Schlagwort: Friedhof

  • Bagua Grande: Leiche aus dem Sarg gestohlen

    Hier lag sie, die Leiche. Foto: Radio La Voz.
    Hier lag sie, die Leiche. Foto: Radio La Voz.

    Unbekannte haben am vergangenen Wochenende in Bagua Grande (Provinz Utcubamba / Region Amazonas) eine Grabwand gewaltsam geöffnet und eine Frauenleiche gestohlen. Das berichtet die Regionalausgabe der Tageszeitung „Ahora“. Die Grabschänder öffneten das Grab mit Hammer und Meißel und nahmen die sterblichen Überreste von Clara Rosa Barboza Guevara mit, die im Juli 1996 verstorben war. Wohin die Leiche verschwand und warum sie gestohlen wurde, stellt die Polizei bislang vor ein Rätsel. Um einen Scherz zu Halloween handelte es sich offenbar nicht.

  • Bewohner von Aserradero können ihre Toten kostenlos ausgraben

    Angfang vergangenen Jahres hatte ein schwerer Erdrutsch und eine anschließende Flutwelle weite Teile des Dorfes „Aserradero“ am nordperuanischen „Utcubamba“-Fluss zerstört. Inzwischen leben nur noch wenige Personen dort, wo einst das Dorf stand, die meisten sind an einen anderen Ort gezogen. Neben zahlreichen Hausruinen ist vom „Aserradero“ nur noch eins übrig: Sein Friedhof. Aber auch das soll sich nun ändern. Zahlreiche Familien haben darum gebeten, ihre verstorbenen Verwandten exhumieren zu dürfen, um sie in der neuen Heimat wieder zu vergraben.

    Rechtlich ist das möglich – aber nicht ganz einfach. Zahlreiche Genehmigungen müssen eingeholt werden, beispielsweise  vom Gesundheitsamt. Natürlich gibt es diese Genehmigungen nicht umsonst. Aber Geld haben die Familien nicht, schließlich mussten sie nicht nur zusehen, wie ihre Habseligkeiten von den Wassern des Utcubamba in Richtung des Amazonas hinabgerissen wurden. Sie mussten auch an einem ganz neuen Ort eine ganz neue Existenz aufbauen.

    Nach längerer Überzeugungsarbeit willigte nun die Regionalregierung von Amazonas ein, den ehemaligen Bewohnern zumindest die Genehmigung des Gesundheitsamtes kostenlos zur Verfügung zu stellen. Die Ausgrabun und Überführung der Toten selbst müssen sie aber auch weiterhin auf eigene Rechnung organisieren.