Schlagwort: El Niño

  • Wie erfahre ich den Amazonas-Wasserpegel/Wasserstand?

    Schön da: Amazonas bei Iquitos. Foto: D.Raiser/INFOAMAZONAS.
    Im Regen: Amazonas bei Iquitos. Foto: D.Raiser/INFOAMAZONAS.

    Eine Frage, die INFOAMAZONAS immer wieder erreicht ist die nach dem Amazonas-Wasserpegel oder dem Pegelstand peruanischer Flüsse allgemein. Deshalb nun ein paar Hinweise, wie Sie an die entsprechenden Daten kommen.

    Erhoben werden die Pegelstände vom peruanischen Meteorologie- und Hydrologie-Nationaldienst (Servicio Nacional de Meteorología e Hidrología del Perú, kurz: SENAMHI), der dem peruanischen Umweltministerium nachgeordnet ist. Veröffentlicht werden die Pegelstände der wichtigsten Flüsse normalerweise täglich auf dem Internetportal des SENAMHI (http://www.senamhi.gob.pe), die Information versteckt sich unter „Agua“ / „Vigilancia Hidrológica“. Da einfach auf „Situación hidrológica nacional (diaria)“ klicken.

    Für gewöhnlich erreicht der Amazonas seinen Höchststand in der Regenzeit, irgendwo zwischen Dezember und März, seinen Tiefststand dagegen um den August. Während es in der Regenzeit häufig zu Überschwemmungen kommt, macht die Trockenzeit manchmal sogar in Teilen des Amazonasbeckens den Schiffsverkehr unmöglich. Von beiden Phänomenen ist insbesondere die peruanische Stadt Iquitos betroffen, die Hafenstadt und Hauptstadt der Region Loreto mitten im nordostperuanischen Regenwald.

    Und noch etwas finden Sie auf der oben genannten Seite des SENAMHI: Regelmäßig aktualisierte Wetterberichte für zahlreiche peruanische Städte. Insbesondere das Wetter in Lima wird ausführlich dargestellt. Bereits auf der Startseite kann man für mehrere Tage im Voraus auf Englisch und Spanisch das aktuelle Reisewetter abrufen. Auch bietet das SENAMHI Informationen zu Auswirkungen des Klimawandels in Peru, dem El Niño-Effekt, spezielle Agrar-Wetterberichte, sowie historische Wetterdaten von peruanischen Messstationen.

    Für weitere Informationen wenden Sie sich an INFOAMAZONAS oder direkt an den SENAMHI, der sich im Jr. Cahuide 785 in Jesús María, Lima11, Perú, befindet.

  • Peruanische Marine setzt "El Niño"-Forschungsboje aus

    BIC Humboldt und Boje "Virgen del Carmen V". Foto: ANDINA / Alberto Orbegoso
    BIC Humboldt und Boje "Virgen del Carmen V". Foto: ANDINA / Alberto Orbegoso

    Der peruanische Marinekreuzer „BIC Humboldt“ hat am gestrigen Mittwoch Abend erfolgreich die „Virgen del Carmen V“ getaufte  „El Niño“-Forschungsboje ausgesetzt. Sie wurde 340 Seemeilen vor der peruanischen Küste auf Höhe des Piuranischen Hafens „Paita“ verankert, wie die staatliche Nachrichtenagentur ANDINA berichtet. Damit sollen Daten wie der Salzgehalt, die den  Druck, die Wellenzahl, – richtung und -stärke, sowie die Wassertemperatur in verschiedenen Tiefen – bis 500 Metern – gemessen und sowohl dem peruanischen Wetteramt SENAMHI und dem Meeresinstitut IMARPE, als auch der Regionalen Forschungsgruppe des „Niño“-Phänomens ERFEN zugesandt werden. Dadurch soll die Vorhersage des Phänomens verbessert werden, um in Zukunft mit höherer Genauigkeit Vorsorgemaßnahmen treffen zu können. Zudem könne ERFEN – so ANDINA – in Zukunft durch die eigenen Daten die Vorhersagen des Ozeanografischen Instituts der Vereinigten Staaten von Amerika (NOAA) überprüfen.

    Vor Beginn eines „Niño“ erhöht sich die Temperatur im Umkreis der Boje. Brüske Temperaturschwankungen können nun in Zukunft sofort gemessen werden.

    Das Projekt wurde mit einem Kredit der  Weltbank in Höhe von 150 Millionen US$ finanziert.

  • Peru rüstet sich für mögliches "Niño"-Jahr

    Nachdem die für die Vorhersage des „Niño“-Effektes zuständigen Institutionen ein solches Wetterphänomen für Ende diesen Jahres prognostizierten, begann das peruanische technische Hilfswerk (Defensa Civíl) heute, die Krisenpläne zu aktuallisieren. Das peruanische Wetteramt SENAMHI und das Meereswissenschaftliche Institut IMARPE hatten gewarnt, dass es Ende des Jahres ein „Niño“ geben könnte – was für Peru extreme Niederschläge mit meist verheerenden Folgen bedeuten würde.