Sehr treffend schreibt tagesschau.de über eine AFP-Meldung zum Streit zwischen Peru und Chile darüber, woher genau die Kartoffel kommt.
Kategorie: Peru
Artikel, die das Andenland im allgemeinen betreffen.
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Kultusdirektor der Region Amazonas bittet um Rücktritt
Regionalpräsident Oscar Altamirano muss nun entscheiden, wann Gustavo Corvera Coronel zurücktreten darf. Häufig wurde Coronel Korruption vorgeworfen, zu einer Verurteilung kam es nie. Er selbst beschreibt seine Arbeit als Kultusdirektor als „erfolgreich“ und sagte gegenüber dem Radiosender „Radio Horizonte“, mit ihm an der Spitze sei seine Institution modernisiert worden. EIn Nachfolger steht noch nicht fest.
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Razzia im Mercado Modello
Wie Radio Horizonte berichtet, durchsuchten die Steueraufsicht SUNAT, Polizei und Zollbehörden heute Morgen den zentralen Markt von Chachapoyas. Gesucht wurde dabei nach gefälschten oder gestohlenen Produkten und nach Händlern, die keine Quittungen für gekaufte Artikel ausstellen. Nach Angaben eines Augenzeugen transportierten die Einsatzkräfte mehrere Säcke mit CDs, DVDs und Mobiltelefonen zum Polizeipräsidium. Gleichzeitig wurden ähnliche Aktionen an anderen Orten der Region durchgeführt.
Nachtrag: Es wurden bei der Razzia Waren im Wert von ca. 80.000 Soles beschlagnahmt.
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Dina Paucar singt für die Kartoffel
Volksmusik-Folklore-Star Dina Paukar, bekannt geworden durch Superhits wie „Madre“ (Mutter), „Me emborracho“ (Ich betrinke mich) oder „Adios Adios“ (Tschüss, Tschüss), singt den Titelsong für den diesjährigen „Tag der Kartoffel“ (día de la papa) am 1. Juni in Comas, Peru. Dina Paucar wird dabei von den Caribeños de Guadalupe, Camaguey und Chola Chabuca begleitet. Im Rahmen der Feiern wird Dina Paucar auch offiziell als Unicef-Ehrenbotschafterin vorgestellt. In einem Interview mit der staatlichen Nachrichtenagentur ANDINA rief sie die Peruaner auf, mehr Kartoffeln zu essen, die ja schließlich sehr lecker sei und zudem aus Peru komme. Derzeit isst der durchschnittliche Peruaner rund 75 Kilo Kartoffeln pro Jahr. Events wie die Feierlichkeiten zum Tag der Kartoffel sollen helfen, die Statistik auf 100 Kilo pro Person und Jahr zu heben. Deshalb wurde kürzlich vom Landwirtschaftsministerium auch schon das „Papapan“ vorgestellt (Wortspiel aus Papa und Kartoffel + Brot). Durch die Steigerung des Kartoffelkonsums sollen auch die in letzter Zeit stark angestiegenen Lebensmittelpreise wieder sinken.
Quelle: ANDINA
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Grenzkonflikt um "La Morada"
Das Örtchen „La Morada“ liegt im Grenzgebiet der Provinzen Chachapoyas (Amazonas) und Huallaga (Region San Martín). Exakt festgelegt wurde die Provinzgrenze bisher noch nicht. Seit die Provinzverwaltung Anfang des Jahres dem Örtchen den Status eines „centro poblado“ (dt. bewohnter Ort) verlieh und begann, die Wahl von Dorfautoritäten zu organisieren, herrscht nun streit zwischen den beiden Provinzen, die beide „La Morada“ für sich beanspruchen. Während das Dorf bereits seit Jahren von der Schul- und gesundheitsverwaltung der Region Amazonas betreut wurde, ist es nach Angaben von Fernando Grandez, Provinzbürgermeister von Huallaga, bereits seit Jahren als Ort seiner Provinz anerkannt. Gegenüber dem Internetportal Peru.com warf Grandez der Provinzverwaltung von Chachapoyas vor, sich durch den Ratsbeschluss 038-2008, in dem die Gründung des „centro poblado“ geregelt wird, 200 Hektar Land von Huallaga aneignen zu wollen. Einige Einwohner von La Morada erklärten gegenüber dem Radiosender Reina de la Selva (Chachapoyas), dass das Dorf selbst sich als Teil der Region Amazonas sehe und die wenigen und schlecht ausgebauten Zugangswege nach Leymebamba (Chachapoyas) führten.
Pikant ist der Streit vor allem deshalb, weil sich in der Umgebung von La Morada zahlreiche archäologische Fundstätten befinden, von deren Restaurierung sich beide Provinzen einen Schub im Tourismusbereich versprechen. Zudem sind die Regionen Amazonas und San Martín im Moment dabei, eine „Modell-Makroregion“ zu bilden, sich in mancher hinsicht also miteinander zu vereinen.
Nach Angaben der Archäologin Inge Schjellerup liegt das Problem darin, dass bis 1998 als einzige Möglichkeit zur geografischen Bestimmung des Standorts von La Morada nur ein Satelitenbild mit einem Maßstab von1:250 000 vorhanden war.
Dass das Problem kein Phantomproblem ist, zeigt übrigens auch eine Recherche beim Nationalinstitut für Statistik und Informatik INEI: Auf den Karten des INEI ist sowohl auf der Seite von Chachapoyas als auch auf der Seite von Chachapoyas ein Ort mit dem Namen „La Morada“ eingetragen.
Huallaga will das nicht hinnehmen und plant einen Streik von 48 Stunden.
Daten nach dem Ratsbeschluss vom 14. Februar:
La Morada / Distrikt Chuquibamba / Provinz Chachapoyas / Region Amazonas
Orte und Nebenorte: La Morada, Canaán, Añazco Pueblo, Las Villas, La Majada, Rangras, Villa Aguacate, Villa Pampa Hermosa und Jardín.
Grenzen: Im Norden: Rrío Lejía und río Blanco. Im Süden: Río Bombonaje, Rangrapata, Santa María, San Martín und Yonán. Im Osten: Río Bombonaje. Im Westen: Yerbabuena, Kämme Pasabreve und Buenaparte.
Quellen: Provinzverwaltung Chachapoyas, Peru.com, INEI, Radio Reina de la Selva
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Verbot von Mototaxis in Chachapoyas beschlossen
Seit dem 16. Mai ist im gesamten Distrikt Chachapoyas das Fahren mit dreirädrigen Motorrikschas, in Peru Mototaxi genannt, verboten. Grund dafür ist nach dem Provinzratsbeschluss, dass Chachapoyas wegen ihrem Selbstverständniß als Reiseziel und auch wegen ihrer äußerst bergigen Lage nicht für Mototaxis geeignet ist. So machten laut Ratsbeschluss die kolonialen und monumentalen Fassaden der Häuser das Bild der Stadt aus, das durch den Lärm und die Optik der Dreiräder gestört würde. Zudem könne in den meist offenen Fahrzeugen besonders in Kurven die Sicherheit der Fahrgäste nicht garantiert werden.
Bei Verstößen soll das Fahrzeug konfisziert werden. Ausgenommen davon ist das Fahrzeug von SERPOST, dem Briefzusteller, aber nur während der Zeit der Zustellung selbst.
Quelle: Stadtverwaltung Chachapoyas, ORDENANZA Nº 049 -2008-MPCH
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Fizcarraldos Traum
In einem Film von Werner Herzog kämpft Klaus Kinski alias Brian Sweeney Fitzgerald gegen Natur und Establischment, um seinen Traum zu verwirklichen, ein Opernhaus in Iquitos, mitten in der peruanischen Urwald-Region Loreto zu bauen. Damit dieser Traum in Erfüllung gehen kann, braucht Fitzgerald, auf spanisch Fizcarraldo genannt, viel Geld, das ihm ein alter Flußdampfer und eine Eisenbahn bringen soll, die Kautschuk aus Iquitos über den Amazonas und schließlich auch über die Anden an die Pazifikküste bringen sollen. Fizcarraldo im Film scheitert. Aber die Idee einer Eisenbahn von Iquitos bis zur östlichen Andenkette lebt und wenn es nach dem derzeitigen Regionalpräsidenten von Loreto geht, wird sie eher früher als später Wirklichkeit.
Die Vorteile liegen auf der Hand: Auch schwere Güter könnten sicherer und umweltfreundlicher als wie bisher auf der Straße transportiert werden. Da Iquitos keinen Anschluss an das landesweite Straßennetz besitzt und die wenigen Zufahrtsstraßen bzw. Schiffswege in die Region Loreto bereits stark ausgelastet sind, könnte eine Zugstrecke auch verhindern, was in vielen anderen Urwaldregionen bereits passiert ist: Meist entstehen dort, wo neue Straßen gebaut werden, nach kurzer Zeit an den Straßenrändern neue Orte. Auch werden die neu erschlossenen Gebiete oft gerodet für Holz- und Landwirtschaft. Da aber eine sinnvolle Verkehrsinfrastruktur für die Region Loreto dringend notwendig ist, drängt sich auch hier der Zug auf: Durch die Festlegung von Haltepunkten und Bahnhöfen könnte die Besiedlung gezielt gesteuert werden, der Regenwald würde nicht so stark in Mitleidenschaft gezogen werden.
Auch der Präsident Brasiliens, Luiz Inácio Lula da Silva, erklärte sein Interesse an diesem Projekt. Von einer besseren Anbindung des Amazonasbeckens an den Pazifik würde auch die brasilianische Wirtschaft profitieren. Aus diesem Grund treiben er und sein peruanischer Amtskollege García auch die sogenannte „Carretera Interocianica“, eine Straße, die Pazifik und Atlantik miteinander verbinden soll, voran.
Nach Angaben von Yván Vásquez Valera, Regionalpräsident von Loreto, würde der Bau einer Eisenbahn von Iquitos nach Yurimaguas, dem zentralen Hafen zum Amazonas in Nordperu, rund 700 Millionen US-$ verschlingen. Dafür sollen private Investoren gefunden werden.
Kautschukbarone wie Fizcarraldo hat er dabei aber wohl nicht im Visier.
Quelle: ANDINA
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Mehr Selige aus Chachapoyas
Auf dem Weg zur „Seligkeit“ hat Monseñor Emilio Lissón Chávez, C. M., 1909-1918 Bischof von Chachapoyas, den ersten Schritt gemacht. Am 31. Mai wird in Valencia (Spanien), wo Lissón Chávez verstarb, der Diözesane Prüfungsprozess abgeschlossen. Danach geht der Prozess weiter in Rom, wo noch zahlreiche Prüfungen anstehen. Seit September 2003 hatte die Diözesanleitung von Valencia allerlei Prüfungen rund um Emilio Lissón angestellt.
Emilio Lessón wurde am 24. Mai 1872 im südperuanischen Arequipa geboren. 1894 trat er in den Orden der Vinzentiner des heiligen Paul ein und wurde 1895 in Paris zum Priester geweiht. Anschließend arbeitete in der Priesterausbildung in Arequipa und Trujillo. Mit nur 37 Jahren wurde Lissón Bischof von Chachapoyas, schon 1918 aber als Erzbischof nach Lima berufen.
Während seiner Zeit als Bischof von Chachapoyas lag sein Hauptaugenmerk auf der Priesterausbildung, der Kinder- und Jugendkatechese, die Bildung und die Arbeit mit und für die Armen. Unter anderem wurde während seiner Zeit als Bischof der erste Kindergarten von Chachapoyas gegründet. 1931 wurde er aus Lima abberufen und lebte anschließend in Rom und in Spanien. In Spanien betätigt er sich als Hilfsbischof oder Diözesanadministrator, besonders in den Bistümern Sevilla und Valencia. In Sevilla erwarb er sich bald den Titel „Bischof der Armen“. Schon zu Lebzeiten wurde er von vielen Gläubigen als heiliger verehrt.So begann auch die Erzdiözese von Valencia den Seligsprechungsprozess. Seit 1991 ruhen seine sterblichen Überreste auf Wunsch der peruanischen Bischöfe in der Kathedrale von Lima.
Quelle: Radio Horizonte / Bischof Emiliano Cisneros Martínez -
Kongressabgeordneter erschießt (angeblich) Hund (im Affekt?)
Schwere Vorwürfe muss sich Miró Ruiz, Kongressabgeordneter aus dem Distrikt Chaclacayo in Lima dieser Tage anhören. Seine Parlamentsfraktion von der Nationalistischen Partei riefen ihn auf, die Geschehnisse der letzten Tage öffentlich zu erklären. Grund für die Aufregung war „Matías“, Hund einer Nachbarin von Miró Ruiz. Die Besitzerin von Matías erklärte gegenüber dem Radiosender RPP, sie habe vor einigen Tagen früh Morgens Pistolenschüsse gehört, worauf hin sie ihr Haus verlassen habe und sehen konnte, dass der erschossene Hund neben dem Haus von Ruiz lag. Nachbarn hätten ihr darauf hin erklärt, der Kongressabgeordnete sei der Täter. Zur Tat sei es gekommen, weil Ruiz dem Hund vorgeworfen habe, seine Ente im Garten getötet und gefressen zu Haben. Ruiz, der derzeit in Huancavelica weilt, bestritt im Interview mit einem Lokalsender jegliche Verwicklung in die Tat. Zudem besitze er keine Waffe, so Ruiz.
Quelle: RPP
NACHTRAG: Wie ANDINA berichtet, hat Ruiz den „heimtücksichen Mord“ an dem Hund gestanden. Interessant: Bisher hat er noch gar keinen Waffenschein.
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Regierung vereinfacht Verkauf kommunaler, bauerngemeinschaftlicher und indigener Ländereien
Die letzte Ausgabe des peruanischen Gesetzblattes „El Peruano“ enthielt die Veröffentlichung eines Dekretes, das den Verkauf von Ländereien in den Anden- und Urwaldregionen Perus vereinfacht, die im Besitz von Bauerngemeinschaften (comunidades campesinas) oder indigenen Gemeinschaften (comunidades nativas) sind. Zudem setzt es die Bedingungen für die Auflösung einer solchen Gemeinschaft herab. Bisher war für den Verkauf dieser Ländereien von allen Mitgliedern der Gemeinschaften eine Zwei-Drittel-Mehrheit nötig. Nach dem nun veröffentlichten Dektret wird diese Grenze auf 50% herabgesetzt, wobei sich diese 50% nicht auf die Gesamtzahl der Mitglieder einer Gemeinschaft beziehen, sondern auf die Zahl der Anwesenden bei einer zur Besprechung der Auflösung der Gemeinschaft oder des Verkaufs der Ländereien einberufenen Versammlung.
Viele Bauern- und indigene Gemeinschaften lehnen das Dekret ab. Sie fürchten einen Ausverkauf ihrer Ländereien und die Ausbeutung dieser durch Mineral- und Landwirtschaftskonzerne. Zudem werfen sie der Regierung vor, die Auflösung dieser Gemeinschaften anzustreben.
Wie das staatliche Programm zur Verwaltung von Flußtälern und Bodenkonservierung (Pronamachcs) mitteilt, geht es dabei um Ländereien in einem Umfang von ca. 300000 ha. Nach Ansicht von Luis Beltrándes, Chef des Pronamachcs, hilft das Dekret, die Wirtschaft in den Anden und in den Urwaldregionen Perus anzukurbeln.
Quelle: Gesetzblatt „El Peruano“, CNR, ANDINA, COFOPRI

