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	<title>INFOAMAZONAS &#187; Umwelt</title>
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	<description>Ganz Peru, eine Seite.  Nachrichten, Kommentare und Analysen aus &#38; um Peru, Amazonas und Chachapoyas</description>
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		<title>Chachapoyas: Tilacancha jetzt Schutzgebiet</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Jul 2010 21:16:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>D. Raiser</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Schutzgebiet Tilacancha. Bild: Provinzverwaltung Chachapoyas (MPCH) Das Einzugsgebiet der Trinkwasserversorgung von Chachapoyas (Region Amazonas), Tilacancha, wurde offiziell zum Schutzgebiet erklärt. Das gab das peruansiche Umweltministerium MINAM bekannt. Damit soll das Gebiet um die Quellfassung geschützt werden, um ein Austrocknen der Quelle zu verhindern. In den vergangenen Jahren waren große Teile des Waldes rund um Tilacancha [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_3516" class="wp-caption alignright" style="width: 149px"><a href="http://www.infoamazonas.de/wp-content/uploads/2010/05/tilacancha_wasser_agua-emusap.jpg"><img class="size-full wp-image-3516" title="Tilacancha-Quellfassung. Foto: EMUSAP" src="http://www.infoamazonas.de/wp-content/uploads/2010/05/tilacancha_wasser_agua-emusap.jpg" alt="Tilacancha-Quellfassung. Foto: EMUSAP" width="139" height="92" /></a><p class="wp-caption-text">Tilacancha-Quellfassung. Foto: EMUSAP</p></div>
<div class="mceTemp">
<dl id="attachment_4076" class="wp-caption alignleft" style="width: 193px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.infoamazonas.de/wp-content/uploads/2010/07/tilacancha.jpg"><img class="size-full wp-image-4076 " title="Schutzgebiet Tilacancha. Bild:  Provinzverwaltung  Chachapoyas (MPCH)" src="http://www.infoamazonas.de/wp-content/uploads/2010/07/tilacancha.jpg" alt="Schutzgebiet Tilacancha. Bild: Provinzverwaltung Chachapoyas   (MPCH)" width="183" height="158" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Schutzgebiet   Tilacancha. Bild:  Provinzverwaltung Chachapoyas (MPCH)</dd>
</dl>
</div>
<p>Das Einzugsgebiet der Trinkwasserversorgung von Chachapoyas (Region Amazonas), Tilacancha, wurde offiziell zum Schutzgebiet erklärt. Das gab das peruansiche Umweltministerium MINAM bekannt. Damit soll das Gebiet um die Quellfassung geschützt werden, um ein Austrocknen der Quelle zu verhindern. In den vergangenen Jahren waren große Teile des Waldes rund um Tilacancha abgeholzt worden. Die Verwaltung des neuen Schutzgebietes übernimmt die Provinzverwaltung von Chachapoyas gemeinsam mit dem städtischen Wasserungernehmen EMUSAP, sowie den bäuerlichen Gemeinschaften der Distrikte Chachapoyas, San Isidro de Mayno und Levanto.</p>
<p>Das Schutzgebiet umfasst insgesamt 6800,48 Hektar.</p>
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		<title>Angaraes / Huancavelica: Damm bricht &#8211; Bergbauabraum verseucht Fluss</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Jul 2010 20:15:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>D. Raiser</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Abraum einer Bergbauunternehmung in der peruansichen Region Huancavelica hat den Opamayo-Fluss, sowie mehrere Nebenflüsse schwer verschmutzt und damit die Bevölkerung zahlreicher umliegender Orte in Gefahr gebracht. Nach übereinstimmenden Medienberichten waren Ende vergangenen Monats nach dem Bruch eines Damms mehr als 50 Tonnen verseuchter Abraum in den Fluss gelangt. Die Bewohner der umliegenden Ortschaften wurden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Abraum einer Bergbauunternehmung in der peruansichen Region Huancavelica hat den Opamayo-Fluss, sowie mehrere Nebenflüsse schwer verschmutzt und damit die Bevölkerung zahlreicher umliegender Orte in Gefahr gebracht. Nach übereinstimmenden Medienberichten waren Ende vergangenen Monats nach dem Bruch eines Damms mehr als 50 Tonnen verseuchter Abraum in den Fluss gelangt. Die Bewohner der umliegenden Ortschaften wurden darüber erst nach mehreren Tagen informiert.</p>
<p>Das peruanische Umweltministerium rief inzwischen den Notstand für die betroffenen Ortschaften aus. Zudem musste das Bergbauprojekt &#8220;La Caudalosa Chica&#8221; vorerst seine Arbeiten einstellen. Bereits im vergangenen Jahr hatte die peruanische Aufsichtsbehörde OSINERGMIN auf Mängel an den Dämmen hingewiesen. Den Hinweisen waren aber keine Taten gefolgt.</p>
<p>Für die kommenden Tage haben Anwohner der Provinz Angaraes einen 48stündigen Warnstreik angekündigt, um eine Beschleunigung der Reinigungsarbeiten und angemessene Entschädigungen zu fordern.</p>
<p>Nach Angaben des peruanischen Statistik- und Informatikinstitutes INEI haben fast 40% der Einwohner der Provinz keinen Trinkwasseranschluss und sind deshalb unter anderem auf Flusswasser angewiesen.</p>
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		<title>Umweltaktivist und Missionar Paul McAuley ausgewiesen</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Jul 2010 07:13:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>D. Raiser</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die peruansiche Migrationsbehörde Digemin hat dem englischen Umweltaktivist und Missionar Paul Michael Thomas McAuley eine Frist von sieben Tagen gestellt, um das Land zu verlassen. Das berichtet der Radiosenderverbund CNR. McAuley, der zum Orden der Schulbrüder (&#8220;La Salle&#8221;) gehört, wird vorgeworfen, an Konferenzen und Protesten teilgenommen zu haben, in deren Verlauf es zur &#8220;Störung die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die peruansiche Migrationsbehörde Digemin hat dem englischen Umweltaktivist und Missionar Paul Michael Thomas McAuley eine Frist von sieben Tagen gestellt, um das Land zu verlassen. Das berichtet der Radiosenderverbund CNR. McAuley, der zum Orden der Schulbrüder (&#8220;La Salle&#8221;) gehört, wird vorgeworfen, an Konferenzen und Protesten teilgenommen zu haben, in deren Verlauf es zur &#8220;Störung die Öffentliche Ordnung&#8221; gekommen sei. Zudem arbeite er für die Umweltorganisation &#8220;Red Ambiental de Loreto&#8221;, die sich mit Geldern der Entwicklungszusammenarbeit finanziere, dies sei nicht vom Ausländerrecht gedeckt, so Digemin.</p>
<p>McAuley erklärte inzwischen, er habe zwar Rechtsmittel eingelegt, werde der Entscheidung aber nachkommen. Er habe über Jahre für die Durchsetzung von Gesetzen gekämpft, deshalb könne er jetzt nicht selbst davor flüchten. Zuvor hatten ihm Awajún-Indígenas angeboten, sich auf ihrem Gebiet zu verstecken.</p>
<p>Für heute Morgen (Ortszeit) haben Unterstützer des Misionars und Umweltaktivisten einen Protestzug im Zentrum von Iquitos (Loreto) angekündigt.</p>
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		<title>IIAP: Marañón-Ölkatastrophe noch nicht unter Kontrolle</title>
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		<pubDate>Sat, 26 Jun 2010 08:26:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>D. Raiser</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Das peruanische Amazonas-Forschungsinstitut IIAP hat bestätigt, dass die Ölkatastrophe in der peruanischen Region Loreto noch nicht unter Kontrolle ist. Dort war die Außenhaut eines Tankschiffes wegen des niedrigen Pegelstands des Marañón-Flusses beschädigt worden. Rund 400 Barrel Öl sollen darauf hin ins Wasser geflossen sein. Obwohl auf den ersten Blick keine Ölreste mehr sichtbar sind, sei das &#8220;Wasser noch immer hoch kontaminiert&#8221;, so  IIAP-Forscher Víctor Sotero. Zuvor waren mehrere Wasserproben untersucht worden, die das IIAP an der Unfallstelle (Saramuro, Distrikt Parinari, Provinz und Region Loreto) selbst, sowie 500 Meter unterhalb genommen hatte. </p>
<p>Auch in  Santa Rita de Castilla, einem flussabwärts liegenden Ort, der sein Trinkwasser aus dem Fluss bezieht, wurde eine hohe Öl-Verschmutzung festgestellt. Das IIAP hat für die kommenden Tage einen detaillierten Bericht angekündigt.</p>
<p>Der Unfall des von Pluspetrol gecharterten Tankschiffs ereignete sich am vergangenen Samstag. </p>
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		<title>Saramuro / Loreto: 400 Barrel Erdöl verschmutzen Marañón</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Jun 2010 15:28:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>D. Raiser</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mindestens 400 Barrel Erdöl aus einem Tankschiff sind am vergangenen Samstag bei Saramuro (Distrikt Parinari / Provinz und Region Loreto) in den Marañón geflossen und bringen damit nicht nur Teile des fragilen Amazonas-Ökosystems, sondern auch die Bewohner mehrerer Ortschaften in Gefahr. Das berichtet Radio La Voz de la Selva (LVS). Die Bewohner der Ortschaften verfügen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mindestens 400 Barrel Erdöl aus einem Tankschiff sind am vergangenen Samstag bei Saramuro (Distrikt Parinari / Provinz und Region Loreto) in den Marañón geflossen und bringen damit nicht nur Teile des fragilen Amazonas-Ökosystems, sondern auch die Bewohner mehrerer Ortschaften in Gefahr. Das berichtet Radio La Voz de la Selva (LVS). Die Bewohner der Ortschaften verfügen, so LVS, über kein eigenes Trinkwassersystem und sind deshalb auf das Flusswasser angewiesen. Der Zivilschutz hat inzwischen mit der Lieferung von abgepacktem Trinkwasser begonnen.</p>
<p>Das verantwortliche Unternehmen, Pluspetrol, übernahm die Verantwortung. Nach Angaben des peruanischen Energie- und Bergbauministeriums war das Tankschiff wegen des niedrigen Wasserstandes gestrandet, wobei die Außenhaut beschädigt wurde. Eine Abordnung der Regionalregierung Loreto plant derweil die Entnahme von Wasserproben an verschiedenen Stellen des Marañón. Der Fluss ist einer der wichtigsten Amazonas-Zuflüsse.</p>
<p>Norman Lewis del Alcázar, Interimspräsident der Region, kritisierte die Informationspolitik von Pluspetrol. &#8220;Wie ist es möglich, dass weder die Staatsanwaltschaft, noch die Regionaldirektion für Energie und Bergbau informiert wird&#8221;, sagte del Alcázar gegenüber LVS.</p>
<p>Umweltschützer sprechen von größeren Mengen ausgelaufenen Öls.</p>
<p>Der Distrikt Parinari gehört zur Provinz Loreto in der gleichnamigen Region, die im Norden an das Nachbarland Ecuador grenzt, und hat 7.292 Einwohner.</p>
<p>In einem Brief <a title="SIE VERLASSEN INFOAMAZONAS in einem neuen Fenster." href="http://www.servindi.org/actualidad/27210" target="_blank">kritisiert die Kirchengemeinde Santa Rita de Castilla – Río Marañón</a> die Säuberungsarbeiten.</p>
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		<title>Chappuis: 1,18 Milliarden US-$ würde DoeRun-Verstaatlichung kosten</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Jun 2010 10:06:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>D. Raiser</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Unglaubliche Zahlen: Nach Angaben der ehemaligen Bergbaudirektorin des peruanischen Energie- und Bergbauministeriums MEM, María Chapuís, würde die Verstaatlichung der Metallschmelze in La Oroya (Region Junín) den Staat mehr als eine Milliarde US-Dollar kosten. Das sagte sie gegenüber dem Infodienst INFOREGION. Allein 120 Millionen US-Dollar schuldet der derzeitige Betreiber DoeRun allein den Zulieferern. Hinzu kämen 270 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unglaubliche Zahlen: Nach Angaben der ehemaligen Bergbaudirektorin des peruanischen Energie- und Bergbauministeriums MEM, María Chapuís, würde die Verstaatlichung der Metallschmelze in La Oroya (Region Junín) den Staat mehr als eine Milliarde US-Dollar kosten. Das sagte sie gegenüber dem Infodienst INFOREGION. Allein 120 Millionen US-Dollar schuldet der derzeitige Betreiber DoeRun allein den Zulieferern. Hinzu kämen 270 Millionen US-Dollar Steuerschulden.</p>
<p>Billiger käme es den Staat, jedem Arbeiter 10.000 US-$ zu geben, damit er sich selbst eine neue Existenz aufbauen kann, so Chapuís. Dies würde &#8220;nur&#8221; 38 Millionen US$ kosten.</p>
<p>Im Folgenden der<a title="SIE VERLASSEN INFOAMAZONAS in einem neuen Fenster." href="http://www.inforegion.pe/portada/60727/mil-180-millones-de-dolares-costaria-al-peru-nacionalizar-doe-run/" target="_blank"> komplette Beitrag</a> von INFOREGION:</p>
<p>Mil 180 millones de dólares costaría al Perú nacionalizar Doe Run</p>
<p>La ex directora general de Minería del Ministerio de Energía y Minas, María Chapuís, consideró no viable que el Estado asuma toda la responsabilidad frente al daño ambiental ocasionado en La Oroya por la empresa minero-metalúrgica Doe Run, así como su fraccionamiento con la Sunat.</p>
<p>La ex funcionaria sostuvo que esta opción no es la más conveniente para el país, pues el Estado tendría que asumir todas las deudas adquiridas por la Doe Run Peru, las mismas que –según proyecciones- sumarían mil 180 millones de dólares.</p>
<p>“Si se llegara a nacionalizar la Doe Run Peru, el Estado tendría que pagar al menos las siguientes sumas: 150 millones de dólares a su propietario (figura como deuda de la empresa); 120 millones de dólares a sus proveedores (de otra manera no podría recibir concentrados para operar la fundición)”, dijo.</p>
<p>“Estas 2 acreencias suman 270 millones de dólares. Sin embargo, con 200 millones de dólares se puede construir una fundición similar, pero de última generación, y no la planta sub-estándar que está a medio construir en La Oroya”, indicó Chappuis.</p>
<p>La experta en temas mineros sostuvo que a esta cuenta faltaría sumarle la deuda que la empresa minero-metalúrgica tiene con la Sunat, la misma que ascendería a 270 millones de dólares.</p>
<p>Además, la limpieza ambiental (40 millones de dólares), la inversión que falta para concluir la planta sub-estándar (100 millones de dólares), así como las indemnizaciones de los juicios en Estados Unidos por daños a la salud de la población y de los trabajadores de La Oroya, suma que ascendería a los 500 millones de dólares.</p>
<p>“En cambio, si el gobierno decide subvencionar con 10,000 dólares a cada uno de los trabajadores de La Oroya para que se reubiquen, le costaría al Estado solamente 38 millones de dólares”, finalizó.</p>
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		<title>Cajabamba / Cajamarca: Tote bei Konflikt um informellen Bergbau</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Jun 2010 13:10:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>D. Raiser</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bei dem Versuch, das Gelände des Bergbauprojektes Minera Cajabamba zu besetzen, sind nach Angaben von Radio Santa Mónica (Chota) mehrere Menschen ums Leben gekommen. Um wie viele Personen es sich dabei handelt, sowie ihre Identität ist noch nicht geklärt. Mehrere Personen, die illegalen Bergbau betreiben, hatten das Gelände des Bergbauprojektes Minera Cajabamba besetzt, um dort [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bei dem Versuch, das Gelände des Bergbauprojektes Minera Cajabamba zu besetzen, sind nach Angaben von Radio Santa Mónica (Chota) mehrere Menschen ums Leben gekommen. Um wie viele Personen es sich dabei handelt, sowie ihre Identität ist noch nicht geklärt.</p>
<p>Mehrere Personen, die illegalen Bergbau betreiben, hatten das Gelände des Bergbauprojektes Minera Cajabamba besetzt, um dort ihrem Handwerk nachzugehen. Nach Angaben der Polizei  wurden die Beamten, die versuchten, das Gelände zu räumen, mit Schusswaffen und Sprengstoff angegriffen, wobei ein Polizist verletzt wurde.</p>
<p>Anwohner berichten, die illegalen Bergleute würden giftige Cyanide einsetzen, um Mineralien zu gewinnen.</p>
<p>Bereits seit 2005 leidet die Provinz Cajabamba unter verschiedenen Bergbaukonflikten, zunächst zwischen zwei Bergbauunternehmen, die Schürfrechte jeweils für sich beanspruchten, nun auch mit informellen Bergleuten.</p>
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		<title>Islay / Arequipa: Bergbaugegner räumen Panamericana, Premierminister kommt zum Dialog</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Apr 2010 20:33:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>D. Raiser</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Gegner des Bergbauprojektes &#8220;Tía María&#8221;, die in der südperuanischen Provinz Islay (Region Arequipa) für fast eine Woche einen Abschnitt der Panamericana-Fernstraße besetzt gehalten hatten, haben die Blockade aufgegeben. Nach Angaben der Coordinadora Nacional de Radio (CNR) ist inzwischen eine Delegation der peruanischen Regierung vor Ort eingetroffen, um an einem runden Tisch mit den Bergbaugegnern [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Gegner des Bergbauprojektes &#8220;Tía María&#8221;, die in der südperuanischen Provinz Islay (Region Arequipa) für fast eine Woche einen Abschnitt der Panamericana-Fernstraße besetzt gehalten hatten, haben die Blockade aufgegeben. Nach Angaben der Coordinadora Nacional de Radio (CNR) ist inzwischen eine Delegation der peruanischen Regierung vor Ort eingetroffen, um an einem runden Tisch mit den Bergbaugegnern zu sprechen. Die Delegation besteht unter anderem aus Premierminister Javier Velásquez, Umweltminister Antonio Brack, Landwirtschaftsminister Adolfo de Córdova, sowie Energie- und Bergbauminister Pedro Sánchez. Damit konnte vorerst eine Eskalation des Konfliktes verhindert werden.</p>
<p>Zahlreiche Organisationen der Zivilgesellschaft, sowie politische Amtsträger wie der Bürgermeister des Distriktes Cocachacra, Juan Alberto Guillén López, fürchten, der Kupferabbau in der Provinz Islay könnte den bislang stärksten Wirtschaftszweig der Provinz, die Landwirtschaft, schädigen. Neben der Wasserverschmutzung durch Schwefelsäure fürchten die Anwohner ein Absinken des Grundwasserspiegels, da bis zum Bau eines eigenen Wasserreservoirs für &#8220;Tía María&#8221; Wasser aus dem Boden gepumpt werden müsste.</p>
<p>Schon kurz bevor sich der runde Tisch konstituiert hatte, begannen die Demonstranten mit der Räumung der Panamericana, die nicht nur durch tausende Menschen, sondern auch mit Baumstämmen, Gestrüpp und Steinblöcken blockiert worden war. Allerdings befinden sich nach Angaben von Radio Yaraví (Arequipa) bis zum Zeitpunkt noch immer viele Demonstranten in der Nähe der Panamericana, ein klares Zeichen, dass man dem runden Tisch für Cocachacra und Umgebung keine schnelle Lösung zutraut.</p>
<p>Das Zusammentreffen der Bergbaugegner und der Regierungsdelegation war möglich geworden, nachdem die peruanische Volksanwaltschaft, Angehörige der katholischen Kirche, sowie der Regionalpräsident von Arequipa, Juan Manuel Guillén Benavides, ein Aussetzen der Protestmaßnahmen für 24 Stunden aushandeln konnten.</p>
<p>Bei einer Volksbefragung im Distrikt Cocachacra hatte sich im September 2009 90% gegen die Durchführung des Bergbauprojektes &#8220;Tía María&#8221; ausgesprochen.</p>
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		<title>Perus Bevölkerung beklagt extreme Zuckerpreise</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Apr 2010 21:41:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>D. Raiser</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eine Verdopplung des Zuckerpreises innerhalb eines Jahres macht derzeit Perus Bevölkerung und Lebensmittelwirtschaft zu schaffen. Das Kilo Rohrzucker, im Februar 2009 in Lima noch für 1,32 Nuevos Soles zu haben, kostete im März 2,77 Nuevos Soles, aus Städten im Landesinneren &#8211; beispielsweise Chachapoyas &#8211; werden Preise von über drei Nuevos Soles gemeldet. Wie das staatliche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Verdopplung des Zuckerpreises innerhalb eines Jahres macht derzeit Perus Bevölkerung und Lebensmittelwirtschaft zu schaffen. Das Kilo Rohrzucker, im Februar 2009 in Lima noch für 1,32 Nuevos Soles zu haben, kostete im März 2,77 Nuevos Soles, aus Städten im Landesinneren &#8211; beispielsweise Chachapoyas &#8211; werden Preise von über drei Nuevos Soles gemeldet.<br />
Wie das staatliche Institut für Statistik und Informatik INEI meldet, das Monat für Monat Preisentwicklungsstatistiken veröffentlicht, stieg allein im März diesen Jahres der Preis des weißen, feinen Zuckers um 13,5% an, der Preis des Rohrzuckers um 12,1%. Die peruanische Regierung macht dafür Probleme im Ausland verantwortlich, besonders Überschwemmungen in Brasilien und einen hohen Weltmarktpreis. Wie die Tageszeitung &#8220;La República&#8221; berichtet, haben erste Süßigkeitenfabrikanten und Bäckereien ihre Produktion gedrosselt. Verkäufer berichten, Kunden würden beim Kauf eher auf kleine Mengen zurückgreifen.</p>
<p>Nach Angaben der Vereinigung peruanischer Zucker- und Biotreibstoffproduzenten APPAB lag wegen des El Niño-Effektes das Erntevolumen in diesem Sommer niedriger.</p>
<p><a title="SIE VERLASSEN INFOAMAZONAS in einem neuen Fenster." href="http://www.larepublica.pe/archive/all/larepublica/20100414/12/node/260820/todos/14" target="_blank">Kritiker </a>vermuten allerdings, dass der Preisanstieg dadurch verursacht wurde, dass Zuckerrohrproduzenten mehr verdienen, wenn sie das Zuckerrohr an Produzenten von <a title="SIE VERLASSEN INFOAMAZONAs in einem neuen Fenster." href="http://www.diariolaprimeraperu.com/online/noticia.php?IDnoticia=60592" target="_blank">Biotreibstoffen </a>verkaufen.</p>
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		<title>Volksanwaltschaft: In 60% der sozialen Konflikte Perus kommt der Dialog erst nach der Gewalt</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Apr 2010 06:59:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>D. Raiser</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>In 60% der derzeitig 255 aktiven sozialen Konflikte in Peru kam es erst nach einem Ausbrechen von Gewalt zu einem Dialog mit der Regierung. Das prangerte Miguel Lévano Muñoz von der Konfliktprävention- und Governance-Einheit der peruanischen Volksanwaltschaft (Defensoría del Pueblo) an. Als Beispiel nannte Muñoz die Konflikte bei den Protesten illegaler Schürfer, Bergbauunternehmer und Bergarbeiter, in deren Verlauf in den vergangenen Wochen bei einer Straßenblockade in Chala (Arequipa) mehrere Personen ums Leben kamen. Die Volksanwaltschaft wirft der peruanischen Regierung vor, nicht genug für die Vorbeugung solcher Konflikte zu tun. &#8220;Wir sehen noch eine nachsorgende, keine vorsorgende Haltung des Staates. Erst, wenn er die Gewalt zu Kenntnis nimmt, kümmert er sich darum [um die Konflikte]&#8220;, so Muñoz gegenüber CNR. Deshalb forderte alle staatlichen Ebenen auf, mehr für die Konfliktprävention zu tun, falls notwendig auch mit runden Tischen.</p>
<p>Allein im März war die Anzahl registrierter Konflikte um 10 gestiegen, in sechs davon geht es um Umweltfragen.</p>
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		<title>Das riesige Problem des informellen Bergbaus in Peru (Serie Bergbaukonflikte Teil I)</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Mar 2010 14:07:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>D. Raiser</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bergbau-Probleme braucht man in Peru nicht mit der Lupe zu suchen. Nicht erst seitdem das Blacksmith Institute den Bergbau- und Hüttenort &#8220;La Oroya&#8221; als einen der verseuchtesten Orte der Erde identifiziert hat, begann sich das auch im Ausland herumzusprechen. Wie auch bei der Yanacocha-Mine in der peruanischen Region Cajamarca, in deren Umfeld Anwohner immer wieder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2408" class="wp-caption alignright" style="width: 588px"><a href="http://www.infoamazonas.de/wp-content/uploads/2010/03/mineria_informal_madre_de_dios_foto_el_comercio.jpg"><img class="size-full wp-image-2408" title="informeller Bergbau in Madre de Dios. Foto: El Comercio 10.11.2009" src="http://www.infoamazonas.de/wp-content/uploads/2010/03/mineria_informal_madre_de_dios_foto_el_comercio.jpg" alt="informeller Bergbau in Madre de Dios. Foto: El Comercio 10.11.2009" width="578" height="264" /></a><p class="wp-caption-text">informeller Bergbau in Madre de Dios. Foto: El Comercio 10.11.2009</p></div>
<p>Bergbau-Probleme braucht man in Peru nicht mit der Lupe zu suchen. Nicht erst seitdem das Blacksmith Institute den Bergbau- und Hüttenort &#8220;La Oroya&#8221; als einen der verseuchtesten Orte der Erde identifiziert hat, begann sich das auch im Ausland herumzusprechen. Wie auch bei der Yanacocha-Mine in der peruanischen Region Cajamarca, in deren Umfeld Anwohner immer wieder die Verschmutzung ihrer Gewässer anprangern, ist es im Falle &#8220;La Oroya&#8221; weitgehend klar, welches Unternehmen im Moment für die Verschmutzung, beziehungsweise deren Verhinderung zuständig ist. Nicht ganz so klar ist die Sache allerdings, wenn nicht ein großes Unternehmen den Bergbau betreibt, sondern hunderte oder tausende Glücksritter oder zwielichtige Unternehmer halb oder ganz illegal am Schürfen sind.</p>
<p><strong>Auslöser von Konflikten</strong></p>
<p>Das Problem, kaum zu Übersehen und außerhalb der Hauptstadt Lima weitgehend bekannt, kam im November vergangenen Jahres schließlich ganz oben auf die politische Agenda Perus. Die Tageszeitung &#8220;El Comercio&#8221; titelte &#8220;Brutale Entwaldung in Madre de Dios&#8221;, noch stärker schreckte aber das abgedruckte Bild eines gigantischen Areals auf, das früher einmal von dichtem Regenwald bedeckt gewesen sein soll (Siehe Bild). Heute sieht man nur noch das Grau und Braun von toten Bächen, die durch verschmutzten Sand und rauhen Felsen fließen.</p>
<p>Seitdem wird nach Lösungen gesucht für ein gewaltiges Problem mit einem Sektor, der Dank hoher Goldpreise riesige Gewinne einfährt. Das hat sich auch im letzten &#8220;Krisenreport&#8221; der peruanischen Volksanwaltschaft (Defensoría del Pueblo) niedergeschlagen, in dem zahlreiche Bergbaukonflikte aufgeführt werden. Darunter ist auch der Fall &#8220;Reserva Comunal de Amarakaeri&#8221;, einem Schutzgebiet in Madre de Dios, in dem Goldschürfer ohne Lizenz zu Arbeiten begonnen hatten. Per Notfalldekret verbot Umweltminister Brack im Februar die Nutzung von &#8220;Dragas&#8221; in Madre de Dios, kleine Schwimmbagger, die dort zum Goldschürfen im Wasser verwendet werden. Damit brachte er die Bergbau-Vereinigung Madre de Dios FEDEMIN gegen sich auf.</p>
<p><strong>MEM: Rund 100.000 Beschäftigte im illegalen Bergbau</strong></p>
<p>Schätzungen des peruanischen Energie- und Bergbauministeriums zeigen das Ausmaß des Problems, das wegen der Giftstoffe, die von informellen Goldschürfern in die Flüsse geleitet werden, ein ziemlich großes ist. Rund 100.000 Menschen, schätzt das Ministerium, arbeiten landesweit im illegalen Bergbau-Sektor und erwirtschaften damit bis zu 600 Millionen US-$ pro Jahr, wovon die geschädigte Bevölkerung und das ganze Land nichts abbekommen &#8211; wegen der fehlenden Kontrolle geht das Geld einfach am Fiskus vorbei. Damit birgt das Thema auch sozial einigen Sprengstoff, besonders in Regionen mit hoher Arbeitslosigkeit wir beispielsweise Madre de Dios.</p>
<p><strong>Probleme in vielen Teilen Perus</strong></p>
<p>Doch nicht nur Madre de Dios ist betroffen. Im vergangenen Jahr hatten Bewohner der Provinz Condorcanqui im Norden der Region Amazonas beklagt, mehrere Goldsucher aus Ecuador hätten illegal die Grenze überquert um auf peruanischer Seite nach Gold zu suchen. Das entsprechende Gelände glich nach dem Abzug der Goldsucher einem Schweizer Käse. In Puno wurden zwei gigantische Lastkraftwagen und zwei Bagger beschlagnahmt, mit denen illegaler Bergbau betrieben wurde.</p>
<p>In Loreto, genauer gesagt auf dem Napo-Fluss (río Napo), beschlagnahmte vergangene Woche die peruanische Marine drei Schwimmbagger. Zuvor war die Marine bei einem Helikopterflug auf die Schiffe aufmerksam geworden. An Bord wurden nicht nur Werkzeuge zur Goldförderung und Pumpen gefunden, sondern auch zahlreiche Fässer mit hochgiftigem Quecksilber.</p>
<p>Nun sollen die bisher illegalen Bergbauunternehmer und Goldschürfer dazu bewegt werden, auf legalen Bergbau umsteigen. Dafür müssten strenge Umweltrichtlinien eingehalten werden, ein entsprechendes Gesetz soll dabei helfen. Dass das Thema damit gelöst ist, ist eher unwahrscheinlich Viele der Glücksritter &#8211; die nach Angaben des peruanischen Umweltministeriums bis zu einer Million US-$ in einen der 150 in Madre de Dios aktiven Schwimmbagger investiert haben &#8211; werden ihr Geschäft nicht so einfach aufgeben wollen. Eine Bevölkerung, für die der Staat und seine Leistungen wenn überhaupt bisher nur abstrakt in Erscheinung getreten ist, davon zu überzeugen, Steuern und Abgaben zu bezahlen, ist ebenfalls eine Aufgabe, die nicht von heute auf morgen zu bewältigen ist. Und selbst der Umstieg auf &#8220;legalen&#8221; Bergbau garantiert &#8211; leider &#8211; noch immer keinen &#8220;sauberen&#8221; Bergbau, da bisher &#8211; La Oroya und Yanacocha zeigen es &#8211; keine wirklich effiziente staatliche Kontrolle des peruanischen Bergbaus existiert. Weswegen die Bergbaukonflikte auch in Zukunft Monat für Monat den Krisenreport der Volksanwaltschaft dominieren werden.</p>
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		<title>Neuer Bergbau-Konflikt in Amazonas: Aguaruna lehnen Erdgasförderung ab</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Mar 2010 11:24:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>D. Raiser</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Übereinkommen 169 ILO]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein neuer Bergbaukonflikt bahnt sich im Norden der peruanischen Region Amazonas an. Das berichtet die peruanische Volksanwaltschaft (Defensoría del Pueblo / Ombudsman) in ihrem jüngsten Krisenreport. Demnach lehnen mehrere Organisationen der Provinz Condorcanqui den Konzessionsvertrag 116 ab, der dem Unternehmen Maurel Et Prom Perú SAC den Bergbau im Distrikt Santa María de Nieva erlaubt. Zuvor [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2351" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.infoamazonas.de/wp-content/uploads/2010/03/perupetro-hocol-mapa-concesion-lote-116-condorcanqui-frontera-con-ecuador-plano.jpg"><img class="size-medium wp-image-2351" title="Plan Lote 116. Quelle: PERUPETRO." src="http://www.naimad.de/wp/wp-content/uploads/2010/03/perupetro-hocol-mapa-concesion-lote-116-condorcanqui-frontera-con-ecuador-plano-300x205.jpg" alt="Plan Lote 116. Hokol Maurel Et Prom Peru Quelle: PERUPETRO." width="300" height="205" /></a><p class="wp-caption-text">Plan Lote 116. Quelle: PERUPETRO.</p></div>
<p>Ein neuer Bergbaukonflikt bahnt sich im Norden der peruanischen Region Amazonas an. Das berichtet die peruanische Volksanwaltschaft (Defensoría del Pueblo / Ombudsman) in ihrem jüngsten Krisenreport. Demnach lehnen mehrere Organisationen der Provinz Condorcanqui den Konzessionsvertrag 116 ab, der dem Unternehmen Maurel Et Prom Perú SAC den Bergbau im Distrikt Santa María de Nieva erlaubt. Zuvor hatte Maurel Et Prom Perú SAC die Konzession von Hocol Perú übernommen. Viele Einwohner fürchten eine mögliche Umweltverschmutzung durch die Bergbauaktivitäten. Unter den ablehnenden Organisationen sind auch mehrere Ureinwohner-Organisationen, darunter der Bund der Aguaruna-Gemeinschaften des Nieva-Flusses.</p>
<p>Doch nicht nur die Bergbauaktivitäten selbst werden abgelehnt, es wird auch kritisiert, dass die im Übereinkommen 169 der Internationalen Arbeitsorganisation ILO festgelegte Konsultation der betroffenen Gemeinschaften nicht stattgefunden hat. Bis heute konnte sich der peruanische Kongress allerdings noch nicht über ein entsprechendes Konsultationsverfahren einigen. Peru hat das Übereinkommen 196 ratifiziert.</p>
<p>Wie aus dem Krisenreport der Volksanwaltschaft hervorgeht, gibt es aber auch Ureinwohner, die den Bergbau in ihrem Gebiet befürworten. Ein Dialog ist im Moment noch nicht abzusehen.</p>
<p>Bei den Indígena-Protesten am vergangenen 22. Februar stand auch das Thema &#8220;Maurel Et Prom Perú SAC&#8221; ganz oben auf der Protestagenda.</p>
<p>Für den 19. März sind erste Gespräche zwischen 180 Indígena-Gesandten geplant, bei denen das Thema besprochen werden soll. Es ist davon auszugehen, dass sie sich gegen das Projekt aussprechen werden, was, sollte Maurel Et Prom Perú SAC auf seinem Projekt bestehen, vermutlich zu einer Radikalisierung des Konflikts führen würde.</p>
<p>Das betreffende Gasvorkommen umfasst, wie aus dem Vertrag zwischen PERUPETRO und HOCOL PERU hervorgeht mit der Parzelle 116 die Provinz Datem del Marañón in Loreto, sowie Condorcanqui und Bagua in der Region Amazonas.</p>
<p>Der vollständige Bericht der Defensoría del Pueblo <a title="SIE VERLASSEN DEN CHACHABLOG in einem neuen Fenster." href="http://www.defensoria.gob.pe/conflictos-sociales/objetos/paginas/6/44conflictos_-_reporte_72_-_febrero_2010.pdf" target="_blank">kann </a>hier eingesehen werden.</p>
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		<title>Proteste gegen Wasserkraftwerk Inambari (Serie Wasser-Konflikte II)</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Mar 2010 22:51:26 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Peru hat mit riesigen Flüssen mit hohem Gefälle, hohen Bergen und tiefen Tälern zweifelsohne ein unglaubliches Potenzial zur Stromerzeugung durch Wasserkraft. Die Projekte, die Tag für Tag durch peruanische Medien geistern, haben wahrhaft gigantische Ausmaße. 2.200 Megawatt Leistung pro Jahr soll beispielsweise das Wasserkraftwerk Inambari erbringen, vier Milliarden US-$ soll es nach Angaben des peruanischen Energie- und Bergbauministeriums MINEM kosten. Dafür müsste in Cusco, Puno und Madre de Dios der Inambari-Fluss aufgestaut werden. 221.000 Hektar Land würden im entstehenden Stausee verschwinden, wie Egasur, ein Konsortium diverser brasilianischer Unternehmen und derzeit im Besitz einer Lizenz für Studien rund um das Projekt, bekannt gab. Von den vier Milliarden US-$ sollen 200 Millionen für die Wahrung der &#8220;Umweltverträglichkeit&#8221; bereit stehen, so Egasur. Die &#8220;Umweltverträglichkeit&#8221; schließt auch die Entschädigung für diejenigen ein, die umgesiedelt werden. Das Inambari-Projekt ist eines von fünf, deren Realisierung die peruanische gemeinsam mit der brasilianischen Regierung vorantreibt.</p>
<p>In den betroffenen Regionen regt sich allerdings Protest: Bewohner des Inambari-Tals wollen sich nicht damit abfinden, ihre Heimat verlassen zu müssen. Umweltschützer warnen davor, angeblich unberührte Waldflächen dem Stausee zu opfern. Auch die peruanische Ingenieurskammer (Colegio de Ingenieros) kritisiert die derzeitige Planung. Allerdings stellen die Ingenieure nicht das Projekt selbst oder gar die Stromerzeugung durch Wasserkraft in Frage, sondern die Verträge über das Inambari-Projekt. Sie befürchten, der peruanische Markt werde von der Stromerzeugung nichts abbekommen und forderten deshalb kürzlich in einem offenen Brief, erst dann Strom zu exportieren, wenn der eigene &#8211; stark wachsende &#8211; Bedarf gedeckt sei. Zudem fehle es an technischen und sozialen Studien zum Projekt, wodurch die peruanische Seite ihre Position selbst unnötig geschwächt habe. Wie peruanische Medien berichten, würden auch 65 Kilometer der erst kürzlich eröffneten interozeanischen Straße, die im Süden Perus die Küste mit Brasilien verbindet, in den Fluten verschwinden.</p>
<p>In der Region Puno sind für die kommenden Tage erste Streiks gegen das Projekt angekündigt.</p>
<p><strong>Paquitzapango: 6-7 Ureinwohner-Gruppen im geplanten Stausee</strong></p>
<p>Auch ein weiteres Projekt könnte noch für Konflikte sorgen. Auf der Fläche des geplanten Stausees leben nach Angaben des peruansichen Umweltministers Antonio Brack Egg 6-7 Gruppen von Ureinwohnern. Der Paquitzapango-Staudamm würde in Junín den Éne-Fluss aufstauen und eine Leistung von 1.379 MW aufweisen.</p>
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		<title>Adriana von Hagen: Leymebamba-Kondore niemals ausgestorben</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Feb 2010 10:51:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>D. Raiser</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Der Andenkondor will nicht aussterben und kehrt ins Amazonasgebiet zurück&#8221; titelte vor wenigen Tagen die peruanische Tageszeitung &#8220;El Comercio&#8221;. Andere Medien übernahmen die Meldung. Zu unrecht, wie die Forscherin Adriana von Hagen, Co-Direktorin des Museums und Forschungszentrums &#8220;Centro Mallqui&#8221; (Leymebamba) jetzt gegenüber dem CHACHABLOG erklärte. Denn: Der Kondor war niemals weg. Insgesamt fünf Kondore sind [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.infoamazonas.de/wp-content/uploads/2010/02/Kondor-Condorcito_vilaya_tours.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-2095" title="&quot;Kondorcito&quot;, der Andenkondor, der in die Freiheit entlassen wurde. Bild: Vilaya Tours." src="http://www.infoamazonas.de/wp-content/uploads/2010/02/Kondor-Condorcito_vilaya_tours.jpg" alt="&quot;Kondorcito&quot;, der Andenkondor, der in die Freiheit entlassen wurde. Bild: Vilaya Tours." width="336" height="450" /></a>&#8220;Der Andenkondor will nicht aussterben und kehrt ins Amazonasgebiet zurück&#8221; titelte vor wenigen Tagen die peruanische Tageszeitung &#8220;El Comercio&#8221;. Andere Medien übernahmen die Meldung. Zu unrecht, wie die Forscherin Adriana von Hagen, Co-Direktorin des Museums und Forschungszentrums &#8220;Centro Mallqui&#8221; (Leymebamba) jetzt gegenüber dem CHACHABLOG erklärte. Denn: Der Kondor war niemals weg.</p>
<p>Insgesamt fünf Kondore sind in der Nähe von Leymebamba beheimatet, berichten Vogelkundler. Noch vor wenigen Wochen waren es nur vier, dann konnte eine Gruppe von Vogelschützern um Adriana von Hagen, Oscar Bravo Cruz und Rob Dover einen jungen Kondor in die Freiheit entlassen. Der Vogel hatte kurz vor seinem ersten Geburtstag Anfang Dezember seine ersten Flugversuche unternommen und war dabei auf einem nahe gelegenen Feld unsanft gestürzt. Dabei verletzte er sich am Fuß. Der Besitzer des Feldes wollte ihn schlachten und essen oder meistbietend verkaufen. Das beherzte Eingreifen mehrerer Dorfbewohner rettete &#8220;Kondorcito&#8221;, wie er in Leymebamba liebevoll genannt wird, vermutlich das Leben.</p>
<p>Deswegen können vogelinteressierte Reisende heute &#8220;Kondorcito&#8221; und seine Artgenossen beobachten. Dazu müssen sie allerdings etwas Zeit und Glück mitbringen, so Adriana von Hagen gegenüber dem CHACHABLOG. Die Kondore, eine der größten flugfähigen Vogelarten weltweit, leben im Atuén-Tal, das rund eine Laufstunde vom Museum Leymebamba entfernt liegt. Sie nisten in dessen steil abfallenden Hängen. An manchem Tag sind sie aber auch einfach &#8220;ausgeflogen&#8221;. Dann findet man sie vielleicht an dem See, dem sie einst ihren Namen gaben, die &#8220;Lagunda de los Cóndores&#8221; (dt. <em>Kondorsee</em>).</p>
<p>In Zukunft sollen die Leymebamba-Kondore auch besser geschützt werden. Dazu haben Kondor-Fans wie Oscar Bravo Cruz eine Reihe von Informationsveranstaltungen geplant. Darin wird nicht nur die bewegende Geschichte der ersten Flugversuche von &#8220;Kondorcito&#8221; erzählt, noch wichtiger ist, der ländlichen Bevölkerung am südlichen Ende der Region Amazonas die Bedeutung des Kondors bewußt zu machen. Denn der Kondor ist nicht nur wichtig für das Ökosystems, sondern auch für den Geldbeutel der lokalen Bevölkerung, die durch den Schutz der Kondore ein Mehr an Besuchern erwarten kann.</p>
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		<title>Wetteramt SENAMHI: Hitzerekorde in peruanischen Urwaldregionen</title>
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		<pubDate>Thu, 21 Jan 2010 15:21:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>D. Raiser</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eine ungewöhnliche Hitzewelle hat Teile der peruanischen Urwaldregionen San Martín und Ucayali fest im Griff. Temperaturen von bis zu 43°C waren dieser Tage in mehreren Ortschaften gemessen worden, so Raúl Aranda Contreras, Ingenieur des peruanischen Wetteramtes SENAMHI gegenüber dem Nachrichtendienst INFOREGION. Contreras selbst führt das Wetterphänomen auf den Klimawandel zurück. Die Spitzenwerte, so Contreras, haben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine ungewöhnliche Hitzewelle hat Teile der peruanischen Urwaldregionen San Martín und Ucayali fest im Griff. Temperaturen von bis zu 43°C waren dieser Tage in mehreren Ortschaften gemessen worden, so Raúl Aranda Contreras, Ingenieur des peruanischen Wetteramtes SENAMHI <a title="SIE VERLASSEN DEN CHACHABLOG in einem neuen Fenster." href="http://www.inforegion.pe/portada/46813/temperaturas-en-la-selva-peruana-llegan-hasta-los-43-grados/" target="_blank">gegenüber dem Nachrichtendienst INFOREGION</a>. Contreras selbst führt das Wetterphänomen auf den Klimawandel zurück.</p>
<p>Die Spitzenwerte, so Contreras, haben sich inzwischen bei 38 bis 39°C im Schatten eingependelt, wordurch ganze Felder und landwirtschaftliche Anbauflächen vertrocknen.</p>
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