Sehr schlechter Laune sind dieser Tage die Denkmalschützer der Sektion Lambayeque des nationalen peruanischen Kulturinstitutes INC. Als sie sich kürzlich daran machten, den Zustand der 212 registrierten Bauten unter Denkmalschutz genauer unter die Lupe zu nehmen, wartete eine eher unangenehme Überraschung auf sie: 20% der Denkmalgeschützten Bauwerke sind verschwunden. Sie wurden wohl heimlich abgerissen, so vermutet Carlos Mendoza, Direktor des INC Lambayeque. Das Problem aus seiner Sicht: Der Abriss von Baudenkmälern ist zwar verboten – eine Strafe haben die Übeltäter aber nicht zu befürchten – bisher. Denn das will Mendoza nun ändern. Schon in den nächsten Wochen soll ermittelt werden, was mit den Bauwerken geschehen ist – und dann sollen die Veranwortlichen auch zur Rechenschaft gezogen werden. Dabei ist das Verschwinden der 20% nicht das einzige Problem: Wie die Untersuchung weiter ergab, befinden sich die meisten Baudenkmäler in sehr schlechtem Zustand. Damit sich das ändert, setzt sich Carlos Mendoza gemeinsam mit einer Gruppe wohlhabender Denkmalschutzbegeisterter um den Unternehmer Carlos Roncal Pretel dafür ein, einige besonders baufällige Bauwerke ihren Eigentümern zu einem überdurchschnittlichen Preis aufzukaufen und sie in Zukunft der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Alle der noch verbleibenden Bauwerke wird aber vermutlich auch das nicht retten können.
Schlagwort: Denkmalschutz
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Stadtmuseum Chachapoyas kommt voran
Die Bauarbeiten und Koordinationen für das Museum für Ethnographie und christliche Kunst in Chachapoyas kommen voran. Nach seiner Fertigstellung soll es neben historischen Objekten der Kirchengeschichte der Diözese auch Ausstellungsstücke aus der Zeit vor der Kolonialisierung beherbergen. Derzeit wird das Museum von Cáritas Chachapoyas gemeinsam mit verschiedenen Basisorganisationen der Stadt gebaut. Viele Stücke werden aus den Diözesanarchiven kommen, aber auch Privatleute und andere Institutionen werden gezielt angesprochen, um historisch wertvolle Stücke zur Ausstellung bereitzustellen. Demnächst soll eine Medienkampagne zur Sensibilisierung über dieses Thema gestartet werden. Der Verantwortlich für das Projekt betonte, dass die Ausstellungsstücke Eigentum des bereitstellenden bleiben werden und von Experten restauriert würden. Beherbergen soll das Museum das Gebäude der ehemaligen Kapelle „Santa Ãna“, das im Jahr 2005 als damals älteste Kirche der Stadt bei einem Erdbeben zerstört worden war. Ursprünglich war ein neues Gebäude entworfen worden, aufgrund der Regeln des Nationalen Kulturinstitutes, das auch für Denkmalschutz zuständig ist, musste das vormalige Gebäude wieder aufgebaut werden, um das Stadtbild zu erhalten.
=== TELEFONKABEL IM STADTZENTRUM WERDEN VERGRABEN
Wie der Chef der Telefónica in Chachapoyas gegenüber Radio Horizonte bekannt gab, wird im Rahmen der Sanierung des historischen Stadtzentrums von Chachapoyas demnächst mit dem Vergraben von Telefonkabeln begonnen.
Quelle: Radio Horizonte