten vor, das Attentat für politische Zwecke zu instrumentalisiert zu haben. Durch die Veröffentlichung von Hypothesen über das Attentat in der Presse hätten diese nicht nur die Arbeit der Polizei beeinträchtigt, sondern diese auch noch zusätzlich einem großen Rechtfertigungsdruck gegenüber der Öffentlichkeit ausgesetzt, so Rivera. Um so mehr sei es ein hoher Verdienst der Kriminalpolizei gewesen, die „Raub“-These weiter zu verfolgen.

  • Mordanschlag auf Generalstaatsanwältin: Polizei veröffentlicht Phantombild

    Phantombild des Täters. Bild: ANDINA
    Phantombild des Täters. Bild: ANDINA

    Aus den Angaben der Generalstaatsanwältin Gladys Echaíz, sowie den Aussagen der Sicherheitsleute und einer Angestellten eines Friseursalons in der Nähe hat die peruanische Polizei nun ein Phantombild erstellt. Hiermit sollen Hinweise auf den Täter gefunden werden, der am vergangenen Samstag den Wagen der Generalstaatsanwältin mit einer Schusswaffe attackiert hatte.

  • Staatsanwältin Gladys Echaíz entgeht Mordanschlag

    Die peruanische Generalstaatsanwältin Gladys Echaíz entkam am gestrigen Samstag nur knapp einem Mordanschlag. Wie die Staatsanwaltschaft erklärt, näherten sich gegen 19:55 Uhr in Lima ein noch unbekannter Täter zu Fuß mit einer Schusswaffen in der Hand dem Auto, in dem die Generalstaatsanwältin unterwegs war. Auf Höhe des Autos eröffnete er das Feuer und zerschoss die Scheiben des Wagens. Gleichzeitig versuchte ein zu den Attentätern gehörender Geländewagen erfolglos, dem Wagen der Generalstaatsanwältin  den Weg abzuschneiden. Der Fahrer von Gladys Echaíz schaffte es jedoch, den Geländewagen zu umfahren und zu flüchten. Weder der Fahrer, noch die Sicherheitsleute, noch Generalstaatsanwältin Gladys Echaíz wurden verletzt.

    Insgesamt waren nach Angaben der Staatsanwaltschaft 3 Angreifer an dem Mordanschlag beteiligt.

    Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

    Anbei die Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft im Originaltext:

    1.- Aproximadamente a las 7:55 p.m. de hoy sábado 31 de enero, tres elementos desconocidos portando armas de fuego atentaron contra la Fiscal de la Nación, Dra. Gladys Margot Echaiz Ramos, cuando se encontraba realizando actividades personales en el distrito de Jesús María.

    2.- Los hechos sucedieron en la cuadra 6 de la Av. de la Policía cuando un elemento joven, vestido deportivamente y con el pelo corto, se acercó a pie al vehículo en el que iba la Dra. Gladys Echaiz Ramos, portando un arma con la que hizo dos disparos al interior, por la ventanilla del chofer. La Fiscal de la Nación resultó ilesa.

    3.- Los efectivos de la seguridad personal de la magistrada repelieron de inmediato al agresor y a los otros dos sujetos que a bordo de una camioneta habían pretendido cerrarle el paso. y lograron que el vehículo oficial saliera del lugar, desconociéndose la suerte de los atacantes luego del intenso cruce de disparos.

    4.- La Fiscal de la Nación fue puesta a buen recaudo y conducida a su hogar a donde se hicieron presentes de inmediato el Ministro del Interior, el Director General de la Policía Nacional del Perú, el jefe de la Divincri y un destacamento policial que reforzó su seguridad.

    5.- La Policía Nacional del Perú ha iniciado de inmediato las investigaciones para ubicar y capturar a los autores.

  • Skandal um Telefonmitschnitte: 6 weitere Personen festgenommen

    Wie Gladys Echaíz, die oberste Staatsanwältin Perus, heute Mittag bekannt gab, wurden im Verlauf des Tages 6 weitere Personen im Zusammenhang mit dem Skandal um abgehörte Telefongespräche in Untersuchungshaft genommen. Darunter sollen auch ehemalige und aktive Angehörige der peruanischen Marine wie der ehemalige Konteradmiral Elías Manuel Ponce Feijoo sein. Sie sollen Teil einer kriminellen Vereinigung bilden, die unter dem Deckmantel des Unternehmens „Bussines Track SAC“ Telefone wichtiger Persönlichkeiten für politische und kommerzielle Zwecke abhört.  Dabei geht es auch am Rande um den „Petroaudios“-Skandal, also um Unregelmäßigkeiten bei der Vergabe von Ölförderlizenzen in Peru, die durch Mitschnitte unrechtmäßig abgehörter Telefongespräche ans Licht gekommen waren. Edgar Núñez, der Vorsitzende der Verteidigungskommission im peruanischen Kongress, sagte gegenüber der staatlichen Nachrichtenagentur ANDINA, die heute erfolgten Festnahmen könnten helfen, „das dunkle Geflecht zu entwirren“. Er wies zudem auf den Ursprung dieser Abhörtätigkeiten in der Fujimori-Diktatur hin, als diese Art der Spionage zur Aushöhlung der Demokratie eingesetzt worden war. Der Vorsitzende des zuständigen Untersuchungsausschusses, Oswaldo Luizar, erhofft nun, dass nicht nur die Abhörer selbst, sondern auch die Kunden, sowie weitere ähnlicher krimineller Organisationen ausheben zu können.